04-01-2016, 21:01
Also ich finde den Beitrag den WoWi geschrieben hat, sehr hilfreich und auch richtig. Ich finde die Ausgangsfrage von Schwamm, insbesondere mit dem Fokus auf einen Boxer, sehr interessant - danke auch für endlich mal wieder sachlich-fachliche Ausbildungsvorschläge.
Ich finde aber, dass teilweise schon wieder Sachen eingeworfen werden, wo es eine Diskussion um des Kaisers Bart ansteht:
1) die leidige Diskussion um den Griff: ob man es für sinnvoll erachtet oder nicht: ein Hund, der halbwegs (!!!) aktiv den Helfer angreift und dagegen arbeitet und dabei einen vollen Griff setzt wird immer mehr Punkte (bzw. weniger Abzüge) erhalten, als ein Hund der selbiges mit halber Schnauze macht. Da ist nicht nur mir der technisch saubere Hund lieber, da erfolgreicher - in Schönheit sterben bzw. vorbeispringen hilft keinem weiter...
2) eine Diskussion um die "richtige Vereitelung" ist ebenso unnötig: jeder halbwegs kräftige Helfer schleppt mindestens die Hälfte der Sporthunde, schon aufgrund des Körpergewichtes, über die 20m mit, so dass es m.E. mitnichten ein Qualitätskriterium ist, ob der Hund auf den Rücken zieht oder nicht. Meist ist das schlichtweg ein körperliches Problem des Helfers, ob er den Hund aus der Schulter / Rücken halten kann oder nicht. Wenn man als Bewertungsmasstab das "Vereiteln" sieht, dann würden alle leichteren Hunde doof aussehen und dann diskutieren wir wieder - wie vor Jahren - ob eine leichte Malihündin mit 25kg einen Helfer blocken kann. Gilt aber ebenso für viele DSH-Hündinnen, auch die Boxer wären in dem Thema, mancher Dobermann usw.
Wenn man einzig die Vereitelung als relevantes Bewertungskriterium haben möchte, dann ist doch nicht der Hund top, der auf den Rücken zieht (dann trage ich halt den Hund dort mit), sondern ob er so ekelig klammert wie mancher Rotti, denn dann läuft man wirklich am wenigsten. Also muss ein Hund nicht beissen, Hauptsache er klammert wie doof und legt den Helfer...? Wenn der Hund aber doch beisst und sich mitschleppen lässt...bekommt sicher der Hund mehr Punkte, der vollen Griff hat...siehe 1) und nicht der, der mehr auf dem Rücken hängt.
Fakt ist also doch, dass es schlichtweg um Technik geht...und somit ist die Ausgangsfrage sehr schön und sehr richtig.
Weder bei 1) noch bei 2) kann man doch real sehen, ob es ein "richtiger" ist ...was auch das immer ist... von daher meine Bitte, diese leidige Diskussion hier herauszuhalten und einfach "technische" Ratschläge zu geben, es ist schon ein anderer Thread zerredet worden. Oder macht dazu einen neuen auf...
Danke
Anja
P.S. Wir haben - zur Technikförderung - bei etwas geübteren Hunden auch bewusst den Arm (angelegt) im Anbiss (d.h. kurz vor/bei Absprung des Hundes) nach vorne geschoben - wobei der Hund mit der langen Leine geblockt wurde, damit er durch das Vorbeispringen danach dem Helfer nicht an die Wäsche geht.
Unsere Idee war, dass der Hund lernt, dass er bei dieser Übung sich eher "nach vorne" = Richtung Ärmelspitze orientieren muss, statt "nach hinten" = Richtung Ärmelecke. Somit umgehen wir ein wenig das Thema "weiche = angenehme Ecke" und mit dem Vorwärtsdrang des Hundes fördern wir damit ja auch den Anbiss in Laufrichtung des Helfers. Der Arm bleibt angelegt und der Helfer schaut nicht rückwärts bzw. dreht sich nicht, damit es eine wirkliche "Flucht" wird. Der Hund landet durch das forsche Loslaufen dann faktisch ziemlich in der Mitte, hat selber das motivierte Verlangen "nach vorne" zu greifen.
Ist aber nichts, was man jede Einheit machen kann - ist eher was, mit dem man einen älteren Hund "aufwecken" kann insbesondere in der Prüfungsvorbereitung.
Ich finde aber, dass teilweise schon wieder Sachen eingeworfen werden, wo es eine Diskussion um des Kaisers Bart ansteht:
1) die leidige Diskussion um den Griff: ob man es für sinnvoll erachtet oder nicht: ein Hund, der halbwegs (!!!) aktiv den Helfer angreift und dagegen arbeitet und dabei einen vollen Griff setzt wird immer mehr Punkte (bzw. weniger Abzüge) erhalten, als ein Hund der selbiges mit halber Schnauze macht. Da ist nicht nur mir der technisch saubere Hund lieber, da erfolgreicher - in Schönheit sterben bzw. vorbeispringen hilft keinem weiter...
2) eine Diskussion um die "richtige Vereitelung" ist ebenso unnötig: jeder halbwegs kräftige Helfer schleppt mindestens die Hälfte der Sporthunde, schon aufgrund des Körpergewichtes, über die 20m mit, so dass es m.E. mitnichten ein Qualitätskriterium ist, ob der Hund auf den Rücken zieht oder nicht. Meist ist das schlichtweg ein körperliches Problem des Helfers, ob er den Hund aus der Schulter / Rücken halten kann oder nicht. Wenn man als Bewertungsmasstab das "Vereiteln" sieht, dann würden alle leichteren Hunde doof aussehen und dann diskutieren wir wieder - wie vor Jahren - ob eine leichte Malihündin mit 25kg einen Helfer blocken kann. Gilt aber ebenso für viele DSH-Hündinnen, auch die Boxer wären in dem Thema, mancher Dobermann usw.
Wenn man einzig die Vereitelung als relevantes Bewertungskriterium haben möchte, dann ist doch nicht der Hund top, der auf den Rücken zieht (dann trage ich halt den Hund dort mit), sondern ob er so ekelig klammert wie mancher Rotti, denn dann läuft man wirklich am wenigsten. Also muss ein Hund nicht beissen, Hauptsache er klammert wie doof und legt den Helfer...? Wenn der Hund aber doch beisst und sich mitschleppen lässt...bekommt sicher der Hund mehr Punkte, der vollen Griff hat...siehe 1) und nicht der, der mehr auf dem Rücken hängt.
Fakt ist also doch, dass es schlichtweg um Technik geht...und somit ist die Ausgangsfrage sehr schön und sehr richtig.
Weder bei 1) noch bei 2) kann man doch real sehen, ob es ein "richtiger" ist ...was auch das immer ist... von daher meine Bitte, diese leidige Diskussion hier herauszuhalten und einfach "technische" Ratschläge zu geben, es ist schon ein anderer Thread zerredet worden. Oder macht dazu einen neuen auf...
Danke
Anja
P.S. Wir haben - zur Technikförderung - bei etwas geübteren Hunden auch bewusst den Arm (angelegt) im Anbiss (d.h. kurz vor/bei Absprung des Hundes) nach vorne geschoben - wobei der Hund mit der langen Leine geblockt wurde, damit er durch das Vorbeispringen danach dem Helfer nicht an die Wäsche geht.
Unsere Idee war, dass der Hund lernt, dass er bei dieser Übung sich eher "nach vorne" = Richtung Ärmelspitze orientieren muss, statt "nach hinten" = Richtung Ärmelecke. Somit umgehen wir ein wenig das Thema "weiche = angenehme Ecke" und mit dem Vorwärtsdrang des Hundes fördern wir damit ja auch den Anbiss in Laufrichtung des Helfers. Der Arm bleibt angelegt und der Helfer schaut nicht rückwärts bzw. dreht sich nicht, damit es eine wirkliche "Flucht" wird. Der Hund landet durch das forsche Loslaufen dann faktisch ziemlich in der Mitte, hat selber das motivierte Verlangen "nach vorne" zu greifen.
Ist aber nichts, was man jede Einheit machen kann - ist eher was, mit dem man einen älteren Hund "aufwecken" kann insbesondere in der Prüfungsvorbereitung.

