Beiträge: 230
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2008
Sören,'index.php?page=Thread&postID=154012#post154012' schrieb:Die Frage ist eben, und da hat Heinz Recht, kann man das über ein Video "zurechtrücken" und vor allem: Kann das der vorhandene Helfer? Denn die Klärung der Bereiche ist zu 90% Helferarbeit und das muss "aus dem Buch heraus" passieren. Hallo Sören,
ein kleiner Vertipper, der aber eine ganz gute Doppeldeutigkeit ins Spiel bringt. Natürlich muss das der Helfer gut und spontan aus dem BAUCH heraus klären. Gleichzeitig fehlt aber vielen (nicht nur Helfern) die theoretische Grundlage um überhaupt den Masterplan zu haben, zu wissen wohin die Reise gehen soll. Und ein gutes BUCH dazu ist mir zumindest leider nicht bekannt.
Fazit: Das mit dem Buch, dem Masterplan, kann man sich aneignen. Das Bauchgefühl jedoch kann maximal sensibilisiert werden, muss aber grundsätzlich angeboren sein.
Gruß
Peter
Beiträge: 2.439
Themen: 39
Registriert seit: Sep 2006
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154011#post154011' schrieb:aber in einer von einem sehr guten ausbilder mal als "pseudo-aggression" beschriebenen variante. sprich er legt da frust, verlegenheit, unsicherheit in ein verhalten was keine echte aggression ist. egal,wer das gesagt hat,es gefällt mir nicht.
Egal ob Aggression aus dem bereich Beuteverteidigung oder dem Sozialen Bereich Resourcensicherung oder aus dem Bereich Konfliktlösung entsteht,es ist immer für den Hund eine passend erscheinende Möglichkeit,seine Situation zu verändern.
Ins Gesamtbild könnte halt passen,das du einen Hund in Aggressionsstimmung kaum durch Beuteanbieten umlenken kannst.
Ich habe nach all dem lesen immer mehr das Gefühl,das ihr richtige Ansätze einfach nicht konsequent und energisch durchgesetzt habt.
Bei all dem muß eine Lösung sein,auch wenn sie vielleicht nicht zu 100%tigem Verhalten führt.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Beiträge: 1.528
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2006
Sören,'index.php?page=Thread&postID=154012#post154012' schrieb:Denn die Klärung der Bereiche ist zu 90% Helferarbeit und das muss "aus dem Buch heraus" passieren. Für mich vollzieht sich die Ausbildung zu 90% über den Hundeführer. Der Helfer hat doch eigentlich nur 3 Dinge zu tun. Angreifen, wegrennen, stehen. Die Intention der Ausbildung, wie Peter sagt, der Masterplan, setzt hier für die Rahmenbedingungen. Das Handling und die Kommunikation zwischen Hund und HF sind dabei sehr vordergründig.
Beiträge: 1.528
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2006
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154011#post154011' schrieb:sprich er legt da frust, verlegenheit, unsicherheit in ein verhalten was keine echte aggression ist. Und genau das muss und kann ein Hund lernen, wenn er die Gelegenheit dazu bekommt. Echte Aggression.
Beiträge: 1.526
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2007
redtool,'index.php?page=Thread&postID=153967#post153967' schrieb:Sören,'index.php?page=Thread&postID=153965#post153965' schrieb:Wie alt ist denn der Hund und wie reagiert er auf Arbeit in der Aggression? Habe ihr schonmal versucht ihn im Aggressionsbereich "auf zu machen", so dass er da mal toben kann? Wenn man immer versucht die Aggression über die Beute zu "deckeln", brennen da auch irgendwann die Sicherungen durch.
Viele Grüße
Sören
der hund ist jetzt 2 1/2. auf aggression reagiert er mit druck machen, aber beutedruck (frust endlich an seine beute zu kommen)... wird die aggression zu viel, mußten wir bei einem helfer leider auch mal erfahren, knickt er weg und hat keinen bock mehr... redtool,'index.php?page=Thread&postID=154011#post154011' schrieb:allerdings ist der hund nicht sehr auf aggression gespult. er dreht zwar hoch wenn ihm aggression entgegengesetzt wird, aber in einer von einem sehr guten ausbilder mal als "pseudo-aggression" beschriebenen variante. sprich er legt da frust, verlegenheit, unsicherheit in ein verhalten was keine echte aggression ist. ich glaube auch das er das garnicht will, ist nicht seine welt.........
dann frage ich mich, warum man dann einen weg versuchen sollte, wo der hund schon mal und wohl mehrfach mit meidung beantwortet hat?? liegt dort nicht die gefahr, daß der hund beim "aufmachen" dann nicht tatsächlich ins wehren geht, also aus einer defensive raus reagiert?
wenn dem, wie peter geschrieben hat, dann kein perfekter "masterplan" unterliegt, der alle wenns und abers berücksichtigt, dann wäre mir die gefahr zu groß, daß der hund ganz weg klappt.
der hund zeigt ja deutlich vorzüge, die thommy ja schon bei dem hund als sehr gut herausgestellt hat.weiterhin ist dieser hund doch schon vom helfer für den ruhigen griff disziplinieret worden und soll mit dieser lernerfahrung trotzdem gegen diesen jetzt gehen?
ein erfahrener ausbilder, also jemand, dem thommy ja schon kompetenz zuspricht, der den hund auch schon live gesehen hat, stellt hier diese diagnose "pseudo-aggression". wie würde denn der da ran gehen? kompetenz liegt ja nicht nur in der analyse, sondern auch in einem lösungsansatz. hat der auch zum "aufmachen" geraten?
ich persönlich würde mir z.b. auch mal infos über geschwister und eltern einholen, um zu sehen, ob es dort parallelen gibt und wie die damit umgegangen sind.
ich persönlich finde diese nadel der lösung ist echt heiß gestrickt und hätte eher sorge, daß das ganze total nach hinten los geht.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
Beiträge: 646
Themen: 29
Registriert seit: Dec 2007
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154018#post154018' schrieb:dann frage ich mich, warum man dann einen weg versuchen sollte, wo der hund schon mal und wohl mehrfach mit meidung beantwortet hat?? liegt dort nicht die gefahr, daß der hund beim "aufmachen" dann nicht tatsächlich ins wehren geht, also aus einer defensive raus reagiert?
reinhard, wir werden den hund nicht spontan in mehr aggression ziehen als er es bislang gewohnt war von sich aus bereitwillig zu zeigen !
diese geschichte hatte ich schonmal, und wenn ich da nochmal ran gehe nur mit entsprechender vorbereitung.......
ich will heute erstmal probieren das der hund sich mal richtig austoben kann. pfahl, aktion vom helfer bis er richtig ausgepowert ist. zusätzlich frust durch wenige anbisse. und schauen ob im verlauf des ganzen seine griffe ruhiger und die lautstärke im arm weniger wird. dann weiß ich schonmal das es daran auch liegt das der hund probleme hat seine hyperaktivität in das von uns gewünschte verhalten zu kanalisieren..........
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154018#post154018' schrieb:ein erfahrener ausbilder, also jemand, dem thommy ja schon kompetenz zuspricht, der den hund auch schon live gesehen hat, stellt hier diese diagnose "pseudo-aggression". wie würde denn der da ran gehen? kompetenz liegt ja nicht nur in der analyse, sondern auch in einem lösungsansatz. hat der auch zum "aufmachen" geraten?
darüber ist zu diesem zeitpunkt leider nicht gesprochen worden, stand nicht direkt zur debatte damals....
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
Beiträge: 1.528
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2006
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154020#post154020' schrieb:dann weiß ich schonmal das es daran auch liegt das der hund probleme hat seine hyperaktivität in das von uns gewünschte verhalten zu kanalisieren Das scheint mir jetzt schon klar zu sein!
Konfliktmanagement: Hyperaktiv oder Meiden
Laut deiner Aussagen hat er beides schon gezeigt. Eine dritte Möglichkeit für den Hund Konflikte zu managen ist es Lernverhalten abzuspulen, dazu musser er erstens gelernt haben und zweitens genügend oft positiv bestärkt worden sein.
Beiträge: 1.526
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2007
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154011#post154011' schrieb:reinhard, wir werden den hund nicht spontan in mehr aggression ziehen als er es bislang gewohnt war von sich aus bereitwillig zu zeigen !
diese geschichte hatte ich schonmal, und wenn ich da nochmal ran gehe nur mit entsprechender vorbereitung.......
ich will heute erstmal probieren das der hund sich mal richtig austoben kann. pfahl, aktion vom helfer bis er richtig ausgepowert ist. zusätzlich frust durch wenige anbisse. und schauen ob im verlauf des ganzen seine griffe ruhiger und die lautstärke im arm weniger wird. dann weiß ich schonmal das es daran auch liegt das der hund probleme hat seine hyperaktivität in das von uns gewünschte verhalten zu kanalisieren..........
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154018#post154018' schrieb:ein erfahrener ausbilder, also jemand, dem thommy ja schon kompetenz zuspricht, der den hund auch schon live gesehen hat, stellt hier diese diagnose "pseudo-aggression". wie würde denn der da ran gehen? kompetenz liegt ja nicht nur in der analyse, sondern auch in einem lösungsansatz. hat der auch zum "aufmachen" geraten?
darüber ist zu diesem zeitpunkt leider nicht gesprochen worden, stand nicht direkt zur debatte damals....
das finde ich sehr schade, denn du stellst ja seine definition über hier rein.
die arbeit am pfahl wird sicher auch eines bewirken: ermüdung. ich frage mich, wie man erkennen will, ob die griffruhe dann tatsächlich aus der klärung eines konfliktes resultiert oder eher aus konditionsproblemen.
mag sein, daß der hund sich in der aggression vielleicht nicht so wohl fühlt... und, da bin ich ganz bei detlef, vielleicht ist der hund in der beutearbeit viel belasteter, als man meint, und darüber die beute auch weniger beute als eher ein teil des helfers, dementsprechend auch belastet. und dort setzt er dann alle energien rein, da er sich vom helfer ab späteren zeitpunkt sogar hat disziplinieren lassen müssen.
dafür spricht für mich auch, daß er scheinbar dem aufbau nach gerne und sehr gut über den hf arbeitet, also sich sicher fühlt. aber in eigenentscheidung am helfer hoch fährt... ist das tatsächlich dann ein wirkliches produkt von beutelastigkeit oder eher überforderung.
das ist das, was mir kopf macht...
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
Beiträge: 2.439
Themen: 39
Registriert seit: Sep 2006
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=154015#post154015' schrieb:Für mich vollzieht sich die Ausbildung zu 90% über den Hundeführer. Der Helfer hat doch eigentlich nur 3 Dinge zu tun. Angreifen, wegrennen, stehen. Detlef,das Problem ist doch,das hier ein Problem besteht,das man von irgendeiner Seite regeln muß,und wenn der HF es bisher nicht geschafft hat,so muß das der HL tun.
Hier gehts doch nicht mehr um ausbilden,sondern um lernen...Vorteile>Nachteile,für manchen Hundetyp sind Helfereinwirkungen besser zu verarbeiten als die vom HF.
Hier ist dem Hund ein Spiel ohne Regeln beigebracht worden...und jetzt müssen mal Regeln aufgestellt werden,egal von wem,nur nicht vom Hund,das ist für mich der Kern des Problems.
Ich hab selbst so was Zuhause,und glaub mir,ich war von Anfang an bewusst,was ich machen muß,und trotzdem ist es unglaublich schwer,mit so einem Nervenkasper umzugehen und kein unbewussten Fehler zu machen.
Und unterm Strich bleibt immer eins......hört der Hund mir zu oder ist er im Kopf was weiß ich wo,bei dem Hundetyp der einzig springende Punkt.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Beiträge: 1.528
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2006
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=154027#post154027' schrieb:Und unterm Strich bleibt immer eins......hört der Hund mir zu oder ist er im Kopf was weiß ich wo,bei dem Hundetyp der einzig springende Punkt. nicht nur bei diesem hunde typ, ich gehe soweit zu sagen bei jedem hunde typ! nichts desto trotz, der hund wird seinem HF nicht besser zuhören wenn ein helfer das regelt, mal von den daraus resultierenden folge problemen ganz abgesehen.
die problematik die thomas beschreibt, ist doch ein spiegelbild dessen was sich so überwiegender weise auf den hundeplätzen abspielt, ist ja auch kein problem, wenn es nicht die hunde ausbaden müßten.
für mich ergeben sich gewisse zusammenhänge zwischen problemen die besonders im schutzdienst auftreten, und den über die jahre üblichen und etablierten methoden die zur anwendung kommen. es ist schon ein paradoxon, das gerade das trieb machen von vorne (aus der richtung des helfers) dazu führt das die hunde sich gut und intensiv zeigen, das was jeder so gerne in seinem hund sieht, und auf der anderen seite führt dann genau das dazu das sich hunde gedanklich verselbstständigen, der hundeführer wird nur noch eine randfigur die allenfalls stört. spätestens wenn es dann richtung prüfung geht muss sich der hundeführer gehör verschaffen, und das weiß ja wohl jeder was dann passiert.
alle über die jahrzente erworbenen kenntnisse der ausbildung mit dem hund haben seine berechtigung, sind gut anzuwenden, nur das wann und warum, das was einen masterplan ausmacht, sollte neu überdenkt werden.
|