01-03-2015, 15:03
Sicherlich ist eine valide Datensammlung für die Zucht vor dem Hintergrund einer kommenden Genotypisierung nicht nur nützlich, sondern auch zwingend erforderlich. Die Herausforderungen dabei sind aber aus meiner Sicht andere.
Welche Daten werden in der Datenbank veröffentlicht, nur Daten, die dem momentanen proklamierten Zuchtziel des Datenbankbetreibers als geeignet erscheinen oder ein weitreichender Datenpool der es jedem Züchter erlaubt die nach eigener Auffassung wichtigen Daten zu selektieren. Wie viele Hunde der Gesamtpopulation sind erfasst, wie werden die Daten gesammelt, wie zuverlässig sind die Daten, wem werden die Daten zur Verfügung gestellt nur Züchtern des eigenen Vereins, ....?
Werden auf Grundlage des Datenbestands Zuchtwerte (EBV) generiert oder stehen die Daten frei im Raum?
Wie sieht es mit der Schulung der Züchter zu diesem Thema aus?
Wie mit der Qualifikation der Züchter insgesamt?
Wie hier ja nun schon mehrfach angeklungen ist, sehen einige hier ein größeres Problem, denn wenn es zu Verpaarungen kommen sollte, wo auf Grundlage des Datenbestands schon von vornherein abzusehen ist, das kranke Hunde produziert werden, hat der Züchter bei
Schadensersatzansprüchen der Käufer eine Herausforderung um es mal milde auszudrücken.
Man sollte mich hier nicht falsch verstehen, ich bin ein Verfechter der Genotypisierung, alleine schon vor dem
Hintergrund einer dadurch mit weniger (das habe ich bewusst genutzt) erblich bedingten Erkrankungen behafteten Rasse. Zum Anderen wird es zwangsläufig ehrlicher werden.
Eine frühe Verwendung in der Zucht bringt aus meiner Sicht keine Vorteile.
Viele Probleme werden erst im Laufe des Hundelebens erkennbar, da hat dieser Hund aber unter Umständen schon einige Dutzend Nachkommen mit den gleichen Problemen produziert. Wie sollen denn diese Probleme erfasst werden, wenn große Teile der Nachkommen in der Welt verteilt, in einen anderen Verein gewechselt oder in Liebhaber Hand sind? Da hilft eine wie auch immer geartete Sichtung nicht sonderlich viel. Wie erfolgreich der frühe Zuchteinsatz in der Vergangenheit war, sieht man an der gesamten Gebrauchshundepopulation heute.
Alleine durch den fehlenden Zugriff auf die Nachzucht ist eine Beurteilung in meinen Augen sinnvoll nicht möglich, von einer reinen Genotypisierung mal abgesehen, denn Blut abnehmen kann man, macht man, auch beim Welpen.
Bevor jetzt wieder gerufen wird die DDR hat doch auch, nein die haben experimentiert und phenotypisiert und das nur bei einigen wenigen Parametern und hatten nicht permanent eine Schadenersatzklage im Nacken. Das Instrument der Genotypisierung stand da noch nicht zur Verfügung und ein Tierschutzgesetz in der heutigen Form auch nicht.
Außerdem war die Zucht ein geschlossenes System. Wie viele Hunde haben das Land, den Verein und damit den Einfluss der Zuchtverantwortlichen denn verlassen.
Ausserdem wäre es ganz nett, wenn man sich bei den sogenannten Leistungslinien auf der Terminus Sporthundelinien einigen
könnte, es gibt tatsächlich eine Hundewelt außerhalb des IPO-Platzes.
Denn Leistung wird auch an anderer Stelle gebracht.
Welche Daten werden in der Datenbank veröffentlicht, nur Daten, die dem momentanen proklamierten Zuchtziel des Datenbankbetreibers als geeignet erscheinen oder ein weitreichender Datenpool der es jedem Züchter erlaubt die nach eigener Auffassung wichtigen Daten zu selektieren. Wie viele Hunde der Gesamtpopulation sind erfasst, wie werden die Daten gesammelt, wie zuverlässig sind die Daten, wem werden die Daten zur Verfügung gestellt nur Züchtern des eigenen Vereins, ....?
Werden auf Grundlage des Datenbestands Zuchtwerte (EBV) generiert oder stehen die Daten frei im Raum?
Wie sieht es mit der Schulung der Züchter zu diesem Thema aus?
Wie mit der Qualifikation der Züchter insgesamt?
Wie hier ja nun schon mehrfach angeklungen ist, sehen einige hier ein größeres Problem, denn wenn es zu Verpaarungen kommen sollte, wo auf Grundlage des Datenbestands schon von vornherein abzusehen ist, das kranke Hunde produziert werden, hat der Züchter bei
Schadensersatzansprüchen der Käufer eine Herausforderung um es mal milde auszudrücken.
Man sollte mich hier nicht falsch verstehen, ich bin ein Verfechter der Genotypisierung, alleine schon vor dem
Hintergrund einer dadurch mit weniger (das habe ich bewusst genutzt) erblich bedingten Erkrankungen behafteten Rasse. Zum Anderen wird es zwangsläufig ehrlicher werden.
Eine frühe Verwendung in der Zucht bringt aus meiner Sicht keine Vorteile.
Viele Probleme werden erst im Laufe des Hundelebens erkennbar, da hat dieser Hund aber unter Umständen schon einige Dutzend Nachkommen mit den gleichen Problemen produziert. Wie sollen denn diese Probleme erfasst werden, wenn große Teile der Nachkommen in der Welt verteilt, in einen anderen Verein gewechselt oder in Liebhaber Hand sind? Da hilft eine wie auch immer geartete Sichtung nicht sonderlich viel. Wie erfolgreich der frühe Zuchteinsatz in der Vergangenheit war, sieht man an der gesamten Gebrauchshundepopulation heute.
Alleine durch den fehlenden Zugriff auf die Nachzucht ist eine Beurteilung in meinen Augen sinnvoll nicht möglich, von einer reinen Genotypisierung mal abgesehen, denn Blut abnehmen kann man, macht man, auch beim Welpen.
Bevor jetzt wieder gerufen wird die DDR hat doch auch, nein die haben experimentiert und phenotypisiert und das nur bei einigen wenigen Parametern und hatten nicht permanent eine Schadenersatzklage im Nacken. Das Instrument der Genotypisierung stand da noch nicht zur Verfügung und ein Tierschutzgesetz in der heutigen Form auch nicht.
Außerdem war die Zucht ein geschlossenes System. Wie viele Hunde haben das Land, den Verein und damit den Einfluss der Zuchtverantwortlichen denn verlassen.
Ausserdem wäre es ganz nett, wenn man sich bei den sogenannten Leistungslinien auf der Terminus Sporthundelinien einigen
könnte, es gibt tatsächlich eine Hundewelt außerhalb des IPO-Platzes.
Denn Leistung wird auch an anderer Stelle gebracht.
potius stans mori quam vivere posito genu


