23-11-2008, 22:11
Uwe Junker,index.php?page=Thread&postID=59176#post59176' schrieb:Zitat von »Iwan1«Deine Vermutung eingangs, Motivation und Lernbiologie in einen Topf zu haben, möchte ich weiterhin entkräften. Es ist so, das die Motivationsart, hier primär, aus dem lernbiologisch konditionierten Verhalten erwächst. Ich verstärke nicht mit dem Kp+K Hörzeichen, sondern ich bestätige richtiges Verhalten! Die Verstärkung erfolgt über die Ausführung des richtigen Verhaltens.
...nein, ich werfe hier nichts in einen Topf. Die prim M ist erst das Resultat aus IK auf der Fährte mit KK HZ.
wenn ich deine Ausführungen nun richtig verstanden habe, ist es im Grunde Anfangs so, wie es (fast) alle trainieren. Lediglich die Unterschiede beruhen in der Art des Verstärkens in einem fortgeschrittenen Ausbildungsstadium. Da, wo andere weiterhin den Hund mit Futter "belohnen", auch wenn es nur intermittierend ist, vernachlässigst du dies vollkommen. Mal abgesehen von einem Ball, den du gelegentlich (?? IK) dem Hund zum Spannungsabbau gibst.
Ergo: Lob und Tadel?
Beispiel: Hund arbeitet ein Trittsiegel aus, intermittierendes Hörzeichen FEIN. Wechsel zum nächsten TS, kein HZ. Beim Wechsel zum nächsten TS Witterung eines Mauseloches, Versuch dies näher zu untersuchen wird mit dem kn-K Hörzeichen NEIN geblockt. Hund gerät in Konflikt und macht Ersatzhandlung, auch diese wird mit HZ NEIN unterbunden. Konflikt wächst und auf das HZ SUCH wird eine Neue Verhaltensweise abgespult, weil die Situation (Stimmung) für den Hund schei...ist. Setzt er dann das schon mal schwach erlernte Verhalten, Nase runter und Trittsiegel absuchen, wird unverzüglich, sobald erkennbar ist, das er jetzt die Witterung des TS aufgenommen hat, das Kp+K HZ FEIN eingesetzt. Der Komfort des Hundes steigert sich. Beim Ausarbeiten des/der nächsten TS wird wieder intermittierend das HZ FEIN eingesetzt. An diesem Ausbildungsstand ist der Übergang von der sekundären Motivation zur primären Motivation gerade im Wandel. Die NEIN´s werden weniger und die FEIN´s auch. Der Hund "versteht" langsam, die Ausarbeitung der TS bereitet eine Angenehme Stimmung. Bis zum nächsten unerwünschten Verhalten, NEIN, Konflikt, Such, FEIN, Fitness steigt (egoistisches Verhalten des Hundes wird angestrebt) usw. Ab einem gewissen Stadium versucht der Hund selbstständig die bestmögliche Fitness zu erlangen. Das ist der Übergang zur Primären Motivation.
Damit der Hund jetzt nicht zu übermütig wird, anfängt zu baggern, zu faseln, unkonzentriert wird, werden nun fährtentechnische Probleme und Schwierigkeiten eingebaut. Diese werden wieder wie vor beschrieben mit NEIN und FEIN (dieses unmittelbare FEIN ist das wichtigste Kriterium bei dieser Art zu fährten) behandelt. Da der Hund immer wieder versuchen wird sich aus dem Stimmungsloch zu ziehen und auch schon gelernt hat, mit welchem Verhalten das geht, nimmt er immer öfter und länger dieses Verhalten an.
Korrekturen sind in jeder Form möglich. Und ein so aufgebauter Hund ist eigenmotiviert, das Triebziel ist die Fährte und braucht mit Sicherheit kein Futter oder Ball etc auf der Fährte zur Bestätigung und Belohnung.
Mein Spiel nach der Fährte wird bewußt zeitlich und örtlich von der Fährtenarbeit abgetrennt und hat auch den Sinn das abgearbeitete Stimmungsbild aufzuhellen. (den Kopp frei machen)
Die ist ein ganz grober Abriss der Fährtenarbeit , nur um das System zu verdeutlichen. Gegenstände, Abgang, Fährtenschild etc werden in ähnlicher Form gearbeitet.
Wie man nun sieht, hier passiert überhaupt nichts weltbewegendes im Gegensatz zu früher, ausser 2 gravierende Dinge. Futter muß schnellstmöglich abgebaut werden und durch (wichtig) konditionierte HZ ersetzt werden. Und das positiv konditionierte HZ muß unbedingt am Anfang wie eine Tretmühle benutzt werden.
Da früher zu wenig oder gar nicht gelobt wurde sind alle mit Zwang belegte Arbeiten in die Meide-Motivation gerutscht und...na ja, kennt ja jeder.
Für interessierte, ich habe mal eine vor sieben Jahren im Gebrauchshund erschienene Abhandlung über Lernbiologie digitalisiert.
Hier der Link zum Runterladen.
freundliche Grüße
Iwan1
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein...
(Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein...
(Zitat: weiß nicht, aber wahr...)


