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Superlernen: Fixe Idee oder Allheilmittel
@Reisender
Respekt für Deine Ausführungen.
Diese muß ich in Ruhe und mehrfach lesen.

Das Pesch seine Hunde (wenn er welche hätte) zeigt, das halte ich für wenig wahrscheinlich. Wenn doch, dann wäre das sicher hoch interessant.
Bye Uwe
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Das wird er sicher nicht Uwe.. in dem anderen Thema hatte ich danach auch gefragt und wurde von ihm ja auch in die Ecke gestellt..
Auch hab ich dort schon angemerkt, das es kein brauchbares Material im Netz gibt zu dem Thema, das wurde von ihm mit weiterem Fachgeschwafel kommentiert, ohne eine wirkliche Antwort zu bekommen..
Das Thema Superlernen wie ich es kenne, ist vollkommen anders und ist nur im Ansatz auf Hunde anzuwenden, hat nichts mit dem zu tun was Pesch hier zum besten gibt.

Das Ganze klingt für mich, wie eine strategisch gut geplante Marketingkampagne.. nur leider sind die Basics die hier als Weltwundermittel angepriesen werden.. auch nur ein alter Hut mit anderem Namen.

Ich verstehe den Antrieb von Pesch auch nicht, hier Hundeführer anzugreifen, die mit Ihrem Wissen ganze Bücher füllen könnten, auf deren Rat man gerne mal hört, wenn man hier im Forum eine Frage gestellt hat.
Ich begegne solchen Hundeführern mit RESPEKT, und wenn ich mal nicht konform mit deren Meinung gehe, muß ich sie deshalb nicht als Holzfäller hier darstellen...
Gruß Steffi ...
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Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171719#post171719 schrieb:Es ist unverschämt, mir zu unterstellen, ich verdrehte Tatsachen und fälschte Zitate.
das trifft auch eher auf ihn selbst zu, du hast dir nichts vorzuwerfen, deine argumentation ist klar, überzeugend und zeugt von praktisch umgesetzen erfahrungen.

Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171719#post171719 schrieb:Letztlich schätze ich es so ein, daß meine Hunde besser ausgebildet sind als Deine.
da habe ich überhaupt keinen zweifel. superlernen, .....bleibt einfach nur eine fixe idee und ist schon gar kein allheilmittel.
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171721#post171721 schrieb:Das Pesch seine Hunde (wenn er welche hätte) zeigt, das halte ich für wenig wahrscheinlich. Wenn doch, dann wäre das sicher hoch interessant.

Das wird wohl sicher nicht geschehen. Diese Art von Diskussion hatten wir ja auch schon gehabt, nur eben unter anderem Namen in einem anderen Thema.
Viele Grüße
Ingo
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Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171710#post171710 schrieb:"gezielt die verschiedenen Bedürfnisse (nach Aufmerksamkeit, Harmonie, Versöhnung, Angeberei, Kooperation usw.), um die Performance zu steigern."
bevor auch ich mich von diesem thema verabschiede, hoffe ich das andere attribute im hund nicht noch schneller verlorengehen als ohnehin schon, die da wären....

neben aufmerksamkeit - selbstständigkeit
neben harmonie - konfliktfähigkeit
neben versöhnung - durchsetzungsvermögen
neben angeberei - konsequentheit
neben kooperation - wiederstandsverhalten

...und das es nicht gelingt die mehrheit davon zu überzeugen in ihrem gebrauchshund ein kind zu sehen und es auch so zu behandeln. die vorstellung, hundeführer bei der ausbildung ihres gebrauchshundes mit einem "oma gesicht" zu sehen, die fröhlich trillern und den kopf von rechts nach links bewegen um beim hund gesonderte gehirnaktivitäten zu erzeugen, ist mir ein grauen. lustig ist der gedanke dennoch Smile
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An dem letzten Beitrag gefällt mir das Wort "neben"! Damit ist nämlich anerkannt, dass die Attribute auf der linken Seite grundsätzlich (auch) wichtig sind.

Eine Anfrage hätte ich beim letzten Punkt: In der Zusammenarbeit mit dem Hund scheint mir Widerstandsverhalten grundsätzlich zu minimieren zu sein. Es ist nicht das, was man sich da sinnvollerweise wünscht. Das Potenzial, Widerstand zu leisten, wünscht man sich sehr wohl, aber "Gegnern" gegenüber, also am Helfer, nicht gegnüber dem Sozialpartner. Es ist auch nicht dasselbe wie die Konfliktfähigkeit: Die ist insofern auch in der Zusammenarbeit wünschenswert, als der Hund auftretende Konflikte möglichst stressfrei aushalten können sollte. Aber Widerstand als (bzw. aus) Prinzip ist wohl kein Attribut eines Gebrauchshunds!? Oder übersehe ich da was?
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WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171738#post171738 schrieb:An dem letzten Beitrag gefällt mir das Wort "neben"! Damit ist nämlich anerkannt, dass die Attribute auf der linken Seite grundsätzlich (auch) wichtig sind.
genauso ist es!

WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171738#post171738 schrieb:Aber Widerstand als (bzw. aus) Prinzip ist wohl kein Attribut eines Gebrauchshunds!? Oder übersehe ich da was?
du übersiehst hier dann doch das "neben". neben kooperation - wiederstandsverhalten. grundsätzlich wünsche ich mir schon einen hund der sich auch mir gegenüber wiedersetzt, nicht um ihn dann zu brechen, sondern um in dem hund einen zuverlässigen partner zu haben der auch mich mal korrigiert und mir sagt das geht zu weit, das ist so nicht richtig, das hast du mir anders gelernt. hunde die ihren hundeführer nicht hinterfragen gibt es ja auch, und jeder muss hier für sich selber eine entscheidung treffen.
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Widerstandverhalten würde ich eher im Rahmen von Durchhaltevermögen sehen, also Frustrationstoleranz.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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ich würde gern noch Streßresistenz hinzufügen.
Kann im Moment keinen Begriff "davor" finden....
Bye Uwe
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Mit Frustrationstoleranz wie ja auch mit Konfliktfähigkeit (auch wenn das arg vermenschlichend klingt) kann ich was Positives für die Zusammenarbeit mit dem Hund verbinden. Mit "Widerstandsverhalten" nach wie vor eher weniger.

Ich habe mich immer auch für das Arbeiten mit recht unterschiedlichen Hundetypen und -rassen interessiert und ich neige dazu, Hundetypen immer auch (wenn auch nicht nur) historisch, das heißt aus ihrer Verwendungs-, Selektions- und Zuchtgeschichte zu verstehen. Ich will das hier nicht lang ausführen und mache es kurz: Es gibt Hundtypen, bei denen ist ein Widerstandspotenzial gegen eine präzise, hochdifferenzierte Zusammenarbeit mit Menschen durchaus aus ihrer Einsatz- und Selektionsgeschichte heraus gegeben. Das sind Hunde, die für bestimmte Spezialeinsätze und Verwendungen ideal sein könnten, aber das Ziel eines umfassend und vielseitig einsetzbaren Gebrauchshundes eher verfehlen. (Was nicht heißt, dass individuelle Exemplare diesem Ziel nicht nahe kommen können, aber das erfordert dann vom Menschen viel mehr Aufwand, Energie und Empathie, als das bei einem günstiger angelegten Hund der Fall wäre.) Dass im Gebrauchshundebereich Hunde aus dem Funktionskreis des Wanderhütens tendenziell immer wieder eine dominierende Rolle einnehmen hat etwas damit zu tun, dass es in der (Vor-)Geschichte der entsprechenden Rassen eine Auslese auf eine SCHWÄCHUNG der Widerständigkeit gegenüber dem Hundeführer bei gleichzeitiger Dosierung der Durchsetzungsfähigkeit gegenüber der "Beute" (dem getriebenen Vieh) gegeben hat. Und selbst da muss man differenzieren: Hunde, die Rinder getrieben haben, brauchten tendenziell mehr Durchsetzungsfähigkeit, die Schwächung der Widerständigkeit auch gegenüber dem Sozialpartner Mensch ist dort nicht ganz so weit gegangen. Hund an Schafen konnten etwas weiter auf Durchsetzungsfähigkeit verzichten, man konnte also den Luxus, die Hunde lenkbarer zu machen, noch weiter treiben, hat also eine noch differenziertere Führbarkeit bei geringerer Widerstandsneigung geschaffen. Natürlich gilt das alles immer nur in der Tendenz, aber als Tendenz ist es, glaube ich, nicht falsch. Wer mal mit anderen als Schäferhunden gearbeitet hat, bekommt meiner Meinung nach recht schnell eine Vorstellung davon, was ich hier meine. Zu der besonders universellen Einsetzbarkeit von Schaf-Hütehunden gehört eine verringerte Widerstandsneigung gegenüber der Orientierung am menschlichen Willen. Wer das wegarbeiten will, der will, fürchte ich, tendenziell auch die Stephanitzsche Idee von einem Hund wegarbeiten, welcher für sehr viele, teilweise noch gar nicht bekannte zukünftige Zwecke einsetzbar sein soll.
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