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unruhe im schutzarm
Ich wage jetzt mal eine ganz blöde Frage: ich habe mir dieses Mentaltestvideo angesehen.....
Findet ihr nicht, dass der HF das Verhalten des Hundes durch sein eigenes teilweise forciert?
Selbst beim Loben spricht er den Hund sehr laut und mit energischer Stimme an (ich hoffe, es ist verständlich, was ich meine) und als der Hund nach der Hürde humpelt und die Umstehenden ihm raten, das nicht noch einmal zu machen...scheint ihm aber genau dieses extrem wichtig zu sein. Als wenn der Hund sich bloß keine Schwäche erlauben dürfe. Beim Loben nach dem Brett ziemlich zu Anfang zieht er den Hund trieblich hoch, als solle dieser eine Einschränkung überbrücken beim nächsten Mal.

Und das bei dem Typ Hund; in manchen Sequenzen sehe ich einfach nur einen überforderten Hund, der nicht aus Sicherheit heraus einige Verhaltensweisen zeigt, sondern aus nervlicher Unsicherheit und das dann in angeblichen "Trieb" umsetzt.
Vielleicht hat das ja auch schon jemand so gepostet...sorry, habe nicht alle Antworten gelesen.
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154268#post154268' schrieb:also mit dem beute schenken und sie machen lassen werde ich mal probieren...

und auch das ignorieren der unruhe im arm, bestätigen wenn sie ruhig ist...

also wir haben das gestern probiert !
sie hat sehr schnell kapiert das wenn sie ruhe im arm macht sie die beute zur freien verfügung hat. aber man hat richtig gesehen wie schwer es ihr fällt die impulskontrolle zu machen !
da zucken die nerven wie wenn ein schwein nach dem schlachten die letzten zuckungen macht, wahnsinn........

ich habe sie allerdings unterstützt um zu kapieren das sie ruhe machen soll um zum erfolg zu kommen !
aber dann durfte sie mit der beute machen was sie wollte. und da sieht man was sie will, wo ihr fokus liegt, "TÖTEN" :whistling:
die ballert auf dem ding rum als ob es die letzte antilope in der sahara wäre und es gilt die unbedingt zur strecke zu bringen weil man sonst verhungert Big Grin
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
zwei fragen:

1. wie muß ich mir deine unterstützung vorstellen?
2. rennt der hund erstmal mit der beute, und beschäftigt sich dann in der von dir beschriebenen weise, oder zeigt sie dieses verhalten sofort?
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154355#post154355' schrieb:aber man hat richtig gesehen wie schwer es ihr fällt die impulskontrolle zu machen!
mit verlaub, an dieser stelle findet soweiso keine impulskontrolle statt, da hat sie ja schon das objekt der begierde. hier wird einfach nur lernverhalten abgespult, reiz und reaktion. die verbindung von reiz und reaktion nennt man reflex, in diesem falle ist es ein erlernter, bedingter reflex der dann das jeweilige verhalten produziert. klassische konditionierung

redtool,'index.php?page=Thread&postID=154355#post154355' schrieb:ich habe sie allerdings unterstützt um zu kapieren das sie ruhe machen soll um zum erfolg zu kommen !
thomas, ich denke du bist weit davon entfernt eine stütze für deinen hund zu sein. das meine ich völlig wertfrei. alle video zeigen einfach das dein hund in dir genauso einen gegner sieht wie in dem helfer, oder der beute.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=154355#post154355' schrieb:die ballert auf dem ding rum als ob es die letzte antilope in der sahara wäre und es gilt die unbedingt zur strecke zu bringen weil man sonst verhungert
jep, und dein hund hungert (LOL) nach klaren bildern und einem weg aus dem tal der tränen.

ich habe mal das video von dir mit ein paar kommentaren versehen. was man dort beim mentaltest sieht, wird garantiert auch beim training immer wieder passieren, nämlich das bestärken von unerwünschten aktivitäten.

es scheint mir deutlich zu sein das die hündin sich sehr gerne und auch ausgiebig mit der beute beschäftigen kann, in dem bereich gibt es intensive aktivitäten. kein grund also dort das training anzusetzen, es ist ja alles da.

ganz anders im bereich der auseinandersetzung mit einem helfer oder gegner, besonders wenn keine offensichtliche beute im spiel ist. hier gibt es also defizite, hier muss der hund in seinem handeln bestärkt werden, ....und das ist doch völlig einfach!!

binde den hund wie im test an einen baum. ein helfer nähert sich ohne beute, aktives verhalten der hündin wird dadurch bestärkt das der helfer verschwindet. nach dem die hündin den helfer 4 mal vertrieben hat, nimmt er sich einen hetz arm. nähert sich auf die selbe art und weise. die hündin macht das was kurz zuvor erfolgreich war, sie wird aktiv, nun gehst du hin, machst sie von der leine und sie knallt in den arm, der ihr sofort überlassen wird. that's it. du solltest die hündin nicht gleich rufen, ich denke sie wird dir folgen einfach nur deswegen weil du irgendwo hingehst.

die hündin wird so 4x mal darin bestärkt sich einem gegner zu erwehren, und bekommt einmal zum schluß die beute. 4 wochen lang, 2x die woche mit jeweils 2 session pro trainings tag, das sind 16 sessions, strukturiert und nachvollziehbar für den hund.

[video]http://www.youtube.com/watch?v=RteXMzzFn0A[/video]
@ Detlef,

Top! Unabhängig jetzt deines Vorschlages zur weiteren Vorgehensweise sehe ich die Interpretation des gesehenen aus Sicht des Hundes genauso! Wobei ich nicht weiß, wie erwartet wird, daß der Hund sich vor dem Mann mit dem Karton verhalten soll?! Zu Anhang finde ich sie neutral. Ich persönlich sehe da halt wieder einen Zivilisten, der auch von dpd sein kann. Ich denke, mein Hund würde zu Anfang ähnlich reagieren. Sie ist einfach defensiv und stellt die Distanz wieder her.

Sie zeigte sich schon so von den Kartons beeindruckt. Gleiches gilt für den klapperstock.

Aber ganz richtig ist, daß sie in diesem Zustand, wo sie die Übersicht verliert, bestätigt wird.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154355#post154355' schrieb:die ballert auf dem ding rum als ob es die letzte antilope in der sahara wäre und es gilt die unbedingt zur strecke zu bringen weil man sonst verhungert Big Grin
hallo thomas
ich nehme mal an das sie dieses verhalten einsetzt weil sie direkt oder indirekt gelernt hat das es ihr erfolg bringt.
nimm z.b einen welpen ca. 7 - 8 wochen alt und mach mit einem fetzen beißspiele mit ihm, und lass ihm erstmals gewinnen wenn er gerade griff umsetzt, du wirst sehen das zweite mal wird die zeit das er griff umsetzt um einiges kürzer sein, und das dritte mal setzt er dieses verhalten gezielt ein um zum erfolg zu kommen.
so oder so ähnlich stell ich es mir halt mit deiner hündin vor, und rechne mal selbst hoch wie oft sie erfolg damit hatte?
ich glaube auch nicht das du mit "normalen"mitteln da wirklich weder rauskommst. das einzige was meiner meinung nach helfen könnte ist. die hündin jedesmal über den helfer so schwer zu beeindrucken wenn sie dieses verhalten zeigt das sie das beißen einstellt, und das beißen völlig neu aufbaust. sollte es erfolg haben hast du aber trotzdem ein leben lang eine baustelle, das heißt drei monate trainieren und dann hält es vielleicht für 1-2 starts und dann bist du wieder am trainieren. setzt aber voraus das du einen helfer hast der das im kleinen finger hat, ansonsten brauchst du gar nicht damit anfangen. und ob es die sache wirkich wert ist bezweifle ich stark.

gruß ossi
ps: ich hoffe das ich völlig falsch liege
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154364#post154364' schrieb:Sie zeigte sich schon so von den Kartons beeindruckt. Gleiches gilt für den klapperstock.
jep, dort gibt es die defizite, ist eine beute im spiel scheint sie doch sehr aktiv, also würde ich das trainieren was fehlt. das führt übrigens in der folge auch zu einem besseren, deutlicheren beute machen.

Oswald Stanka,'index.php?page=Thread&postID=154365#post154365' schrieb:das einzige was meiner meinung nach helfen könnte ist. die hündin jedesmal über den helfer so schwer zu beeindrucken wenn sie dieses verhalten zeigt das sie das beißen einstellt, und das beißen völlig neu aufbaust.
hallo ossi, das sehe ich auch so, allerdings um überhaupt eine chance zu haben muss die hündin erstmal in den aggressionsbereichen (ohne beute) gelernt haben zu gewinnen, sich zu behaupten. hat sie hier ausreichend gute lernerfahrungen gemacht, könnte ein guter helfer sie so belasten das sie eigentlich schon im meiden ist um dann doch noch anzugreifen und zu gewinnen. schwierige geschichte.
Aber dann bewegst du dich im Wehrbereich...

Da würden sich dann sich noch ganz andere Baustellen auftun, wie umgelenktes Verhalten, daß der Hund im Meiden über das Beißen auch in anderer Richtung lößt

....

Dann lieber Privatier?!

Besser der andere Weg. Selbstbewußtsein statt Sorgen
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154358#post154358' schrieb:zwei fragen:

1. wie muß ich mir deine unterstützung vorstellen?
2. rennt der hund erstmal mit der beute, und beschäftigt sich dann in der von dir beschriebenen weise, oder zeigt sie dieses verhalten sofort?

sie kennt das kommando "ruhig" und ich habe sie damit unterstützt was sie gut angenommen hat...
nein nix rumrennen, sofort an ort und stellen massakrieren :whistling:
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154369#post154369' schrieb:Aber dann bewegst du dich im Wehrbereich...
nein reinhard, das spielt sich alles im bereich meiden ab, da geht es nicht ums wehren, der hund meidet dann die belastung in richtung beute. ich habe das oft genug bei der polizei hundeausbildung machen müssen. diese hunde haben nicht die genetik sich wehrhaft zu wehren.


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