04-04-2016, 18:04
"Hyperresilienz"
Ist wesentlich eleganter als Superlernen
Ist wesentlich eleganter als Superlernen
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Superlernen: Fixe Idee oder Allheilmittel
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04-04-2016, 18:04
"Hyperresilienz"
Ist wesentlich eleganter als Superlernen
04-04-2016, 18:04
ich würde Widerstandsverhalten nicht unbedingt gegen den Menschen interpretieren wollen.
Widerstandsverhalten wäre für mich ein Verhalten, welches sich gegen Dinge richtet, die es zu überwinden gilt. Das wäre u.a. der Drang etwas haben zu wollen, was nicht einfach so erreichbar ist. Ein Ball, der versteckt unter einer Platte liegt und nun von Hund gegen den Widerstand der Platte von Hund etwas abverlangt, das mehr ist als nur "ok, dann eben nicht". Auch würde ich dies eher nah an Durchsetzungsvermögen setzen.
Bye Uwe
04-04-2016, 18:04
Ich glaube Detlef hat damit gemeint,daß ein Hund in einer entsprechenden Situation auch mal sagen darf :"Chef,jetzt reicht's"!
Das ist auch meine Meinung.Wenn Korekturen oder auch eine Einwirkung unverständlich für den Hund sind(das liegt dann meist am HF)oder übertrieben werden,soll der Hund sich das eben nicht einfach so gefallen lassen. Das verstehe ich als Widerstandsverhalten,und nicht grundloses Auflehnen gegen den HF. mfG Thomas Müller
04-04-2016, 18:04
Das mit dem "Jetzt reicht's" habe ich schon verstanden. Aber das zeigt einem früher oder später jeder Hund an, vor allem, wenn man eine gute Kommunikation mit ihm hat. Und er kann es einem dann schon viel früher anzeigen als durch regelrechten "Widerstand", also Handlungsblockade oder Aggression. Ich glaube trotzdem, dass der Witz an der Idee des Gebrauchshundes tendenziell immter etwas damit zu tun hat und davon nicht ablösbar ist, Hunde hervorbringen zu wollen, die eher später als früher "Widerstand" leisten, und die daher genauer, differenzierter einsetzbar und leichter aus Motivationslöchern wieder herauszuziehen sind.
04-04-2016, 19:04
WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171745#post171745 schrieb:Zu der besonders universellen Einsetzbarkeit von Schaf-Hütehunden gehört eine verringerte Widerstandsneigung gegenüber der Orientierung am menschlichen Willen.das ist ja nicht etwas was man messen kann. für den einen sind vielleicht hunde, die für andere als "nicht führbar" klassifiziert werden, ganz einfach zu händeln. es scheint mir aber das es sehr anpassungsfähige exemplare gibt, die so auch selektiert worden, und welche die schon ein wenig fachkenntnisse benötigen. WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171745#post171745 schrieb:Wer das wegarbeiten will, der will, fürchte ich, tendenziell auch die Stephanitzsche Idee von einem Hund wegarbeiten, welcher für sehr viele, teilweise noch gar nicht bekannte zukünftige Zwecke einsetzbar sein soll.ich habe das gefühl das man sich im moment mehr damit beschäftigen müßte welche zwecke unsere gebrauchshunde in der vergangenheit schon erfüllt hatten, um diese zu erhalten. von wegarbeiten kann keine rede sein, mann sollte eher etwas bewahren, darüber hinaus sind alle anderen entwicklungen möglich, warum auch nicht.
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
04-04-2016, 20:04
Ich sehe das , was Detlef sagt (" sondern um in dem hund einen zuverlässigen partner zu haben der auch mich mal korrigiert und mir sagt das geht zu weit, das ist so nicht richtig," ) als wichtig an.
Wenn ich auf einer FH hinter meinem Hund stehe und irrigerweise annehme, der Fährtenverlauf wäre anders, als das, was mein Hund anzeigt - dann bin ich persönlich heil froh, wenn der Sportsfreund da vorne sich durchsetzt. Das zuzulassen erfordert aber - meiner Meinung nach - auch, dass man in anderen Bereichen Abstriche machen muss, denn: woher soll der Hund ein solches Verhalten entwickeln ? Der Idealzustand wäre dann, er hört mir im Fährtenverlauf an sich zu, setzt sich aber im richtigen Augenblick über meine Führung hinweg. Aber was ist im Leben schon ideal ?
04-04-2016, 21:04
Also Colonia, das kenne ich gut! Das hat mir, gerade in der Frühzeit meiner Ausbildung, mit die stärksten Glücksmomente beschert: Wenn Hunde auf der Fährte selbständig zeigten, dass sie eben besser riechen als ich. Dafür ist das Fährten ja da. Das sind wirklich tolle Momente, das empfinde ich genau wie Du!!! (Ich erinnere mich da noch an die allererste Fremdfährte, die ich je mit einem Hund abgesucht habe, und das geschah leider erst, nachdem ich mit diesem Hund über ein Jahr lang nur Eigenfährten gearbeitet hatte … Das war ein Hochgefühl, als der Hund die völlig fehlerfrei und an einigen Stellen gegen meine Vermutungen über den Verlauf abgesucht hat: Ich glaube, so euphorisch wie nach dieser Fährte war ich nach vielen Feiern nicht!)
Nur: Mit "Widerstandsverhalten" hat das rein gar nichts zu tun. Ich habe die Tiere doch so ausgebildet - oder wenigstens so ausbilden wollen -, dass sie mit starker intrinsischer Motivation selbständig der Fährte richtig folgen. Das will ich doch, und ich habe den Tieren gezeigt, dass ich genau das will. Wenn sie das tun, dann ist das kein Widerstand gegen mich, sondern das genaue Gegenteil!
04-04-2016, 22:04
... wenn Du hinten an der Leine stehst und durch zuppeln, rucken oder sogar "Nein" dem Hund sagst, daß Du anderer Meinung bist als er, dann ist das schon Widerstand, wenn er trotzdem tut, was er für richtig hält und nicht sagt "Okay Chef - Du bist Chef also bestimmst Du".
Und um sich das zu trauen muss der vierbeinige Teamkollege schon eine gewisse innere Stärke haben. Und die hat er dann nicht nur ab dem Fährtenschild bis zum letzten Gegenstand, sondern auch ausserhalb dieser speziellen Situation. (Und selbiges gilt auch in anderen Situationen im Sport. Und noch viel mehr im Dienst.)
04-04-2016, 22:04
lusna,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171755#post171755 schrieb:... wenn Du hinten an der Leine stehst und durch zuppeln, rucken oder sogar "Nein" dem Hund sagst, daß Du anderer Meinung bist als er, dann ist das schon Widerstand, wenn er trotzdem tut, was er für richtig hält und nicht sagt "Okay Chef - Du bist Chef also bestimmst Du". also wenn das so ist, dann ist es etwas was ich absolut nicht möchte. Wenn ich dem Hund etwas so genau "sage", dann hat er sich danach zu richten; auch wenn es falsch ist. Der Dumme wäre dann ich.
Bye Uwe
05-04-2016, 07:04
Moin zusammen,
Für mich ließt sich das jetzt wie Überforderung. Dann gibt es m.m. nach drei Lösungen für den Hund: Ersatzhandlung, passives meiden oder aber auch wehren. Es scheint mir abhängig davon sein, wieviel Vorerfahrung der Hund in ähnlichen Siguationen von Überforderung mit dem Hundeführer hat, aber auch, wie kooperstionsfähig der Hund überhaupt ist. Es ist ja ein Unterschied, ob der Hund etwas nicht will, oder ob der Hund etwas nicht kann, was ich von ihm verlange. Tatsächlich wird er aber auch lernen, dass Widerstand sich lohnen kann. Ich habe ja von Fährte nicht viel Ahnung, aber ich habe schon Hunde perfekt suchen sehen, die gar nicht auf dem Fährtenverlauf gewesen sind. gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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