03-01-2014, 14:01
Hallo,
ausgehend von der Analyse, dass der Hund eher zur Hektik bzw. Hyperaktivität neigt, also eher eine niedrige Reizschwelle hat und sehr schnell in den roten Bereich fährt, denke ich nicht, dass es viel Sinn macht hier gegen die Natur den Hundes zu arbeiten.
Jeder Hund hat seinen "Wohlfühlbereich" in dem er sicher ist. Bei den optimal veranlagten Hunden, die auch für begrenzt talentierte Helfer gut zu arbeiten sind, ist das Fundament die Beute. Ist dieser Bereich belastbar genug vorhanden, kann eigentlich nicht viel schief gehen... wenn man ein paar Grundregeln beherzigt.
Hast Du allerdings eher so einen kleinen Hektiker, muss der erstmal generell arbeitsbereit gemacht werden. Häufig sind diese Hunde sehr kitzelig und schnell da, wenn es um das Aufmachen der Aggression geht. Diese wird bei dem Typus Hund schon angesprochen, wenn der Helfer teilweise noch denkt, er macht Beute. Versucht nun hier der Hundeführer noch zu regeln bzw. die Sache zu deckeln, geht das alles meistens ins genaue Gegenteil. Wenn der Hund im Trieb spulen will, lass ihn spulen... versuchst Du zu regeln, wird das eher noch mehr bzw. kommt der Hund irgendwann komplett ins Drehen.
Da ich viel mit Riesenschnauzern arbeite, ist mir das nicht wirklich neu. Habe diese Typen von Hunden sehr häufig: nervlich etwas angekratzt, Beutebereich eher mittelmäßig, Aggression überwiegt sehr stark. Diese Hunde haben eher Spaß daran, sich mit dem Helfer zu prügeln als die Beute durch die Gegend zu tragen.
Ich reiße bei diesen Hunden gezielt die Aggression auf, spreche sie also in den Bereichen an, in denen sie sich von Natur als am wohlsten fühlen. Gerade im Aufbau hat das Regeln der Triebbereiche über den Gehorsam m. M. nach einen eher gegenteiligen Effekt. Ich ziehe also die Bereiche klar auseinander. Sehen kannst Du das hier: http://www.working-dog.eu/dogs-details/3...enspeicher beim Video "Schutzdienst Januar 2012".
So ungefähr mache ich das... wobei ich heute die Bereiche noch klarer trenne und in der Aggressionsarbeit das "Beißen des Helfers" versuche zu unterbinden und eher in ein "beeindrucke den Helfer durch druckvolles Bellen" umzuwandeln. Das hat den Vorteil, dass ein "Beißen im Kopf" nur in Verbindung mit Beute stattfindet und ein Beißen des Helfer nicht mehr als Option vorkommt. Es ist schwer zu erklären, davon habe ich auch kein aktuelles Video, daher nur der Stand meiner Arbeit von vor ca. 2 Jahren.
Viele Grüße
Sören
ausgehend von der Analyse, dass der Hund eher zur Hektik bzw. Hyperaktivität neigt, also eher eine niedrige Reizschwelle hat und sehr schnell in den roten Bereich fährt, denke ich nicht, dass es viel Sinn macht hier gegen die Natur den Hundes zu arbeiten.
Jeder Hund hat seinen "Wohlfühlbereich" in dem er sicher ist. Bei den optimal veranlagten Hunden, die auch für begrenzt talentierte Helfer gut zu arbeiten sind, ist das Fundament die Beute. Ist dieser Bereich belastbar genug vorhanden, kann eigentlich nicht viel schief gehen... wenn man ein paar Grundregeln beherzigt.
Hast Du allerdings eher so einen kleinen Hektiker, muss der erstmal generell arbeitsbereit gemacht werden. Häufig sind diese Hunde sehr kitzelig und schnell da, wenn es um das Aufmachen der Aggression geht. Diese wird bei dem Typus Hund schon angesprochen, wenn der Helfer teilweise noch denkt, er macht Beute. Versucht nun hier der Hundeführer noch zu regeln bzw. die Sache zu deckeln, geht das alles meistens ins genaue Gegenteil. Wenn der Hund im Trieb spulen will, lass ihn spulen... versuchst Du zu regeln, wird das eher noch mehr bzw. kommt der Hund irgendwann komplett ins Drehen.
Da ich viel mit Riesenschnauzern arbeite, ist mir das nicht wirklich neu. Habe diese Typen von Hunden sehr häufig: nervlich etwas angekratzt, Beutebereich eher mittelmäßig, Aggression überwiegt sehr stark. Diese Hunde haben eher Spaß daran, sich mit dem Helfer zu prügeln als die Beute durch die Gegend zu tragen.
Ich reiße bei diesen Hunden gezielt die Aggression auf, spreche sie also in den Bereichen an, in denen sie sich von Natur als am wohlsten fühlen. Gerade im Aufbau hat das Regeln der Triebbereiche über den Gehorsam m. M. nach einen eher gegenteiligen Effekt. Ich ziehe also die Bereiche klar auseinander. Sehen kannst Du das hier: http://www.working-dog.eu/dogs-details/3...enspeicher beim Video "Schutzdienst Januar 2012".
So ungefähr mache ich das... wobei ich heute die Bereiche noch klarer trenne und in der Aggressionsarbeit das "Beißen des Helfers" versuche zu unterbinden und eher in ein "beeindrucke den Helfer durch druckvolles Bellen" umzuwandeln. Das hat den Vorteil, dass ein "Beißen im Kopf" nur in Verbindung mit Beute stattfindet und ein Beißen des Helfer nicht mehr als Option vorkommt. Es ist schwer zu erklären, davon habe ich auch kein aktuelles Video, daher nur der Stand meiner Arbeit von vor ca. 2 Jahren.
Viele Grüße
Sören

