Hallo Ellen,
der Hund muss aber auch später nicht zwingend die Tappen absuchen, es reicht ja wenn er zwischen den Tappen der Spur folgt.
Um eine Änderung des Geruchsfelds wahr zu nehmen braucht Hund nicht den Kopf zu bewegen, sondern wenn er ruhig und konzentriert
sucht braucht der Hund das Pendeln nicht. Es gibt halt Experten, die die Auffassung vertreten, dass dieses Pendeln Energie und Konzentration kostet (gerade bei längeren Fährten wie FH1 und FH2).
Deswegen bieten diese ihren Hunden einspuriges Suchen an, bis diese in der Lage sind ein FH2 Suchbild (Länge, Gegenstände und spitze Winkel, Bögen) abzusuchen
und zeigen ihnen erst dann "normale" Schrittbilder. Daher wird der so ausgebildete Hund später eben nicht pendeln, sondern gerade zwischen den Tappen die Fährte absuchen.
Die ganze Angelegenheit hilft dem Hund natürlich auch beim Lernen, weil das Geruchsfeld zunächst keine Abrisse hat und der Hund damit nicht zu allen anderen Schwierigkeiten Gegenstände, Winkel) noch zusätzliche Probleme bekommt. Die "natürlichen" Schrittbilder sind je nach Leger sehr unterschiedlich, wenn man da nicht sehr aufpasst, kann man leicht den noch nicht sicheren Hund überfordern.
Bei einer Kreisfährte hast du ja am Anfang ständig wechselnde Verhältnisse bezüglich Licht, Windrichtung und Orientierung zum Fährtengelände, da hat der unerfahrene Hund schon genug zu tun auf der Fährte zu bleiben.
Nur eine von vielen anderen Möglichkeiten. :cheers:
lG Uwe
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Hallo Uwe,
vielen Dank. Das ist für mich eine neue Sichtweise, man lernt ja gerne immer noch dazu. Ich werde es mal in unserer Fährtengruppe einbringen.
LG
Ellen
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Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=146788#post146788' schrieb:Hallo Ellen,
der Hund muss aber auch später nicht zwingend die Tappen absuchen, es reicht ja wenn er zwischen den Tappen der Spur folgt.
Um eine Änderung des Geruchsfelds wahr zu nehmen braucht Hund nicht den Kopf zu bewegen, sondern wenn er ruhig und konzentriert
sucht braucht der Hund das Pendeln nicht. Es gibt halt Experten, die die Auffassung vertreten, dass dieses Pendeln Energie und Konzentration kostet (gerade bei längeren Fährten wie FH1 und FH2).
Ich halte das bei starkem Seitenwind für sehr gefährlich.
Ich bin schon einige Prüfungen bei sturmartigem Wind gelaufen, wenn ein Hund da nicht mit der Nase in die Tritte geht und der Wind von der falschen Seite kommt, halte ich die Gefahr für sehr groß daß so ein Hund mal einen GS überlauft der auf der "Lee-Seite" liegt.
Generell pflichte ich Dir aber bei was die einspurige Fährte für Junghunde angeht, auch ich bin davon überzeugt, aber spätestens nach der FPr1 / VPG1 lernen meine Hunde die versetzten Tritte kennen und bislang hat sich dann das Pendeln von alleine eingestellt.
Gruß Bettina
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Hallo zusammen,
vielen Dank für euere vielen Ideen!!!
Also, Detlef, was du geschrieben hast, leuchtet mir ein. Also habe ich auch gleich versucht dieses umzusetzen.
Mein Hund ist sehr triebig und zieht wie ein Trecker. Ich habe in letzter Zeit nur das Gehen zum Fährtenschild geübt.
So, jetzt habe ich ein Quadrat getreten, ohne Futter. Mit dem Hund hin und such gesagt. Klappt, die Nase geht runter
hin und her. Also habe ich unauffällig hier und da ein trockenes Leckerchen hinter dem Hund auf die Fährte fallen lassen
und gelobt, wenn er es fand. Am nächsten Tag das Gleiche. Aber (!) mein Hund hatte schon kapiert, wo die Leckerchen
herkommen. Kopf runter, suchen, Kopf hoch, wo bleibt die Belohnung? Ich denke, da muss ich aufpassen, dass da nicht
Jemand schlauer wird, als ich.
Ellen, das mit den Futterdepots / Dosen denke ich, klappt nicht, weil er dann wieder über die Fährte rast, bis zu
der Stelle, wo das Futter ist! Deshalb habe ich ja soviele Leckerchen genommen, weil der Hund beim Schild schon ausflippt
und wie bescheuert losrast!
Dann sagtet ihr noch, der Hund soll satt sein!? Gibt es so etwas bei eueren Hunden? Dann ist meiner einfach nur verfressen.
Also, ich versuch' das noch ein paar Mal so wie Detlef es schrieb. Und dann melde ich mich am Wochenende noch einmal....
Danke, erst einmal.
Gruß Tim
Hallo Bettina,
wenn der Fährtenleger gemäß IPO - "Die Gegenstände müssen aus der Bewegung auf die Fährte gelegt werden" - handelt,
kann der Gegenstand eigentlich nie in einem Fussabdruck liegen. Der wird eher zwischen 2 Tappsen in der Mitte liegen, je nach Schrittlänge, Größe und Legetechnik näher oder ferner von
einem Fussabdruck.
Ich glaube nicht, dass diese massive Störung des Geruchsfeldes (Gegenstand mit Individualgeruch vom FL) vom Hund in dem von dir geschilderten Fall nicht wahr genommen werden kann.
Ich glaube sogar, dass die Hunde die so Tappse für Tappse suchen eher die Augen zur Hilfe nehmen, als sich auf die Nase zu verlassen.
Ein Hund der gleichmäßig langsam und konzentriert sucht wird dann ggf. sich bei solchen Witterungsbedingungen an solchen Stellen vergewissern und trotzdem sicher verweisen.
Uwe
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CLOCK,'index.php?page=Thread&postID=146793#post146793' schrieb:Kopf runter, suchen, Kopf hoch, wo bleibt die Belohnung? Ich denke, da muss ich aufpassen, dass da nicht Jemand schlauer wird, als ich. absolut tim, das hast du sehr richtig erkannt, da muß man extrem aufpassen. der abtritt kann ja ruhig größer sein, darüber hinaus darf man den hund auch "NICHT" daran hindern sich aus dem abtritt zu begeben, es wäre sogar gut, kann er dann doch auch gleichzeitig eine differnzierung herstellen.
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Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=146780#post146780' schrieb:aber letztendlich bleibt doch das Futtersuchen die Motivation, auch wenn man die Belohnung (Futter) nicht mehr in jedem Tritt gibt, sondern später erst an den Gegenständen und am Ende der Fährte. hallo uwe, die motivation für einen hund ist es doch eigentlich in erster linie erfolgreich zu sein. ob er das nun ist weil er futter findet, einen ball, rauschgit oder sprengstoff usw usw spielt keine rolle. er muß nur wissen wie er erfolgreich sein kann, und das muß man dem hund lernen. es geht also letztendlich doch darum einen handlungsauslösenden reiz zu konditionieren. meistens passiert das bei der arbeit mit futter ganz von alleine, manchmal aber auch nicht, so wie evt bei "tim's" beispiel oder dem typ hund den Bettina beschrieben hat. mann kann also unterscheiden zwischen dem lernen von handlungsauslösenden reizen und dem lernen von verhalten. beides steht natürlich in abhängigkeit zueinander.
Hallo Detlef,
stimme dir ohne Abstriche zu.
Jedoch und das scheint mir auch bei Tim's Hund das Problem zu sein braucht man zum Lernen
eine "Triebstimmung" des Hundes, die ein Lernen erst erlaubt.
Da muss man sich in A bei einem sehr triebvollen Hund
von Anfang an Gedanken machen. Wenn der Weg das Ziel wird, z.B. in dem man den Hund mit (vielleicht sogar hochwertigerem Futter) in der Hand ruhiger zum Abgang führen kann
oder man das Abgangsschild erst einmal weg lässt oder weniger oder gar kein Futter an den Abgang legt. Geraden sind am Anfang der Ausbildung absolut tödlich
in einer Kreisfährte oder Schlangenlinie bremst er sich selber aus und Anfang und Ende dürfen für den Hund nicht so dominant sein.
Ich würde an Tim's Stelle auf jeden Fall mit einem in der Fährte erfahrenen HF zusammen Fährten gehen. Das was Ellen und Bettina beschrieben haben ist auch gut,
nämlich einfach Geduld haben und auch nicht auf den Hund einreden, sondern wenn er stürmt oder etwas anderes machen will, einfach stehen bleiben, den Hund mit der Leine sperren und warten, irgendwann
wird der Hund ein gewünschtes Verhalten anbieten, das Bestätigen und dann erst geht es weiter. Also von Anfang an den Hund Probleme selber lösen lassen. Negative Emotionen sollte man in der Fährte nicht zeigen, sondern absolute Ruhe und innere Ausgeglichenheit des HF ist angesagt.
Böttgergeschirr oder Leine hinten durch die Beine hilft auch dabei, manchmal auch eine 2. Person an der Leine während der HF dem Hund vorne Ruhe vermittelt.
Gruß Uwe
P.S. Der Sinn des Fährtens für den Hund im IPO Bereich ist doch dann am Ende die Gegenstände suchen und finden zu wollen.
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Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=146798#post146798' schrieb:Jedoch und das scheint mir auch bei Tim's Hund das Problem zu sein braucht man zum Lernen eine "Triebstimmung" des Hundes, die ein Lernen erst erlaubt. hallo uwe, das ist ja sonnenklar, deswegen habe ich ja auch in meinem ersten beitrag zu diesem thema folgendes geschrieben:
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=146690#post146690' schrieb:Durch die Kopplung von dem (anfänglich) neutralen Reiz (Bodenverletzung) mit einem unbedingten Reiz (Futter) wird die Bodenverletzung zum konditionierten Reiz und erzeugt einen bedingten (erlernten) Reflex, die entsprechende Triebstimmung um zu suchen. darüber hinaus gibt es noch viele andere hinweisreize (fährtenacker, suchgeschirr, lange leine, fährtenansatzschild usw) die dafür sorgen das der hund eine für das lernen optimale grundstimmung oder motivation bekommt. der für mich aber wesentliche reiz ist die bodenverletzung, weil sie ja tragendes element der fährtenarbeit ist.
auch auf der fährte steht das instinktverhalten in konkurenz zu dem lehrnverhalten. wie heißt es so schön, ..... trieb macht blöd!
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Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=146795#post146795' schrieb:CLOCK,'index.php?page=Thread&postID=146793#post146793' schrieb:Kopf runter, suchen, Kopf hoch, wo bleibt die Belohnung? Ich denke, da muss ich aufpassen, dass da nicht Jemand schlauer wird, als ich. absolut tim, das hast du sehr richtig erkannt, da muß man extrem aufpassen. der abtritt kann ja ruhig größer sein, darüber hinaus darf man den hund auch "NICHT" daran hindern sich aus dem abtritt zu begeben, es wäre sogar gut, kann er dann doch auch gleichzeitig eine differnzierung herstellen.
Moin,
ja wenn der Hund dich erst mal durchschaut hat.....
Meine Tochter wollte meiner Hündin mal beibringen,
beim Essen (uns) nicht zu betteln. Also, sagte sie im
Platz 'Down' + zeigte mit der flachen Hand nach unten.
Lag der Kopf zwischen den Pfoten, gab es ein Leckerchen.
Klappte sehr schnell! Ein paar Tage später hatten wir einen
'Zirkusclown': Platz, Kopf runter, wo bleibt mein Leckerchen?
Kopf hoch, Kopf runter, jaul, wo bleibt das Leckerchen? ......
Hat eine Woche gedauert, dann hatten wir wieder Ruhe.
Aber da kann man sehen, was passieren kann. Besonders
wenn man einen Hund hat, der durch Shappen alles durch-
probiert.
Also, paß auf, dass dein Hund dich nicht durchschaut, er
darf nicht merken, dass du die Leckerchen hinschmeißt!!!
Gruß, Gaby.
Behandele einen Stein wie eine Pflanze,
eine Pflanze wie ein Tier und
ein Tier wie einen Menschen!
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