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Moderner Aufbau Schutzdienst
Ich habe meine letzen vier Hunde so ausgebildet, dass es für sie ein gutes Gefühl ist mit einer Beute (egal ob Ärmel, Apportel oder Ball) zu mir zu kommen und sie gemeinsam zu feiern. Von Welpe an werden sie mit der Beute im Fang ruhig gelobt und gestreichelt. Ich hocke mich neben sie und streichel ihnen ruhig den ganzen Rücken entlang. Egal ob sie sitzen, stehen, oder liegen. Sie fahren dann völlig runter und genießen die Situation. Fürs ablassen, was dann auch in völliger Ruhe geschieht, bekommen sie ein Leckerlie. Das funktioniert beim Welpen auch noch gut im SD. Ich hatte bei diesen Hunden nie Konflikte mit Hund - Beute - Ablassen (egal ob beim Helfer oder bei mir). Und sie sind solange ruhig, bis ich sie wieder anstelle und wir gemeinsam in den "Kampf" gehen.

Das Feindbild Helfer ist doch relativ. Bei mir ist oft mein Mann der Helfer (der auch oft seinen eigenen Hund hetzen muss), oder eine Freundin, die im Ärmel steht und sich aber auch sonst mit unseren Hunden beschäftigt. Hat eine Person einen Ärmel, ist die Schmusestunde vorbei.

@ma-re-sa, du bist mir zu global in deiner Ansicht. Mir fehlt hier das Individuum. Tinka, Bine etc., zeigen immer wieder deutlich auf wie unterschiedlich ihre Hunde sind. Auch meine Hunde und die die wir auf dem Platz arbeiten, sind völlig unterschiedlich und werden unterschiedlich gearbeitet. Da gibt es nicht die EINE Arbeitsweise.
LG
Nora
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Ich glaube, modern ausbilden kann man nur, wenn man erkennt wie sein Hund tickt und ihn dort abholen kann wo er steht, und ob der Hund das auch leisten kann, was ich von ihm erwarte. .. Und nicht immer passt die eine Methode ( das Wort finde ich schön gruselig).
Auch gibt es Hund Mensch Konstellationen die ggf. vom Typ her gar nicht zusammen passen, das zu erkennen, kann auch Leid auf beiden Seiten ersparen, ( eine Erfahrung die ich erst kürzlich machen durfte).
Ich glaube oder behaupte, beim Hund gibt es wie beim Menschen unterschiedliche Lerntypen, an die man dann sein Training individuell anpassen sollte.
Gruß Steffi ...
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Nora, da bin ich bei Dir. Ich habe drei Hunde, jeder unterscheidet sich völlig vom anderen. Jeder fühlt sich mit einer anderen Bestätigung wohl. Die Lerngesetze funktionieren bei jedem gleich, aber die Mittel, die man anwendet, die unterscheiden sich.

LG
Bine
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Guten Morgen Detlef,

Das muss ja nicht unbedingt was mit „sich trauen“ zu tun haben.

Mag ja sein, dass, nun nicht bei Alex im speziellen, ich kenne ihn ja nicht, sondern als Auswirkung eines Vertrauensbruches oder anderen Gründen des Unwohlseins sich das so bei einigen Hunden zeigt.

Tatsächlich aber würde ich das, was der Hund will, als Belohnu gsfsktor nutzen und nicht unbedingt dagegen arbeiten.

Dir hatte ich es ja grade vor kurzen mit meinem bellfreudigen Hund geschrieben...
Prognosen und Tips waren: mach das frühzeitig weg, sonst kriegst Du das nicht mehr unter Kontrolle...( jetzt nicht von Dir)

N scheiß habe ich... gefördert habe ich es bis zum abwinken... Und kann es super kontrollieren, ohne ihn jetzt in irgendeiner Weise habe manuell korrigieren zu müssen. Als Belohnung gerne genommen. Gas machen...

Weiterhin nutze ich auch das Aus nur noch am Helfer, bei mir selbst heißt es abgeben.

Kommt das -aus-an der “toten“ Beute, dann spucken unsere Hunde und richten sich, je nach Phonetik beim Aus entweder treibend oder stumm gegen den Figuranten.

Auch mein eigentlich bellfreudiger Hund ist entsprechend dann sehr still oder sehr laut, dabei auch stumm druckvoll, aber in sich kontrolliert.
Er beherrscht eben die Situation.

Und so möchte ICH das haben. Und da setze ich eben auf die Stärken im Hund und bearbeite darüber seine -Schwächen-

Verhält so ein wenig wie früher,
so ein wenig wie früher, als man den Linkshändern das mit rechts schreiben vorgeschrieben hat...

Am Ende waren die Wörter gleich geschrieben, aber bei dem einen wurde von vornherein gegen das Naturell gearbeitet, während der andere sofort losschreiben wollte.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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Reinhard, wir schreiben doch jetzt hier von Kooperation.
Die Frage ist doch:
Muss man die erzwingen, oder kann man die fördern und wenn ja wie.

Ich sehe überall Hunde die super klasse bellen, die super klasse beißen,
die aber Probleme haben zu hören, und dann ist das erste mittel der Wahl
immer das erzwingen, man setzt mit negativen Reizen Gehorsam durch.
Die zweite Wahl ist es, zu betrügen, man macht dem Hund vor das er eine Ersatzbelohnung bekommt.

Die Probleme auf den Hundeplätzen ergeben sich nicht durch das Beißen oder Bellen,
sondern beim Hören. Dadurch leidet die Hund Hundeführer Beziehung. Der Führer wird zum Konkurenten,
zum Gegner, der Hund arbeitet nun an zwei Fronten.

Das ist z.B. Ein Grund warum Hunde mit der Beute nicht zurück kommen.
Das ist auch der Grund warum keiner von seinem Training Videos posten kann oder will.

Man trainiert in Abhängigkeit von negativen Verstärken oder Bestrafungen.
Der Mainstream will das aber nicht, das ist nicht gut für das Immage oder sogar verboten.

Es ist natürlich blödsinn zu behaupten es geht ohne diese Elemente,
aber es gibt auch Möglichkeiten Kooperation von Anfang an zu fördern.

Das passiert aber nicht sehr oft. Das Training beschränkt sich darauf
den Helfer zu verjagen, zu beherrschen, auseinander zu nehmen.

Das wird auch gerne im Video gezeigt, aber die Teile in denen
der Hund kooperieren muss, werden raus geschnitten.

Ich würde gerne mal Videos von einigen Hunden hier sehen,
in denen unter hoher trieblicher Appetenz, die Hunde auch hören,
und darüber Erkenntnisse bekommen wie das gemacht wurde.
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Meiner Meinung nach gibt es vier Schwerpunktprobleme, die immer wieder auftreten, und sich wechselseitig dann potenzieren können.

1. Das sich nicht lösen können vom Gedanken des Endverhaltens in den Lernphasen, was schnell zu Überforderung und Unlust führt.

2. Schwarz/weiße Ausbildung mit der entsprechenden Konsequenz (wo ich bei MIR am ehesten ansetzen würde, wäre ich ein anderer :-) )

3. Langeweile im Hund durch Gewöhnung.

4. die Stimmung im Hund nicht erkennen zu können

und das ist eher das, was beim Hund die Kooperationsfähigkeit einschränkt, behindert oder ganz wegnimmt.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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Deine 4. Schwerpunkte in der Summe:
Nicht hören und nicht kooperieren. Sag ich doch.

Heutzutage fallen die wenigsten Hunde in der Prüfung durch
nicht weil sie nicht bellen oder beißen,
sondern weil sie nicht ablassen oder ungehorsam sind.

Aus dem selben Grund werden auch immer weniger Hunde
zu einer Prüfung gemeldet. Ist jedenfalls mein Beobachtung.
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Es liegt aber nicht am Hund, dass er das nicht will...
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184219#post184219 schrieb:Es liegt aber nicht am Hund, dass er das nicht will...
Nein, natürlich nicht!
Es liegt an der Ausbildung.
Das was ich jetzt gerne wissen würde ist,
wie du es machst das er „will“.
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Wie soll ich das beschreiben?

Ich nutze die Momente, wo er mir gegenüber sehr aufgeschlossen ist und fülle diese mit Inhalt, die ich irgendwann gebrauchen kann.

Zu Beginn in reizarmer Umgebung, dann unter erschwerten Bedingungen.

Welche Zeitfenster, das entscheidet der Hund alleine. Welches Ziel, das entscheide ich als HF.

Bilde ich prüfungsorientiert aus, so muss sich das Training auch wie eine Prüfungssituation darstellen, für Hund und Hundeführer. Dann sollte es einfacher sein. Meist aber unterscheidet sich das doch ganz extrem.

Das Problem , was Du nennst, das ist doch eher die Prüfungssituation, wenn alles runter vom Hund ist, Du Dich auf Korrekturhilfen, welcher Art auch immer, und Seilschaften nicht mehr verlassen kannst.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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