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Schutzhundausbildung ohne Stachel
#11
Zitat:Original von Twin Puck
Hallo liebe Hundesportler!

Ich möchte mit meinem Schäferhund VPG Sport betreiben.
Nun erklären mir aber nahezu alle Ausbilder dass ich dem Hund auch mal "zeigen müsse wo es lang geht", und das mit Stachel, Leinenruck und ähnlichem. Ich bin überzeugt davon, dass es auch anders geht! Verstehtmich nicht falsch, ich bin kein Freund von antiautoritärer Erzeihung oder so, aber ich denke, der Boss ist nicht wer am meißten brüllt, sondern wer die größte Souveränität besitzt.
Ich möchte einen Hund der freiwillig mit mir arbeiten möchte und nicht über Zwang. Ich suche nach neuen Wegen im VPG-Sport und es würde mich interessieren ob jemand von euch Erfahrungen damit hat.
Was soll daran neu sein?

Motivierte Arbeit geht immer besser von der Hand als Arbeit, die man machen muss. Nur leider kann man die Mussarbeiten nicht ganz verhindern, da muss man sich halt dazu zwingen. Günstig ist es, wenn man auch diesen Zwang in Motivation umwandelt, soweit es geht. Die letzte Einschränkung zeigt allerdings, dass das jedoch nicht immer möglich ist.

Wenn man sich dessen bewusst ist, wird man Zwang nicht mehr als Zwang verstehen, sondern sieht in ihm die Aufgabe, das "Muss" so angenehm zu machen, wie es eben möglich ist. Aber auch das ist nichts Neues, denn auch das war schon immer so: Ein Lob zur rechten Zeit beflügelt sogar das Unangenehme.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#12
Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten!

Sorry, die Erfahrungen auf Bundesebene beziehen sich auf Obedience. Soll ich das Profil ändern? Mein Kleiner ist grad mal 12 Wochen alt, habe also noch nicht wirklich viel Erfahrungen im VPG und Stachel ja/nein steht auch noch nicht zur Debatte. Will mich aber jetzt schon informieren.
Nätürlich geht es grade im häuslichen Bereich nicht ohne Strenge man muß sich auch mal durchsetzen. Das geht aber meiner Meinung nach nicht mit harten Strafen, sondern viel besser mit Konsequenz.
Den Stachel halte ich für unnötig: wenn mein Hund begriffen hat was er soll und weiß, dass er nur durch korrektes Ausführen der Übung zum Erfolg kommt wird er das auch tun. Brauche ich wirklich Hilfsmittel um mich durchzusetzen?
Wenn eine Übung nicht geklappt hat bin ich bisher immer einen Schritt zurück gegangen und habe die Übung so einfach gestalltet, dass der Hund sie ausführen konnte um dann LANGSAM die Schwierigkeit zu steigern.
Den Unterschied zwischen "Erinnern" und Stafe habe ich noch nicht so ganz verstanden...
In der PO ist ein freudiges Arbeiten gefordert. Leider sieht man das viel zu wenig...
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#13
Hallo Twin Puck!
Ja, Profil ändern wäre angebracht. :w:
Zunächst mal viel Spaß beim Aufziehen Deines Kleinen!
Wenn Du Schutzdienst machst, wirst Du feststellen, dass Dein Hund bei der Arbeit mehr Interesse am Helfer hat, als an Dir. Demzufolge nimmt auch die Motivation, Deinen Kommandos zu folgen ab. Auch wenn der Helfer ein Fehlverhalten konsequent nicht bestätigt, der Hund also bei falscher Ausführung einer Übung nicht zum Erfolg kommt, wirst Du irgendwann ein Mittel brauchen, um Dein Kommando durchzusetzen. Wie willst Du beispielsweise den Transport üben? Nein, Du brauchst nicht zwangsläufig einen Stachler etc., musst Dir aber was einfallen lassen. :?: Da reicht es nicht, wenn der Hund nur "Fuss" kann. Schließlich soll der Hund den Helfer nicht aus dem Auge lassen, sonst verschläft er den Überfall. :pf: -w-
Schön, dass Du Dir bereits jetzt Gedanken machst. Schau doch mal Könnern bei der Arbeit zu (wenn Du wirklich gute Leute kennst) und entscheide für Dich, was Du mit Deinem Hund auch mal machen möchtest. Bleib nicht zu fest in einer Spur, der Hund ist ein Lebewesen, da kann es sein, dass Du mal was ganz Neues probieren musst, weil Dein Hund ganz anders ist.
Viele Grüsse
Petra
www.vom-lahnblick.de
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#14
Hallo!

Ich habe das Thema einmal hierhin verschoben, weil es sich doch eher um Fragen eines Anfängers handelt.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#15
Hallo Twin Puck,

ich spare mir den Kommentar ob ICH Ausbildung ohne Zwang für möglich oder nicht möglich halte. Du wirst es eh selber im Laufe der Zeit herausfinden.

Deine Ideen halte ich für grundsätzlich richtig und machbar.

Such Dir einfach eine OG wo man Dich diese Ausbildungsart machen läßt und Dich dabei größtmöglich unterstützt. DU solltest allerdings auch tolerant genug sein, die Ausbildungsmethoden anderer die Du dort siehst und die Dir evtl. nicht so zusagen, zu akzeptieren.

Und dann schaust Du einfach mal, wie weit Du mit Deinen Ideen und ganz ohne Zwang und Einwirkungen kommst.

ABER:

WENN Du irgendwann an den Punkt kommen solltest wo Deine Ausbildung nicht mehr weiterkommt, wo Dein Hund Dich im Regen stehen läßt und sich verselbstständigt, dann solltest Du offen genug dafür sein über die Alternativen nachzudenken die Deine Trainer Dir dann anbieten werden.

Ansonsten würde ich als Ausbilder ziemlich sauer werden. Ein im Extremfall unkontrollierbarer Hund ist zum Einen nicht gerade eine Werbung für einen Ortsgruppe und deren Ausbildung, zum Anderen kann er eine Gefahr für Helfer und Trainingspartner darstellen. DANN sei einfach auch so fair und ziehe die Möglichkeit in Betracht, zugeben zu müssen daß "Dein Weg" nicht ganz so funktioniert wie Du es Dir vorstelltest.

Wenn das so läuft dann wirst Du, wenn Du offen genug bist, mit Sicherheit auch nicht angemacht oder heruntergeputzt oder ausgelacht. Dann hastes halt probiert und es ist schiefgegangen.

Aber evtl. hast Du ja auch einen Hund erwischt bei dem Dein Konzept aufgeht. Glaube ich wzar nicht, aber auch ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn es auf Fakten beruht.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#16
Hallo Twin Puck,

daß Du evtl. auf der Fährte oder im Schutzdienst Hilfe brauchst kann ich verstehen und die wirst Du sicher hier auch bekommen.

Was die UO betrifft, kannst Du bestimmt auf eigenen Füßen stehen, denn so ohne weiteres führt man keinen Hund auch nicht in Obedience auf Bundesebene.

Das heißt für mich, bilde Deinen Hund in der UO genau so aus, wie Du ihn in Obedience ausgebildet hast, dann erst wirst Du sehen, ob Du mit Deiner Methode zurechtkommst, oder auch nicht.

Du beschreibst doch sehr schön, wie Du es bisher gemacht hast.

Einen Schritt zurück mit vielen Wiederholungen, dann dürfte das doch kein Problem werden, oder?

Grüße Peter
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#17
Zitat:Den Stachel halte ich für unnötig: wenn mein Hund begriffen hat was er soll und weiß, dass er nur durch korrektes Ausführen der Übung zum Erfolg kommt wird er das auch tun.

Wenn keine größere Ablenkung da ist, mag das durchaus meistens sein. Speziell im SD ist das aber einfach nicht der fall..
LG Janina
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#18
Ich habe vor kurzem ein Seminar von Uta Bindels besucht.Es läuft unter dem Namen "Lernen am Erfolg".Uta zeigt dort wie sie ihre Hunde ohne Zwang in der Unterordnung ausbildet.Dort ist die "Bestrafung" der Abbruch der Übung.Außerdem macht sie das sogenannte "shaping" und clickert.Ein wirklich interessantes Seminar,was auch zum Nachdenken anregt.Und erfolgreiche Unterordnungen führt Sie ja nu mal.
Gruß
Stefan
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#19
eh....
der Kleine ist 12 Wochen alt. Ist es ein Schreibfehler.
wenn in diesem zarten Alter ein Stachelhalsband und Druck gefordert
wird , SCHICK DIE RATGEBER IN DIE WÜSTE

Gruß HG
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#20
Danke Für eure Antworten. Profil habe ich bereits geändert, dachte es bezieht sich auf alle Sportarten.
Denke schon dass man auch beim Seitentransport etc ohne Stachel auskommt, aber ich kann es ja probieren. Wenns nicht klappt muß ichs überdenken.

Vieleicht ist es falsch rübergekommen, momentan fordert natürlich noch keiner einen Stachel an meinem Welpen, aber die meißten sage, dass ich ihn mit nem Jahr oder so brauchen werde. Wir werden sehen...
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