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praktische trainings beispiele zur verhaltensmodifikation
#31
bellamona,'index.php?page=Thread&postID=154257#post154257' schrieb:
lusna,'index.php?page=Thread&postID=154254#post154254' schrieb:ich weiss nicht, ob ich es richtig sehe, aber der hund wird hier doch wohl eben nicht (mehr) aktiv durch den hundeführer in die position platz gebracht, sondern macht dies von allein
In der Regel wird der HF den Hund aktiv ins Platz bringen müssen. Ich finde es jedenfalls sehr wichtig, dass der Hund bei Ruhigstellung des Helfers konzentriert und aufmerksam bannt und gegebenenfalls bei Signal des Hundeführers nach vorne geht!
Fred

nein - das muss der hundführer in der regel eben nicht! den hund aktiv ins platz bringen.

er muss es dann nicht, wenn der hund gelernt hat, nur in bestimmten bildern ist aktion von ihm gefragt und ansonsten eben nicht. dann wird der hund von alleine ruhig sein.

ein beispiel hierzu aus meiner trainingspraxis:
mit Ziggy hatte ich einen recht nervigen hund (mit dem ich am anfang den falschen weg gegangen bin). der konnte zeitweise überhaupt nicht mehr beissen, so hochgedreht war er.

wir haben dann (und das war reiner zufall) einen helfer gefunden, der rein über ruhe arbeitete. Ziggy lernte über bestimmte verhaltensweisen - und die bedeuteten eben konzentration und sich selbst beherrschen - die situation in seinem sinne zu beeinflussen. sprich er kam so an sein ziel.

als der helfer das erste mal etwas in richtung lange flucht machte, war dies mir gegenüber nicht angekündigt (aber vollkommen okay und passend).
der hund sass frei neben mir. der helfer nahm nach der vorherigen aktion ruhig den arm in unserer nähe auf. lief dann langsam und ohne anspannung von uns weg. mein hund lupfte leicht den hintern um ihn aber wieder zum boden zu bewegen während er gespannt den von uns weglaufenden (entspannten) helfer beobachtete.
der helfer drehte sich dann zu uns - blieb aber in entspannter körperhaltung - die spannung im hund nahm zwar zu, er hielt aber (und das alles ohne hörzeichen von mir) die position.
bis der helfer die körperspannung veränderte, den arm hochnahm und gleichzeitig vertreibungslaute von sich gab.
mein hund startete durch und setzte einen guten griff.

das war der erste lange (okay etwas kürzere) gang seines lebens.

und ich musste überhaupt nicht aktiv werden, weil die bilder in dem hund vorhanden waren und er in der lage war po-entsprechend zu reagieren.
konzentriert - gespannt - ohne hektik - aber sehr intensiv.

lg l.
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#32
Entschuldigung...ich habe das hier im falschen Thread gepostet. Ich korrigiere es und setze es richtig online.
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#33
lusna,'index.php?page=Thread&postID=154269#post154269' schrieb:nein - das muss der hundführer in der regel eben nicht! den hund aktiv ins platz bringen.
ist absolut richtig, es geht hier nicht um PO relevantes Training. Aber die Frage ist doch erlaubt, was macht ein Hund wenn er auf einen herankommenden bedrohenden Helfer aggressiv reagiert und der Helfer dann beeindruckt stehen bleibt? Soll er stehen bleiben, soll er sich setzen oder was?

Fred
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#34
sorry, aber die trainingssequenzen die detlef hier gepostet hat sind der konsequente aufbau eines hundes für die spätere po-gerechte arbeit.
um genau das geht es!
dem hund die fähigkeiten (auch mental) zu vermitteln, die es möglich machen po-entsprechend höchstleistungen zu bringen!
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#35
lusna,'index.php?page=Thread&postID=154276#post154276' schrieb:sorry, aber die trainingssequenzen die detlef hier gepostet hat sind der konsequente aufbau eines hundes für die spätere po-gerechte arbeit.
so ist es! ich poste etwas später die nächste phase, das stellen und verbellen, das war nicht so einfach, mal sehen ob ich das textlich erklären kann.
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#36
bellamona,'index.php?page=Thread&postID=154275#post154275' schrieb:Aber die Frage ist doch erlaubt, was macht ein Hund wenn er auf einen herankommenden bedrohenden Helfer aggressiv reagiert und der Helfer dann beeindruckt stehen bleibt? Soll er stehen bleiben, soll er sich setzen oder was?

imgrunde beantwortet die po die frage.

was macht der hund z. b. bei der kurzen flucht nach einstellen und aus beim neutral stehenden helfer? er bannt oder verbellt. (sitzend oder stehend, manche sogar im platz - je nach hundetyp.)

aktion durch beissen zeigt der hund dann wieder, wenn der helfer aktiv - offensiv - gegen ihn geht.

p.s. detlef: leider mag mein rechner mir grad keine videos zeigen ... daher kann ich zur 6. sequenz grad nichts kommentieren ...
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#37
7. Phase: siehe auch das beispiel video 7 >>>
Funktionsbereiche: gehorsam - aggression - stellen & verbellen - beute
Beschreibung: Der Wechsel von einem emotionalem Bellen an der Leine zu einem technischen Bellen ohne Leinenkontrolle im Versteck gestaltet sich manchmal schwierig. Es gilt eine gute Ballance zu finden zwischen einem zu emotionalem und einem zu technischem Verhalten. Darüber hinaus sollte der Hund erst gar nicht die Erfahrung machen können sich im Versteck mit einem Anbiß selbstständig zu belohnen bzw sich einfach zu nehmen was er will, die Beute oder den Hetzarm. Das Verbellen über Leinenkontrolle zu erarbeiten war keine Option, genau das wollte man ja vermeiden, dem Hund zu lernen, das darfst du nicht (du darfst nicht beißen, machst du das tut es weh)

Ich benutze an dieser Stelle sehr gerne eine passive Hilfe. Ein Zaunfeld das vor dem Versteck positioniert wird leistet hier gute Dienste, vorausgesetzt der Hund hat im Vorfeld schon gelernt über das Bellen zu kontrollieren. Nach genügend vielen Wiederholungen wird dann diese Hilfe wie immer abgebaut. Hat der Hund verstanden und gelernt mit welchem Verhalten er erfolgreich sein kann, wird dann langsam die Intensität des Bellen's gesteigert. Hierzu bedient man sich verschiedener Möglichkeiten auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen möchte. Der Hund im Video wird in dieser Session erst das zweite mal zum Stellen & Verbellen geschickt.
Lernziel: der hund lernt über ein technisches Verhalten Bellen den Hetzarm (Belohnung) einzufordern. Das der Hund hier in der Lernphase erstmal weniger intensiv ist wurde in kauf genommen.
Anmerkung: Bis zu diesem Zeitpunt wurde noch nicht einmal von einer positiven Bestrafung gebrauch gemacht. es war einfach nicht notwendig. Erst in den nächsten Phase nutzen wir auch negative Reize, dazu später mehr.
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#38
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=154256#post154256' schrieb:Beim Angriff steht die Beute ruhig vor dem Körper, es gibt keinen Beutereiz. der hund wehrt den angriff durch zupacken ab, der helfer zeigt sich beeindruckt und verschwindet.

zu Video 6:

Hi Detlef,

vielleicht sehe ich es falsch aber gerade in der SloMo kommt es mir so vor als ob sich doch durch das auf den Hund zu gehen, die Lage des Arms etwas verändert und ein wenn auch geringer Beutereiz doch entsteht.

Frage: Ist das so komplett durchgängig trainiert worden oder gab es im Training auch längere Beissphasen und Auseinandersetzung mit dem Helfer oder ist das zu einem späteren Zeitpunkt?

Gruß Uwe
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#39
Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=154282#post154282' schrieb:Frage: Ist das so komplett durchgängig trainiert worden oder gab es im Training auch längere Beissphasen und Auseinandersetzung mit dem Helfer oder ist das zu einem späteren Zeitpunkt?
es gab keine längeren beißphasen, es ging nur darum die einstellung des hunde auf grundlage von drei unterschiedlichen helferbildern zu vermitteln. 1) stehender helfer - 2) fliehender helfer - 3) angreifender helfer
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#40
Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=154282#post154282' schrieb:vielleicht sehe ich es falsch aber gerade in der SloMo kommt es mir so vor als ob sich doch durch das auf den Hund zu gehen, die Lage des Arms etwas verändert und ein wenn auch geringer Beutereiz doch entsteht.
uwe, ....meine intention und konzentration im moment des angriffes war es die beute nicht zu bewegen, sollte sich der hetzarm doch 1 oder 2 cm bewegt haben wäre es auch kein problem. ich denke man kann zumindest behaupten das kein deutlicher beutereiz vor dem anbiß auf den hund gewirkt hat.
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