tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183964#post183964 schrieb:So vermeidet man auch Mischmotivationen.
Man sollte sich mal freimachen von der Vorstellung, dass
wir genau wissen, was im Hundekopf so immer vor sich geht. Deshalb
ist ja auch die RSV Farbenlehre so daneben.
Wir kennen alle, was passieren kann, wenn zwei Hunde mit
einem Stöckchen spielen. Mal hat der eine es, dann der andere, mal
zerren sie von beiden Seiten dran, mal haben es beide gleichzeitig
und machen paralleles Schaulaufen, mal lässt der eine los, damit der
andere damit losrennen kann und ein Hetzspiel entstehen kann. Das
kann lange so gehen, und auf einmal, man kann es nicht vorher sehen,
man kann es sich nicht erklären, wird aus Spaß Ernst. Das Stöckchen
fällt dann unbeachtet auf den Boden, und die Hunde fallen
übereinander her mit manchmal ernsten Verletzungen.
Auch Menschen kennen „aus Spaß wird Ernst“.
Wichtig im SD ist, dass der Hund den Helfer als
ernsthaften Gegner empfindet, und er die Belastungen als Ansporn zur
Intensivierung nehmen kann. Beutemotivation ja, lustiges Spiel nein.
Deshalb ja auch im SD Training kein Spiel mit dem HF, denn der Helfer
sollte aus Sicht des Hundes ernsthaft sein und wird deshalb womöglich
nicht einfach zugucken, man sollte ihn immer im Auge behalten.
Hauptsache ist doch, das Bellen ist druckvoll, die Griffe
voll und fest, das Bannen intensiv usw.... dann ist das ein guter SD,
egal aus welcher Motivation oder Mischmotivation heraus.
Ob mit oder ohne Helfertreiben die Ernsthaftigkeit des
Helfers gebahnt wird, wenn die Ausbildung dem Hund das Lernen leicht,
verständlich und weitgehend zwanglos ermöglicht, ist sie modern.