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Moderner Aufbau Schutzdienst
Das haben wir auch mittlerweile geändert, wie vorab schon im Vergleich zu meinem Hunf beschrieben.
Der eine kommt freiwillig zum Zerrspiel, der andere eben nicht.

Das ist mittlerweile 6 Jahre her, da haben sich schon einige Sachen wieder
geändert.

Ob das jetzt modern ist, das will ich nicht behaupten, aber wir kommen gut mit den Jungs zurecht...
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184232#post184232 schrieb:Der eine kommt freiwillig zum Zerrspiel, der andere eben nicht.


Und da liegt doch der Schlüssel, den wir nutzen in der modernen
Ausbildung, wenn es um Belohnung geht:

der jeweilige Hund bestimmt die Form der Belohnung. Der eine will
rumrennen, der andere schütteln, noch einer läuft zum HF oder
Helfer wegen Zerrspiel. Das machen wir, wie der Hund es will, damit
es eine echte Belohnung ist. Erst danach geht es mit Lernen weiter.
Das macht der Hund eben nach echter Belohnung dann motivierter und effektiver
als nach gefakter Pseudobelohnung.
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Wie geschrieben, ich sehe das auch so.

Sie mittlerweile auch :-)
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184211#post184211 schrieb:
deralex1979,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184210#post184210 schrieb:Mal aus der Praxis...(ganz was neues?)
Warum sollte ich hier den Hund mit Ärmel unnötig malträtieren?
Das solltest du nicht.
Wenn du es nicht hinbekommst,
das sich dein Hund dir ohne Vorbehalte zuwendet,
um die nächste Aufgabe zu lösen,
dann lass ihn lieber da wo er ist,
er wird schon seine Gründe haben warum er sich nicht zu dir traut.

Das hat damit nun gar nix zu tun. Die traut sich natürlich zu mir, wäre es nicht so, würde ich keinen Hundesport machen.
Aber ich sehe doch, das dies ein i-Tüpfelchen an Belohnung darstellt, meine bewegt sich halt SEHR gerne.
Wenn ich einen Hund hätte, der sich hinsetzt und ruhig hält, würde ich das ebenso lassen.
Ich sehe generell keinen Sinn im runterfassen.
Verstanden?
Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:

Drücken und Ziehen.
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ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184229#post184229 schrieb:Damit es weniger Missverständnisse gibt, sollte man auf stark
interpretationsbedürftige Begriffe (hören, gehorchen, kooperieren)


mal verzichten und sich beschränken auf „erwünschtes/unerwünschtes
Verhalten).

Beim SD gibt es das erwünschte Verhalten „beißen“, was der
Hund von sich aus tut (abgesehen von bestimmter Technik), also
klassisch „freiwillig“.

Alles andere erwünschte Verhalten wird in der modernen Ausbildung
zwanglos gelernt nach dem Motto „machst du, dann bekommst du,
darfst du“. Und zwar so, dass es der Hund gerne tut als Mittel zum
Zweck. Von echtem freien Willen von sich aus kann man da nicht
sprechen, auch wenn er das Mittel als Glied einer gelernten
Verhaltenskette ohne besondere Aufforderung schließlich als
Selbstverständlichkeit anbieten sollte.

Belohnung ist bei uns immer beißen dürfen und manchmal auch
Ärmel erobern und behalten dürfen zur freien Verfügung für eine
begrenzte Dauer.

Das aber wird entwertet, wenn der Hund stattdessen ein weiteres
Glied einer gelernten Verhaltenskette anbieten soll. Prinzipiell
egal, ob er an der Leine dann mit dem HF Kreise laufen soll und dabei
den Ärmel ruhig tragen soll, oder sich setzen soll und den Ärmel
dabei ruhig halten soll. Kann man machen, ist keine Katastrophe, wenn
es nicht in Fixierungszwang endet, ist aber nicht optimal im Sinne
einer echten Bestätigung.

(zum Video von tinka: „Nein, hierher!“ klingt auch nicht wie
eine Belohnung, sondern wie Einforderung eines Abbruchverhaltens.)

Wenn man jetzt noch darauf besteht, dass der Helfer auf den Hund
zugehen darf, sich vor ihm aufbauen darf, und der Hund dabei weiter
ruhig mit dem Ärmel sitzen soll, dann ist das eine neue Qualität.
Und zwar die des Erduldens. Das ist es dann auf keinen Fall mehr eine
Bestätigung.

Da in der modernen Ausbildung wir möglichst die optimale
Bestätigung nutzen wollen und den Hund nicht in ein passives
Duldungsverhalten bringen wollen, während er den Ärmel im Maul hat,
verzichten wir auf so etwas.

Die Auswirkungen auf die Einstellung zum Helfer habe ich jetzt
extra nicht berücksichtigt, obwohl es ja auf der Hand liegt, dass
Duldungsverhalten einer bestimmten Grundstimmung widerspricht.

Dir ist schon klar,“machste was dann kriegste was“ geht auf Raiser zurück?
Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:

Drücken und Ziehen.
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[quote]​[Dir ist schon klar,“machste was dann kriegste was“ geht auf Raiser zurück? /quote]

Alex,

​das Wort "zwanglos" hast Du vielleicht überlesen?! Der Unterschied ist, dass der Hund das Verhalten anbietet, es wird in der Lernphase nicht mit Zwang eingefordert. Die Grundeinstellung dem Hund gegenüber ist eine völlig andere.

​LG
Bine
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Manny K,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184228#post184228 schrieb:Meine Welt ist das nicht....sorry....da brauche ich nicht zum HP fahren....das geht zu Hause im Garten mit Ball auch....wie gesagt bei allem Respekt... nicht meine Welt . Beste Grüße
Zu der Zeit war der Platz 5 Minuten Fahrrad von uns weg...
Mein Hund macht draußen schon ganz schön Dampf, wenn sich jemand zu den Hinteren Grundstücken den Weg bahnt, das reicht mit Bellen...
Mittlerweile weichen wir für sowas in die Parks aus...
ganz unspektakulär.

Und ich denke, dass Kleinschrittzetgliederung nicht nur für den Hund beim Lernen von Verhalten von Vorteil ist, wenn auch der HF daran lernen muss...



Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184237#post184237 schrieb:Der Unterschied ist, dass der Hund das Verhalten anbietet, es wird in der Lernphase nicht mit Zwang eingefordert.


Auch später, wenn der Hund probiert, ob es nicht auch
Abkürzungen zum Erfolg gibt, machen wir das nur sehr sehr selten,
denn es ist nachhaltig erfolgreicher, wenn der Hund an der
unerwünschten Selbstbelohnung durch passive Leinenbegrenzung
gehindert wird und sich so auf das gelernte Verhalten besinnen kann,
mit dem er ja Erfolg und Belohnung verknüpft hat. Wichtig ist, dass
der Hund immer meint, Herr des Geschehens zu sein, also mit seinem
gelernten Verhalten das Verhalten des HF und des Helfers, welches
immer berechenbar sein muss (bekannte Bilder), auslösen zu können.

Zeigt aber der Helfer zwecks alter Absicherung
überfallartig ungelernte Bilder, dann ist der Hund nicht mehr Herr
des Geschehens, sondern Opfer. Er wird dann neue Verhaltensstrategien
entwickeln, die aber natürlich meist mit der PO nicht vereinbar
sind. Darauf dann mit Zwang zu reagieren, bedeutet den ersten Fehler
mit einem zweiten Fehler zu steigern.

Und dann hast du den ganzen Schlamassel der alten SD
Ausbildung komplett: Lernen auch schon mit Zwang, dann später
eine Orgie von nicht enden wollenden Zwängen.
Ein ständiger Kampf zwischen HF und Hund. In der Prüfung dann sieht
der Hund seine Chance, wenn der HF weiter weg ist, auch mal zu
gewinnen.

Ich denke, dass Detlef darauf hinauswollte und Lösungen
sucht, weniger Gegnerschaft und mehr Zusammenarbeit zu fördern.
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ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184239#post184239 schrieb:wenn der Hund an der
unerwünschten Selbstbelohnung durch passive Leinenbegrenzung
gehindert wird und sich so auf das gelernte Verhalten besinnen kann,
mit dem er ja Erfolg und Belohnung verknüpft hat


Wichtig ist bei dieser Rückbesinnung, nicht darauf zu
bestehen, dass der Hund das gelernte und zigmal gezeigte Verhalten
jetzt wieder völlig korrekt zeigt.
Es ist viel besser, ein
Ansatzverhalten sofort zu bestätigen. Denn dann wird gebahnt: schon
der Prozess der Rückbesinnung lohnt sich. (Mit dieser
verinnerlichten Strategie kann der Hund sich in Prüfungen später
selbst korrigieren, wenn er durch den Trieb ins Schwimmen kommt.) Beim nächsten Versuch direkt danach kann man
dann, nach dem gleichen Prinzip wie beim Anfangslernen, etwas mehr
Rückbesinnung verlangen bevor die Bestätigung kommt.
Man macht also
insgesamt, statt etwas erzwingen zu wollen, einen Schritt zurück, um
die Bahnung der Selbstkorrektur zu festigen. Das geht insgesamt sehr
viel schneller, als immer wieder auf Zwänge zu setzen.
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Ja, das habe ich am Montag bei Curt gesehen. Ehrlich gesagt, ich war verblüfft, wie einfach und schnell das funktioniert hat. Es ist mir natürlich klar, dass es noch ein langer Weg ist, aber dennoch...

​LG
Bine
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