06-04-2018, 21:04
Glaubt mir, das ist ein Schwätzer.
Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:
Drücken und Ziehen.
Drücken und Ziehen.
|
Moderner Aufbau Schutzdienst
|
|
06-04-2018, 21:04
Glaubt mir, das ist ein Schwätzer.
Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:
Drücken und Ziehen.
06-04-2018, 23:04
Woher diese Gewissheit ?
07-04-2018, 08:04
ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184233#post184233 schrieb:der jeweilige Hund bestimmt die Form der Belohnung. Der eine willDas geben oder überlassen einer Belohnung, im Schutzdienst das überlassen von Hetzarm, Kissen oder andere Beuteobjekte, entsteht unweigerlich die Situation, die Belohnung dem Hund wieder weg nehmen zu müssen. Auch hier könnte der Eindruck einer Pseudobelohnung für den Hund entstehen. Nicht so wenn der Hund lernt das es gar nicht nur um die Beute geht, sondern um die Aufgabe schlecht hin. Das kontrollieren des Helfers durch das Beißen, das kontrollieren des Hundeführers durch gehorsam, werden als Belohnung empfunden. Ich merke das ich Hunde, die schon einen Ausbildungsstand haben, nur noch sehr selten die Beute überlasse. Es entsteht eine Situation wie sie in der Prüfung ist. Dabei bleibe ich variable in den Abläufen oder Aufgaben die der Hund zu erfüllen hat. Der Fokus des Hundes geht weg von der Gier nach der Beute, hin zu, welche Herausforderungen warten heute auf mich. Was ich zum Ausdruck bringen möchte. Viele machen sich wegen einer Einwirkung keine Gedanken, sie gehört einfach dazu, genauso ist es mit der Belohnung, sie gehört einfach dazu. Wenn man aber ein Training organisieren kann, bei dem weder die Bestrafung noch die Belohnung tragendes Element ist, sondern die Aufgabe, kann man getrost sagen, .....wennn der Hund will was er soll!
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
07-04-2018, 09:04
Weil es ja immer einfacher ist im Video
etwas dazustellen als wenn man darüber nur schreibt, habe ich ein kleines Video dazu. Die Hundeführerin ist erst 13 Jahre alt gewesen, das gab es zu berücksichtigen. Leider hat sie das Training abgebrochen, wie das so ist bei Jugendlichen ist, andere Dinge werden interessanter und Reizvoller. Zur Sache mit der Belohnung beim Schd Training. Die Hündin hat in der gesamten Session nicht einmal wirklich die Belohnung Beute überlassen bekommen. Sie durfte die Belohnung halten, aber nicht damit durch die Gegend rennen oder diese sonst wie auseinander nehmen. Trotzdem konnte die Hündin Erfolge ausleben, obwohl die Hundeführerin die Kontrolle nicht aus der Hand gegeben hat. Es soll der Eindruck entstehen, für beide, zusammen zu Arbeiten und die Aufgabe zu erfüllen. Am Ende darf die Hündin dann die Beute vom Platz tragen, Aber auch dort, am Auto, gibt es Regeln die beide einhalten müssen. PS: Es ist Wochenende, alle können Videos machen, die Sonne scheint :daumenhoch: [media]https://youtu.be/DSIZCSFiqeo[/media]
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
07-04-2018, 10:04
Detlef, ich hab gestern meinen ganzen Rechner nach den diversen kleinen Filmchen durchsucht, die wir im letzten Sommer gegenseitig mit Handys gemacht haben
. Leider war ich zu pc-blond, die hier einzustellen . Darum hab ich Dich bei WD angetickert _b_ !LG Bine
07-04-2018, 11:04
dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184257#post184257 schrieb:Nicht so wenn der Hund lernt das es gar nicht nur um die Beute geht, Das ist leider zu viel um die Ecke gedacht. Das Beißen nutzen wir als Verstärker des Gehorsams. Von daher kann man den Hund auch nur mit Beißen bestätigen ohne Beuteeroberung. Ihn die Beute erobern lassen und mit ihr machen dürfen, was der Hund will, ist der Verstärker für das Beißen. Das Sitzen mit leerem Ärmel verstärkt nichts, sondern ist einfach eine weitere Gehorsamsübung. In der modernen Ausbildung aber schauen wir am Anfang immer, dass wir die besten Möglichkeiten der Verstärkung nutzen bevor wir eine neue Übung beginnen. Später gilt: ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184229#post184229 schrieb:Belohnung Dass man auch mit aus Sicht der modernen Ausbildung suboptimaler Verstärkung etwas erreichen kann, zeigen ja deine Videos.
07-04-2018, 19:04
ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184260#post184260 schrieb:In der modernen Ausbildung aber schauenWie lange dauert denn der Anfang? Wenn man für jede Übung eine Verstärkung braucht, der Hund also die Belohnung bekommt, wann kommt man dann dazu ein oder zwei Übungen abzufragen? Ich Frage mich auch, wie du den Hund belohnst, wenn er gehorsam die erhaltene Belohnung abgeben soll, oder gibt es dafür nichts? :?:
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
07-04-2018, 19:04
Das Aus und die
Duldung der Wegnahme verstärken wir am Anfang sofort wieder durch Beißen (kennt er schon als Welpe: Aus...Pack). Verstärker wirken am besten innerhalb von 3 Sekunden. Später durch den Beginn eines neuen Zyklus, den der Hund als Verhaltenskette kennt, an dessen Ende wieder das Beißen steht. Dieser neue Zyklus sollte am besten auch nach spätestens 3 Sekunden beginnen, damit er als Verstärker wirken kann. Sitzt die Verknüpfung (Aus --- es geht weiter mit neuem Zyklus und Aussicht auf Beißen), spielt die 3 Sekundenregel keine Rolle mehr, weil die Handlungen des HF und des Helfers (Übergabe des Ärmels) als vertraute Brücke des Fortgangs dienen. Eine Pseudobelohnung ist also immer ausgeschlossen. Beschiss findet nicht statt. Wie lange der Anfang (Gehorsam...Beißen...Ärmel bekommen...Ärmel abgeben...Beißen) dauert und die erste Kette beginnt (Gehorsam...Beißen...Aus...Gehorsam...Beißen...Ärmel bekommen...Ärmel abgeben...Beißen) hängt vom konkreten Hund ab. Wichtig ist, dass er weiß, wie es weitergeht (er also dieses zugefügte Kettenglied schon vorher isoliert gelernt hat mit: Gehorsam...Beißen...Ärmel bekommen...Ärmel abgeben...Beißen) , damit das eine Verhalten als positiv besetzter Ankündiger des nächsten verstärkend wirken kann. Also keine Überraschungen beim Aufbau der Gesamtkette. So ist das ja dann auch in der Prüfung: eine bekannte Kette.
07-04-2018, 20:04
Wenn du also nach dem Premack Prinzip trainierst,
macht es Sinn die erlernten Verhaltensweisen (Kette) von hinten nach vorne aufzubauen. Seitentransport, Beißphase, Ablassen, Gehorsam zur Lauerstellung usw usw usw Ist das Übertrieben oder ein mögliches Szenario?
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
07-04-2018, 21:04
Wann man welche Kettenglieder aufbaut, hängt vom Reifegrad und
von der Technik des Hundes ab. Mir ging es jetzt nur um den gezielten Einsatz von Verstärkern vs Pseudobelohnung und falschem Duldungsgehorsam. Das gilt für das gesamte Training als Prinzip. Kein Sitzen mit Ärmel im Maul, schon gar nicht vor dem Helfer. Kein Streicheln des Hundekopfes durch den Helfer, wie auf deinem Video. Das sind alles noch Überreste der alten Ausbildung, vermute ich mal. |
|
|