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@ DenniK
Ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Wir haben mit Digit ganz am Anfang ungefähr drei- bis viermal Helfertreiben gemacht. Ich habe diese Arbeit dann eingestellt - ich war mir echt nicht sicher, ob ich das würde handeln können. So von wegen der Geister, die ich rufe...
Meine anderen Hunde können das sehr gut trennen. Der nicht.
LG
Bine
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Guten Morgen,
wie sah das Helfertreiben aus? Und welches Ziel hatte es vorrangig?
gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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Ich rede von einem Hund, der schon zeigt, dass er so gelagert ist bevor er jemals ein Helfertreiben gesehen hat
vg,
Annemarie und Denni
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@ DenniK
hm, ich finde das bei einem Welpen/sehr jungen Hund schwierig. Digit war immer schon ein Hund, der Fremden gegenüber reserviert war, aber nicht irgendwie so, dass man hätte abschätzen können, was da abgehen würde. Er war ungefähr vier Monate alt damals.
@ tinka
Digit war sehr jung, vielleicht vier Monate wie gesagt. Ich ging mit ihm entspannt auf den Platz, der Helfer stand in einem Versteck und schaut vor. Digit hat sofort gebellt. Der Helfer guckte immer wieder vor und hat sich dann auf den Hund zubewegt. Digit hat in strammer Leine verbellt. Daraufhin hat der Helfer sich scheinbar ängstlich entfernt und verschwand hinter dem Versteck und ich habe mit dem Hund ganz entspannt den Platz wieder verlassen. Das wurde so mehrfach gemacht, ungefähr alle vier Wochen mal. Ansonsten hatten wir keinen SD. Die letzten Male bekam er zum Schluss eine Beute (Welpenkissen) und durfte damit vom Platz.
Er war von Beginn an wenig beuteorientiert und wurde dann zunehmend auch außerhalb des Platzes schwierig mit Menschen. Also nicht so, dass er sich jetzt auf jeden stürzen würde, das nicht, aber er duldete keine Berührung von Fremden und ich kann ihn auch niemandem einfach so an die Hand geben. Ich habe das Helfertreiben dann abgestellt, zumal ich mich mit dieser Art der Arbeit auch nicht auskenne und das Gefühl hatte, dass ich nicht wirklich weiß, was ich tue und wie ich ohne Probleme gegensteuern kann.
Ich musste dann viel selbst machen, weil wir keinen Helfer hatten und wenn, dann nur jemanden, der selbst noch keine Erfahrung hatte, darum ist er jetzt sehr viel beuteorientierter und nun, da wir seit vier Wochen wieder jemanden haben, zeigt er eine gute Mischung (also für mich). Ich weiß einfach zu wenig über diese Art Ausbildung und weil es zur Zeit so wirklich super funktioniert, mache ich auch kein Helfertreiben mehr.
LG
Bine
DenniK,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183936#post183936 schrieb:dass es draussen nicht O.k ist, andere Leute zu fressen, aber auf dem Platz schon?
Auch auf dem Platz ist das unerwünscht.
Mit moderner SD Ausbildung hat das, was
du sagst, nichts zu tun und kann auch nicht das Ergebnis sein.
Hunde, die sich so verhalten, haben
diese Eigenschaft unabhängig von moderner Ausbildung. Wobei diese
aber, je nach Hunde helfen könnte, das unerwünschte Verhalten unter
Kontrolle zu kriegen.
Welche Erziehungsmethoden bei dem von
dir beschrieben Hund eingesetzt werden können und sollten, kommt
sehr auf den Hund an und den Halter an.
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=183938#post183938 schrieb:Ernsthaft immer im Sinne von intensiv.
Ok, aber das sagt leider immer noch nichts über die Art der
Konflikte aus.
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Für mich stellt das Helfertreiben eine Lösungsstrategie dar, in dem der Hund zum einem Situationsübersicht bekommen soll, zum anderen das Beißen eben nicht erste Option zur Konfliktbewätigung darstellt.
Habe ich einen Hund, der über innere Konflikte so gelagert ist, dass er alles Beißen will, dann würde ich mir tatsächlkch überlegen, ob ich den in den SD nehme. Ich als HF kann dann auch mal schnell Opfer von umgelenkten Verhalten werden, wird die Belastung oder der Frust zu hoch...
Denn das kann der Hund meines Wissens nicht steuern... Wie entgegne ich dem dann, wenn der Hund da die Kontrolle verliert? Noch mehr Konflikte rein?!
Ich habe kein Problem damit, wenn sich mein Hund von Menschen nicht anfassen lassen will. Dieser Hund wird
das auch nicht wollen, wenn ich nun kein Helfertreiben mache und nur Hasenjagen veranstalte.
Wenn ich das für bestimmte Situationen brauche, wie z.b. TA oder ähnliches, dann kann ich ihm schon vermitteln, dass es hier nicht um sein Leben geht.
Je nach Hund muss natürlich im Helfertreiben anders vorgegangen werden.
Aber am Ende sollte ein Hund stehen, der Selbstbewußtsein bekommt
und cooler wird, sich dem Figuranten quasi in den Weg stellt, ihn über sein Auftreten belastet.
Das ist keine Frage der Quantität.
Ich denke, dass man das im Helfertreiben steuern kann, wann ein bischen mehr, wann ein bischen weniger besser ist.
Einen Hund nur in Aufregung zu versetzen, das ist die kleinste Schwierigkeit. Aber mit der Aufregung umzugehen, dem HF noch zuhören zu können und über Ritualisierung dann Luft zu schaffen, das wäre für mich das Endziel.
Und dazu gehört auch sicher, wieviel Bindung und wechselseitige Empathie vorhanden ist.
Mein Hund sollte mir schon glauben, wenn ich sage, es passiert jetzt nichts, das darf in den Arbeiten nie in Frage gestellt werden.
Bine hat ja erfahren, dass ein einziger Moment ausreichen kann, um das Selbstbewustsein anzukratzen.
Wahrscheinlich war dieser Hund entsprechend noch nicht fertig in seiner Selbstüberzeugung, sonst hätte ihn dieses unerwartete Intro nicht so aus dem Gleichgewicht gebracht.
Gruß reinhard
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Hallo Reinhard,
es handelt sich hier um zwei verschiedene Hunde. Curt ist fast sieben und derjenige, mit dem ich das Problem habe, bis auf den Platz zukommen. Aber der ist dennoch ein "Netti" und hat überhaupt keine Probleme mit Menschen.
Digit ist zweieinhalb. Er ist, wie gesagt, ein Hund, der generell nicht so vertraulich mit Leuten ist. So war er von Anfang an und ich habe auch kein Problem damit. Er ist gewöhnlich neutral. Einzig wenn jemand ihm (oder auch mir) zu nahe kommt, dann zeigt er deutlich, dass ihm das nicht recht ist. Als junger Hund hat er dann auch schon mal den Arm desjenigen, von dem er sich bedrängt fühlte, in den Fang genommen, ohne wirklich zu beißen, allerdings mit der klaren Ankündigung was passieren könnte, wenn. Das wurde mit dem Helfertreiben eher schlimmer. Wie gesagt, das ist eine Form der Ausbildung, die neu für mich ist, ich kann auf keine Lösungswege für mich und den Hund zurückgreifen. Ich habe auch zum ersten Mal einen solchen Hund. Das ist dann etwas zu viel Neues und darum bin ich andere Wege gegangen, auf denen ich mich sicherer fühlte.
LG
Bine
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Hallo Bine,
war nur ein Beispiel...
Jedes Helfertreiben beginnt bei mir, dass der Hund aus einer neutralen Menschenmenge kommt, in die er hinterher auch wieder zurück kehrt.
Weiterhin möchte ich erreichen, dass der Figurant sich deutlich von einer Zivilperson unterscheidet, daher trägt der immer den Anzug. Ich möchte keine Verwechslung zum Richter oder Prüfungsleiter.
Und als letztes rede ich nicht während der Arbeit mit dem Figuranten, damit der Hund nicht denkt, Papi kennt ihn...
Das verhält sich anders bei Zivilisten oder Funktionären. Zu denen bin ich immer freundlich und offen. Ich erhoffe mir, das der der Hund besser zum Platz zu differenzieren lernt.
Gruß Reinhard
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Oh, ok, das macht Sinn. Auf Anzug achte ich eh immer - ich halte das für wichtig, damit keinerlei Verwirrung oder falsche Verknüpfungen beim Hund aufkommen. Aber Menschenmenge, ne, das war nicht. Wir sind auf den Platz gegangen und standen dort allein. Der Helfer kam immer aus einem Versteck, allerdings nicht immer aus demselben.
LG
Bine
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