Th. M.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184391#post184391 schrieb:Er hat nie versucht dabei zu beissen, was nun?
Nichts, denn ich kenne deinen Hund und
seine Ausbildung nicht. Das Argument „bei meinem Hund hat es aber
funktioniert“ ist nie zu beurteilen oder gar zu entkräften. Wenn
du aber damit ausdrücken willst, dass deine Erfahrungen mit dieser
Methode repräsentativ für die meisten Hunde ist, dann habe ich ganz
andere Erfahrungen.
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184393#post184393 schrieb:Hmmmm, also Mutter Natur hat den Hunden den Sport nicht in die Wiege gelegt, sondern wir.
Deshalb haben wir eine besondere
Verantwortung.
Aber auch Lernen durch Schmerz ist
nicht die Hauptform des Lernens bei Wildtieren. Es ist vielmehr das
Lernen durch Misserfolg, z.B. beim Jagen kriegt man die Beute einfach
nicht.
Diese häufigste Lernform nutzen wir im
Sport durch Ausbleiben der positiven Verstärkung. D.h. wenn wir
durch schlichte Leinenbegrenzung den Hund am Beißen hindern können,
wenn der Helfer sich nicht im Versteck bewegt, und andersrum ihn
nicht begrenzen, wenn er den sich bewegenden Helfer im Versteck
beißen will, dann ist das eine gute, das Selbstbewusstsein fördernde
Sache beim Lernen, die auch biologisch so angelegt ist.
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die kurze Antwort wäre, weil der Hund kein Mensch ist, wobei auch beim Menschen reines "negativ Lernen" funktioniert und erfolgreich praktiziert wird.
Natürlich ist es auch bei meiner Arbeit mit Hunden immer erstrebenswert, einen Hund mit Hirn statt mit Gewalt auszubilden.
Und natürlich fühlen sich die meisten Menschen dabei sehr viel wohler, und in Folge natürlich auch der Hund, das stelle ich alles nicht in Frage, nein viel mehr handele ich selbst exakt genau so.
Es macht halt, wenn man den Hund im GNAZEN verstehen will, keinen Sinn, sich nur diese rosarote Welt zu malen und sie als das allein heilige hinzustellen.
Wer seinen Hund verstehen will, muss die Medaille auch mal umdrehen.
Mutter Natur ist nicht so charmant, wie wir gern glauben möchten. Beginnen wir mal mit der Geburt, eine normale Hündin hat keine Skrupel einen Welpen, der nach ihrer Ansicht nicht lebensfähig sein wird zu töten und aus menschlicher Sicht völlig daneben, auch gleich noch zu fressen.
Ein Welpe der sich beim Säugen mit den Zähnen zu sehr an Mutters Zitze zu schaffen macht, dem wird nicht erklärt oder gezeigt wie es aussehen soll, nein er erhält ne Gratisflugstunde durch die Wurfkiste und spätestens beim zweiten Flug hat er verstanden.
Ich will nicht erklären, dass wir nun generell genau so mit unseren Hunden trainieren müssen, was sich aber zeigt ist, dass die Aussage, dass diese Art des Lernens kompliziert und langwierig, sowie mehr verwirrend sei, so nicht stimmt.
Eine recht einfache Aussage meinerseits, die die Idee der Natur grob aber doch recht gut beschreibt, "für einen Hund ist alles erlaubt was nicht verboten ist"
Am Ende muss jeder seinen Weg finden, das ist sicher ganz unstrittig, und man kann sich auch gern und kontrovers über diese Wege austauschen.
Ich mag halt diese einseitigen Parolen, die das einzig Wahre darstellen nicht, und schon gar nicht in einem öffentlichen Forum, es könnte Neueinsteiger geben, die das dann auch noch glauben, so nach dem Motto des Amerikanischen Präsidenten, ich muss es nur oft genug wiederholen, dann stimmt es auch.
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ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184394#post184394 schrieb:Th. M.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184391#post184391 schrieb:Er hat nie versucht dabei zu beissen, was nun?
Nichts, denn ich kenne deinen Hund und
seine Ausbildung nicht. Das Argument „bei meinem Hund hat es aber
funktioniert“ ist nie zu beurteilen oder gar zu entkräften. Wenn
du aber damit ausdrücken willst, dass deine Erfahrungen mit dieser
Methode repräsentativ für die meisten Hunde ist, dann habe ich ganz
andere Erfahrungen.
Die Methode ist genau so wenig allgemeingültig wie das was du hier für allgemeingültig erklärst. Vieles von dem was du schreibst ist einleuchtend und einiges mach ich auch schon seit einiger Zeit so, manche Ansätze scheinen mir allerdings sehr kompliziert.
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Und noch ein letztes Wort dazu Bine, die Natur nennt es nicht Sport sondern Leben und Überleben.
Sitzen, Laufen, Liegen, Jagen, Rennen, Beißen, Beute tragen - kann ein Hund auch ohne den Menschen.
Nur es auf Kommando zu tun, naja und die Grundstellung und das Fußgehen, den Clicker und die Leine kommen on top.
Aber das ist im Grunde nun weniger wichtig, ist ein wenig so, als spräche man über artgerechte Haltung und verbietet dem Hund als erstes das Jagen, da landet man dann schnell in den witzigsten Vorstellungen, die am Ende keinem was bringen.
So, mein Training mit dem Hund war vorzüglich, ich mach Feierabend :-)
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also ehrlich ich weiß nicht, warum ich UO im Schutzdienst üben soll? Die UO sollte doch schon "sitzen" bevor man mit dem Schutzdienst bestimmte Dinge in Angriff nimmt?! ... Das Verbellen habe ich bei Britte und Gauner von Welpen an auf ganz kleiner Stufe beigebracht - "Gib laut" oder später "voran" erst nachdem die das verstanden haben, kam dann "Revier" dazu. Da habe ich noch keinen Helfer gesehen und meine Hunde auch nicht. In dieser Trieblage bestätigst man immer NUR positiv. Wenn der Hund einen Grundstand hat, erst dann sollte man tatsächlich, in meinen Augen, am Helfer anfangen (wie sei mal dahingestellt). Aber der Grundgehorsam muss da schon da sein. Wenn der nämlich fehlt gibt es extrem viele Baustellen. Sehe ich oft genug auf den Hundeplätzen. Wenn der Hund im Schutzdienst mit dem Trieb schon zu sehr "hochgefahren" ist, hilft eben oft genug keine positive Bestätigung mehr. Das ist dann für Hund und Hundeführer ein Balanceakt und oft mit viel Frustration verbunden, weil man dann auf der Stelle tritt, wenn der Hund zu früh "hochgezogen" wurde ohne den nötigen Gehorsam dazu. Wenn ich im Schutzdienst einen "Befehl" gebe, erwarte ich das dieser ausgeführt wird. Eine Bestätigung gibt es nur bei richtigem Verhalten und manchmal auch erst am Schluss.
Manchmal ist es besser in der Ausbildung noch mal 3 Schritte zurückzugehen, um dann 5 vorwärts machen zu können.
Angelika
P.S. Mir ist der Gehorsam meiner Hunde sehr wichtig und zwar egal in welcher Situation. Deshalb fange ich das sofort an und bliebe dran. Wie ich woanders schreib, war das bei Gauner extrem schwer! Aber ich kann mich Heute auf meinen Gauner verlassen. Ich habe meine Hunde zu 95% im Alltag und zu 5% auf dem Hundeplatz. Deshalb setze ich die Prioritäten auf die 95% ...
angieblau,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184399#post184399 schrieb:am Helfer anfangen (wie sei mal dahingestellt).
Aber das genau ist das Thema. Wie soll der Helfer sich verhalten,
um dem Hund das Lernen im SD so einfach wie möglich zu machen? Soll
er im Versteck sich etwas bewegen oder soll er lieber sich nicht
bewegen? Soll er Konflikte auslösen durch Mischbilder und den Hund verunsichern,
oder soll er durch eindeutiges Verhalten konfliktarm arbeiten und dem Hund Sicherheit und Dominanz vermitteln?
Soll er berechenbar sein für den Hund, oder soll er unberechenbar sein?
Darf der Hund Täter sein, oder soll er Opfer sein?
An den Antworten auf diese Fragen scheiden sich alte und moderne
Ausbildung grundsätzlich.
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Akut.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184398#post184398 schrieb:Und noch ein letztes Wort dazu Bine, die Natur nennt es nicht Sport sondern Leben und Überleben.
Sitzen, Laufen, Liegen, Jagen, Rennen, Beißen, Beute tragen - kann ein Hund auch ohne den Menschen.
Nur es auf Kommando zu tun, naja und die Grundstellung und das Fußgehen, den Clicker und die Leine kommen on top.
Aber das ist im Grunde nun weniger wichtig, ist ein wenig so, als spräche man über artgerechte Haltung und verbietet dem Hund als erstes das Jagen, da landet man dann schnell in den witzigsten Vorstellungen, die am Ende keinem was bringen.
So, mein Training mit dem Hund war vorzüglich, ich mach Feierabend :-)
Ähm - Sport hat mit Leben und Überleben herzlich wenig zu tun. Ich denke nicht, dass man das eine mit dem anderen vergleichen kann. Sport braucht kein Hund und Erziehung und Ausbildung sind zwei paar Schuhe. Das eine ist notwendig, das andere machen wir für uns selbst. Und darum ist es nicht egal, was wir für Methoden anwenden. Da heute noch viel zu viel Gewalt auf Hundeplätzen vorherrscht, halte ich es für wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen und die Leute zu sensibilisieren.
LG
Bine
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184401#post184401 schrieb:Erziehung und Ausbildung sind zwei paar Schuhe
Es ist wohl nicht aus den alten Köpfen rauszukriegen, dass man
unterscheiden muss zwischen dem Lernen von erwünschtem Verhalten und
dem Unterbinden von unerwünschtem Verhalten und dass dabei ganz
verschiedene Lernformen eingesetzt werden müssen.
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Ihr seid die einzigen die den Durchblick haben....Hammer
Alle sagten,es geht nicht,da kam einer der das nicht wusste-und tat es....
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