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Möglichkeiten zur Verbesserung der Ausbildung für überregionale Hundesportwettkämpfe
@Anja.
Du hast einen für mich beim Richten gaaanz wichtigen Begriff genannt. ENGAGEMENT. Wenn ein Hund ein hohes Maß an Engagement in den Übungen zeigt spielt die Rasse keine Rolle. Man sieht "der will".
Das ist ein ganz entscheidendes Bewertungskriterium. Zumindest für mich. Die Motorik ist doch von Rasse zu Rasse unterschiedlich und nur bedingt vergleichbar.

Big Grin übrigens hab ich vor Jahren auch schon mal den Beweis angetreten daß das Auge täuscht.
Mein Kumpel hatte sich beschwert daß sein DSH-Rüde "sooo langsam " reviert. Gleiches Ergebnis wie bei euch, nur nicht mit nem Mali sondern mit einer DSH-Hündin die beim Revieren "um ihr Leben " gelaufen ist.
Der Rüde hat der Hündin auf dem Sportplatz 3 Sekunden abgenommen. Das verdatterte Gesicht von meinem Kumpel seh ich heut noch.


mfG

Thomas Müller
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Hallo Anja,
ist das nicht ,dass was die Richter bewerten sollen ?
Die Prüfungsordnung ist doch für jede Rasse ausgelegt und nicht für nur eine Rasse die man dann als Standart nimmt.
Wie du aber schon das Revieren angesprochen hast habe ich mir auch schon die Mühe gemacht es in Working Dog die Zeiten zu vergleichen und es kam nur Kopfschütteln raus aber Tinka hat es ja auch schon angesprochen einfach mal die Zeit stoppen.

Leider finde ich wird durch solch eine Richtweise die Rasse Mali kaputt gezüchtet weil jeder der etwas im IGP Sport erreichen will holt sich einen Mali.

Gruss
Toto
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Hallo Burkhard,
wir haben im unserem Verein einen Tierschutzbeauftragten, der unangemeldet bei den Übungsstunden erscheint und sich so einen Überblick über die Ausbildungsmethoden macht und an den Vorstand berichtet bei Fehlverhalten.

Gruss Toto
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toto1710,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191217#post191217 schrieb:Hallo Anja,
ist das nicht ,dass was die Richter bewerten sollen ?
Die Prüfungsordnung ist doch für jede Rasse ausgelegt und nicht für nur eine Rasse die man dann als Standart nimmt.
Vielleicht ja - aber wie kommt es dann zu den Auswüchsen, mit "könnte schneller", "könnte direkter", "könnte... etc." kommen?
Gerade im Obedience sind ja doch noch auf OG-/LG-Niveau viele andere Rassen und auch Mischlinge zu sehen. Da sieht man den engagierten Sheltie genauso wie einen Ridgeback. Und häufig sieht man zB dass die Hunde bei vollem Gallopp eher "hoch" denn in die Weite springen. Da ist volles Engagement da , aber eben nicht der Turbospeed - und das ist eine der Situationen wo mir Obi wirklich gefällt. Dass das eben gleich bewertet wird.
Angenommen es wäre in der IGP-PO jetzt schon sauber definiert, wie kommt es dann zu den Auswüchsen, dass quasi schon erwartet wird, dass der Hund ins Platz rutscht beim Voraus, dass er beim Apport mit Drehen zum HF quasi die Wiese umackert und beim Sitzkommando explosionsartig absitzt, gefühlt schon fast vor dem Kommando?

Anderes wie ich finde sehr gutes Beispiel:
Im Obi gibt es bei den Positionen aus der Bewegung in Kl 2 und 3 sehr viele und häufige techn. Fehler - weil die Reihenfolge und Auswahl der Positionen auf jeder Prüfung anders ist. In Klasse 2 sind es 2 Positionen von 3, bei der Klasse 3 dann alle drei Positionen. Das kann man dem Hund vorher nicht durch Sekundärsignal (streicheln irgendwo) ankündigen.
Ich habe mal gefragt, wie man diese Technologie umsetzen könnte....baffes Erstaunen. Ich sage gar nicht. Der Hund muss einfach klar genug im Kopf exakt aufpassen und perfekt auf Signal richtig reagieren. Erschwert dazu, dass nach der Grundstellung bzw unterwegs das ganze nach einem Winkel mit max. 5m Entwicklung kommt - das ist manchmal verdammt kurz. Banal formuliert laut die Übung "zufhören und machen". Auch das nimmt den Hunden viel Trieb und Spinnerei, sie wirken sachlicher, klar die müssen zuhören (ich erinnere an Kinder, die in einem Diktat sitzen, da turnt auch keiner rum).
Es erinnert mich an meine Anfänge im IPO vor 30 Jahren, wo sicherlich vieles in der Ausbildung noch nicht so weit war. Wo aber die Hunde einfach gelernt haben, was ein Sitz, Platz und Steh war. Da kannte man die Idee der Vorbereitung nicht, da haben die Hunde es einfach gelernt und gemacht.
Auch der Vorschlag der Variabiltät wurde bei der Übearbeitung der IPG-PO leider nicht berücksichtigt, das wäre ein Fortschritt gewesen und spannender auch (siehe BGH).

VG
Anja
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Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191222#post191222 schrieb:Vielleicht ja - aber wie kommt es dann zu den Auswüchsen, mit "könnte schneller", "könnte direkter", "könnte... etc." kommen?
vermutlich liegt es daran, immer differenzierter beurteilen zu müssen, da die Erfolgsdichte immer enger wird.

Vielleicht sollten wir das Thema mal von einer anderen Seite her beleuchten, da wir hier scheinbar nicht wirklich weiter kommen.
Ich eröffne dazu mal einen neuen Thread mit der Fragestellung: worin liegt die Ursache übermäßiger Zwangsmaßnahmen im IPO /IGP Sport?

Wenn wir da etwas finden, kommen wir vielleicht auch an die Veränderungen ran.
Bye Uwe
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Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191222#post191222 schrieb:
toto1710,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191217#post191217 schrieb:Hallo Anja,
ist das nicht ,dass was die Richter bewerten sollen ?
Die Prüfungsordnung ist doch für jede Rasse ausgelegt und nicht für nur eine Rasse die man dann als Standart nimmt.
Vielleicht ja - aber wie kommt es dann zu den Auswüchsen, mit "könnte schneller", "könnte direkter", "könnte... etc." kommen?Gerade im Obedience sind ja doch noch auf OG-/LG-Niveau viele andere Rassen und auch Mischlinge zu sehen. Da sieht man den engagierten Sheltie genauso wie einen Ridgeback. Und häufig sieht man zB dass die Hunde bei vollem Gallopp eher "hoch" denn in die Weite springen. Da ist volles Engagement da , aber eben nicht der Turbospeed - und das ist eine der Situationen wo mir Obi wirklich gefällt. Dass das eben gleich bewertet wird.
Angenommen es wäre in der IGP-PO jetzt schon sauber definiert, wie kommt es dann zu den Auswüchsen, dass quasi schon erwartet wird, dass der Hund ins Platz rutscht beim Voraus, dass er beim Apport mit Drehen zum HF quasi die Wiese umackert und beim Sitzkommando explosionsartig absitzt, gefühlt schon fast vor dem Kommando?

Anderes wie ich finde sehr gutes Beispiel:
Im Obi gibt es bei den Positionen aus der Bewegung in Kl 2 und 3 sehr viele und häufige techn. Fehler - weil die Reihenfolge und Auswahl der Positionen auf jeder Prüfung anders ist. In Klasse 2 sind es 2 Positionen von 3, bei der Klasse 3 dann alle drei Positionen. Das kann man dem Hund vorher nicht durch Sekundärsignal (streicheln irgendwo) ankündigen.
Ich habe mal gefragt, wie man diese Technologie umsetzen könnte....baffes Erstaunen. Ich sage gar nicht. Der Hund muss einfach klar genug im Kopf exakt aufpassen und perfekt auf Signal richtig reagieren. Erschwert dazu, dass nach der Grundstellung bzw unterwegs das ganze nach einem Winkel mit max. 5m Entwicklung kommt - das ist manchmal verdammt kurz. Banal formuliert laut die Übung "zufhören und machen". Auch das nimmt den Hunden viel Trieb und Spinnerei, sie wirken sachlicher, klar die müssen zuhören (ich erinnere an Kinder, die in einem Diktat sitzen, da turnt auch keiner rum).
Es erinnert mich an meine Anfänge im IPO vor 30 Jahren, wo sicherlich vieles in der Ausbildung noch nicht so weit war. Wo aber die Hunde einfach gelernt haben, was ein Sitz, Platz und Steh war. Da kannte man die Idee der Vorbereitung nicht, da haben die Hunde es einfach gelernt und gemacht.
Auch der Vorschlag der Variabiltät wurde bei der Übearbeitung der IPG-PO leider nicht berücksichtigt, das wäre ein Fortschritt gewesen und spannender auch (siehe BGH).

VG
Anja
Das entspricht dem, was auch ich geschrieben habe. Und ich denke, dann braucht man auch keine Zeitfenster.

Echte Signalkontrolle statt ritualisierte Abläufe. Dann gib’s wenig zu antizipieren.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191224#post191224 schrieb:Echte Signalkontrolle statt ritualisierte Abläufe. Dann gib’s wenig zu antizipieren.
mir erschließt sich die Logik nicht, die scheinbar dahinter stehen soll. Auch bei "echter" Signalkontrolle werden Zwangsmaßnahmen doch nicht verhindert. Ich behaupte einmal, dass diese steigen.
Ich finde auch, dass damit der einhergehende Umkehrschluss, dass Hunde im IGP Bereich keine Signalkontrolle hätten, falsch ist.
Bye Uwe
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Ich habe es vorab schon mal geschrieben am Beispiel des Kommandos Sitz...

Bei Ritualisierung in der Entwicklung kannst Du, da der Hund antizipieren kann, über Zwang und Stress die Geschwindigkeit sowohl der Annahme, wie auch die Ausführung deutlich erhöhen.

Fehlt das, so muss die Information erst das Gehirn erreichen, verstanden werden und dann in Verhalten umgesetzt werden. Das wird nicht schneller, wenn Du Zwang drauf packst. Wahrscheinlich wird der damit verbundene Stress sogar dafür sorgen, das er Schwierigkeiten bekommt das Kommando überhaupt aufzunehmen und spult irgendwas anderes ab, was dann zu weiterer Maßregelung führt. Ein Hund „will“ ja nichts falsch machen.

Geh mit Deinem IPO Hund spazieren und sage einfach mal -Sitz-. Oder gehe auf dem Platz und sage einfach mal -Sitz-. Das erste, was der Hund losgelößt von bekannten Abläufen fragen wird ist.

Wie bitte?

Das ignorierst Du und sagst das nächste mal -Platz -. Wahrscheinlich wird er sich setzen.

Heißt nicht, dass er das Kommando nicht kann. Aber ihm fehlen verläśliche Größen neben dem Kommando selbst.




Weil er es nicht gewohnt ist.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191230#post191230 schrieb:Bei Ritualisierung in der Entwicklung kannst Du, da der Hund antizipieren kann, über Zwang und Stress die Geschwindigkeit sowohl der Annahme, wie auch die Ausführung deutlich erhöhen.
das ist doch nur die halbe Wahrheit. Das geht zu lasten des Ausdrucks und hilft somit bedingt. Wenn das so einfach wäre, würden nicht so viele Hunde das Sitz versemmeln.
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191230#post191230 schrieb:Heißt nicht, dass er das Kommando nicht kann. Aber ihm fehlen verläśliche Größen neben dem Kommando selbst.
ja, natürlich, wenn ich das nicht trainiere, dann ist es so. Klar fehlen dem Hund bestimmte Informationen.
Nach Deiner Logik müssten dann ja die Hunde, die nicht antizipieren müssen, im IGP immer vorn laufen können.
Warum ist es denn im Mondioring so schwierig, verlässlich unter den vorderen Plätzen zu bleiben; mal gewinnt man und das nächste Mal besteht derjenige die Prüfung nicht.

Das ist für den IGP Hundler sicherlich keine Alternative, da die Mentalität etwas anders ist.
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191230#post191230 schrieb:Geh mit Deinem IPO Hund spazieren und sage einfach mal -Sitz-.
willst Du dies als verlässliche Größe, so nimmst Du dem Hund einiges an freier Entfaltung, da er ständig mit einem Ohr bei Dir sein müsste. Ob das dann für ihn besser wäre? Für mich wäre das keine Option.
Bye Uwe
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Du hast mich nicht verstanden.

Das Sitz ist nur ein Synonym für alle Kommandos.

Ein Hund, der die Rituale kennt, der weiß, was auf ihn zukommt, der arbeitet vor. Siehst Du z.B. in den Entwicklungen. Der Hund verzögert schon fast vor dem Kommando oder prellt vor zum Voraus. Wenn Du das gut verpackst, dann bekommst Du auch einen schnellen Hund.

Und damit läufst Du im IPG vorne.



Ein Hund, der für eine Ritual, also dieselbe Entwicklung mehrere technische Optionen hat, der kann nicht antizipieren, da er ja gar nicht weiß, was jetzt kommt. Er muss zuhören, die Signalkontrolle aufnehmen und umsetzen. Das macht den Hund langsamer. Und auch Zwang macht in nicht schneller, weil der Reiz erstmal aufgenommen werden muss.


Ich habe Dir noch das Beispiel auf dem Platz genannt. Hundeplatz heißt -arbeiten-.

Mach es dort, losgelößt von Ritualen, losgelöst von Primärverstärkern.Wenn der Hund es denn ausführt, dann sicher nicht in der Geschwindigkeit wie im Ablauf.

Einige Hunde haben schon Probleme damit, wenn das Sitz aus der Bewegung als zweite Übung entgegengesetzt zur gewohnten Laufrichtung geht.

Du sprichst Mondio an, den Vergleich habe ich nicht gemacht. Ich habe nur den Unterschied gemacht, warum Du bei festen Abläufen ganz anders auf den Hund einwirken kannst.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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