04-04-2018, 20:04
Doch klar ohne Video geht es nicht - vieles sieht der HF erst damit (und versteht die Ansagen) - aber generell zum Reflektieren ist es das einzig wahre.
Das Video gefällt mir recht gut, von Dir und auch der HF recht ruhig... zumindest bemüht sie sich sehr. Zu der Story, die Du geschrieben hast passt es sehr gut.
Man sieht, dass die HF bei Kommandos und dem Leinengezuppel noch etwas unsicher ist /war. Dadurch passieren so typische Gezuppelfehler wie Leinenruck nach oben, obwohl der Hund nicht ganz durchliegt. Da merkt man die Unsicherheit, den Hund an der Leine festhalten zu wollen..wie gesagt sie bemüht sich unter Kontrolle zu halten, aber so ganz hält sie es noch nicht durch. Denke aber, das ist normal, wenn man Hund und HF umlernt. Da fehlte noch Sicherheit und Vertrauen, dass der Hund in ihrer Hand steht.
Das ist aber mit der Grund, warum ich inzwischen ein absoluter Fan der langen Leine und der zweiten Leinenperson bin. Die ist meist weniger emotionaler und meist technisch sauberer in den Einwirkungen und eben auch durch das Aussenbild meist sehr viel genauer. Sofern eben überhaupt Einwirkungen notwendig sind. Oft reicht schon, wenn diese Person die Anweisungen gibt, wie "Hund sitzt noch nicht ruhig - warten" - Jetzt - losgehen". Dann braucht es oft gar keine Einwirkungen. Die zweite Person ist auch cooler im Sinne von der Hund macht Blödsinn oder auch nicht - manchmal muss ein Hund auch Vertrauen und Sicherheit spüren. Zudem ist der HF dann oft auch klarer in seinem Führen und seinen Kommandos, weil er "nur auf sich" schauen muss, und nicht noch den Hund händeln muss...für viele ist das zuviel auf einmal...gar nicht böse gemeint. Somit wird der HF eben auch gefühlt immer "der gute" und man nimmt viel Stress vom Hund der mit dem halben Kopf hinten beim HF bleibt, ob der ihm nun was tut oder nicht... Leider gibt es halt immer wieder Teams oder kleine Gruppen, wo es keinen geeigneten zweiten Leinen-/HF-Helfer gibt.
Gerade solche Hunde würde ich auch sehr viel über Ruhe "nur ruhig sitzen/liegen/gehen führt zum Kommando und dann erst reagiert der Helfer" arbeiten, so wie Du es hier zeigst. Vielleicht sogar noch einen deutlicheren Ticken mit Reaktion warten, wenn der Hund wieder in der Leine steht, damit der Hund wirklich lernt, dass er anfängt und der Helfer "nur" reagiert. HF und Hund müssen merken, dass sie auslösen können und der HF nicht hilfloser Beifahrer bei einem verrückt gewordenen Ralleyfahrer geworden ist.
Das einzige was ich inzwischen nicht mehr mache ist das ruhige Halten einer toten Beute am HF abzufordern. Halten ja, aber ob der Hund schüttelt oder frei im Sitzen hält ist mir egal. Die meisten HF machen hier ganz schön Druck auf den Hund (ruhig halten) und das ist für das H-HF-Team oft schon wieder soviel unsinniger Kampf und Stress, das verkneife ich mir. Daher lasse ich auch üblicherweise sitzen und nicht liegen, damit der Hund den Arm nicht ablegen kann. Frei halten gibt Nackenmuskeln und v.a. geben die Hund dann oft sehr gerne her, weil sie froh sind, das schwere Ding nicht mehr halten zu müssen (weil sie selber halten und sich nicht mit dem halben Gewicht auf den HF-Arm abstützen kann). Ich lasse nur nicht zu, dass der Hund auf dem Ärmel rumtrampelt, oder hinwirft +rumbeisst - dann kommt er weg. Da es die Übung auch nicht in der Prüfung gibt, machen wir das gar nicht mehr.
VG
Anja
Das Video gefällt mir recht gut, von Dir und auch der HF recht ruhig... zumindest bemüht sie sich sehr. Zu der Story, die Du geschrieben hast passt es sehr gut.
Man sieht, dass die HF bei Kommandos und dem Leinengezuppel noch etwas unsicher ist /war. Dadurch passieren so typische Gezuppelfehler wie Leinenruck nach oben, obwohl der Hund nicht ganz durchliegt. Da merkt man die Unsicherheit, den Hund an der Leine festhalten zu wollen..wie gesagt sie bemüht sich unter Kontrolle zu halten, aber so ganz hält sie es noch nicht durch. Denke aber, das ist normal, wenn man Hund und HF umlernt. Da fehlte noch Sicherheit und Vertrauen, dass der Hund in ihrer Hand steht.
Das ist aber mit der Grund, warum ich inzwischen ein absoluter Fan der langen Leine und der zweiten Leinenperson bin. Die ist meist weniger emotionaler und meist technisch sauberer in den Einwirkungen und eben auch durch das Aussenbild meist sehr viel genauer. Sofern eben überhaupt Einwirkungen notwendig sind. Oft reicht schon, wenn diese Person die Anweisungen gibt, wie "Hund sitzt noch nicht ruhig - warten" - Jetzt - losgehen". Dann braucht es oft gar keine Einwirkungen. Die zweite Person ist auch cooler im Sinne von der Hund macht Blödsinn oder auch nicht - manchmal muss ein Hund auch Vertrauen und Sicherheit spüren. Zudem ist der HF dann oft auch klarer in seinem Führen und seinen Kommandos, weil er "nur auf sich" schauen muss, und nicht noch den Hund händeln muss...für viele ist das zuviel auf einmal...gar nicht böse gemeint. Somit wird der HF eben auch gefühlt immer "der gute" und man nimmt viel Stress vom Hund der mit dem halben Kopf hinten beim HF bleibt, ob der ihm nun was tut oder nicht... Leider gibt es halt immer wieder Teams oder kleine Gruppen, wo es keinen geeigneten zweiten Leinen-/HF-Helfer gibt.
Gerade solche Hunde würde ich auch sehr viel über Ruhe "nur ruhig sitzen/liegen/gehen führt zum Kommando und dann erst reagiert der Helfer" arbeiten, so wie Du es hier zeigst. Vielleicht sogar noch einen deutlicheren Ticken mit Reaktion warten, wenn der Hund wieder in der Leine steht, damit der Hund wirklich lernt, dass er anfängt und der Helfer "nur" reagiert. HF und Hund müssen merken, dass sie auslösen können und der HF nicht hilfloser Beifahrer bei einem verrückt gewordenen Ralleyfahrer geworden ist.
Das einzige was ich inzwischen nicht mehr mache ist das ruhige Halten einer toten Beute am HF abzufordern. Halten ja, aber ob der Hund schüttelt oder frei im Sitzen hält ist mir egal. Die meisten HF machen hier ganz schön Druck auf den Hund (ruhig halten) und das ist für das H-HF-Team oft schon wieder soviel unsinniger Kampf und Stress, das verkneife ich mir. Daher lasse ich auch üblicherweise sitzen und nicht liegen, damit der Hund den Arm nicht ablegen kann. Frei halten gibt Nackenmuskeln und v.a. geben die Hund dann oft sehr gerne her, weil sie froh sind, das schwere Ding nicht mehr halten zu müssen (weil sie selber halten und sich nicht mit dem halben Gewicht auf den HF-Arm abstützen kann). Ich lasse nur nicht zu, dass der Hund auf dem Ärmel rumtrampelt, oder hinwirft +rumbeisst - dann kommt er weg. Da es die Übung auch nicht in der Prüfung gibt, machen wir das gar nicht mehr.
VG
Anja

