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Anstoßen im Schudi nach Aus bei der Prüfung ! - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=6) +--- Forum: Ausbildung (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=34) +--- Thema: Anstoßen im Schudi nach Aus bei der Prüfung ! (/showthread.php?tid=16448) |
- dberensmann - 30-05-2018 Hillu,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26459-Anstoßen-im-Schudi-nach-Aus-bei-der-Prüfung/?postID=185139#post185139 schrieb:ist eher das sie weiß das es nicht korrekt ist was sie da treibt.Hallo Hillu, ...also ist die Hündin daran schuld? Sie handelt wider besseren Wissens? NEIN, die Ausbildung ist dafür Verantwortlich zu machen. Diese Hündin hat keine Chance mehr, bei allen gut gemeinten Ratschlägen, ihre über die Jahre geprägten Erfahrungen zu vergessen. In Konfliktsituationen wird es zu einer Spontanerholung kommen und die alten Verhaltensweisen werden wieder auftreten. Der RSV wäre gut beraten seine standardisierte Ausbildungsmethode um einige wichtige Parameter zu erweitern. Das ist eine Grundvoraussetzung um konkurrenzfähig zu werden, ....um es mal diplomatisch auszudrücken. Diese Veränderungen können aber nur in den kommenden Generationen greifen, aus den selben Gründen wie oben beschrieben. Noch ein Gedanke zu deiner Hündin. Das perverse ist doch das sie sich mehr oder weniger mit ihrem Schicksal abgefunden hat. Sie fühlt sich in ihrer Haut natürlich nicht wohl, aber sie hat sich mit der Situation auf ihre Art und Weise arrangiert. Alle gut gemeinten Veränderungen würden sie noch mehr verunsichern, was den Konflikt noch größer werden lässt. Im Ergebnis würde ihre kleine Welt noch mehr aus den Fugen geraten, und ich denke nicht das man ihr damit einen Gefallen tut. Klingt alles dramatisch?? Jo, ..weil es das ist. - ma-re-sa - 30-05-2018 In weiten Teilen stimme ich dir völlig zu. Ich wollte die Dinge, wegen der Zensur, nicht so direkt beim Namen nennen, aber es hängt natürlich alles mit einer ganz bestimmten Sichtweise zusammen. Wenn man sich davon nicht total abwendet, hat der Hund keine Chance. - tinka - 30-05-2018 Ich würde es drauf ankommen lassen. Warum? Weil dies eine Lernerfahrung ist, sicher auch klassisch unterstützt... Wenn die Hündin tatsächlich über einen ganz andere genetische Voraussetzung verfügt, die Ausbildung sie aber hemmt, dann sehe ich da schon Möglichkeiten, wenn das Team ein Konzept hat und an einem Strang zieht, nachbereitet und den nächsten Schritt vorbereitet. Der HF selbst muss sich auch den Druck nehmen und diesen Kontrollzwang auf den Hund sein lassen. Manchmal lohnt es sich einfach mal vom Prüfungsergebnisse wegzudenken und sich nur mal mit den Signalen des Hundes auseinander zu setzen, darüber dann die weiteren Schritte einleiten. Mir fallen hier ganz andere Sachen auf. Ich brauche mir nur den Kopf des Hundes anschauen, Ohrenstellung, Mimik, Pendelbewegung, aber auch die Stimme. Leider sieht man nicht das Gesicht von vorne, aber auch da werden sich entsprechende Parameter zeigen. Die Frage ist wohl eher, wieviel Zeit man sich lassen würde und wie „prägend“ Vorerlebnisse sind.... Ein hoch führender Seminarist eines erfolgreichen Teams hat mal dazu gesagt, dass, wenn der Hund sich einmal auf der Verliererspur befunden hat, dass er sich schwer wieder als Gewinner fühlen wird... Ich würde es trotzdem machen, aus Respekt vor meinem Hund... Und, wenn er dann in die alten Muster bei der Prüfung fallen sollte, dann bleibt es eben bei dem jetzigen Ergebnis. Das, was Detlef ja voraus sagt. Aber man hat dem Hund die Chance dazu gegeben, die er wohl vorher so nicht hatte... wie Detlef schreibt: der Hund trägt keine Schuld - Hillu - 30-05-2018 ... toll Eure interessanten Anregungen !!!! Sie stösst erst nur gegen - das nach dem Aus ohne das ich dabei bin. Wenn ich rankomme dasselbe obwohl ich immer schon ganz passiv die Bäume begucke. Wenn ich da bin ist alles gut - kein anstossen oder nachbeissen - sie lässt sich prima abstellen. @ Tinka Das mit dem Zaun ist ein guter Tipp - da wären wir bestimmt nicht drauf gekommen - Du schreibst ich komme zum Schluss dazu - in welchem Abstand bin ich - irgendwie muss ich sie ja an der Leine haben ? Wir haben sie nicht immer fürs bellen bestätigt - oft führe ich sie weg und schicke sie aus dem Gehorsam zum Anbiss. Wir üben schon das rantreten - weggehen - um den Helfer rum gehen - was mich mürbe macht ist das wir beim üben wenig korrigieren müssen weil meistens alles gut ist - wer mich kennt weiss das ich durchaus kritisch bin aber es ist wirklich so ! Ich werde ihr den Sommer über eine IPO Auszeit geben und einige Schritte wie von Euch angeregt zurückgehen. LG Hillu - deralex1979 - 30-05-2018 Detlef, woher weisst du, wie der Hund ausgebildet wurde, da du davon ausgehst, der Hund waere nach " RSV ausgebildet". - tinka - 30-05-2018 Immer dran denken, dass ich meinen Hund aus verschiedenen Gründen habe, weniger wegen Prüfungen, trotzdem beantworte ich das. Kann sich jeder selbst ein Bild von machen, ob das in sich schlüssig ist. Also: Bestenfalls sollte der Zaun so hoch sein, dass der Hund einfach nicht drüber kommt. Begründung: Jede noch so passive Eingrenzung des Hundes über Leine und Halsung wird den Hund in die Stimmung bringen, die er darüber beim Stellen und Verbellen erfahren hat. Also erstmal alles runter. Die Distanz selbst sollte sich bei dem Alter schon im persönlichen Bereich befinden. Verstecke und Anzug sind hier Grundbedingung. Achtet im Umbau auf Ohrenstellung, Gesichtsfalten und Stimme, aber auch wieviel der Hund speichelt, wieviel er an Zahngardine zeigt... Bestenfalls Ohren vorne, tiefe Stirnfalte, dunkle, abgesetzte Stimme, stabiler Stand, guter Fokus Richtung Figurant. Fangzähne und Prämolaren zu sehen, kein Aufreißen bis zum Schlund. Je intensiver der Hund sich hier zeigt, desto mehr beginnt der Figurant in kleinen Schritten die Distanz zu verkürzen. Der Ausdruck selbst von Figuranten sollte sich in der Interaktion so gestalten, dass er sich selbst noch nicht sicher ist, versucht die Stärken und Schwächen im System des Hunden zu finden. so eine Art des Kommentkampfes, welches Beschädigungen vermeiden soll. Der stärkste Poser gewinnt hier. Am Ende meidet der Figurant ins Versteck oder geht ganz vom Platz. Und dann kommst Du ins Spiel. Ruhig an den Hund rantreten, er soll dabei dem Figuranten nachsehen dürfen. Keine Störung durch Dich. Erst, wenn er in seiner Aufregung etwas runter kommt, dann kommt das Lob und Du leinst ihn an, Schutzdienst beendet, und nimmst ihn mit, nicht zerren, sondern auch ein wenig warten, bis er tatsächlich merkt, es kommt tatsächlich nichts mehr. Ob er Körperkontakt will in Form von Andassen, das muss man sehen. Kann zu Anfang etwas länger dauern, aber eigentlich geht es dann recht schnell. Und das baut man dann am Zaun zusammen, wenn der Figurant davor steht, der Hund auf der anderen Seite offensiv Druck macht und den Figuranten fokussiert. Und dann erst würde ich den Ärmel dazunehmen. Parallel mußt Du das Trennen sicher machen. Trennen heißt nicht nur Fang auf, sondern Fang auf und Kopf aktiv zurücknehmen... Solange der Hund nicht sauber aktiv trennt, solange kann er am Figuranten nicht Beißen. So würde ich daran gehen. Gruß Reinhard - angieblau - 30-05-2018 @Hillu bin sehr gespannt auf Deinen Weg und wie Du was, wie umsetzen konntest. Viele Ausführungen teile ich so und würde es auch so versuchen. Wichtig finde ich dass Du einen Weg findest, der das 3-er Gespann einschließt - nämlich SD-Helfer, Dich und Dein Hund. Wird eins vernachlässigt baut man sich mehr "Baustellen" ein als einem lieb ist. Auch würde ich dann konsequent bei einem Helfer bleiben. Viel Erfolg wünsche ich Dir. Sollte es nicht so klappen, dann lass Dein Hund wie er ist und nimm halt die 7 Punkte in kauf :-) Angelika - tinka - 30-05-2018 Im Übrigen ist das nur eine Komponente... Hier eine weitere... Wenn es Signale für das Trennen gibt, welche Signale erlauben das Beißen? - Claudia Ph. - 30-05-2018 Hi Hillu, du hast hier wirklich gute Anregungen und Tipps bekommen, ich bin auch der Meinung, das du die "Krusten" aufbrechen solltest, aber dir auf jeden Fall auch bewußt bist, über das, was Detlef geschrieben hat, "heilen" kannst du nicht, nur neu "verbinden". Und dir dann die Frage stellen, habt ich beide "Bock" auf IPO Arbeit? jetzt noch, oder macht Ihr ein neues Kapitel auf,...ein anderes.?!? Ob nur RSV oder alt oder modern ausgebildet, für mich macht die Hündin leider auch den Eindruck das sie verunsichert ist, indem was sie tut,. es gibt kein Zusammenspiel zwischen euch, kein Teamwork,..verstehst du, Spaß und motivierte Arbeit sieht einfach anders aus....ist nicht böse gemeint, aber das ist mein Eindruck. Ausbildung ist ein Zusammenspiel aus Dosierung und Timing, und guter "Manipulation", der Hund muß brennen, er muß wissen, was ihn sein Erfolg bringt, er muß gelernt haben, richtiges Verhalten bringt Bestätigung und Hoffnung auf die nächste Übung, Belastet wird der Hund vom Helfer über die Beute und nicht von den Kommandos oder der Anwesenheit des Hundeführers,.... Seit offen für was neues anderes, ohne Schema oder Farbscala, der Hund wird es dir vielleicht danken, mit "Spaß und Freude" bei dir zu sein, und dann wären mir die Punkte sowas von... :klo liebe Grüße Claudia - Hillu - 30-05-2018 ... also erstes - aus Entfernungsgründen wird mein Hund beim DVG ausgebildet - man kann dem armen RSV also nicht ankreiden das er in irgendeiner Weise für das Resultat veranwortlich ist. Man traut sich schon gar nichts zu fragen weil man automatisch in irgendeine Schublade geworfen wird. Nicht jeder hat die Möglichkeit regelmäßig auf höchsten Niveau mit einem Top Helfer zu arbeiten - wichtig ist für mich das ich mich wohlfühle - mein Hund so angenommen wie er ist und das überhaupt bei jedem Übungsbetrieb jemand auf dem Platz steht. Das erkenne ich hoch an - wenn der Hund dann auch nicht einfach ist gibt es eben manchmal Sachen die man so nicht wollte. LG Hillu |