04-11-2006, 18:11
Hallo Uwe Junker,
sicher erklär ich dir meine Sicht des Unterschieds von locken und motivieren:
wenn ein Hund weiß, daß er durch Verhalten einen Click erreichen kann, der ihm eine Bestätigung ankündigt, dann wird er durch die Bestätigung zwar motiviert, aber nicht in ein bestimmtes Verhalten gelockt;
wenn ein Hund die Bestätigung sieht, z.B. Futter, Ball in der Hand, dann wird er damit in ein bestimmtes Verhalten gelockt (und natürlich auch motiviert);
wenn im Clickershaping manchmal auch mit einem Target gearbeitet wird, wird der Hund damit in ein Verhalten gelockt. Allerdings ist der Trieb auf ein Target, womit er ja nicht bestätigt wird, nicht zu vergleichen mit dem Trieb auf den sichtbaren Ball mit dem er bestätigt wird. Man nimmt ein Target, weil Hunde besser auf einem niedrigen Triebniveau lernen.
Man kann bei manchen Übungen später, wenn der Hund sie beherrscht, auch mal mit einem sichtbaren MO arbeiten, wenn man mehr Trieb, Tempo usw. haben will.
Eine Kombination von Locken und Clickern macht die sehr erfolgreiche Mary Ray (Videos unter maryray.co.uk/movies.html) indem sie viele Übungen mit Handtarget oder sogar mit Futter in der Hand lehrt. Das geht da, weil der HF auch auf einem Turnier mit allen erdenklichen Sichtzeichen, Körpersprache usw. arbeiten darf.
Da wir das nicht dürfen, fang ich das erst gar nicht an, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt.
Wenn jemand mit Lockmotivation erfolgreich arbeitet und im Abbau der Hilfen kein Problem sieht, ist das völlig ok, solange er beim Lernen auf unangenehme Einwirkungen verzichtet.
Leider fällt vielen hier, egal ob Fährte, Apport, Leinenführigkeit, Freifolge, Kletterwand usw. immer nur Korrektur durch unangenehme Einwirkung ein.
Wer beim Lernen auf den Hund unangenehm einwirkt, hilft dem Hund nicht, sondern behindert ihn, sein Potential völlig zu entfalten. Ein Hund ist keine Maschine bei der man an einer Stelle mit dem Hammer arbeiten kann, ohne daß sich gleich die ganze Maschine verändert. Jede unangenehme Einwirkung beim Lernen von erwünschtem Verhalten verändert das GANZE Lebewesen Hund und seine Beziehung zum Training und zum HF.
Ich verzichte, wenn es nur irgendwie geht auf Locken, weil meine Erfahrung ist, daß der Hund über Clickershaping sehr viel schneller und präziser lernt, aktiver bleibt, nicht reaktiv wartet, intelligenter wird und auch in Streßsituationen nicht auf Hilfe von mir wartet (die ich ihm in einer Prüfung ja nicht geben kann), sondern sich selbst aus der Situation herausarbeiten kann.
PS Mein Kinderbeispiel hat die Kinderkrankheit aller Beispiele: es hinkt.
sicher erklär ich dir meine Sicht des Unterschieds von locken und motivieren:
wenn ein Hund weiß, daß er durch Verhalten einen Click erreichen kann, der ihm eine Bestätigung ankündigt, dann wird er durch die Bestätigung zwar motiviert, aber nicht in ein bestimmtes Verhalten gelockt;
wenn ein Hund die Bestätigung sieht, z.B. Futter, Ball in der Hand, dann wird er damit in ein bestimmtes Verhalten gelockt (und natürlich auch motiviert);
wenn im Clickershaping manchmal auch mit einem Target gearbeitet wird, wird der Hund damit in ein Verhalten gelockt. Allerdings ist der Trieb auf ein Target, womit er ja nicht bestätigt wird, nicht zu vergleichen mit dem Trieb auf den sichtbaren Ball mit dem er bestätigt wird. Man nimmt ein Target, weil Hunde besser auf einem niedrigen Triebniveau lernen.
Man kann bei manchen Übungen später, wenn der Hund sie beherrscht, auch mal mit einem sichtbaren MO arbeiten, wenn man mehr Trieb, Tempo usw. haben will.
Eine Kombination von Locken und Clickern macht die sehr erfolgreiche Mary Ray (Videos unter maryray.co.uk/movies.html) indem sie viele Übungen mit Handtarget oder sogar mit Futter in der Hand lehrt. Das geht da, weil der HF auch auf einem Turnier mit allen erdenklichen Sichtzeichen, Körpersprache usw. arbeiten darf.
Da wir das nicht dürfen, fang ich das erst gar nicht an, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt.
Wenn jemand mit Lockmotivation erfolgreich arbeitet und im Abbau der Hilfen kein Problem sieht, ist das völlig ok, solange er beim Lernen auf unangenehme Einwirkungen verzichtet.
Leider fällt vielen hier, egal ob Fährte, Apport, Leinenführigkeit, Freifolge, Kletterwand usw. immer nur Korrektur durch unangenehme Einwirkung ein.
Wer beim Lernen auf den Hund unangenehm einwirkt, hilft dem Hund nicht, sondern behindert ihn, sein Potential völlig zu entfalten. Ein Hund ist keine Maschine bei der man an einer Stelle mit dem Hammer arbeiten kann, ohne daß sich gleich die ganze Maschine verändert. Jede unangenehme Einwirkung beim Lernen von erwünschtem Verhalten verändert das GANZE Lebewesen Hund und seine Beziehung zum Training und zum HF.
Ich verzichte, wenn es nur irgendwie geht auf Locken, weil meine Erfahrung ist, daß der Hund über Clickershaping sehr viel schneller und präziser lernt, aktiver bleibt, nicht reaktiv wartet, intelligenter wird und auch in Streßsituationen nicht auf Hilfe von mir wartet (die ich ihm in einer Prüfung ja nicht geben kann), sondern sich selbst aus der Situation herausarbeiten kann.
PS Mein Kinderbeispiel hat die Kinderkrankheit aller Beispiele: es hinkt.
