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Teil - oder Vollkastration ?
#1
Hallo Forumler,

ich überlege mir gerade die Vor - und Nachteile einer Teil ( Entfernung der Eierstöcke) - oder Vollkastration bei der Hündin.

Ich kann mich nicht so ganz damit anfreunden, die Gebärmutter mit entfernen zu lassen ( Vollkastr.), da ich immer wieder von Hündinnen lese und höre die früher oder später dadurch inkontinent wurden.

Würde gern mal Eure Meinungen bzw. eigenen Erfahrungen zu Teil - und Vollkastr. hören.

Danke schon mal...und allen ein schönes, sonniges WE!!!
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#2
Dann frage ich mich, wozu überhaupt kastrieren.

Die Hündin wird weiter läufig (auch wenn die Intensität abgeschwächt wird - die Gebärmutter produziert auch Zyklen) - und die Gefahr der Gebärmutterentzündung bleibt bestehen.

Inkontinenz kann auftreten bei Vollkastration, das stimmt - ist aber relativ lciht mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Teilweise reicht auch Kürbiskernzufütterung statt Medikamenten. WENN es überhaupt passiert.

Die Medis (z. B. Caniphedrin) sind in aller Regel als Dauergabe über Jahre hinweg gut verträglich, Nebenwirkungen die Ausnnahme, und kostenmäßig ist es lächerlich wenig.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#3
Wenn der TA vernueftig arbeitet und die Baender richtig strafft senkt sich die GB auch nicht und es gibt keine Inkontiens.

Red mit Deinem TA drueber.
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#4
Äh, wenn sie raus ist, kann sie sich doch gar nicht mehr senken, oder? :?:
Die Anatomie ist nicht wie beim Menschen.
Der Hund ist ja eher horizontal gebaut, wenn man das so sagen kann.

Harnträufeln bei kastrierten Hündinnen war früher bei kupierten Rassen ein größeres Problem. Aber das ist ja nun verboten.

Gruß
Jutta
Dogs are like peanuts - you just can´t stop at one
[U]www.peanuts-norfolkterrier.de
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#5
Also wenn, dann würde ich alles herausnehmen lassen.
Ich habe meine Hündin mit 7 Jahren kastrieren lassen. Sie wurde weder inkontinent noch hatte sonst irgendwelche Probleme.

Man vermindert dadurch aber die Bildung von Knoten im Gesäuge und natürlich den Gebärmutterkrebs.

Gruß Dürken
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#6
Zitat:Original von Bettina Balters . Die Hündin wird weiter läufig .
??? das wär mir neu :pf:

Unsere RS Hündin ist seit 10 jahren kastriert (ist jetzt 11). Lt. anraten der TKl damals wurden ihr nur die Eierstöcke entfernt. Nur wenn die Gebärmutter Auffälligkeiten gezeigt hätte, wäre sie mit entfernt worden. Läufig (auch abgeschwächt) wurde sie seither NIE :w: . Das bestätigen auch unsere mit der Hündin bisher zusammenlebenden zwei Rüden Wink .

Übrigens - inkontinent wurde sie 2 Jahre später trotzdem, weshalb ich das heute mit Sicherheit anders entscheiden würde.
VG Astrid

Man lebt ruhiger, wenn: - man nicht alles sagt, was man weiß, - nicht alles glaubt, was man hört und - über den Rest einfach nur lächelt.
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#7
:hallo:

Nur mal so aus Neugierde, warum denkst Du über eine Kastration nach?

Ich würde einen solchen Eingriff nicht machen, weil der Hund danach "bequemer" ist (also keine Hitze mehr hat).

Ich denke, darüber soll man sich Gedanken machen, bevor ein Hund angeschafft wird.

Und wenn gesundheitliche Gründe vorliegen, dann würde ich persönlich immer eine Total-OP machen lassen. Denn wenn schon jetzt gesundheitliche Gründe vorliegen, kann in einiger Zeit die Gebärmutter auch wieder Sorgen machen und dann steht wieder eine OP ins Haus.

Alles immer mit Narkose-Risiko verbunden !!!

Viele Grüße Tina
Ein Hund, der bellt, ist mehr wert, als ein Mensch, der lügt.
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#8
Ich habe meine Hündin schon sehr früh kastrieren lassen, weil:

- wir eine Hündin, bei der wir eine Scheinträchtigkeit übersahen und sie dann einen sehr aggressiven Mammatumor hatte, schon mit 8 Jahren einschläfern lassen mußten
- meine jetzige Hündin mit knapp 6 Monaten das erste Mal läufig und scheinträchtig war
und - weil diese Hündin aus einem Wurf stammte, wo die Elterntiere zwar Papiere hatten, aber dieser Wurf eigentlich nicht gewollt war, also unsere Hündin keine Papiere hat.

Mit jeder Scheinträchtigkeit litt sie mehr......und ich hatte echt Angst, das nochmal erleben zu müssen, wie bei der ersten Hündin.

Okay, also ließ ich sie kastrieren und es geht ihr in dieser Beziehung wirklich gut!

Beim Sterilisieren werden doch nur die Eileiter gekappt, richtig?
Und jawoll, die Hündinnen werden noch läufig und auch scheinträchtig...

Die Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter, das ist dann die Kastration.

Überlege doch bitte, wie alt die Hündin ist, ob Gefahren von Gebärmutterentzündungen oder Scheinträchtigkeiten ( kann auch erblich bedingt sein) drohen und erst dann würde ich darüber entscheiden.

Viel Erfolg
Sabine :hallo:
Das Leben besteht aus vielen Höhen und Tiefen - man darf nur nicht im Tief steckenbleiben!
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#9
Hallo Ivanhoe,

warum willst Du solch einen dratischen Eingriff ins Hormonsystem durchführen lassen? Hat die Hündin Probleme mit der Läufigkeit (starke Scheinträchtigkeit, Gebärmutterentzündung)?

Inkontinenz ist nur eine mögliche Auswirkung der Kastration. Und die bekommen wir nur mit weil's für uns unangenehm ist und manchmal auch teuer wird. Z.B. benötigte die Hündin von Vereinskollegen für über 200 Euro pro Monat Medikamente und wurde zweimal nachoperiert, damit sie einigermaßen "dicht" blieb. An Arbeit mit dem Hund war überhaupt nicht zu denken.

Die kleinen Probleme einer kastrierten Hündin bekommt man, wenn überhaupt, nur am Rande mit, und oftmals werden ganz andere Auslöser dahinter vermutet als die Kastration. Das beginnt relativ harmlos mit Dauerhaaren (= das ganze Jahr über), wovon viele kastrierte DSH-Hündinnen betroffen sind. Und geht hin zu den diversen Hautirritaionen, hinter denen man meist eher Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten vermutet. Aber wenn man bedenkt, daß die meisten Frauen nach einer Total-OP zeitlebens täglich Hormone schlucken müssen, um z.B. Spannungsgefühle in der Haut zu vermeiden, wird man die diversen Hautprobleme vieler kastrierter Hündinnen mit anderen Augen betrachten.

@Jutta: Daß vor allem Boxer- und Dobermannhündinnen sehr anfällig sind für kastrationsbedingte Inkontinenz (70 bis 80% der kastrierten Hündinnen dieser beiden Rassen "träufeln" anschließend mehr oder weniger stark) hat nix mit dem Kupieren zu tun. Hier spielt vor allem die schmale Hüfte und der tiefe Brustkorb dieser Rassen eine Rolle, wodurch eine Organverschiebung begünstigt wird wenn dann auch noch die Gebärmutter fehlt. Und die kastrationsbedingte Inkontienz besteht ja aus dem Komplex "Organverschiebung plus hormonell bedingter Gewebeerschlaffung". Weswegen auch nicht jede Behandlungsmethode bei jeder Hündin gleich gut anschlägt.

@Dürken: Für einige wenige Tumorarten verringert sich das Risiko, wenn die Hündin vor der ersten Läufigkeit kastriert wird, sie also hormonell "noch nicht intakt war" bei der Kastration. Nach der ersten Läufigkeit hat die Kastration kaum noch einen Einfluß auf das Tumorrisiko, bei einigen Tumorerkrankungen ist der Risiko ganz leicht verringert, dafür bei anderen ganz leicht erhöht.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#10
Hallo Antje,

meine Hündin wurde damals kastriert, weil sich ein paar Knötchen im Gesäuge gebildet hatten und mein TA mir sagte, dass durch das Ausbleiben des Zyklus durch die Kastration ein Risiko einer Knötchenbildung verringert wird.
Und eine Gebärmutter, die nicht mehr da ist, kann doch auch keinen Krebs mehr bekommen oder irre ich da jetzt vollkommen? (mit meinem laienhaften mediezinischen Verstand)

Dürken (die auch nicht wusste, dass man durch eine Blockade im Rücken die Symptome einer MS bekommen kann)
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