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Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=157368#post157368' schrieb:Viele züchten heutzutage nach der Devise: Lieber ein Spitzenhund im Wurf mit 4 "schrott- Geschwistern" als 5 durchschnittlich gute Hunde. Dagegen helfen nur zuchtlenkende Maßnahmen der Zuchtleitung. Aber die steht offenbar auch auf gut zu verkaufende Spitzentiere.
Woher kommt diese Erkenntnis? Ich kenne niemanden, der bewusst kranke Hunde züchtet, um vielleicht den Einen dabei zu haben, weder im HZ, noch im Leistungssektor. Und vom Status her, gibt es da keine unterschiedlichen Ergebnisse, was die Auswertungen der HD/ED angeht. Oder gibt es da neue, nicht spekulative Erkenntnisse?
[size=10] ![[Bild: FB%2520Baner.jpg]](https://lh3.googleusercontent.com/-PO-hSkFfYjw/UB_8uHcrwQI/AAAAAAAACZo/tPVg2rYnjVo/s288/FB%2520Baner.jpg)
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Uwe Junker,'index.php?page=Thread&postID=157365#post157365' schrieb:ist es denn nicht auch so, dass bei der Auswahl nach genetischen Merkmalen, die nicht Krankheitsbehaftet sind, die Leistungsmerkmale dabei in den Hintergrund treten müssten?
Ein "toller" Rüde, leider genetisch belastet....sein nicht "toller" Bruder, genetisch ok......was bedeutet dies dann ?????? Und was bringt es mit diesem tollen Rüden zu züchten, wenn die Nachkommen dann krank sind????? Ich würde diese Nachkommen nicht haben wollen. Ich suche ein Familienmitglied, dass lange und gesund lebt und mit dem ich auch Sport betreiben kann.
Aber mal ganz ehrlich, auch wenn man den Hund nur auf das "Sportgerät" reduziert (was ich ganz sicher nicht mache), wer kauft ein Sportgerät von mangelhafter Materialqualität (sprich Gesundheit beim Hund)?
Ich bin kein Züchter und kenne mich mit Genforschung nicht aus. Aber wenn ich die obenstehenden Beiträge lese, dann verstehe ich die Welt nicht mehr wenn man das ausser Acht lässt um tolle Hunde zu züchten.
Ich bin sicher es gibt tolle Hunde, die keine Krankheiten vererben und was spricht dagegen in Zukunft die zur Zucht zu verwenden.
Ich will in erster Linie einen gesunden Hund kaufen und diese zu finden ist wirklich nicht so einfach.
Viele Grüße
Silvia
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Zitat:Ich denke beim Zuechten muss man ab und an auch einfach ein Risiko eingehen. Das gehoert einfach zum Zuechten dazu.
Zu wessen Lasten bist Du denn bereit ein Risiko einzugehen? Zu Lasten der Nachzucht? Zu Lasten der Welpenkäufer?
Ich denke, in Zukunft wird es so sein, dass der Züchter viel eher Gewährleistungsansprüche wird anerkennen müssen, wenn Erkrankungen auftreten, die bei entsprechender Zuchtplanung vermeidbar gewesen wären.
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Ich bin als Züchter auch jetzt schon zu Gewährleistung verpflichtet!
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Gernot Wolkenstein
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dat_jernot,'index.php?page=Thread&postID=157373#post157373' schrieb:Ich bin als Züchter auch jetzt schon zu Gewährleistung verpflichtet! Gewährleistung wofür und in welcher Form?
Viele Grüße
Silvia
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Uwe Junker,'index.php?page=Thread&postID=157365#post157365' schrieb:ist es denn nicht auch so, dass bei der Auswahl nach genetischen Merkmalen, die nicht Krankheitsbehaftet sind, die Leistungsmerkmale dabei in den Hintergrund treten müssten?
Ein "toller" Rüde, leider genetisch belastet....sein nicht "toller" Bruder, genetisch ok......was bedeutet dies dann ??????
Es gibt doch aber nicht nur die Kombination " "toller" Rüde, leider genetisch belastet....sein nicht "toller" Bruder, genetisch ok". Ist es nicht manchmal so dass tolle Hunde auch tolle Geschwister haben? Die man nur nicht kennt? Weil ein Hund z.B. bei einem nicht so talentierten HF steht und nur Prüfungen auf Ortsgruppenebene gelaufen ist?
Dadurch, dass ein Rüde für meine Hündin genetisch nicht passt, werden ich, wenn mich dessen Blutführung trotzdem interessiert, dazu animiert mich in seinem familiären Umfeld näher umzusehen und mir vielleicht auch mal einen IPO1-Rüden anzugucken, für den ich ansonsten nicht 500 km gefahren wäre. Weil ich überhaupt nicht auf ihn aufmerksam geworden wäre wenn ich seinen Bruder zum Decken genommen hätte.
Und selbst wenn ein Hund wirklich spitzenmässige Veranlagungen besitzt, während ein Bruder vielleicht nur ein "normaler" Hund ist mit soliden Gebrauchshundeigenschaften: Wer der bessere Vererber der beiden sein wird, das wird erst deren Nachzucht zeigen.
Zudem gibt es keine genetisch unbelasteten Hunde. Es geht immer um die jeweilige Kombination eines ganz bestimmten Rüden mit einer ganz bestimmten Hündin. Dass dabei nach Möglichkeit verhindert wird dass gravierende, einen Hund gesundheitlich stark beeinträchtigende Erkrankungen mit genetischem Hintergrund bei der Nachzucht auftreten. Welche Mutationen im Erbgut ich bei einem Rüden tolerieren kann hängt somit auch immer davon ab was meine Hündin in dieser Hinsicht genetisch mitbringt.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
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Die Schäferhunde sind ja noch in einer komfortablen Situation.
Bei den Dobermännern ist der Genpool inzwischen so eng, dass man auf zeitraubende Recherche, ich meine damit nicht einige Tage, angewiesen ist, um gewisse, augenscheinlich belastete Linien zu vermeiden. Wir haben in der Vergangenheit Zuchtrüden vor der Belegung auf eigene Kosten testen lassen, mit der Zusicherung der Verschwiegenheit, falls ein Test auffällig sein sollte.
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schwedenfan,'index.php?page=Thread&postID=157374#post157374' schrieb:dat_jernot,'index.php?page=Thread&postID=157373#post157373' schrieb:Ich bin als Züchter auch jetzt schon zu Gewährleistung verpflichtet! Gewährleistung wofür und in welcher Form? Z. B. HD, ED, Vorbiss, Rückbiss..... In zumeist finanzieller Form.
Selbst der allertollste anwaltlich ausgearbeitete Kaufvertrag schützt nur vor übermäßigen Regressanforderungen.
Von einer moralischen Gewährleistungspflicht, welche ich als Züchter habe, möchte ich gar nicht sprechen....
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Gernot Wolkenstein
zedemar,'index.php?page=Thread&postID=157371#post157371' schrieb:Zitat:Ich denke beim Zuechten muss man ab und an auch einfach ein Risiko eingehen. Das gehoert einfach zum Zuechten dazu.
Zu wessen Lasten bist Du denn bereit ein Risiko einzugehen? Zu Lasten der Nachzucht? Zu Lasten der Welpenkäufer?
Ich denke, in Zukunft wird es so sein, dass der Züchter viel eher Gewährleistungsansprüche wird anerkennen müssen, wenn Erkrankungen auftreten, die bei entsprechender Zuchtplanung vermeidbar gewesen wären. Die Gewaehrleistung muss man heute so oder so geben. Gerade da wo ich lebe wird von den Leistungszuechtern meist immer eine Garantie von 2 Jahren im Vertrag eingeraeumt da mit 2 Jahren die Hunde hier erst von OFFA geroentgt werden, es sei denn sie gehen ueber den SV.
Jeder der Zuechtet, und wenn er auch noch so auf Nummer Sicher geht, geht ein Risiko ein. Wenn man nicht gewillt ist, ein Risiko einzugehen, dann sollte man die Finger vom Zuechten lassen.
Mit jedem Wurf, du weist nie was passiert. Es kann dir jemand Parvo ins Haus schleppen, du kannst einen fruehgeborenen Wurfen haben, wo nur ein Welpe ueberlebt und du reisst dir den Hintern auf nur um letzen Endes den einen Welpen auch noch zu verlieren. Dir kann die Mutter eingehen.
Das Risiko ist immer da. Egal wie sehr wir die Wissenschaft mit einbeziehen. Jeder Zuechter geht ein Risiko ein.
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Darum geht es nicht.
Dass es Risiken außerhalb der Sorgfaltsplicht eines Züchters gibt, steht außer Diskussion.
Es geht um die Risiken, die Züchter bewusst eingehen. Dein Beitrag klang sehr danach.
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