23-09-2008, 23:09
Hallo Helga,
meine Hündin wurde mit einer Kombitherapie behandelt, die im Gegensatz zu einer Monotherapie (Verwendung eines einzelnen Medikamentes) aus unterschiedlichen Zytostatika in Form von Spritzen, Tabletten (die ich ihr zu Hause gab) und Infusionen bestand. Die Kombitherapie verspricht eine höhere Erfolgsrate. Die Dauer der Therapie betrug ca. 5 Monate, während dieses Zeitraumes gab es auch wochenlange Phasen, in denen keine Medikamentengabe erfolgte. Für die Verabreichung der Spritzen und der Infusionen gingen wir in eine Tierklinik. Die Dauer und die medikamentöse Zusammensetzung solcher sogenannter "Chemoprotokolle" ist durchaus unterschiedlich, je nach Erkrankung des Hundes, aber auch nach der Erfahrung der jeweiligen Ärzte mit einzelnen Protokollen, die sie für besonders wirksam halten.
Eine Chemotherapie kann und darf nicht von jedem Tierarzt durchgeführt werden. Man muss sich schon erkundigen, welcher Arzt (in der Regel handelt es sich um Tierkliniken) diese durchführt.
Die Verabreichung von Spritzen und die Tablettengabe ist jedem Hundebesitzer sicherlich bekannt. Daher nur noch kurz das Wesentliche zu den Infusionen, wie wir sie erleben durften:
Die Verabreichung einer einzelnen Infusion, bei meiner Hündin waren es insgesamt 5, dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Wir hatten uns eine Tierklinik gesucht, in der es erlaubt war, während dieser Zeit beim Hund zu bleiben (gestatten leider nicht alle Kliniken). Ich reiste immer "dick bepackt" an, Decke für meine Hündin, Sitzkissen für mich, die ärztlichen Unterlagen und ein Buch zum Lesen, um die Zeit zu überbrücken.
Die Kanüle wird sehr fest am Bein fixiert, denn der absolute SuperGAU wäre es, wenn die Zytostatika nicht in die Vene, sondern in das Gewebe laufen würden, z.B. wenn die Kanüle bei einer heftigen Bewegung verrutscht. Nun ist es jedoch so, dass die überwiegende Zeit während der Infusion eine "harmlose" Kochsalzlösung verabreicht wird, gut im Infusionsschlauch zu unterscheiden -da farblos- von den eingefärbten Medikamenten. Diese wurden in kleinen Einheiten und in großen Zeitabständen durch eine "Weiche" in den Infusionsschlauch zugeführt. In dieser jeweils ein paar Minuten dauernden Zeit habe ich schon besonders darauf geachtet, dass meine Hündin sich ruhig verhielt, wobei ein Aufsetzen, oder Umlegen des Hundes auch kein Problem darstelllt. Bei der 1. Infusion waren wir schon sehr aufgeregt, nachher alle zusammen "alte Hasen". Meine Hündin hat zum Schluss nur sehr entspannt auf der Decke vor sich hingedöst und mein Felllkraulen genossen.
Hier noch einmal der link zu einer Seite, auf der viele sehr interessante Publikationen veröffnetlicht sind. U.a. auch eine 3-teilige Abhandlung über das Lymphosarkom und die Chemotherapie. Sie ist sehr gut verständlich beschrieben, da sie sich an Hundebesitzer richtet, die sich über eine Chemotherapie informieren wollen. Diese Publikation war mir übrigens auch von meiner Ärztin als infomaterial ausgehändigt worden. Man muss ein wenig nach unten scrollen, um die drei Berichtsteile zu finden.
http://www.diavet.ch/d/publikationen/labor.php
Gruß
Petra
meine Hündin wurde mit einer Kombitherapie behandelt, die im Gegensatz zu einer Monotherapie (Verwendung eines einzelnen Medikamentes) aus unterschiedlichen Zytostatika in Form von Spritzen, Tabletten (die ich ihr zu Hause gab) und Infusionen bestand. Die Kombitherapie verspricht eine höhere Erfolgsrate. Die Dauer der Therapie betrug ca. 5 Monate, während dieses Zeitraumes gab es auch wochenlange Phasen, in denen keine Medikamentengabe erfolgte. Für die Verabreichung der Spritzen und der Infusionen gingen wir in eine Tierklinik. Die Dauer und die medikamentöse Zusammensetzung solcher sogenannter "Chemoprotokolle" ist durchaus unterschiedlich, je nach Erkrankung des Hundes, aber auch nach der Erfahrung der jeweiligen Ärzte mit einzelnen Protokollen, die sie für besonders wirksam halten.
Eine Chemotherapie kann und darf nicht von jedem Tierarzt durchgeführt werden. Man muss sich schon erkundigen, welcher Arzt (in der Regel handelt es sich um Tierkliniken) diese durchführt.
Die Verabreichung von Spritzen und die Tablettengabe ist jedem Hundebesitzer sicherlich bekannt. Daher nur noch kurz das Wesentliche zu den Infusionen, wie wir sie erleben durften:
Die Verabreichung einer einzelnen Infusion, bei meiner Hündin waren es insgesamt 5, dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Wir hatten uns eine Tierklinik gesucht, in der es erlaubt war, während dieser Zeit beim Hund zu bleiben (gestatten leider nicht alle Kliniken). Ich reiste immer "dick bepackt" an, Decke für meine Hündin, Sitzkissen für mich, die ärztlichen Unterlagen und ein Buch zum Lesen, um die Zeit zu überbrücken.
Die Kanüle wird sehr fest am Bein fixiert, denn der absolute SuperGAU wäre es, wenn die Zytostatika nicht in die Vene, sondern in das Gewebe laufen würden, z.B. wenn die Kanüle bei einer heftigen Bewegung verrutscht. Nun ist es jedoch so, dass die überwiegende Zeit während der Infusion eine "harmlose" Kochsalzlösung verabreicht wird, gut im Infusionsschlauch zu unterscheiden -da farblos- von den eingefärbten Medikamenten. Diese wurden in kleinen Einheiten und in großen Zeitabständen durch eine "Weiche" in den Infusionsschlauch zugeführt. In dieser jeweils ein paar Minuten dauernden Zeit habe ich schon besonders darauf geachtet, dass meine Hündin sich ruhig verhielt, wobei ein Aufsetzen, oder Umlegen des Hundes auch kein Problem darstelllt. Bei der 1. Infusion waren wir schon sehr aufgeregt, nachher alle zusammen "alte Hasen". Meine Hündin hat zum Schluss nur sehr entspannt auf der Decke vor sich hingedöst und mein Felllkraulen genossen.
Hier noch einmal der link zu einer Seite, auf der viele sehr interessante Publikationen veröffnetlicht sind. U.a. auch eine 3-teilige Abhandlung über das Lymphosarkom und die Chemotherapie. Sie ist sehr gut verständlich beschrieben, da sie sich an Hundebesitzer richtet, die sich über eine Chemotherapie informieren wollen. Diese Publikation war mir übrigens auch von meiner Ärztin als infomaterial ausgehändigt worden. Man muss ein wenig nach unten scrollen, um die drei Berichtsteile zu finden.
http://www.diavet.ch/d/publikationen/labor.php
Gruß
Petra


