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Anstoßen im Schudi nach Aus bei der Prüfung !
#91
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185276#post185276 schrieb:Es gibt nur wenige die Innovation und Fachkompetenz haben
um mit neuen Ideen und besseren Möglichkeiten etwas zu verändern.

Genau so sehe ich das auch. Ich würde mich so gern mehr beteiligen, mehr dazu beitragen, aber - mir fehlt's da einfach. Und endlich, endlich kommt hier im Forum ein neuer Weg zur Sprache, Anregungen, wie man es anders machen kann, wie Ausbildung stressfreier wird für alle Beteiligten.

Natürlich bringt es wenig, auf HF Druck auszuüben. Aaaber - wenn Standpunkte so verkrustet sind, ist es auch verständlich, wenn einer irgendwann den Kaffee auf hat. Immerhin treffen nun Welten auf einander, Überzeugungen, die tatsächlich fast oder ganz divergent sind. Die eine Seite sieht gewöhnlich die Fehler auf Seiten des Hundes (testet aus, mit dem erklärten Ziel, bei fehlendem Gegenwind "die Sau raus zu lassen"), grundsätzlich wird dem Hund zunächst mal fehlender Kooperationswille unterstellt. Die andere versucht, das Ganze anders aufzurollen - die Mitarbeit des Hundes zu provozieren und zu fördern, mehr mit Köpfchen als mit Muskeln zu arbeiten.

Ich kann mich ja nicht ausnehmen, denn wie oft falle ich noch in alte Verhaltensmuster (vor allem, wenn's schnell gehen muss und ich mehr reflexhaft agiere), aber tatsächlich habe ich zum ersten Mal in meinem Hundesportlerleben bei meinen beiden Jungspunden überhaupt kein Problem mit dem Trennen. Ruhige, leise Kommandos reichen, sie trennen beide sauber und voller Spannung, damit es weiter geht. Wir machen es so, dass sie durch deutliches Zurückziehen am Geschirr die Freigabe zum Beißen bekommen, das klappt super. Da sie wissen, dass sie in den allermeisten Fällen "legal" beißen dürfen und dabei wirklich ziemlich stressfrei sind, haben sie auch kein Problem mit nachbeißen oder anstoßen. Bei Digit (der in seinen Anfängen leider noch nicht so gearbeitet wurde) hat es ein paar Übungseinheiten gedauert, der Schwarze macht es eigentlich von Anfang an. Auch im Schutzdienst klappt "lauern dürfen" tatsächlich bisher ziemlich gut.

Natürlich stehe ich noch am Anfang, aber es ist ein gutes Gefühl, mit jungen Hunden von Beginn an diese neuen Wege auszuprobieren. Und mit dem ollen Curt kriegen wir das auch noch hin Wink.

LG
Bine

Ich fänd's jetzt schade, wenn diese schönen Diskussionen an der Metaebene scheitern würden Sad. Grundsätzlich will doch eigentlich keiner keinem was! Wir suchen alle Lösungen - naja, vielleicht nicht alle, aber doch viele...
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#92
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185276#post185276 schrieb:Uwe, .... alle die den IPO Hundesport praktizieren, haben zwangsläufig die gleichen Probleme.
Ohne den Trieb geht es nicht, aber gleichzeitig ist er auch der größte trouble maker.

Eine Balance zu finden zwischen dem was der Hund will, sein Triebziel,
und dem was der Hundeführer will, Punkte auf einer Prüfung,
ist eine schwierige Angelegenheit.



Der Hund will am liebsten am Anfang sofort beißen, der HF will, dass
der Hund vorher jeweils noch etwas anderes tut (z.B. verbellen,
bannen, Rückentransport usw). Es geht aber nicht um eine Balance,
ein Gleichgewicht, wo sich antagonistische Kräfte neutralisieren,
sondern um eine Reihenfolge. Der Artist auf dem Seil stellt eine
Balance her zu den Kräften, die ihn nach einer Seite zerren, durch
das entgegengesetzt wirkende verlagerte Gewicht einer Stange. Ein
positiv negativ Spiel der Kräfte.

So sieht es auch die alte Ausbildung. Maximaler „Trieb“ und
maximaler „Gehorsam“ erscheinen der alten Ausbildung nur deshalb
antagonistisch, weil sie das erwünschte Verhalten negativ
definiert: der Hund soll nicht beißen, und dem Hund das auch so
vermittelt. Deshalb nennt er das Abstellen. Man kennt ja noch das
alte An- und Abstellspiel von früher bei der Junghundausbildung.

Die moderne Ausbildung definiert es positiv: der Hund darf verbellen,
bannen usw. Und vermittelt es dem Hund auch so. Eine positive
Reihenfolge. Wir hatten das schon bei der Verstärkerdiskussion.
Keine Balance widerstrebender Kräfte. Der Trieb nicht als ständiger
Troublemaker, sondern als Motor für die Reihenfolge, die uns Punkte
bringt.

Ein Wolf, der seinem Selbsterhaltungstrieb folgt, also fressen will,
um zu überleben, stürzt sich nicht triebblind auf eine mögliche
Beute, sondern führt vorher bestimmte Handlungen aus (z.B.
umkreisen, anschleichen, belauern), ohne dass er einen Triebverlust
erleidet, weil er das erforderliche Verhalten ständig als den
Raiserschen „Faustschlag ins Gesicht“ empfindet. Der moderne Hund
bleibt wie der Wolf auf der Jagd im SD immer „on“, ohne dass er
durch die Reihenfolge die Lust verliert.

Im Hundlerjargon bedeutet Trieb ja eigentlich nur, dass der Hund
etwas ganz doll will. Das ist ok. Der veraltete Triebbegriff und die
Balancetheorie (s. Dampfkessel) führen nur in die Irre des
„Faustschlags“.

Natürlich will auch der moderne Hund anfänglich am liebsten eine
Abkürzung nehmen. Deshalb verhindern wir, dass er damit Erfolg hat.
Aber so wie der junge Wolf auch lernt: ohne Stachelruck und Co. Seine
Eltern maßregeln ihn ja auch nicht zusätzlich, wenn er seine ersten
eigenen Jagdversuche durch Abkürzungen versemmelt und die Beute
entkommt.

Im Video kann man beim Verbellen, dem Weggucken und der ganzen
Unsicherheit gut sehen, wie die alte Ausbildung den Trieb nicht
genutzt, sondern geschwächt hat.
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#93
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185276#post185276 schrieb:Dieses Forum wäre eine Möglichkeit für etwas anderes,
vielleicht etwas NEUES zu werben. Es würde den Hunden und dem Hundesport mehr als gut tun.


Wer
sich informieren will, vielleicht sogar etwas lernen will, stellt
Fragen (z.B.: Wie hast du das gemeint?). Wer etwas ablehnt, aber
keine Argumente hat, oder eigentlich nur die Person angreifen will,
also eine ganz eigene Agenda verfolgt, startet gerne eine
Metadiskussion. Dort kann er sich dann darüber auslassen, dass ihm
der Inhalt nicht pädagogisch oder diplomatisch genug rübergebracht
wurde. Da hängen dann sich alle die an, denen das Neue und/oder die
Person sowieso gegen den Strich gehen.

dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185276#post185276 schrieb:Ich habe in diesem Thread ein paar mal gelesen:
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger.


Erstmal bestimmt der Sender den Inhalt einer Botschaft. Wer ständig
sich nur über die Art der Diskussion aufregt, sollte mal seine
Einstellung zum Neuen und zur Person hinterfragen. Wenn die
grundätzlich negativ ist, dann kann der Sender tatsächlich senden
was er will, es kommt nicht an.
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#94
Natürlich bestimmt nicht der Empfänger den Inhalt einer Botschaft, das wäre kommunikationstechnisch Quatsch und würde jede Form der Verständigung unmöglich machen. Der Empfänger bestimmt, wie er mit einer Botschaft umgeht, sie interpretiert. Und diese Interpretation wird unter anderem auch bestimmt durch das Verhältnis zum Sender... Wenn ich jemanden grundsätzlich doof finde, ist es mir ein leichtes, stets ein Haar in der Suppe zu finden Wink.

LG
Bine
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#95
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185282#post185282 schrieb:Ich fänd's jetzt schade, wenn diese schönen Diskussionen an der Metaebene scheitern würden Sad. Grundsätzlich will doch eigentlich keiner keinem was! Wir suchen alle Lösungen - naja, vielleicht nicht alle, aber doch viele...


Viele? Es diskutieren hier inhaltlich doch nur vier oder fünf.
Das könnte man auch geschützt per mailing machen und hätte die
Metahetzer mit ihrer eigenen Agenda draußen. Denn dass hier niemand
jemandem was will, bezweifel ich inzwischen.
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#96
ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185283#post185283 schrieb:Es geht aber nicht um eine Balance,
ein Gleichgewicht, wo sich antagonistische Kräfte neutralisieren,
sondern um eine Reihenfolge.
Ich gebe zu das der Begriff "Balance" in eine falsche Richtung geht.
Vielleicht wäre der Begriff "Strategie" eine bessere Variante?

Das Verhindern von Abkürzungen des Hundes zum Triebziel,
erzeugt unweigerlich einen Konflikt. Durch kleinschrittiges Lernen
kann man hier sicherlich rechtzeitig gegensteuern.

EIn großes Problem bleibt das wegnehmen (später das Ablassen) der Beute,
egal ob nun Hetzarm oder Ball. Der Wolf frisst seine Beute auf,
das gibt es beim Hund so nicht. Nur das anfängliche Training
der Unterordnung mit Futter stellt ähnliche Bedingungen da.
Hier gibt es auch die wenigsten Probleme.
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#97
ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185286#post185286 schrieb:Viele? Es diskutieren hier inhaltlich doch nur vier oder fünf.
Das könnte man auch geschützt per mailing machen
detlef@berensmann.de Smile
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#98
Wir können ja mal sammeln und dann entscheiden.
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#99
Ja durch positives Aufzeigen des Lösungsweges wird der Konflikt
so gelöst, dass er nicht triebmindernd, verunsichernd wirken kann.
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Zitat:ma-re-sa schrieb:
Viele? Es diskutieren hier inhaltlich doch nur vier oder fünf.
Das könnte man auch geschützt per mailing machen

detlef@berensmann.de


svknobloch@gmx.de 8)
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