Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Meideverhalten im SD abstellen
„Wenn Du mich nach
wünschenswerten Veränderungen in der PO fragen würdest, dann wäre die
Steigerung körperlicher Anforderungen mein Hauptpunkt. Weitsprung, Einführung
eines Voraus über eine nur zur Rückseite abgeschrägte Steilwand,
Punktedifferenzen je nach vom HF gewählter und vom Hund bewältigter Weite und
Höhe, das fände ich in Ordnung.“




Höher, schneller, weiter.... das ist ja wieder typisch
Sport. Die Sportmarionetten, die wegen der noch gültigen Richtweise immer noch
weit vorne laufen, dürfen nicht der Massstab sein. Malis und SV-DSH sind
Sporthunde. Da sollte man sich gar nicht mit vergleichen wollen, aber es gibt
ja nur IPO Prüfungen, die vom VDH angeboten werden. Also läuft es immer noch
auf einen unfairen Vergleichswettkampf
hinaus.


Denn bei den Gebrauchshunden geht es um Triebqualitäten. (Natürlich
auch um körperliche Fähigkeiten. In der Körung 2 springen die Gebrauchshunde
1,30 m.) Aber die Rückbesinnung auf den Gebrauchshund stellt die
Triebqualitäten in den Mittelpunkt. Da können Malis und SV-DSH nämlich nicht
mithalten. Die grauen Anteile sind ein Kulturgut, das nur durch eine spezielle
Philosophie und Praxis bewahrt werden kann, die von der Elite in den nur
wenigen Jahren jetzt schon konsequent und sehr erfolgreich realisiert wird.


Auf der letzten VDH DM war der Unterschied deutlich zu
erkennen.


homepage RSV2000: „Unser LCC Ortwin Kroll meldete sich nach
längerer Pause wieder als Hundeführer eindrucksvoll zurück. Seine Unterordnung
mit Jacob war mit Sicherheit ein Highlight der Veranstaltung: Trieb und
Koordination wurden in Perfektion vorgeführt, und bei der Technik sah es bis
auf zwei Übungen genauso aus. Die Sprünge an der Hürde und das Ablegen beim
Voraus kosteten dann allerdings das V in der Unterordnung.“


So gab es dann nur 91 Punkte. Mit den Bonuspunkten für
Gebrauchshunde wären das aber mindestens 97 Punkte gewesen. Damit hätte dann
das Highlight in Triebqualität und Koordination auch die richtige Wertschätzung
bekommen.


Solange diese Triebqualitäten in UO und SD nicht durch eine
andere PO und Richtweise gewürdigt werden, kann nur durch Bonuspunkte für
Gebrauchshunde ein fairer Wettbewerb in IPO Prüfungen hergestellt werden.
Besser wäre natürlich eine neue PO und Richtweise, weil dann auch ohne
Bonuspunkte die Gebrauchshunde mit dem gebührenden Abstand vorne liegen.
naja, im grunde haben wir dann ja 4 varietäten beim dsh...

den sv dsh, aus denen ja schon zwei varietäten hervorgegangen sind, dem rsv 2000 dsh, der sich natürlich über 2 generationen sv basis sich schon merklich vom sv stamm in seiner leistungsbereitschaft entfernt hat und natürlich dem weißen schweizer dsh, der in seiner grundgenetic ja nur ein unerwünschter farbschlag des von stefanitz ur-dsh ist.

vergeben wir nun wildcards und über einen bestimmten schlüssel punkte, die nachteile einen varietäten bevorzugen und vorteile der anderen variätet benachteiligen, übertragen das dann auch noch auf den überregionalen rassevergleich vdh-dm mit dem gleichen schlüsseln an unterschiedlichen rassen, z.b. der mali geht mit minus punkten ins rennen, weil er so kooperativ ist, der rotti im schutzdienst, weil er so vehement eine flucht verhindern kann, der boxer plus punkte, weil er aufgrund seine fangproportionen schlechter fassen kann, oder der bouvier de flanders schon gleich 90 punkte, weil die teilnehmerzahl so gering ist, so wird diese ganze nr nur zu einer farce.

die einen wissen eben bestimmte nachteile zu schätzen, die anderen können damit einfach nicht umgehen.

und komme ich auf besagten hund zurück, dann kann ich natürlich sagen, dieser hund ist total ungeeignet, oder aber ich muß mir vielleicht auf die gfahne schreiben, daß ich in seiner wesensbildung ihn einfach überfordert habe, weil ich seinen reifungsprozess nicht erkannt habe oder einfach nicht empathisch genug bin.

und machmal zeigt es sich nicht in der situation selbst, sondern viel mehr im vergleich zu anderen.

und jetzt bin ich raus.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
Es geht nicht um Varietäten.

Es geht um den Unterschied von Gebrauchshunden
und Sporthunden.


Rittmeister von Stephanitz: „Schäferhundzucht ist
Gebrauchshundzucht, muß immer Gebrauchshundzucht bleiben, sonst ist sie keine
Schäferhundzucht mehr!”





Es geht nicht um Nachteile, sondern um Vorteile, die in der
noch gültigen PO und Richtweise nicht ausreichend wertgeschätzt werden.


Die Bonuspunkte sind kein Geschenk, sondern Ausdruck der
besonderen Wertschätzung, die den Gebrauchshunden und ihren HF mit ihren
Ausbildungsnotwendigkeiten gebührt.


homepage RSV2000: „Die Spitzenstellung des Deutschen
Schäferhundes als Gebrauchshund ist auf der Internationalen Siegerprüfung des
Schäferhundverein RSV2000 e.V. (ISP RSV2000) zu demonstrieren.“


Die Bonuspunkte sind nur eine Übergangslösung bis die neue
PO und Richtweise, die ja in Arbeit ist, fertig ist, und die Spitzenstellung
auch auf VDH und FCI Prüfungen ohne Bonuspunkte demonstriert werden kann.
moin dshpur,

ich weiß ja nicht in was für einer Traumwelt du ansonsten so lebst und sicher hast du in einem recht,das ein sporthund nicht immer ein guter gebrauchshund sein muß,aber eines ist sicher ein guter gebrauchshund kann immer ein guter sporthund sein.

und da brauchts auch keinen Bonus .da brauchts nur die entsprechend Ausbildung .die top Teams wie sporer ,zank,heuwinkel oder wie auch immer die heißen ,glaubst du wirklich das die soweit auseinander liegen.und wenn von diesn topausbildern der ein oder andere den einen oder anderen punkt mehr oder weniger bekommt auf einer so hochkarätigen Veranstaltung liegt das an minialen kleinen und ganz fienen unterschieden auf ganz hohem lvl.

und wenn es einige gib die da bei diesen Topleuten mit tun wollen aber den anschluß nicht halten können liegts nicht daran das sie gebrauchshunde haben sondern daran das man nicht den ansprüchen der heutigen Anforderungen gerecht werden kann ,aus was für gründen auch immer.

und eine spitzen Stellung einer rasse läßt sich doch nur im Wettbewerb mit anderen rassen feststellen und nicht auf einer veransteltung wo man unter sich ist.
Hallo dshpur,

da liegt ein Missverständnis vor. Wenn Du dir mal anschaust, worauf vor allem Reinhard (tinka) hinauswollte, und was ich immer gern unterstütze, dann siehst Du: Es geht nicht um Sport um des Sportes willen. Es geht darum, Hunde stark zu machen. In jeder Hinsicht. Das heißt: Die Disziplinen nutzen, um Hunde in verschiedensten Hinsichten stressresistent, stark und selbstsicher zu machen. Wenn es um Sport geht, dann nur insofern der Sport dazu als Mittel genutzt werden soll.

Am Ende steht dahinter eine umfassendere, weil auf mehr Fähigkeiten des Hundes abzielende Idee vom Gebrauchshund als nur die, Hunde auf eine einzige Temperamentseigenschaft bzw. Fähigkeit zu abstrahieren, die mit einer Farbe zu benennen und dann zu meinen, diese Abstraktion sei das Ideal eines Hundes. Es beschreibt ja nicht mal einen Hund, sondern bestenfalls einen Teil desselben. Es ist so, also würde man in Bezug auf den Körper der Hunde eine bestimmte Hinterhandwinkelung rosa nennen und dann sagen: Rosa, das ist der Gebrauchshund als Kulturgut.

Unglücklicherweise würde dieses Kulturgut untergehen, sobald sich die Zwecke verändern würden, zu denen man es gebraucht. Wenn der Gebrauchshund nicht mehr, wie zu Stephanitz' Zeiten, Soldaten zu Pferde im ausdauernden Trab begleiten können soll, sondern wenn er vielmehr im Sprint Leute noch erwischen muss, die zum nur 10 Meter entfernten Auto huschen, dann ist rosa vielleicht nicht mehr so ideal. Ist dann gleich eine ganze Kultur am Ende?

Oder wären nicht vielleicht doch ein halbwegs sinnvoller Begriff von Kulturgütern, eine etwas vollständigere Vorstellung vom Hund und eine für dynamische Veränderungen offenere Vorstellung von seinem Gebrauch angebrachter? Versteh' mich nicht miss: Ich kann Dein Interesse an der Erhaltung des "Grauen" durchaus verstehen. Mehr noch: Ich finde es im Konzert mit anderen Vorstellungen sogar AUCH sinnvoll (wenn sie um einige Überlegungen ergänzt wird). Mich irritieren nur diese Reduktion von allem auf diesen einen Gesichtspunkt und der damit verbundene Alleinvertretungsanspruch auf etwas, was widersprüchlicherweise gleichzeitig Kulturgut genannt wird. Ein Kulturgut ist kein Privatbesitz derer, die eine bestimmte Idee haben und schon gar nicht der eines bestimmten Vereins. Und umgekehrt: Wäre irgendetwas ein solcher privatisierter Bereich, dann wäres es kein allgemeines Kulturgut. Man kann nicht beides haben: Den Allgemeinheitsanspruch von Kultur und eine private Bestimmungshoheit darüber. Das ergibt schon auf der sprachlichen Ebene einfach keinen Sinn.

Mein wirklich ganz freundlich gemeinter Rat: Einfach noch einmal eine Nacht darüber schlafen oder etwas älter werden und mehr gesehen haben. Auch mehr von der Relativität der Folgen einstiger Lieblingsideen.

Wolfgang
WoWi,'index.php?page=Thread&postID=159358#post159358' schrieb:Es geht nicht um Sport um des Sportes willen. Es geht darum, Hunde stark zu machen. In jeder Hinsicht. Das heißt: Die Disziplinen nutzen, um Hunde in verschiedensten Hinsichten stressresistent, stark und selbstsicher zu machen. Wenn es um Sport geht, dann nur insofern der Sport dazu als Mittel genutzt werden soll.
Das meinst du doch sicher nicht so,Wolfgang? Wenn das so wäre,dann wären wir einen großen Schritt in die richtige Richtung weiter.
Wenn wir Protagonisten es mal schaffen würden,Begriffe mit den gleichen Ansichten zu füllen und wir mal akzeptieren könnten,das gewisse erwünschte Eigenschaften von Hunden nicht zu dem Idealbild passen,das die PO vorgibt,ohne die Leistung der Hunde dadurch abzuwerten,dann könnte man evtl. auch verstehen,was hinter den Aussagen vom RSV steht.
Sarkasmus wie der von DSHpur zeigt nur,das es aussichtslos ist,die gültige PO als Selektionshilfe für die Gebrauchshundequalität zu benutzen und Denkansätze,die nicht dem Mainstraem entsprechen,in lächerliche zu ziehen.
Nicht die Technischen Fähigkeiten der Ausbilder sollten den guten Hund selektieren,sondern das,was objektiv abverlangt wird,und da ist die PO schon lange am Ende.
Weg mit standartisierten Abläufen und hin zu mehr Spontanität,anders wirds nicht gehen.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
moin Heinz

um was für Eigenschaften soll es sich denn da handeln ? und letztlich ist es die Ausbildung die dem zu ihrem glanz verhilft.
moin Erwin,wieviel schwärmen denn von dem aggressiv dominaten Hund.....
Zumindest ist der Aggressivdominante Hund mit genügend Widerstandsverhalten kein Hund,der jede Belastung mit vollem Griff brav über sich ergehen läßt,im Gegensatz zu vielen Beutegelagerten Hunden,denen es recht leicht fällt,dies über ruhigen Griff auszuhalten.
Wer kriegt die besseren Punkte,und ist das wirklich eine gerechte Selektion?
Oder nimm dir die lange Flucht...der Hund,der mit highspeed in den Helfer fliegt und dadurch den Griff nicht voll kriegt im Gegensatz zum langsameren Hund,der abbremst und so dem Helfer ermöglicht,den Arm besser zu präsentieren?
Wer kriegt mehr Punkte?
Frage an dich......warum denn verleiht die "Ausbildung den Glanz",liegt nicht genau da das von mir angesprochene Problem?
Ich benutze hier mal den von HR gern benutzten Begriff der ....Validität......wird nicht schon seit Jahren nur beurteilt,wie gut sich ein Hund an das Punktesystem anpassen läßt oder siehst du wirklich noch irgendwo die Kriterien überprüft,die den Begriff Gebrauchshund mit Leben erfüllen?
Und noch mal zum eigentlichen Ausgangspunkt der Diskussion zurück zu kehren,...da ging es um Meideverhalten......ein höchst wichtiges Gut eines sozialen Lebewesens,das einen hohen Stellenwert hat und oft falsch angesehen wird.
Jeder Hund hat Meiden im Programm,muß sein,wichtig ist aber,wie er damit umgeht.Wie es Reinhard beschreibt,ein Hund,der erlernt hat,knifflige Situationen nicht mit Meiden sondern mit Offensivverhalten beantwortet,ist ein guter Hund,das hat mit Technik zu tun,aber zwingend auch mit Charaktereigenschaften,einen Hund,den man nur über Positivabläufe dahin bekommt,kein Meiden zu zeigen,ist nicht im Sinne des Gebrauchshundes.
Und genau das zu überprüfen ist mit der heutigen PO und auch mit den Anforderungen einer Körung für DSH kaum zu erfassen.
Ich kenne nur die Malis,die mit ihrer Körung recht nah an das kommen,was sie von ihren Hunden sehen wollen.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Da geht jetzt aber so einiges durcheinander.


Die alte noch gültige PO war optimal für Sporthunde, deshalb
gewinnt ja auch immer diese ausländische Nichtgebrauchshundrasse. Ich kann den
Namen schon nicht mehr hören!


Die kommende neue PO wird optimal für Gebrauchshunde,
deshalb gewinnt da wieder die Gebrauchshundrasse Deutscher Schäferhund und kann
seine Spitzenstellung demonstrieren.


Aber sowohl alte wie die kommende PO sind SportPOs. Das ist
auch ok, denn Hundesport ist ein Hobby und soll für viele Leute möglich
bleiben.


Körung ist was anderes, da geht es um Zuchtauslese und nicht
um Sport. In der Körung kann es keine Kompromisse geben, denn es geht um die
Erhaltung des Kulturgutes.


Die Körung der Malis und des SV-DSH ist, was die
Gebrauchshundqualitäten angeht, völlig anspruchslos im Vergleich zur Körung des
RSV2000, wo nur die besten Gebrauchshunde, die für die Zucht besonders wertvoll
sind, überhaupt bestehen können. Klasse statt Masse!


Noch kann die grosse Nachfrage nach diesen Zuchtergebnissen auf
dem Markt von einem so jungen Verein natürlich nicht komplett befriedigt
werden, deshalb haben die Behörden immer noch den auch billigeren Mali. Wenn
aber der Gebrauchshund auch in IPO wieder seine Spitzenstellung demonstrieren
darf (ob nun durch Bonus oder durch neue PO), beschleunigt das nochmal die
Trendwende bei den Behörden und sichert auch in den Augen der Öffentlichkeit die
Erhaltung des Kulturgutes.
dshpur,'index.php?page=Thread&postID=159366#post159366' schrieb:Da geht jetzt aber so einiges durcheinander.
ja,es sei dir verziehen.
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste