Michael Vietinghoff,'index.php?page=Thread&postID=147929#post147929' schrieb:Hallo, bei mir und meinem Hund hat man jetzt, berechtigter Weise, bemängelt, mein Hund würde zu stark bedrängen.
hallo michael, willkommen im club!
Michael Vietinghoff,'index.php?page=Thread&postID=147929#post147929' schrieb:Daher suche ich jetzt Varianten, wie ich das verringere.
zunächsteinmal gibt es grundsätzlich immer 2 varianten oder wege. die negative schiene über das vermeiden (tu das nicht) oder die positive schiene über das wollen (mach das so), bei beiden varianten wird der hund etwas lernen.
Michael Vietinghoff,'index.php?page=Thread&postID=147929#post147929' schrieb:Nur wie werde ich jetzt die Geister wieder los, die ich rief? Becher auf dem Rücken -> doof zu handhaben, Korrektur nur über Ausb.halsband -> mag ich nicht.
ich denke eine verhaltensänderung ganz ohne den gebrauch von negativen reizen wird nicht möglich sein. du kannst aber den hund auf das was nötig ist gut vorbereiten, und das geht zunächsteinmal besser über die positive bestärkung. welche maßnahmen könnten hier greifen?
1) ballweste weg
2) belohnung an anderer stelle positionieren, das kann z.b. am anfang auch ganz einfach in der rückentasche der weste sein.
3) dann etwas später die belohnung nach aussen verlagern
4) raus aus den für den hund gewohnten erscheinungsbild, z.b. sehr langsam laufen oder eine andere örtlichkeit
5) die belohnung nicht mehr wärend der übung (fußlaufen) geben, sondern erst nach beendigung, (z.b. in einer grundstellung)
6) eine gerte für die kommunikation mit dem hund (nicht zum drauf hauen)
7) gedult, gedult und noch mehr gedult.
den anblick einer belohnung, wie es z.b. beim top-matic-ball der fall ist, halte ich für kontraproduktiv. ich denke es geht viel mehr darum die belohnung aus dem kopf des hundes zu bekommen. er muss lernen über die positionierung den hundeführer manipulieren zu können. nicht das arbeiten für die belohnung muss wichtig sein, sondern die aufmerksamkeit oder annerkennung des hundeführers, welche dann zur belohnung führt.
hat der hund den zusammenhang begriffen, kommen dann doch die negativen reize ins spiel. warum? weil es bei der löschung von motivationen oder verhalten um wertigkeiten geht. ein gefühltes tausendmal bestärktes verhalten, mit dem der hund also erfolg hatte, wird er nicht so einfach mir nichts dir nichts ablegen. erst durch eine differenzierung von unangenehm und angenehm wird der hund seinen vorteil in der veränderten motivation und dem dadurch auch veränderten verhalten erkennen und darauf zurück greifen.
wo oder wie fängt man mit den negativen reizen an? für mich spielt hier die impulskontrolle eine wesentliche rolle. der hund soll lernen nicht mehr nur impulsiv zu handeln, besonders nicht wenn seine belohnung für ihn sichtbar ist und in greifbarer nähe, also z.b. direkt vor dem fang. präsentiere ich also dem hund seine belohnung (ball) und bewege sie langsam in richtung fang, muß er warten bis ich ihm eine freigabe erteile. er lernt also gerade hier sich nicht einfach selber zu bestätigen sondern viel mehr gedanklich bei mir als hundeführer zu sein. der für mich wesentliche aspekt dieser zwischen übung ist es, negative reize nicht gleich wärend des problematischen verhaltens einzusetzen (also das fußlaufen) sondern dem hund erstmal an anderer stelle die konsequenz zu verdeutlichen.
so ich mach hier erstmal schluß. ein kleiner hinwies noch zum ende. ich habe immer wieder die erfahrung gemacht, das ein hund nicht unbedingt bestätigt werden muß um sich bestätigt zu fühlen. es wäre zu einfach zu denken das "selbst" eine 100 prozentige bestätigung der richtigen positionierung beim fußlaufen das problem des bedrängens verhindert. wenn hunde nur noch die belohnung im kopf haben fühlen sie sich schon als gewinner und oftmals bestätigt. sie fühlen sich schon im besitz der belohnung, also warum sollten sie ihr verhalten ändern??
wie immer alles "ohne gewähr" zu risiken und nebenwirkungen fragen sie ihren "hund" oder lesen die packungsbeilage!