11-11-2014, 10:11
Reisender,'index.php?page=Thread&postID=161774#post161774' schrieb:Guten Morgen, Sören,
erst einmal vielen Dank dafür, dass Du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast. Auf die fachkundige Rückmeldung kam es mir ja an.
Dass es mit dem Bannen im Rücken nicht ganz so einfach ist, war mir auch klar. Deshalb habe ich hier nachgefragt. Was hälst Du von tinkas Vorschlag etwas weiter unten? Der Hund stellt ein und legt sich zwischen den Beinen des Helfers ab. Der Helfer hat Blickkontakt zum Hund und ein Agriff ist tatsächlich gut möglich. Es ist mir klar, dass der Hund hier in eine für ihn wesentlich bessere Position kommt, obwohl es im ersten Augenblick nicht so wirkt.
Noch eine Frage zum liegenbleiben bis zum "Stell". Sinn der Übung ist doch zu zeigen, dass der Hund nicht allem, was wegrennt, hinterherläuft - also in der Hand des Hundeführers steht. Wieviele Punkte abzug gibt es denn, wenn der Hund ohne "Stell" losturnt? Ich dachte bisher, wenn meine Reaktionszeit 2 Sekunden beträgt, nach dem der Helfer losflitzt, müsste der Hund zwei Sekunden liegenbleiben.
Gruß Frank und nochmals vielen Dank!
Hallo Frank,
wenn Du das ohne Belästigen (also Berühren) des Helfers hinbekommst, spricht da eigentlich nichts gegen.... belästigt der Hund, also berührt er den Helfer, folgen Entwertungen um bis zu zwei Prädikate je Kampfhandlung, was mal eben locker rund 14 Punkte ausmacht.
Den Angriff stelle ich mir aber trotzdem schwieriger vor. Der Hund liegt quasi "von hinten" zwischen den Beinen des Helfers. Muss er nun beim Wiederangriff beißen, muss er sich zunächst um 180 Grad drehen, damit er nicht von unten einbeißt und sich beim Bedrängen die Nackenwirbel verdreht. Das ist eine Verzögerung, die zum Abzug kommt.
Ebenfalls muss der Helfer das wissen und der muss in Grätschstellung einstellen. Tut er das nicht und der Helfer steht mit geschlossenen Beinen (wozu er ja berechtigt ist, er muss ja keine Grätschstellung machen), was passiert dann? Wohin soll der Hund, ohne lästig zu werden?
Also kurz: ich halte das für sehr schwierig, sowas ohne Entwertungen auszubilden.
Zum Hörzeichen: Es sind zwei Dinge festgeschrieben:
1. Hörzeichen sind sofort bei Richteranweisung zu geben (also gleichzeitig beim Loslaufen des Helfers)
2. Der Hund muss sofort und ohne zu zögern die Flucht vereiteln
Das Hörzeichen gibt einen Punkt... gebe ich es nicht, wird ein Punkt entwertet (bzw. ein Prädikat, bei der IPO 1 wären das dann zwei Punkte). Wie entwerte ich ein verzögertes Hörzeichen? 0,25 Punkte? Allerhöchstens... Wie entwerte ich einen verzögerten Einsatz in die Kampfhandlung? Bis zu drei Prädikate... also 3 Punkte... (bis zu 6 bei der IPO 1) rechne Dir aus, was Dir lieber ist....
Viele Grüße
Sören


