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Für mich ist das wirklich zum Davonlaufen. Wie Walter richtig sagt, fängt das bei der Fragestellung schon an, die eine Rechtfertigung geradezu impliziert.
Baumann (nie gehört): "Moderner Schutzdienst" baut ausschliesslich auf Beutereize - völliger Schwachsinn, weil von (wirklich führenden) Kynologen gerade deshalb zurecht kritisiert. Führt zu völlig übersteigertem Appetenzverhalten bei niedriger Reizschwelle - Hunde, die allem was sich bewegt hinterher springen, Blatt, Schmetterling, Kind...
Raiser: Das Festmachen des "kulturellen Werts" des DSH ausschliesslich an seiner Eignung für IPO-Prüfungen ist dann doch etwas zu extrem. Mit einer solchen Argumentation stelle ich mich ausserhalb von Sportlerkreisen immer ins Aus.
Ganßloser: Ein Mann, den ich sonst sehr schätze, wurde hier wohl von Extremist Raiser provoziert und hat sich hinreissen lassen. Sollte seine eigenen (z.T. sehr guten) Bücher nochmal lesen. Sozialaggression mit Wehrverhalten gleichzusetzen kommt darin nicht vor. Vielmehr agonistisches Verhalten (Resourcenstreit, Dominanz, Flucht,...) Ebenso (siehe Baumann) die Beuteorientierung, die wie die zitierte D. Feddersen-Petersen lange moniert, zu "Beiss"unfällen aufgrund geringfügiger Auslösereize führt.
Für mich Fazit: Lass einen Schwachmaten und zwei Extremisten zu einem heiklen Thema aufeinander los, dann kommt nur Dünnschiss dabei heraus.
Sandra.K,'index.php?page=Thread&postID=136155#post136155' schrieb:Also ich fand das es zum Teil auf den Punkt getroffen war. Sehr viel Wahrheiten und wenn man als "Experte" sowas schreibt und bekannt ist das man eben gut ist, kommt man um Selbstwerbung gar nicht herum. An diesem Punkt ist es egal was man sagt, da wird dann alles als Selbstwerbung aufgefasst. Das sehe ich genauso!
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vorneweg, für mich beinhaltet dieser artikel wege und möglichkeiten wie man den schh sport auch für die zukunft sichern kann. informationen darüber welche bedingungen dafür erfüllt werden müßten. ich sehe den artikel also eher als eine informationsquelle für diesen sport.
Dirk.H.,'index.php?page=Thread&postID=136159#post136159' schrieb:Nach Baumann und dem anderen VP müssen hier ja maßlos aggressive Hunde durch die Strassen laufen. hallo dirk, welche stelle in dem artikel läßt darauf schließen? ich weiß das du es leid bist darüber zu diskutieren, vielleicht kannst du hier mal eine ausnahme machen.
Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=136167#post136167' schrieb:Muss man sich tatsächlich dafür rechtfertigen, dass man mit seinem Hund Schutzhundesport macht? hallo walter, warum hast du das gefühl dich rechtfertigen zu müssen?? du trainierst mit deinem hund zusammen nach einem system das sich in vielen jahren für dich etabliert hat. grundlage ist das wissen eigener erfahrungen mit hervorragenden ergebnissen. um die begriffe des artikels zu nutzen, .... bist du sicherlich ein chirurg unter den hundesportlern.
Sabine Jüdes,'index.php?page=Thread&postID=136168#post136168' schrieb:Wenn wir nur noch tun dürften, was der Menschheit dient, ..... hallo sabine, geht es in dem artikel nicht vor allem darum was dem hund dient?? was hat dazu geführt das du der meinung bist man möchte den menschen in seinem tun einschränken?
Volpi,'index.php?page=Thread&postID=136172#post136172' schrieb:Für mich Fazit: Lass einen Schwachmaten und zwei Extremisten zu einem heiklen Thema aufeinander los, dann kommt nur Dünnschiss dabei heraus. hallo volpi, .... ist es vernünftig kynologen wie einen raiser, bauman und gansloßer als schwachmaten oder extremisten zu bezeichnen. haben diese leute nicht einen kynologischen lebenslauf der auf ganz andere attribute hinweist? was macht dich so zornig; fast schon aggressiv? in dem artikel steht das aggression immer eine reaktion ist auf "störende" äußere reize. ist das so?
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Hallo Detlef,
das lässt sich nicht mit wenigen Worten sagen, aber ich möchte wenigstens andeuten, was mich stört:
Pauschal steckt Baumann die Traditionalisten in die Ecke der Tierquäler, die zu blöd zum Dazulernen sind. Ich bin Traditionalist, denn ich betreibe seit über 50 Jahren intensiven Schutzhundesport mit dem Ziel bei Prüfungen optimal abzuschneiden, aber ich lasse mich nicht als Tierquäler abstempeln.
Bei Baumann und anderen liest sich Schutzdienstausbildung wie Apportieren des Schutzärmels, also rein Beute orientiertes Arbeiten. Förderung sog. "sozialaggressiver Verhaltensweisen" lehnen sie mit der Begründung ab, dass diese Hunde der modernen Gesellschaft nicht zu vermitteln sind, ich vermute einmal mit dem Hintergrund, dass solche Hunde "ungeheuer böse sind und für die ach so entsetzlich große Anzahl" von Beißvorfällen (Vorsicht Ironie, denn für die Versicherungen sind die Beißvorfälle in ihrer Bedeutung völlig unerheblich) verantwortlich sind.
Mein jetzt gut dreijähriger Rüde ist in 52 Jahren intensivem Schutzhundesport mein fünfter Schutzhund, und keiner von diesen fünf Hunden hat je eine Person unserer Gesellschaft schief angeschaut, geschweige denn gebissen. Ein gutausgebildeter Schutzhund ist keine "sozialaggressive " Bestie, sondern ein auch gegenüber Femden absolut sozial verträglicher Partner des Hundeführers.
Ich bilde, obwohl Traditionalist, im Gegensatz zu der von Baumann und anderen vertretenen Meinung nicht mit Stachel und Tele aus und habe auch keinen sog. "Tunnelblick", und ich bezeichne meine Hunde trotzdem keineswegs als "Weicheier" oder mich als "Softie (Hundeführer)", denn ich weiß sehr wohl, dass es auch nötig sein kann, einmal handfest durchgreifen zu müssen.
usw. usw.
Grundsätzlich, Detlef, ist mir der Artikel zu sehr in einem Schwarz-Weiß-Muster gehalten, auch wenn ich ehrlicherweise zugeben muss, dass mir auch Raisers Aussagen nicht unbedingt uneingeschränkt zusagen.
Deshalb stellt sich für mich die Frage nach Pro und Contra Schutzdienst nicht, ich bin nicht bereit mein Pro zu rechtfertigen.
Servus Walter
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hallo walter, vielen dank für deine erklärung.
Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=136206#post136206' schrieb:Ich bilde, obwohl Traditionalist, im Gegensatz zu der von Baumann und anderen vertretenen Meinung nicht mit Stachel und Tele aus und habe auch keinen sog. "Tunnelblick", und ich bezeichne meine Hunde trotzdem keineswegs als "Weicheier" oder mich als "Softie (Hundeführer)", denn ich weiß sehr wohl, dass es auch nötig sein kann, einmal handfest durchgreifen zu müssen. .... genau das was du oben schreibst, entfernt dich um welten von traditionalisten.
Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=136206#post136206' schrieb:Deshalb stellt sich für mich die Frage nach Pro und Contra Schutzdienst nicht, ich bin nicht bereit mein Pro zu rechtfertigen. keiner muß sich rechtfertigen, aber du wärst predistiniert für den sport zu werben, und dazu gehört dann auch zu erklären was man macht und warum.
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@Detlef: Ich habe die Reihenfolge wohl schon eingehalten und daher sicher die von mir durchaus respektierten Herren Raiser und Ganßloser lediglich als Extremisten bezeichnet. Herrn R. aufgrund seiner deutlichen IPO-Lastigkeit und der einseitigen Überwertung dieses Bereichs und Herrn G. wegen seiner strikten Ablehnung des Sports und der fadenscheinigen Begründung dessen. Extremist ist für mich hier ein neutraler Begriff, der lediglich auf eine besonders starke Ausprägung einer Eigenschaft hinweist und nicht negativ sein muss, siehe "Extrem"sportler. Zornig macht mich allenfalls, einen Baumann als Kynologen zu bezeichnen und ihn durch die Kommentare auf eine Stufe mit Ganßloser zu stellen. Das hat G. nicht verdient. Baumann stellt die Mehrheit der IPO-Sportler als geltungssüchtig und ansonsten retardiert dar.
Zu Ganßlosers Einlassung bez. Aggression: Wenn man die dominanzorientierte, soziale Resourcen-Wettberbssituation auf den notwendigerweise vorhandenen Widersacher zurückführt ist es "natürlich" auch nur eine "Reaktion". Das führt aber wieder zu einem Vermengen von rein reaktiver (Wehr-)aggression und aktiver Aggression zum Zwecke der Resourcengewinnung. Welche davon können wir im Sport wohl brauchen?
Ich schätze Herrn Ganßloser sehr für seine Forschungen auf dem Feld der physiologischen Grundlagen unserer Hunde. So schreibt er in seinem neuesten Buch, dass durch die Ausschüttung von Stresshormonen Lernvorgänge verbessert werden können, wenn diese jedoch zu stark wird eine Lernblockade eintritt. Daraus in dem Artikel "Und dazu gehört z.B. daß man unter Streß schlecht lernt" zumachen, ist nicht Gs Niveau. Für mich ist G. ein brillianter Grundlagenforscher, der jedoch in praktischen Ausbildungssituationen seine Defizite hat.
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Volpi,'index.php?page=Thread&postID=136208#post136208' schrieb:Extremist ist für mich hier ein neutraler Begriff, der lediglich auf eine besonders starke Ausprägung einer Eigenschaft hinweist und nicht negativ sein muss, siehe "Extrem"sportler. hallo volpi, ich hatte "extremist" tatsächlich mehr in einem negativen kontext gesehen, danke für deine erklärung. was baumann anbelangt findet er bei mir durchaus mehr gehör und wertschätzung als du sie ihm zusprichst. ich finde nicht das er polarisiert, vielmehr eine gruppe oder einen bereich benennt den es durchaus gibt, ...... wie ich finde.
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Volpi,'index.php?page=Thread&postID=136208#post136208' schrieb:Wenn man die dominanzorientierte, soziale Resourcen-Wettberbssituation auf den notwendigerweise vorhandenen Widersacher zurückführt ist es "natürlich" auch nur eine "Reaktion". Das führt aber wieder zu einem Vermengen von rein reaktiver (Wehr-)aggression und aktiver Aggression zum Zwecke der Resourcengewinnung. Welche davon können wir im Sport wohl brauchen? hierzu noch mal folgendes. alleine dieser absatz enthält so viele informationen das man stunden bräuchte um das jemanden zu erklären. das zu lernen und in der praxis bewußt zu nutzen bedeutet einen noch höheren zeitaufwand. die wenigsten sind bereit das zu leisten, ..... leider!
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Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=136211#post136211' schrieb:Volpi,'index.php?page=Thread&postID=136208#post136208' schrieb:Wenn man die dominanzorientierte, soziale Resourcen-Wettberbssituation auf den notwendigerweise vorhandenen Widersacher zurückführt ist es "natürlich" auch nur eine "Reaktion". Das führt aber wieder zu einem Vermengen von rein reaktiver (Wehr-)aggression und aktiver Aggression zum Zwecke der Resourcengewinnung. Welche davon können wir im Sport wohl brauchen? hierzu noch mal folgendes. alleine dieser absatz enthält so viele informationen das man stunden bräuchte um das jemanden zu erklären. das zu lernen und in der praxis bewußt zu nutzen bedeutet einen noch höheren zeitaufwand. die wenigsten sind bereit das zu leisten, ..... leider! Frage,kann man bei einem Gebrauchshund überhaupt darauf verzichten und wenn ja,woraus ergiebt sich ein solcher Hund,wenn wir nicht wollen,das brauchbare Reaktionen allein aus Nervenschwäche resultieren?
Anmerkung....weiß jemand,ob das Interwiew überhaupt statt gefunden hat oder ist das wieder so ein gegenüberstellen bekannter Meinungen?
Mir kommt das irgendwie gestellt vor.
LG heinz
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Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=136207#post136207' schrieb:... für den sport zu werben, und dazu gehört dann auch zu erklären was man macht und warum. Ich habe nicht nur einmal für den Schutzhundesport geworben, Detlef. Ich war bei uns im Verband rund zehn Jahre aktiv für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, und das nicht nur in Wort und Bild, sondern auch als Praktiker.
Auch da kam bei den "Tagen der offenen Tür" häufig die Frage: "Wer braucht das?" Mehr als einmal habe ich dann erklärt, dass die Ausbildung in den Vereinen auch heute noch als Grundlage der Selektion der für die Dienstgebrauchshunde dient und damit sicher sinnvoller ist als z.B. über eine Stange zu springen, die in 2,30 m Höhe angebracht ist, unter der ich bequem durchgehen kann. Aber ich habe auch erklärt, dass einfach die Arbeit mit dem Hund Freude bereitet und deshalb für den Ausbilder sinnvoll ist.
Mir ist das schon klar, dass unseren Sport nicht jeder als sinnvoll ansieht, das muss auch nicht sein, denn das gilt für alle anderen Sportarten auch. Aber als Hundesportler stets nur auf die negativen Beispiele hinzuweisen und damit in Veruf zu bringen, halte ich für eine absolut unzulässige Vereinfachung dessen, was tatsächlich auf unseren Hundeplätzen stattfindet.
Servus Walter
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