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Prüfung bei über 30 Grad?
#31
Zum Thema Treffen von Hundeführern mit Handicap
aus eigener (Organisations-) erfahrung mit derartigen Treffen: man sollte sich vorher darüber im Klaren sein, wie man dieses Treffen bezüglich Ablauf/Inhalt/Teilnehmer durchführen will. Soll es nur ein lockeres Zusammenkommen aller werden, egal welche Hunderasse/Sportart? Oder will man auch "ernsthaft" hundeln und sich gegenseitig Unterstützungstipps geben -gerade bezüglich z.B. der jeweiligen Behinderung?
Wir hatten uns damals auf Schutzhundesportler beschränkt und zumindest das erste Treffen war schon etwas aufwändiger in der Vorbereitung. Man kannte sich noch nicht, wollte voneinander lernen, benötigte einen Schutzdiensthelfer... auf alle Fälle sollte es nicht nur ein nettes come together werden (dieser Aspekt spielt natürlich auch eine große Rolle Smile ), sondern da auch die ernsthafte Arbeit im Vordergrund stand, bedurfte dies halt besonderer Vorbereitung.
Die nächsten Treffen waren da schon etwas unkomplizierter, da man nun sich untereinander und die verschiedenen Erwartungen kannte.
Fazit: erst sich Gedanken über den gewünschten/möglichen Teilnehmerkreis machen, deren Erwartungen versuchen auszuloten und dann in die konkrete Planung einsteigen.

Will man nur zusammen kommen -also nur den Ort stellen- und alles andere den Teilnehmern selbst überlassen, ist das natürlich auch vollkommen o.k., aber dies sollte man dann vorher auch kommunizieren, sonst sind evtl. einige enttäuscht, dass "nichts geboten wird".

Gruß
Petra
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#32
Ich bin seit langem Gehbehindert. Wurde damals ueberfahren und habe heute mit Spaetfolgen zu kaempfen. Kann mein rechtes Bein (welches damals betroffen war) nicht mehr anheben und laufe seit knapp 4 Jahren vollzeitig auf Kruecken.

In den USA kann man als "handicapped" "reasonable accommodation" beantragen. Ich war jetzt des oefteren auf kleineren Pruefungen gewesen. Bei der Ablage darf ich mich hinsetzen. Bei der Richter beurteilung darf ich mich hinsetzen. Es gibt hier viele Gehbehinderte Personen die Pruefungen auf Fahrraedern, in Rollstuehlen, ja sogar mit "4Wheelern" ablegen. Es gab eine Person die regelrecht durch die Pruefung getragen wurde und es gibt auch Personen deren Hunde in der Faehrte von einem anderen HF gefuehrt wurden da sie mit dem Rollstuhl nicht ins Terrain kamen.

Auf meiner ersten Pruefung hab ich meine BH in einem Parkplatz abgelegt da der Boden fuer meinen Rollstuhl zu nass war.

Das geht alles, solange sich die Leute nicht querstellen. Da lob ich mir den USCA. Da wird nicht gesagt "Ne, geht nicht." sondern ganz im Gegenteil, man versucht wirklich alles moegliche die Leute teilnehmen zu lassen.
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#33
Erko,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26764-Prüfung-bei-über-30-Grad/?postID=187857#post187857 schrieb:@Uwe Junker
Ich habe 80% Schwerbehinderung, bin aber zb nicht gehindert.
Ich dachte bisher immer, das die Rubrik für gehandicapte Hundler nur für Rollifahrer und andere gehbehinderte Hundler wäre?

Sowas wird hier bei uns "invisible disability" genannt. Also "Unsichtbare Behinderung" da man sie nicht sehen kann. Die ist genauso legitim wie meine Gehbehinderung. Ein Handicap ist ein handicap. Ob man sie sieht oder nicht ist egal. Smile

An deiner Stelle wuerde ich den Veranstalter anschreiben (bevor die Pruefung stattfindet) und einen Sonnenschutz beantragen und auch schildern weshalb du ihn beantragst. (So wird bei uns reasonable accomodation beantragt. Das findet im Vorhineinan statt.)
Wenn die Leute wissen was los ist, koennen sie sich auf dich einstellen. Meist ist es ueberhaupt kein Problem und die meisten Pruefer haben wirklich Verstaendniss.
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#34
In Mommenheim/ Frankreich hat ein Rollstuhlfahrer eine Prüfung in MONDIO abgelegt. FAND ICH GUT!!
Natürlich war der Hund diese Situation gewöhnt. Doch grundsätzlich sollten sich gerade Menschen, mit welchen Schwächen auch immer, nicht verstecken, vielmehr unter die Leute gehen, da sie, aus meiner Sicht, genauso vollwertig sind. Im Gegenteil - gerade solche Menschen benötigen oftmals ein weitaus stärkeres Durchsetzungsvermögen, als die *Gesunden*, da sie zwei Herausforderungen zu bewältigen haben. Ihre *Behinderung* (blöde Bezeichnung!) und die Prüfungsordnung!

MfG,
Kimmy
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#35
Ich kenne eine Rollifahrerin, die macht IGP Sport. Bei Fährte und in der UO hilft ihr ihre Assistentin bei Sachen, wie das Fährte legen, Apportholz werfen......ich habe einen mega Respekt davor!
Auch ich kenne eine Hundesportlerin Namens Alex, die auch mit einem Handicap leben muss. Sie ist der Wahnsinn, im positiven Sinne.
Alex, wie auch die Rollifahrerin wohnen im selben Ort nur etwa 60km von mir......
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#36
Vielleicht könnt ihr euch ja ab und an zum Training treffen?
Ich finde es unsagbar interessant, wie Hunde solcher Sportler/innen arbeiten. Da ist sehr gut zu erkennen, wie lernfähig Hunde sind, wie flexibel. Wie sie mitdenken.
Das, was Petra vorgeschlagen hat, hört sich nachvollziehbar an. Ich könnte mir vorstellen, dass da ein ein *größeres Grüppchen* zusammenfindet.....

MfG,
Kimmy
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#37
@kimmy
Ich werde beiden in der Fährte helfen. Alex kenne ich schon gut 10Jahre. Sie ist unglaublich gut in der Unterordnung. Sie wirft das Apportholz mit dem Fuß besser, als die meisten Frauen mit gesunden Armen!
Barbara macht gut 10 Jahre länger Hundesport als ich.....sie hat einen extra Rolli für unebenes Gelände. Ihr Elan ist unglaublich.
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#38
lange Rede sind hier überflüssig aber was ihr macht: Aller Achtung!!!
Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
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