Beiträge: 975
Themen: 75
Registriert seit: Nov 2006
Hallo, ich bin der Meinung das man nicht sagen kann das ein Futter schlecht ist nur weil ein paar Hunde es nicht vertragen. Außerdem glaube ich auch das die Standart Trockenfutter sich nicht allzusehr unterscheiden. Ich habe meinen Welpen mal Trockenfutter und mal durch einen Fleischwolf gedrehten Pansen gefüttert und das ab der 5. Woche. Alles wurde immer in einem Brei aus Kälberaufzuchtmilch angerührt und es gab nie Probleme. Fest steht das ein gutes Futter nicht unbedingt Teuer sein muß, und wichtig ist nur das der Welpe es ohne Probleme verwerten kann.
Gruß Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein
Beiträge: 584
Themen: 19
Registriert seit: Jan 2008
Rika,index.php?page=Thread&postID=45176#post45176' schrieb:Zitat:Das Welpenfutter sollte nicht mehr als 26 Protein ind 12 % Fett haben .
Wie kommst du zu dieser Aussage?
Gab es eine Untersuchung wieviel ein DSH Welpe braucht oder ist das einfach deine Erfahrung?
LG Jessy
Hallo Jessy , ja es gab Untersuchungen . Ich habe das auch selber festgestellt , wenn das Futter mehr hat dann wachsen die Welpen zu schnell was für die Knochen nicht gut ist .
LG
Beiträge: 19
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2008
Hast du zufällig ihrgendwelche unterlagen zu dem Thema, die deine Aussage untermauern?
Würde mich nur interessieren.
LG Jessy
Beiträge: 68
Themen: 4
Registriert seit: Sep 2006
"Das Welpenfutter sollte nicht mehr als 26 Protein incl. 12 % Fett haben. "
Wenn man beurteilen will, wie viel Proteine ein Welpenfutter haben darf, so muss man sowohl das Aminosäuremuster der zu bewertenden Proteine als auch die Verdaulichkeit der Futterproteine kennen.
Die für den Aufbau körpereigener Proteine benötigten Aminosäuren unterscheiden sich in ihrer Essentialität. Grundsätzlich gilt, desto ähnlicher das Futterprotein dem tierischen Körperprotein ist, desto wertvoller ist es für den Hund. Fleischprotein besitzt demnach ein ideales Aminosäuremuster, weshalb der heranwachsende Hund, der vor allem Muskelprotein aufbauen muss, weniger Protein benötigt als ein Hund, an dem z.B. Getreideprotein verfüttert wird.
Beispiel:
Besitzt das verdauliche Rohprotein eine biologische Wertigkeit von 70 % (von 100 g Nahrungsproteine können 70 g Körperproteine synthetisiert werden), so genügt es, wenn der erwachsene Hund (35 bis 40 kg) im Erhaltungsstoffwechsel mit ca. 2 g Proteine pro kg Körpergewicht versorgt wird.
Besitzt das verdauliche Rohprotein eine biologische Wertigkeit von 40 % (von 100 g Nahrungsproteine können 40 g Körperproteine synthetisiert werden), so steigt der erforderliche Proteinbedarf, der eine Mindestversorgung beim erwachsenen Hund (35 bis 40 kg) gewährleistet, auf knapp 4 g Proteine pro kg Körpergewicht. Ein ausreichendes Energieangebot wird natürlich in beiden Beispielen vorausgesetzt, da ansonsten Proteine für die Energielieferung, die ansonsten von den Fetten und KH gewährleistet wird, herhalten müssen und der Proteinbedarf alsdann steigt.
Die genauen Werte für die Proteinzufuhr für DSH-Welpen sind mir nicht genau bekannt. Meines Wissens kann aber davon ausgegangen werden, dass DSH-Welpen ab dem 3. Lebensmonat ca. 8 g Protein pro kg Körpergewicht benötigen, wenn die biologische Wertigkeit des Nahrungsproteins ca. 70 % aufweist. Je geringer die biologische Wertigkeit des Nahrungsproteins, desto höher muss somit natürlich der Proteinanteil in der täglichen Ernährung sein. Aus diesem Grund weisen viele Fertigfutter höhere prozentuale Proteinanteile (oft höhere Getreideanteile, minderwertiges Fleisch) auf.
Mit zunehmendem Lebensalter des DSH (in den ersten Monaten) sinkt der Proteinanteil in der täglichen Nahrung. Bei einer gegebenen biologischen Wertigkeit von ca. 70 % dürfte der jährige DSH ca. 3 g Protein pro kg KG pro d benötigen. Über genauere Werte dürften die Fachleute, die sich mit der Ernährung von Hunden beschäftigen, Auskunft geben können. Es gibt doch renommierte Futtermittelhersteller, die Ernährungswissenschaftler beschäftigen, die durchaus bereitwillig Auskunft geben.
Meines Erachtens ist ein ständiger Proteinmangel (Mangel an qualitativ hochwertigen Proteinen) beim Hund schwerwiegender in seinen Auswirkungen als eine mäßig überhöhte Proteinzufuhr. Eine schwächere Ausbildung des Immunsystems (mangelnde Antikörperbildung), Diarrhöen, stumpfes bzw. brüchiges Haar, mangelnder Aufbau und Ersatz von Körperprotein (Muskulatur) bis hin zu Anämien und Diabetes können potentielle Folgen einer solchen Ernährung sein.
Eine ständig deutlich erhöhte Proteinzufuhr bedingt das verstärkte Auftreten von Stoffwechselprodukten (Ammoniak…Harnstoff etc.), die vor allem Nieren und Leber belasten. Die Frage ist allerdings, wann man von einer deutlich erhöhten Proteinzufuhr spricht. Sicherlich nicht bei Verwendung von Futtermitteln mit 30 % Proteingehalten.
Grundsätzlich sehe ich aber die ständige Fütterung von minderwertigen Proteinen (Getreide, Bindegewebe etc.) als bedenklich an, da der Aufbau von Körperprotein nur beschränkt möglich ist und die Stoffwechselprodukte aus dem Abbau der Proteine, langfristig gesehen, körperliche Schäden hervorrufen können.
Also ich füttere sog. "Billigfutter"; nämlich Heiwadog und Aldi-Süd.
Meine Hunde (2DSH und ein kleiner Mix) sind fit und munter, sehen gut aus, haben normale Verdauung - tja, was will ich mehr? Welpenfutter lasse ich ab dem Zeitpunkt, an dem ich den Hund bekomme, weg bzw. stelle dann sofort langsam um.
Gruß, nickel
Beiträge: 1.271
Themen: 48
Registriert seit: Sep 2006
Komisch daß es immer noch diese Proteinhysterie gibt.
Ich habe meinen eigenen Doggenwelpen mit ausschließlicher Fleischfütterung großgezogen und ernähre ihn damit bis heute (4 Jahre). Ich kenne Züchter, die seit Jahren mit mehreren Würfen genauso verfahren, und habe Freundinnen, die ihre Welpen ähnlich großzogen.
Nach manchen Aussagen müßten diese Hunde ja wahnsinnig in die Höhe schießen und Wachstumsprobleme bekommen, der Proteingehalt muß ja irre hoch sein.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, die Hunde wachsen sehr langsam, sehr gleichmäßig und hatten nir Knochenprobleme. Im Vergleich mit FeFu-Hunden sind sie deutlich später "fertig".
Gruß Bettina
"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
Beiträge: 4.652
Themen: 65
Registriert seit: Sep 2006
Hallo Bettina,
mit Frischfleisch fütterst Du ein Futter mit im Schnitt 18 bis 21% Rohprotein. Für ein FeFutter wäre dieser Gehalt recht niedrig.
Dilano hat eigentlich alles geschrieben was es zu dem Thema zu sagen gibt. "Grundsätzlich gilt, desto ähnlicher das Futterprotein dem tierischen Körperprotein ist, desto wertvoller ist es für den Hund." Sprich ein Hund der wächst und Muskelmasse aufbaut benötigt Protein aus Fleisch, einer Hündin die säugt tut Protein aus Milch/Milchprodukten gut usw. Meyer schreibt, daß Protein aus Mais und Soja die ungünstigste Aminosäurenzusammensetzung für Hunde im Wachstum bieten. Insofern bist Du mit dem Frischfleisch für den wachsenden Hund auf dem richtigen Dampfer. Wenn man den Hund damit nicht überfüttert und wenn die Calciumzufuhr stimmt gibt es nix Besseres.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
Beiträge: 221
Themen: 14
Registriert seit: Jul 2007
Antje,index.php?page=Thread&postID=45668#post45668' schrieb:Mit Frischfleisch fütterst Du ein Futter mit im Schnitt 18 bis 21% Rohprotein. Für ein FeFutter wäre dieser Gehalt recht niedrig. Gibt es darüber irgendwo etwas zum Nachlesen? Ich barfe meinen Hund seit Januar und eigentlich müsste es doch mehr Protein sein. Oder gibt es da einen Unterschied? Sorry, ich glaube ich bewege mich gerade im OT Bereich. Aber für die FeFu Fütterer ist es vielleicht auch interessant, wieviel ein Hund nun an Rohprotein braucht.
Viele Grüße
Christina
Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag!
Beiträge: 4.652
Themen: 65
Registriert seit: Sep 2006
Hallo Christina,
lt. Meyer benötigt ein Hund im Erhaltungsstoffwechsel, wenn die Energiezufuhr dabei ausreichend ist, je kg Lebendgewicht 2 bis 2,5 g verdauliches Protein. Langhaarige Hunde benötigen während des Haarwechsels 20% mehr. D.h. ein Hund mit 20 kg Lebendgewicht benötigt 40 bis 50 g verdauliches Protein. Als langhaariger Hund im Haarwechsel 48 bis 60 g. Diese Proteinmengen sind aber der reine Erhaltungsbedarf, welcher ansteigt wenn der Hund z.B. verletzt oder erkrankt ist.
Der Proteinbedarf im Wachstum verändert sich. Anfangs benötigen die Welpen mehr Protein pro kg Lebensgewicht, später weniger. Ein Hund, der ausgewachsen 20 kg wiegt, benötigt im 3. Lebensmonat 39 bis 47 g verdauliches Protein, vom 4. Monat bis 6. Monat 47 bis 56 g und vom 7. bis 12. Monat 50 bis 60 g.
Eine 20 kg schwere Hündin benötigt in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit 73 g verdauliches Protein, bis zur 4. Laktationswoche 100 g, von der 4. bis zur 6. Laktationswoche 160 g und über der 6. Laktationswoche 184 g.
Diese Werte sind aber rassebedingt verschieden. Und ein temperamentvoller Hund benötigt generell mehr Protein als ein ruhiger Vertreter der gleichen Rasse.
Wichtig ist vor allem, daß diese Werte sich auf das verdauliche Protein beziehen, nicht auf das Rohprotein! Wie Dilano geschrieben hat besitzen Rohproteine je nach Quelle eine andere Verdaulichkeit und Aminosäurenzusammensetzung (= Wertigkeit). So besitzt z.B. reines Muskelfleisch vom Rind einen Gehalt von 21 g Rohprotein je 100 g Fleisch und einen Gehalt von 20 g verdaulichem Protein. Ungeputzter Pansen besitzt einen Gehalt von 20 g Rohprotein je 100 g und einen Gehalt von 19 g verdaulichem Protein. Magerquark besitzt einen Gehalt von 17 g Rohprotein je 100 g und einen Gehalt von 15 g verdaulichem Protein.
Sojabohnen besitzen einen Gehalt von 34 g Rohprotein je 100 g und einen Gehalt von 27 g verdaulichem Protein. Hydrolisiertes Geflügelfedermehl (dieses und andere minderwertige Proteinquellen wie gemahlene Hühnerschnäbel und -klauen werden durchaus in Fertigfutter verabreitet) besitzt einen Gehalt von 84 g Rohprotein je 100 g und einen Gehalt von 40 g verdaulichem Protein. In der gesamten Bandbreite besitzen die einzelnen in der Hundefütterung eingesetzen Proteinquellen eine Verdaulichkeit zwischen 33 und 98%.
Hinzu kommt die Zusammensetzung des essentiellen Aminosäuren der einzelnen Proteinquellen. So benötigt ein Hund im Erhaltungsstoffwechsel je kg Lebendgewicht 21 mg Arginin, 22 mg Histidin, 48 mg Isoleucin, 84 mg Leucin, 50 mg Lysin, 30 mg Methionin-Zystin, 86 mg Phenylalanin-Tyrosin, 44 mg Threonin, 13 mg Tryptophan und 60 mg Valin. Im Vergleich dazu benötigt ein Hund im Wachstum je kg Lebendgewicht 274 mg Arginin, 98 mg Histidin, 196 mg Isoleucin, 318 mg Leucin, 280 mg Lysin, 212 mg Methionin-Zystin, 390 mg Phenylalanin-Tyrosin, 254 mg Threonin, 82 mg Tryptophan und 210 mg Valin. Daran erkennt man, daß der adulte Hund im Erhaltungsstoffwechsel andere Protein- = Aminosäurequellen toleriert als ein Hund im Wachstum.
Meyer schreibt, daß z.B. die Aminosäurenzusammensetzung von Soja und vor allem Mais für den wachsenden Hund sehr ungünstig sind (dabei findet man in solch Futtermitteltempeln wie dem "Freßnapf" kaum ein Welpenfutter ohne Mais...  ), während Protein aus Muskelfleisch und auch Pansen die ideale Aminosäurenzusammensetzung aufweist.
Die Abbauprodukte des Rohproteins werden über den Harn ausgeschieden. D.h. je unverdaulicher ein Protein, desto mehr "Abfall" muß entsorgt werden. Dabei kann es vorkommen, daß einige der Abbauprodukte als Allergene wirken, d.h. eine Immunreaktion vorrufen (Allergie).
Deswegen sind diese allgemeinen Diskussionen "Ein FeFutter darf soundsoviel % Rohprotein nicht überschreiten" nur bedingt richtig. Wichtig ist die Qualität der eingesetzten Rohproteinquellen, wie hoch deren Verdaulichkeit ist und wie die Zusammensetzugn der Aminosäuren aussieht. Man kann zwei Futtersorten mit den gleichen Werten verfüttern: Beim einen liegt die Verdaulichkeit des Rohproteins zu niedrig und es kommt z.B. zu Juckreiz (= Allergenbildung durch zu viele Abbauprodukte) oder dem Hund wird insgesamt eine zu geringe Menge an verdaulichem Protein zugeführt (z.B. Immunschwäche, verdünnte Gelenkknorpel, verminderte Aufzuchtleistungen mit Verlustraten bis 50% können die Folge sein). Bei der zweiten Sorte mit den gleichen Werten stimmt die Verdaulichkeit und Amminosäurenzusammensetzung und die Hunde sind allgemein fit mit einer guten Aufzuchtleistung in der Zucht.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
Beiträge: 388
Themen: 27
Registriert seit: Sep 2006
Chrissi16,index.php?page=Thread&postID=45676#post45676' schrieb:Gibt es darüber irgendwo etwas zum Nachlesen?
Fleischwerteliste
Sorte - Rohproteine - Rohfette
Rind
Grüner Pansen - 20 - 5
Blättermagen - 15 - 5
Backe / Kopffleisch - 17 - 26
Herz - 17 - 5
Muskelfleisch - 21 - 4
Beinscheibe - 21 - 4
Leber - 20 - 3
Kehlkopf - 16 - 17
Fleisch- / Markknochen - 23 - 21
Huhn
Herz - 17 - 5
Leber - 22 - 5
Mägen - 8,05 - 4,19
Hälse mit - 15 - 11,4
Ohne Haut -24,1 - 5,5
Putenfleisch - 24 -- 1 1
Maus - 19 - 11
Schwein
Muskelfleisch - 21 - 8
Zunge (gekocht) - 19,5 - 3,4
Kotelett oh. Knochen - 15 - 31
Rippen - 17 - 21
VG Astrid
Man lebt ruhiger, wenn: - man nicht alles sagt, was man weiß, - nicht alles glaubt, was man hört und - über den Rest einfach nur lächelt.
|