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Apport - Hund rutsch mit dem Holz - Druckversion

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RE: Apport - Hund rutsch mit dem Holz - Jupp - 28-12-2006

Hallo Tobias,

wovon sprichst du jetzt?

1. allgemein von Ausbildung?
2. von deinem Hund?
3. von einem Clickershapinghund, der auf einmal rutscht?

1. Man muß immer den Kontext beim Lernen und beim Ausführen und
die konkurrierenden Reize beachten. Clickern verzichtet nicht grundsätzlich auf Abbruch- bzw. Falschsignale und Strafen. Allerdings verscheuchen wir beim Lernen vorher Reizkonkurrenten wie Kaninchen und Katzen vom Platz.

2. Wenn du deinen Hund mehrmals nach dem Rutsch-Apport incl. Vorsitz bestätigt hast, hast du ihm etwas Falsches beigebracht. Der Hund meint, das Rutschen wäre ok. Da wäre ein Neuaufbau wie beschrieben fällig.
Häufig sind die HF froh, wenn der Hund schnell bringt und denken sich evtl. Fehler bei der Aufnahme, schräg Vorsitzen, Bögen laufen usw. später auszubügeln. Ein falscher Weg. Bevor man die Teile zusammenfügt, muß jedes Detail perfekt sein.

3. Ich glaube, du hast nicht verstanden, wie so ein Hund mitdenkt und lernt. Z.B. ein c kurz vor der Aufnahme, und er wird beim nächsten mal genau an der Stelle den Bremsvorgang einleiten, z.B. ein „Falsch“ beim Rutschen und keine Bestätigung, und er wird sich korrigieren. Das kommt ganz auf den Einzelfall an.


RE: Apport - Hund rutsch mit dem Holz - T.O. - 28-12-2006

guten morgen jupp,

meine aussage:

Zitat: orginal von T.O.

im oben dargestellten problem geht es ja darum dem
hund ein verhalten: ABGEWÖHNEN
....unerwünschtes verhalten "weg zu belohnen" oder
gar einfach nur zu"ignorieren"...ich glaube nicht,
dass das funktioniert.

bezog sich hier drauf

Zitat: orginal von Jupp

dann kriegt er keine Bestätigung und macht die Übung nochmal aus geringerer Entfernung, kriegt die Bestätigung, und macht sie dann nochmal aus der Normalentfernung. Dann sollte er seinen Ausrutscher verstanden und korrigiert haben. Und kriegt die Bestätigung.

zu 1. ) ...ich bin auch der meinung, dass man neue dinge dem hund zunächst
einmal ohne ablenkung vermitteln sollte :ja

zu 2.) ...ich stimme dir auch zu, wenn du sagst: " Bevor man die Teile
zusammenfügt, muß jedes Detail perfekt sein."

...den "rutsch-apport" habe ich mir lediglich 3 mal angesehen :-)...

zu 3.)
Zitat: orginal von Jupp
ein c kurz vor der Aufnahme, und er wird beim nächsten mal genau an der Stelle den Bremsvorgang einleiten, z.B. ein „Falsch“ beim Rutschen und keine Bestätigung, und er wird sich korrigieren. Das kommt ganz auf den Einzelfall an.

...ich denke auch, dass man es einem hund so vermitteln kann. und ich möchte
auch nicht in frage stellen, dass das funktioniert!

....nur ich pers. würde diesen weg nicht gehen.
nicht, weil ich nicht verstanden habe wie so ein hund mitdenkt und lernt,
vielmehr weil das gesamte konzept darauf aufbaut, dass der hund "will".
es ist ja auch ein FAKT, dass das konzept ( das lernen über pos. verstärker )
funktioniert....solange die motivation stärker ist, als die ablenkung.

...dies ist wie gesagt meie pers. meinung, die letztenendes niemand
mit mir teilen muss :-)

@ jupp

...ich danke dir für deine ausfürungen


- aida - 28-12-2006

Hallo Tobias,

auch ich habe eine Hündin, so wie du es beschreibst.

In der Prüfung kostete mich das teuer Punkte- zu recht-, Hund muß direkt aufnehmen - wie soll ein LR auch sonst nach PO bewerten, wenn andere Starter es ihrem Hund ordentlich beigebracht haben ?

Hier wurde das schon mal schön beschrieben und genau so habe ich es meinem Hund abgewöhnt : Holz vor die Hürde/Kletterwand/Zaun gelegt/geworfen. ( meinen Hundlerkollegen sei dank )

Der Hund lernte dadurch sein Tempo zu regulieren, denn auf kurzer Distanz passierte das meiner Hündin NIE.

Vielleicht probierst du es einfach mal aus und berichtest dann ?
Viel Erfolg !


- T.O. - 28-12-2006

@ aida

...dann bin ich ja damit nicht alleine, :-)

@ all

was haltet ihr davon, mit einer langen leine am
hund, kurz NACH dem aufnehmen einzuwirken
( in meine richtung meine ich )


- BirgitF - 28-12-2006

hab ich persönlich noch nich gesehen,dass es geholfen hätte.
entweder hund ist irgendwann mal zögernd raus,hat zögernd aufgenommen oder ist erst zögernd reingekommen.
kommt wohl auch auf den typ hund an...
würde auch die methode mit dem hindernis hinter dem holz versuchen...oder einer person...
hat bei einem hund bei uns sehr gut funktioniert...

lg,birgit und rudel


- T.O. - 28-12-2006

...mit dem passiven zwang ( hürde, wand oder so...)
finde ich ja auch ansprechend....ich frage mich aber
die ganze zeit schon: was passiert wen diese für den
hund SICHTBARE hilfe weg ist? :?:


- Nadin - 28-12-2006

...langsam abbauen, erst die Wand, dann einen halbhohen Stecken und dann kann man einen ganz kleinen Stecken in Form eines Galgens nehmen und damit das Holz etwas fixieren........nur so als Vorschlag :w:

Grüssle-Nadin


- T.O. - 28-12-2006

@ nadin

das finde ich gut! :-)
..ich habe da an eine art u-stück gedacht,
welches man in die erde steckt.
und das ganze wäre für den hund nicht sichtbar :i:


...alles wird gut :mi:


- aida - 28-12-2006

Tobias,

es ist doch keine sichtbare Hilfe ???
Der Hund hat das Holz zu apportieren, egal wo es liegt.
Bring heißt Bring.
Es ging dir doch nur darum, das Rutschen rauszubekommen ?
Wie gesagt, hat bei mir funktioniert- muß ja nicht heißen, das es dann bei dir auch klappt.


- Nadin - 28-12-2006

Hallo Aida,

eine Wand oder ein Zaun sind für den Hund freilich visuelle Sperren, wenn ich diese nicht abbaue, kann es sein, dass er genauso "unkontrollierte" Geschwindigkeit macht, wenn diese für den Hund "sichtbaren Hilfen" nicht da sind.

Liebe Grüsse-Nadin