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Ratlos
#31
@'Uwe Junker
Moin Uwe, besser in so fern, dass er nicht mehr prustet und niest.
Von der Nasenleistung her ist es sehr zwiespältig:
- er fängt wieder an, Markierstellen mit der Nase zu kontrollieren, findet ein Rübenschnitzel im Acker - aber
- wirf ihm ein Stück Trockenfutter vor die Füsse, er findet es nicht ! Er fährt sich dann nervös extrem hoch und legt sich dann auch schon mal nach einigen versuchen zu finden, ganz aus dem Häuschen, hin.
Selbstverständlich mache ich keinen Druck oder ähnliches, versuche eher, ihn zu beruhigen und unterschwellig für Erfolg zu sorgen.
Der TA vergleicht den Ausfall mit Corona, wo die Menschen ja teilweise länger keinen Geschmacks und Geruchssinn hatten.

@ Astrid
Ehre wem Ehre gebührt: die Dir bekannte Ulla hatte das ausgegraben und mich kontaktiert !!!!!!!!!!!
Und von Bianca habe ich einen link bekommen, wo es um die Reduzierung der Spürfähigkeit von Sprengstoffspürhunden unter Antibiotika in Amerika geht. Scheinbar ein diffiziles Thema.

Insgesamt freue ich aber schon sehr darüber, dass es doch immer wieder Menschen gibt, die versuchen zu unterstützen, wenn es um mehr als Alltagsprobleme geht. Insgesamt ein großes Dankeschön und ich werde bei entsprechenden Veränderung noch mal von uns hören lassen.

Nachtrag: hatte gerade sehr netten Telefonkontakt mit dem Futtermittelhersteller. Deren ärztlicher Dienst wird sich mit mir in Verbindung setzen - macht auch nicht jeder !
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#32
Hoffen wir, das alles wieder gut wird, ich drück die Daumen!

Gesendet von meinem S88Pro mit Tapatalk
SVSTB
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#33
Vielleicht ist das etwas zu ausscheifend. Da ich aber zwangsläufig mit dem Thema beschäftigen muss, bin ich auch auf die Auswirkungen von Antibiotika gestoßen.
Diese Studie fand in Texas statt:

2016, Vol. 77, Pages 906-912, doi: 10.2460/ajvr.77.8.906)

18 gesunden Sprengstoffspürhunden wurde über einen Zeitraum von 10 Tagen jeweils eines der Antibiotika verabreicht und in einem Standardtest am „Scentwheel“ ihre Performance bei der Identifikation von Standardsprengstoffen an den Tagen 0, 5 und 10 überprüft.

Unter dem Einfluss einer normalen Dosis von Metronidazol zeigten 9 von 18 Hunden eine signifikant schlechtere Identifikationsrate bei 2 von 3 Sprengstoffen. Metronidazol ist beim Menschen bekannt dafür, dass es einen negativen Einfluss auf den Geschmackssinn hat (metallischer Nachgeschmack). Es wird vermutet, dass Metronidazol einen teilweisen Verlust des Geruchssinns (Hyposmie) beim Hund verursacht, der aber reversibel ist.

Bedeutet für mich, dass ich diesen Faktor auch mit einkalkulieren muss.
Ist aber - zugegebener Maßen - sehr spezielles Thema
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#34
Mal so als Wassrstandsmeldung für die wohlmeinenden und interessierten in diesem Thema:
-der Hund bekommt morgen die vorläufig letzte Dosis des AB
- der Allgemeinzustand ist zufriedenstellend bis übermütig ( Arbeitsdefizit :* )
kleine UO - Übungen quittiert er mit überschäumendem Arbeitseifer. Er geht in dem Stil wie Orcan mit K. Fuchs 2013, natürlich nicht in der Perfektion, aber in der Triebigkeit. Damit keiner auf falsche Gedanken kommt - soll heißen, er strotz vor Arbeitseifer und Trieb..
- Kontrolle der Nasenleistung erfolgt - ohne Druck - über die Übung Futterwerfen. Dabei bin ich auf folgendes Phänomen gestoßen: der Hund findet , wenn auch noch nicht so wie im Trainingszustand - Minifrolic
gleiche Übung mit frischer Fleischwurst - Katastrophe !!!!!!!!!! Der steht mit dem Vorderlauf davor und findet nicht !
Nun ist mir - auch durch meine Ausbildung als Spürhundeführer - durchaus das selektive riechen der Hunde geläufig. Auch die Ausfälle in der im vorherigen Beitrag angeführten Studie sind mir bekannt.
Im Augenblick führe ich die teilweise Schlechtleistung auf die Faktoren AB und Verschleimung von Rezeptoren im Nasenbereich zurück.
Daher wird auch noch keine echte Nasenarbeit gemacht.

Freitag werden wir den TA - wahrscheinlich - bedrohen :boxer: ( wird unter Coronaregiment bestimmt spannend, in Narkose lege ich ihn dafür aber bestimmt nicht wieder ) und dann schauen wir mal, was noch zu tun ist.
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#35
Also ich will ja nicht unken, aber man hat doch einige Zeit auch untersucht ob und welche Tiere ggf Corona bekommen können. Einige Tiere hatten deginitiv positive Befunde. Und da ist phasenweiser Geschmacks und Geruchsverlust ja Erkennungsmerkmal.
So ähnlich hört sich das bei Euch auch an....
Gute Besserung
Vg Anja
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#36
Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27044-Ratlos/?postID=190382#post190382 schrieb:Also ich will ja nicht unken, aber man hat doch einige Zeit auch untersucht ob und welche Tiere ggf Corona bekommen können. Einige Tiere hatten deginitiv positive Befunde. Und da ist phasenweiser Geschmacks und Geruchsverlust ja Erkennungsmerkmal.
So ähnlich hört sich das bei Euch auch an....
Gute Besserung
Vg Anja
Anja, der Befund durch Labokin ist eindeutig: Listerien und Streptokoken auf Mandeln und Kehlkopf. . Der gleiche befund wurde mit der gleichen Lokalisation hier erwähnt:

.... es gibt tatsächlich nur e i n en einzigen wissenschaftlich dokumentierten Fall von Mandelentzündung mit Listerien bei einem gesunden jungen Hund. Das war ein 2 Jahre alter finnischer Hound (Jagdbracke), der exakt die gleichen Symptome zeigte wie Benno - Niesen, geschwollene Lymphknoten und gerötete Mandeln und vor allem Verlust des Geruchssinns....
Veterinary Record 2004

Corona können wir definitiv ausschließen
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#37
Hallo Burkhard,
Minifrolic haben extreme Geruchsstoffe intus, gegen über Fleischwurst .
Wie ist es denn wenn du Trockefutter verwendest? Findet er das auch?
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#38
Das wird der nächste Schritt.
Erst sein etwas größeres Trockenfutter, dann die kleinen Platinum, dann die recht geruchsneutralen Platinum Click bits
Denke mal,. wir brauchen da etwas längeren Atem....
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#39
Ja auf jeden Fall, viel Glück, wenn es Zeit braucht, dann wirst du es mit Benno auch schaffen
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#40
Claudia Ph.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27044-Ratlos/?postID=190389#post190389 schrieb:Ja auf jeden Fall, viel Glück, wenn es Zeit braucht, dann wirst du es mit Benno auch schaffen
An den Satz mußte ich denken !
Daher für die an diesem Thema Interessierten: mi Stand 01.05.21 kann ich j e t z t sagen,, dass der Hund nun beginnt - reproduzierbar - die Leistung zu zeigen, zu der er vor der Erkrankung fähig war und das war die erfolgreiche IFH - V -.
Nur zur Erinnerung - das zog sich seit Januar hin.
Und, es waren eben nicht nur die Einschränkungen durch die Listerien, sondern durch 21 Tage AB , Pause , 7 Tage AB auch Einschränkungen im Geruchssinn, analog zur Studie mit Sprengstoffspürhunden in den USA. Und, ein nicht unerheblicher Faktor: wenn ein Nasentier wie der Hund seinen Leitsinnes verlustig geht, dann kommt eine große Verunsicherung zum tragen.
Bedeutete in den zurück liegenden Trainingseinheiten, dass der Hund bei der kleinsten Schwierigkeit starke Unsicherheit zeigte, absolut nicht " zuhören " wollte und praktisch dann hektisch ausstieg- Das war der Konflikt zwischen dem an sich können, und der Erfahrung - alles weg.

Nun hab ich ihn auf dem Weg, dass er - nicht nur als Eintagsfliege - beginnt, reproduzierbar u n d belastbar Leistung zu zeigen.
Daher kann ich jetzt sagen - Claudia, hattest recht mit Deiner Annahme. hast uns richtig eingeschätzt :appl:
So ein Coronajahr kann auch eine nicht so unerfreuliche Seite haben.
Soviel zu diesem Erkrankungsthema. :znaika:

Nochmals allen danke, die sich beteiligten.
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