26-11-2006, 00:11
Hallo Anke,
du fragst nach operantem Lernen im SD.
Auch in C muß der Hund lernen, es gelten daher die gleichen Lerngesetze wie sonst auch.
Der Unterschied ist, daß ein Teil von C, die Kampfhandlungen, extrem selbstbelohnend ist, also keine andere Verstärkung braucht. Das Problem ist, daß der andere Teil von C, die Gehorsamsleistungen, in Gegenwart des Reizes Kampfmöglichkeit, besonders erschwert ist.
Da optimales Lernen nicht in hoher Reizlage möglich ist, müssen die beiden Teile am Anfang getrennt werden.
Also Revieren, Verbellen, Abrufen, Transport usw.– alles zu lernen zwar auch in Anwesenheit des Helfers, aber ohne Kampfhandlung. Als primärer Verstärker Futter, Ball usw.
Grifftechnik, Durchsetzungswillen und -vermögen usw. (ohne Gehorsamsleistungen) in einem anderen Setting. Primärer Verstärker ist die Kampfhandlung und das Gewinnen selbst.
Erst nach dem getrennten Lernen der beiden Teile werden diese zusammengefügt mit dem Ergebnis, daß unangenehme Einwirkungen viel seltener nötig sind, als bei dem hergebrachten Mischmasch, der den Hund im gleichen Setting erst verrückt macht und ihn dann mit Gewalt runterregelt.
Die Furcht der Mischmasch-HF ist, daß der Hund nicht beißt, nicht ernst wird, das nötige Aggressionsverhalten nicht entwickelt („ich will kein Beutebetteln, sondern ein druckvolles Verbellen“ usw.) Im Gegenteil, der geeignete Hund (der bewiesen hat, daß er beißt) wird aus der Ruhe, der Sicherheit der stressarm gelernten Gehorsamsleistungen heraus mehr Kraft entwickeln als der Hund, der erst beißen darf was das Zeug hält und dann plötzlich im gleichen Setting es auf Befehl lassen soll und mit unangenehmen Einwirkungen im operanten Lernen behindert wird.
Die Ernsthaftigkeit wird als dritter Schritt erst eingefügt.
du fragst nach operantem Lernen im SD.
Auch in C muß der Hund lernen, es gelten daher die gleichen Lerngesetze wie sonst auch.
Der Unterschied ist, daß ein Teil von C, die Kampfhandlungen, extrem selbstbelohnend ist, also keine andere Verstärkung braucht. Das Problem ist, daß der andere Teil von C, die Gehorsamsleistungen, in Gegenwart des Reizes Kampfmöglichkeit, besonders erschwert ist.
Da optimales Lernen nicht in hoher Reizlage möglich ist, müssen die beiden Teile am Anfang getrennt werden.
Also Revieren, Verbellen, Abrufen, Transport usw.– alles zu lernen zwar auch in Anwesenheit des Helfers, aber ohne Kampfhandlung. Als primärer Verstärker Futter, Ball usw.
Grifftechnik, Durchsetzungswillen und -vermögen usw. (ohne Gehorsamsleistungen) in einem anderen Setting. Primärer Verstärker ist die Kampfhandlung und das Gewinnen selbst.
Erst nach dem getrennten Lernen der beiden Teile werden diese zusammengefügt mit dem Ergebnis, daß unangenehme Einwirkungen viel seltener nötig sind, als bei dem hergebrachten Mischmasch, der den Hund im gleichen Setting erst verrückt macht und ihn dann mit Gewalt runterregelt.
Die Furcht der Mischmasch-HF ist, daß der Hund nicht beißt, nicht ernst wird, das nötige Aggressionsverhalten nicht entwickelt („ich will kein Beutebetteln, sondern ein druckvolles Verbellen“ usw.) Im Gegenteil, der geeignete Hund (der bewiesen hat, daß er beißt) wird aus der Ruhe, der Sicherheit der stressarm gelernten Gehorsamsleistungen heraus mehr Kraft entwickeln als der Hund, der erst beißen darf was das Zeug hält und dann plötzlich im gleichen Setting es auf Befehl lassen soll und mit unangenehmen Einwirkungen im operanten Lernen behindert wird.
Die Ernsthaftigkeit wird als dritter Schritt erst eingefügt.
