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Ursache für Hüftgelenkdysplasie entdeckt
#11
Ursula Ros.,'index.php?page=Thread&postID=157253#post157253' schrieb:bisher wurde ja abgestritten, das HD genetisch bedingt ist, sondern es wurde auf Fütterungs und Aufzuchtsfehler geschoben.


Also ich habe bis jetzt noch keinen Medizner(TA) getroffen der gesagt hat das nicht Genetisch.

Ich finde diese Erkenntnisse sind bis jetzt nix neues aus dem Link. Vielleicht finden sie ja aber das Gen was HD/ED verursacht das wäre was.
LG Alex


Mann kann auch ohne Hund leben aber es lohnt sich nicht.!!! Heinz Rühmann
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#12
So wie es ausschaut, sind da mehrere Gene dran beteiligt.
Und im Gegensatz zu früher ist natürlich ein Fortschritt da, denn jetzt kann man immerhin Kandidaten per Gentest ausmachen. Nachdem aber auch "Träger" beschwerdenfrei sein können, da es eben nicht nur von der genetischen Disposition abhängt, könnte ich mir vorstellen, dass der Verein sich quer stellt, bis auch ausgemacht ist, wie es genau dazu kommt, dass TrägerA beschwerdenfrei und TrägerB Probleme hat/bekommt.

Ich kenn mich mit dem SV nicht aus, aber sollten die nur ein bisschen so ticken wie der DV, dann werden sie diese Erkenntnis nicht für ihre Zucht nutzen...
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#13
Bei vielen Erkenntnissen gibt es neue Probleme oder Ansichten. Oft wird ein Loch geschlossen, ein anderes geöffnet.

Erst mal die Fachleute arbeiten lassen.

Was wir tun können ist , die Genbreite erhalten und erweitern. Aber was tun viele Züchter dafür???? Fero 5555-5555
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#14
es kommt dann vermutlich die Problematik in der Zucht dazu, die in Richtung Gewährleistung geht.
Wenn es denn möglich wäre, genau vorherzubestimmen wie HD frei gezüchtet werden könnte, dann wird die genetische Breite vermtl. noch enger, die Zucht wird sich verändern, da u.U. gute Gebrauchsmerkmale bei Hunden, der genetischen HD Bestimmung nicht entsprechen.
Der Züchter wäre wohl verpflichtet, die genetische Überprüfung von Zuchttieren vorzunehmen, um rechtlichen Ansprüchen im Nachhinein zu entgehen.
Ich weiß nicht, ob dass alles insgesamt so prickelnd ist. Wohl ist es aber ein großer Fortschritt, dieses Wissen nun zu haben und für die Zukunft für die Gesundheit einsetzen zu können.
Bye Uwe
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#15
Meiner Meinung nach sind solche Gentests gerade die Chance, die genetische Vielfalt zu erhalten. Wie ist es denn heute? Oft werden ganze Zuchtlinien gemieden allein aufgrund einer subjektiven Beurteilung. Man weiss dass über einen Rüden oder eine Hündin vermehrt z.B. Hunde mit Rückenproblemen gekommen sind. Folglich meidet man diese Linie für alle Zukunft. Aber selbst Vollgeschwister können theoretisch ein bis zu 99% unterschiedliches Erbgut besitzen. Und nicht jeder Gendefekt wird an jeden Nackommen weiter gegeben. Vielleicht im Einzelfall noch in der 1. Generation. Aber schon Enkel können völlig frei von den betreffenden genetischen Sequenzen sein. D.h. ein Enkel ist Träger, ein anderer aber nicht.

Durch entsprechende Gentests kann man die Spreu vom Weizen trennen. Was ja gar nicht immer notwendig ist. Wenn es um eine rezessiv vererbbare Erkrankung geht, bei der die Hunde die betreffenden genetische Mutation doppelt tragen müssen damit diese Erkrankung zum Ausbruch kommen kann, dann kann ich bei einer Hündin, von der ich weiss dass sie zwei gesunde Allele besitzt, auch einen Deckrüden wählen der gegentisch betroffen ist. Die Nachzucht bleibt in so einem Fall trotzdem gesund. Aber ich sollte keine Hündin, die den entsprechenden Gendefekt im Erbgut trägt, mit einem ebensolchen Rüden verpaaren, wenn ich das Auftreten der betreffenden Erkrankung verhindern möchte.

Heute hat man oft Bauchschmerzen wenn man mit Hunden züchtet, von denen man weiss dass ein Bruder oder eine Schwester oder der Vater etc. an dieser oder jener Erkrankung gelitten hat. Mit derartigen Genotypisierungen kann man das guten Gewissens trotzdem machen, weil dadurch die Verwandten identifiziert werden können, die die betreffenden mutierten Allele nicht im Erbgut tragen. Es ist also nicht mehr notwendig einzelne Zuchttiere zu meiden aus der Angst heraus, dass diese entsprechende Mutationen im Erbgut tragen könnten (wie es derzeit oft gemacht wird).
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#16
Aber selbst Vollgeschwister können theoretisch ein bis zu 99% unterschiedliches Erbgut besitzen.



Dann muss es sich aber um eine Kreuzung aus Pflanze und Hund handeln, und selbst dann haben sie noch 50% gemeinsames Erbgut.
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#17
zedemar,'index.php?page=Thread&postID=157268#post157268' schrieb:Dann muss es sich aber um eine Kreuzung aus Pflanze und Hund handeln, und selbst dann haben sie noch 50% gemeinsames Erbgut.

Du hast 50% Deiner Gene von Deinem Vater geerbt und 50% von Deiner Mutter. Dein Bruder kann aber genau die anderen 50% der Gene Deines Vaters geerbt haben und genau die anderen 50% der Gene Deiner Mutter. Von daher können Vollgeschwister rein theoretisch ein völlig verschiedenes Erbgut besitzen.

Das geschieht in der Praxis genau so wenig wie dass Dein Bruder exakt die selben 50% der Gene von Deinem Vater und Deiner Mutter gerbt hat (eineiige Zwillinge jetzt mal ausgenommen, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Es zeigt aber auf dass das Erbgut von Vollgeschwistern im Einzelfall sehr unterschiedlich sein kann (dass z.B. nur eine 30%ige Übereinstimmung besteht, anstatt wie im Mittel immer angegeben 50%ige), und ein Bruder oder eine Schwester somit nicht zwangsläufig die selben Genmutationen im Erbgut tragen muss wie ein von einer Erbkrankheit betroffener Hund.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#18
Eltern: Vater Aa x. Mutter Aa
F1: Buder AA Aa Schwester aa

Also in einem Gen könnten Bruder und Schwester völlig verschiedenes Erbgut haben.

Wenn das THEORETISCH auf alle Gene ZUFÄLLIG genauso zutreffen würde, wären Bruder und Svhwester genetisch völlig unterschiedlich.

Da bei den vielen Genen, die es gibt, solch ein ZUFALL in praxi völlig ausgeschlossen ist, bleibt dieser THEORIE sehr grau. Und wird sich vermutlich der 50-Prozent-Hypothese eher annähern.

Übrigens gibt es nicht DAS HD-Gen, das man finden könnte, sondern es handelt sich um einen polygenen Erbgang, also auch schon viele Gene für ein Merkmal.

Trotzdem bleiben genomische Zuchtwerte das beste Mittel um tatsächlich züchterische Fortschritte zu erzielen.

Der genomische ZW der THS Hannover ist übrigens schon seit längerem patentiert, kostet wohl aber an die 300 €? Der SV traut dem nicht (auch nicht auf freiwilliger Basis zu propagieren) und will ihn in seiner Gelenkstudie auf Praxistauglichkeit überprüfen.
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#19
Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=157271#post157271' schrieb:Da bei den vielen Genen, die es gibt, solch ein ZUFALL in praxi völlig ausgeschlossen ist, bleibt dieser THEORIE sehr grau. Und wird sich vermutlich der 50-Prozent-Hypothese eher annähern.

Deswegen hatte ich ja "theoretisch" geschrieben. Aber eine 30%ige Übereinstimmung ist im Einzellfall genau so gut möglich wie eine 70%ige. Unter'm Strich sollte es nur deutlich machen dass, wenn z.B. eine erblich bedingte Erkrankung bei mehreren Hunden in einem Wurf auftritt, es trotzdem auch einzelne Hunde im Wurf geben kann die in dieser Hinsicht genetisch nicht belastet sind. Und diese Hunde erkennt man nur mit Hilfe solcher Genotypisierungen.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#20
Ich wollte Dich mit meinem Beitrag unterstützen, Antje
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