Beiträge: 133
Themen: 23
Registriert seit: Sep 2006
Habe ein problem mit dem aus .
Kurz flucht und ueberfall noch gerade so Ok
Ueberfall beim transport brauche ich zwei komandos
lange flucht drei komandos.
der hund ist jetzt 2 1/2 jahre alt.
es sieht so aus als ob der hund immer selber die beute macht , er drueckt seine beiden vorderbeine in den helfer und ist wie wild am reissen , der helfer kann dann den arm nicht mehr still halten.
Wie kann ich dem hund abgewoehnen die vorderbeine gegen den helfer zu druecken ? was gibt es hier fuer gute tips !
Ich danke schon mal.
Have a nice Day.
Beiträge: 312
Themen: 12
Registriert seit: Sep 2006
Bei solchen Hundeverhalten versuche ich als Helfer den Hund erst garnicht mit den Beinen arbeiten zu lassen.
Nehme ich ihn an und beschäftige ihn sofort mit dichtem Arm am Körper, hat er keine Möglichkeit mit den Vorderläufen zu arbeiten. Beim Einstellen geht es direkt an den Mann, die Beine bleiben unten.
Beiträge: 226
Themen: 7
Registriert seit: Sep 2006
Ich benutze beim Training kein 2 oder gar 3 Kommando.
Der Hund lernt auf das erste abzulassen denn das setze ich auch durch.
Gerade beim Training hast du doch die Möglichkeit gezielt (lange Leine) einzuwirken.
Helmut Dillmann
Unregistered
Folgendes Vorgehen war bei meinem Hund erfolgreich:
1. Zielformulierung: Der Hund soll den Befehl "Aus" nicht mehr benötigen, sondern selbständig arbeiten.
2. Entscheidung: Dem Hund wird kein Millimeter Platz mehr gelassen, was praktisch wie folgt umgesetzt wurde:
Sobald der Hund nur den Bruchteil einer Sekunde mit dem Auslassen gezögert hat, wurde vom Hundeführer permanent "Aus, Aus, Aus ..." gerufen, auf den Hund zugelaufen und auf ihn eingewirkt (Zug am Stachelhalsband) Hierbei wurde n i e m a l s eine Ausnahme gemacht. (Dauerte das Auslassen wirklich länger als den Bruchteil einer Sekunde, dann wurde gerufen, gelaufen und eingewirkt). Danach wurde der Hund mit der Beute bestätigt. In Alltagssituationen (mit Ball) wurde darauf geachtet, dass der Hund nach dem Aus belohnt wurde, aber es wurde ebenso konsequent verfahren.
Zunächst wurde die Helferarbeit ruhig gestaltet. Als dann das Verhalten stabil war, wurden bewußt Konflikte provoziert (Der Helfer zog am Ärmel, hielt ihn schlaff, blieb nicht ruhig etc.) und es wurde erneut wie oben verfahren.
Hat etwa 3 Wochen gedauert.
Später haben wir (neuer Platz und neuer Helfer erneut Konflikte präsentiert und das Verhalten noch weiter stabilisiert)
Ferner wurde konsequent darauf geachtet, dass der Hund auch nach der langen Flucht weiter gearbeitet wurde und nicht vom Platz musste.
Helmut Dillmann
http://www.schaeferhunde-von-mordor.de
Beiträge: 480
Themen: 3
Registriert seit: Sep 2006
hallo Ludger,
was hälst du von dem Vorschlag, noch mal einen Schritt zurück zu gehen.
D.h. die Entfernung bei der LANGEN zu verkürzen, um schneller beim Hund zu sein um unerwünschtes Verhalten so schneller korrigieren zu können.
Dem Vorschlag von Guiseppe würde ich auch so aufnehmen und als Helfer-zumindest im Anfang- dem Hund gar keine Chance zu geben, einen Kampf anzufangen.
Der Hund wird zwar sehr wahrscheinlich in der ersten Zeit etwas "dünn" im Griff werden, jedoch wenn er einigermaßen Herz hat baut er sich auch wieder auf.
Schöne Grüße vom Niederrhein
Reiner
Beiträge: 1.829
Themen: 66
Registriert seit: Sep 2006
Hallo,
hmm  reißen kämpfen, und daraus ein Aus zu machen, Megakonflikt, zwischen Himmel und Hölle,...finde ich schon unmöglich, der Hund in dieser Situation, eine Chance zu geben, Aus zu lernen.
kommt ja wie immer auf den Hund an, aber dieses Anrufen, hinrennen, permanente Einwirken,macht mir schon ein bisschen Gänsehaut, Komanndo vielfach gerufen, hat für mich null Bedeutung und Stellenwert, der Hund lernt das von hinten einer angerannt kommt.....  xD wie sehen dann die folgenden Bewachungspfasen aus, ....
Man kann dem Hund im Spiel lernen, Bewegung und Zerrspiele, eine Pause, also Bewegungslosigkeit heißt Auslassen, nur dann geht das Beutespiel weiter...wichtig das der Hund die Beute nicht selbständig lebendig machen darf.
... bei deinem Hund, erstmal Ruhe lernen, bevor Aus belernt wird, sprich Anbiß, Hund vorm Helfer in Sitzposition bringen und er muß ruhig halten ohne zu kämpfen, wenn er das 2 Bis 5 Sekunden hält (Helfer hilft mit Drunterfassen) geht das Beutespiel weiter, ich betone Beutespiel, er werden keine anderen "Triebe" durch Belastung, Stock angesprochen!!! diese Aktion geht ruhig ab!!!am besten an der Hetzkette.
Solltet ihr schonmal den Ärmel schenken, würde ich den Hund keine Beutesicherung machen lassen, sonndern ihn ranrufen und ein ruhiges Halten fördern.
Tschüüü
Helmut Dillmann
Unregistered
Claudia,
das ist hier das Problem, wenn man etwas schreibt. Das was man sagen möchte, kommt ggf. nicht immer so an oder wird anders verstanden, als man es möchte. Die von mir beschriebene Methode wie ich sie dargestellt habe, hat super funktioniert. Sie war weder brutal, noch für den Hund angstauslösend. Es mag aber sein, dass das für einige Hunde schon zuviel wäre, wenn jemand von hinten angerannt kommt, aber dann hätte ich dieses Vorgehen sofort aufgegeben.
Zitat:kommt ja wie immer auf den Hund an, aber dieses Anrufen, hinrennen, permanente Einwirken,macht mir schon ein bisschen Gänsehaut, Komanndo vielfach gerufen, hat für mich null Bedeutung und Stellenwert,
Es mag ja sein, dass das für Dich null Bedeutung hat, bei meinem Hund hat es dazu geführt, das er sofort trennt. Dabei setzt er volle 1A-Griffe und zeigt in den Bewachungsphasen absolute Ruhe, volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Aber wie Du schreibst, kommt es immer auf den Hund an.
Helmut Dillmann
http://www.schaeferhunde-von-mordor.de
Beiträge: 226
Themen: 7
Registriert seit: Sep 2006
@ all
Es ist immer schwer eine Ferndiagnose zu treffen.
Viele Wege führen nach Rom. Nur den richtigen muss jeder für sich und seinen Hund rausfinden.
Persönlich würde ich mich auch davor hüten andere Methode zu kritisieren wenn sie nicht total daneben oder tierschutzwiedrig sind.
Ich denke alles was geschrieben wurde funktioniert auf die ein oder andere Art.
Gruß
Torsten
Beiträge: 1.829
Themen: 66
Registriert seit: Sep 2006
Hi Helmut,
..mit dem geschriebenen Wort ist es echt schwierig, da hast du recht,  mein geistiges Auge hat versucht, dieses Bild aufzubauen, aber hat nicht geklappt, sah für mich nicht effekiv aus,...ohne Lerneffekt. (Hunde reagieren stärker auf die Körpersprache, als auf die Kommandos)
Und ich denke, es ist doch sehr speziell auf die Art der Hunde ankommt und ich finds gut, wenn es bei dir geklappt hat. :dh:
... dann gehe ich davon aus, das bei dir das Umfeld sprich erfahrener HF und erfahrener Helfer, der die Sitation richtig arbeitet, gegeben ist.
Nur wenn jemand deinen Vorschlag liest, der weniger Erfahrung und Möglichkeiten hat, denke ich, wird das eher so aussehen wie vor meinem geistigen Auge....
Verstehst du, wollte nur auf die Gefahr hinweisen, die durch falschen Interpretieren entstehen kann, also nichts für ungut, Helmut
Ich bin ehr der ruhige Typ 8), vorbei ich die Kommandos, mit steigender Ablenkung und Belastung absichere, nicht mit steigender Einwirkung....und diese "Gefahr" besteht doch bei "Mensch" sehr oft
Tschüü
Da ich selbst mal einen Hund hatte, bei dem das "Aus" ein ewiger Kampf gewesen ist, habe ich mir angewöhnt, dass dieses Kommando einen sehr hohen Stellenwert bekommt - schon von Anfang an.
Meine alte Hündin hatte schon Probleme, die tote Beute abzugeben, was eines Tages für mich mit einem dicken Veilchen endete.
Ich habe bei meinen drei Hunden, die ich zur Zeit habe, das Aus schon im Jugendalter mit allen möglichen Dingen trainiert. Am Anfang im Tausch - später abgesichert mit dem TIG. Die Stufe angepasst an die Trieblage mit sofortiger Bestätigung nach dem Auslassen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle drei Hunde dieses Kommando völlig konfliktfrei auf den Schutzdienst übertragen haben (erst tote Beute - dann am Helfer).
Ich glaube einfach, dass es zumindest mit dem Hundeführer beim Aus im SD kein Konflikt aufgebaut werden sollte, weil sich das meistens so auswirkt, dass der Hund dann "guckig" wird.
Hat der Hund dann Helferkonflikte (kennt aber die Absicherung) und lässt schlecht ab, reicht meistens eine kleine Einwirkung, ihn aus dem Arm zu bekommen.
gruß Dürken
|