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Motivation Verbellen ???
#11
Was der Hund am Ende zeigt, das hängt, finde ich, enorm vom jeweiligen Hund ab.

Nehmen wir den typischen Aufbau mit Hundeführer und Ball:
Anfangs fliegt der Ball für kleine Lautäußerungen.
Daraus wird mit zunehmender Übung ein Beutebetteln, wobei ich diesen Begriff eigentlich doof finde. Denn der Hund zeigt nur das, was er gelernt hat: Bellen = Ball, das ist nun auch nicht anders als Sitz = Ball und niemand stuft ein schnelles und korrektes Sitz als Beutebetteln ein.

Nun werden die Phasen des Bellens länger und dann verläuft die Entwicklung der einzelnen Hunde sehr unterschiedlich.
Der eine verbleibt im gehorsamen Bellen und hält das immer länger aus.
Der nächste zeigt sich deutlich frustriert.
Und einige entwickeln aus der Frustration heraus eine deutliche Aggression.

Es kann aber auch umgekehrt gehen:
Ein über Helfertreiben aufgebauter Hund kann mit der Zeit die Übung "rein technisch" umsetzen, Aggression und Kampfgeist gehen verloren, das Auslösen des von Seiten des Hundes gewünschten Verhaltens (Helfer bewegt sich) tritt in den Vordergrund.
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#12
@ Gaby: Tschuldigung, dann habe ich da was durcheinander gekürzt.

War keine Absicht!

Gruß
Michael
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#13
Kein Problem :hallo:
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#14
Moin zusammen,

Motivation Bellen:

für mich ein rein erlerntes Verhalten, welches aus einer Konfliktsituation beginnend entsteht und mit einer Ersatzhandlung gelößt werden soll. Dabei ist das Motiv des Hundes meiner Meinung nach sehr unterschiedlich. In erster Linie aber gilt es für den Hund darüber etwas zu lösen.

Wie komme ich an den Ball,
Wie komme ich an mein Futter,
Wie erhalte ich Zuwendung,
Wie erhalte ich Sicherheit und schaffe mir Respekt.

In erster Linie kommunizieren Hunde untereinander non verbal, über Gestik. Gleichwohl kommen auch Laute aus ihnen. Aber auch hier unterliegt das Einsetzen von Bellen m .m. nach dem dem gleichen Prinzip wie oben beschrieben.

Lernt der Hund, daß er einen Konflikt nur über das Bellem lösen kann, dann wird er es auch darüber machen.


Wie komme ich an den Ball, wenn selbstbelohnendes hinterher hetzen ihn mir nicht gibt?
Wie komme ich an mein Futter, wenn darauf ein Deckel ist, den ich nicht selbst aufbekomme?
Wie erhalte ich Zuwendung, wenn man mich ignoriert?
Wie komme ich mit Situationen klar, die mich belasten?

In allen Bereichen spielt auch Frust eine Rolle, also auch die Fruststionstoleranz. Erwünschtes Ansatzverhalten, welches den Konflikt lößt wird dieses Verhalten verstärken. Und wenns dann das Bellen sein soll, so begint dies mit einem Kehlton, egal welchem.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#15
redtool,'index.php?page=Thread&postID=153475#post153475' schrieb:3.) frust... hier vielleicht noch genauer den frust beschreiben ! frust warum / wodurch ???

Da gibt es wieder unterschiedliche Gründe. Frust wegen vorenthaltener Beute, wegen vorenthaltenem Kampf, Frust wegen vorenthaltenem Anbiss, aus welcher Motivation heraus der auch immer kommen mag. Wo ich das so schreibe, würde ich sagen vor allem Frust wegen dem Vorenthalten von Irgendwas. Wobei das "Irgendwas" wieder großen Einfluss auf das spätere Bild hat.

LG
Corinna
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#16
Zitat:








Was der Hund am Ende zeigt, das hängt, finde ich, enorm vom jeweiligen Hund ab.
Ja,die Erfahrungen haben wir auch machen müssen ! Ich denke,das wechseln der Trieb-Bereiche um beim Bellen zu dominieren sind sehr wichtig.

MfG Detko :hallo:
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#17
ursus04,'index.php?page=Thread&postID=153481#post153481' schrieb:Was der Hund am Ende zeigt, das hängt, finde ich, enorm vom jeweiligen Hund ab.

Das sehe ich genau so.
Meine beiden Rüden wurden gleich aufgebaut.
Verbellen über Fordern der Beute/ Frustration.
Mit zunehmender Reife ging es dann bei meinem älteren Rüden in ein aggressives Bellen über, wobei er auch deutlich den Helfer und nicht die Beute verbellt.
Der jüngere Rüde (2,5 J) zeigt bisher weiterhin eher ein "Beutebetteln", wobei mir da die Spur Aggression fehlt.
Muss allerdings dazu sagen, dass er von seinem gesamten Verhalten eher ein Spätentwickler ist, was ich auch auf seine unterlegene Position gegenüber dem älteren Rüden zurückführe.
Vielleicht habt ihr ja Ideen, wie man das verbessern könnte.
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#18
So tooly, jetzt raus mit der Sprache. Mach uns schlau!
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#19
Barbara,'index.php?page=Thread&postID=153490#post153490' schrieb:
ursus04,'index.php?page=Thread&postID=153481#post153481' schrieb:Was der Hund am Ende zeigt, das hängt, finde ich, enorm vom jeweiligen Hund ab.

Das sehe ich genau so.
Meine beiden Rüden wurden gleich aufgebaut.
Verbellen über Fordern der Beute/ Frustration.
Mit zunehmender Reife ging es dann bei meinem älteren Rüden in ein aggressives Bellen über, wobei er auch deutlich den Helfer und nicht die Beute verbellt.
Der jüngere Rüde (2,5 J) zeigt bisher weiterhin eher ein "Beutebetteln", wobei mir da die Spur Aggression fehlt.
Muss allerdings dazu sagen, dass er von seinem gesamten Verhalten eher ein Spätentwickler ist, was ich auch auf seine unterlegene Position gegenüber dem älteren Rüden zurückführe.
Vielleicht habt ihr ja Ideen, wie man das verbessern könnte.

hallo barbara,

es stellt sich hier sicher auch die frage, welche funktion der helfer hat. ist er ein bezugshelfer, der selbst den hund "disziplinieren" darf und soll, oder ist er ein gegner, wo der hund bei einem disziplinierungsversuch sofort mit offensivaggression antwortet.

wahrscheinlich liegt hier der hund im mischmotivativen bereich, ist eher beutelastig und sieht in einem helfer eher den beißwursthalter. ich für meinen teil würde dann den beutebereich ersteinmal hinten an stellen, höchsten aus ihm einen zu verteidigenden wert machen.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#20
Sozialaggression
Der Mensch wird hier als "fremd" angesehen und "bekämpft".
Bye Uwe
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