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Moderner Aufbau Schutzdienst
Glaubt mir, das ist ein Schwätzer.
Zwei Worte, die mir im Leben alle Türen öffnen:

Drücken und Ziehen.
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Woher diese Gewissheit ?
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ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184233#post184233 schrieb:der jeweilige Hund bestimmt die Form der Belohnung. Der eine will
rumrennen, der andere schütteln, noch einer läuft zum HF oder
Helfer wegen Zerrspiel. Das machen wir, wie der Hund es will, damit
es eine echte Belohnung ist. Erst danach geht es mit Lernen weiter.
Das macht der Hund eben nach echter Belohnung dann motivierter und effektiver
als nach gefakter Pseudobelohnung.
Das geben oder überlassen einer Belohnung,
im Schutzdienst das überlassen von Hetzarm, Kissen oder andere Beuteobjekte,
entsteht unweigerlich die Situation, die Belohnung dem Hund
wieder weg nehmen zu müssen. Auch hier könnte der Eindruck einer
Pseudobelohnung für den Hund entstehen.

Nicht so wenn der Hund lernt das es gar nicht nur um die Beute geht,
sondern um die Aufgabe schlecht hin. Das kontrollieren des Helfers durch das Beißen,
das kontrollieren des Hundeführers durch gehorsam, werden als Belohnung empfunden.

Ich merke das ich Hunde, die schon einen Ausbildungsstand haben,
nur noch sehr selten die Beute überlasse. Es entsteht eine Situation
wie sie in der Prüfung ist.

Dabei bleibe ich variable in den Abläufen oder Aufgaben
die der Hund zu erfüllen hat.

Der Fokus des Hundes geht weg von der Gier nach der Beute,
hin zu, welche Herausforderungen warten heute auf mich.

Was ich zum Ausdruck bringen möchte.
Viele machen sich wegen einer Einwirkung keine Gedanken,
sie gehört einfach dazu, genauso ist es mit der Belohnung,
sie gehört einfach dazu.

Wenn man aber ein Training organisieren kann,
bei dem weder die Bestrafung noch die Belohnung
tragendes Element ist, sondern die Aufgabe, kann man getrost sagen,

.....wennn der Hund will was er soll!
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Weil es ja immer einfacher ist im Video
etwas dazustellen als wenn man darüber nur schreibt,
habe ich ein kleines Video dazu.

Die Hundeführerin ist erst 13 Jahre alt gewesen,
das gab es zu berücksichtigen. Leider hat sie das
Training abgebrochen, wie das so ist bei Jugendlichen ist,
andere Dinge werden interessanter und Reizvoller.

Zur Sache mit der Belohnung beim Schd Training.
Die Hündin hat in der gesamten Session
nicht einmal wirklich die Belohnung Beute
überlassen bekommen. Sie durfte die Belohnung halten,
aber nicht damit durch die Gegend rennen oder
diese sonst wie auseinander nehmen.

Trotzdem konnte die Hündin Erfolge ausleben,
obwohl die Hundeführerin die Kontrolle nicht aus der
Hand gegeben hat. Es soll der Eindruck entstehen, für beide,
zusammen zu Arbeiten und die Aufgabe zu erfüllen.

Am Ende darf die Hündin dann die Beute vom Platz tragen,
Aber auch dort, am Auto, gibt es Regeln die beide einhalten müssen.

PS: Es ist Wochenende, alle können Videos machen, die Sonne scheint :daumenhoch:

[media]https://youtu.be/DSIZCSFiqeo[/media]
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Detlef, ich hab gestern meinen ganzen Rechner nach den diversen kleinen Filmchen durchsucht, die wir im letzten Sommer gegenseitig mit Handys gemacht haben Smile. Leider war ich zu pc-blond, die hier einzustellen Sad. Darum hab ich Dich bei WD angetickert _b_ !

LG

Bine
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dberensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184257#post184257 schrieb:Nicht so wenn der Hund lernt das es gar nicht nur um die Beute geht,
sondern um die Aufgabe schlecht hin. Das kontrollieren des Helfers durch das Beißen,
das kontrollieren des Hundeführers durch gehorsam, werden als Belohnung empfunden.


Das ist leider zu viel um die Ecke gedacht.

Das Beißen nutzen wir als Verstärker
des Gehorsams. Von daher kann man den Hund auch nur mit Beißen
bestätigen ohne Beuteeroberung.

Ihn die Beute erobern lassen und mit
ihr machen dürfen, was der Hund will, ist der Verstärker für das
Beißen.

Das Sitzen mit leerem Ärmel verstärkt
nichts, sondern ist einfach eine weitere Gehorsamsübung.

In der modernen Ausbildung aber schauen
wir am Anfang immer, dass wir die besten Möglichkeiten der Verstärkung
nutzen bevor wir eine neue Übung beginnen.

Später gilt:
ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184229#post184229 schrieb:Belohnung
ist bei uns immer beißen dürfen und manchmal auch
Ärmel erobern
und behalten dürfen zur freien Verfügung für eine
begrenzte
Dauer.


Dass man auch mit aus Sicht der modernen Ausbildung
suboptimaler Verstärkung etwas erreichen kann,
zeigen ja deine Videos.
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ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184260#post184260 schrieb:In der modernen Ausbildung aber schauen
wir am Anfang immer, dass wir die besten Möglichkeiten der Verstärkung
nutzen bevor wir eine neue Übung beginnen.
Wie lange dauert denn der Anfang?
Wenn man für jede Übung eine Verstärkung braucht,
der Hund also die Belohnung bekommt,
wann kommt man dann dazu ein oder zwei Übungen abzufragen?

Ich Frage mich auch, wie du den Hund belohnst,
wenn er gehorsam die erhaltene Belohnung abgeben soll,
oder gibt es dafür nichts? :?:
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Das Aus und die
Duldung der Wegnahme verstärken wir am Anfang sofort wieder durch
Beißen (kennt er schon als Welpe: Aus...Pack). Verstärker wirken am
besten innerhalb von 3 Sekunden.
Später durch den Beginn eines neuen
Zyklus, den der Hund als Verhaltenskette kennt, an dessen Ende wieder
das Beißen steht. Dieser neue Zyklus sollte am besten auch nach
spätestens 3 Sekunden beginnen, damit er als Verstärker wirken
kann. Sitzt die Verknüpfung (Aus --- es geht weiter mit neuem Zyklus
und Aussicht auf Beißen), spielt die 3 Sekundenregel keine Rolle
mehr, weil die Handlungen des HF und des Helfers (Übergabe des
Ärmels) als vertraute Brücke des Fortgangs dienen.

Eine Pseudobelohnung ist also immer ausgeschlossen.
Beschiss findet nicht statt.

Wie lange der
Anfang (Gehorsam...Beißen...Ärmel bekommen...Ärmel
abgeben...Beißen) dauert und die erste Kette beginnt
(Gehorsam...Beißen...Aus...Gehorsam...Beißen...Ärmel
bekommen...Ärmel abgeben...Beißen) hängt vom konkreten Hund ab.
Wichtig ist, dass er weiß, wie es weitergeht (er also dieses
zugefügte Kettenglied schon vorher isoliert gelernt hat mit:
Gehorsam...Beißen...Ärmel bekommen...Ärmel abgeben...Beißen) ,
damit das eine Verhalten als positiv besetzter Ankündiger des
nächsten verstärkend wirken kann. Also keine Überraschungen beim
Aufbau der Gesamtkette. So ist das ja dann auch in der Prüfung:
eine bekannte Kette.
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Wenn du also nach dem Premack Prinzip trainierst,
macht es Sinn die erlernten Verhaltensweisen (Kette)
von hinten nach vorne aufzubauen.

Seitentransport, Beißphase, Ablassen, Gehorsam zur Lauerstellung
usw usw usw

Ist das Übertrieben oder ein mögliches Szenario?
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Wann man welche Kettenglieder aufbaut, hängt vom Reifegrad und
von der Technik des Hundes ab.

Mir ging es jetzt nur um den gezielten Einsatz von Verstärkern vs
Pseudobelohnung und falschem Duldungsgehorsam. Das gilt für das
gesamte Training als Prinzip. Kein Sitzen mit Ärmel im Maul, schon
gar nicht vor dem Helfer. Kein Streicheln des Hundekopfes durch den
Helfer, wie auf deinem Video. Das sind alles noch Überreste der
alten Ausbildung, vermute ich mal.
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