joachim schrey,index.php?page=Thread&postID=87990#post87990' schrieb:Mika, Zangen oder Scherengebiss???
Diese Frage hattest du damals in Göttingen sehr schön erklärt, und ich habe etwas ähnliches im Net gefunden. Freu mich schon auf dein Buch! Gruß Mika
1956 wurde in einer groß angelegten Studie bekannt und sehr genau dargelegt, dass die Forderung nach einem Scherengebiß unbiologisch ist. Jeder Wildhund, auch der Wolf haben grundsätzlich kein Scherengebiss sondern ein Zangengebiss.
Das hat auch seinen guten Grund, er braucht nicht seine Schneidezähne zum Abbeißen seiner Nahrung sondern seine mittleren Backenzähne. Aber er benutzt seine Schneidezähne zur Fell und Hautpflege, auch zum Fangen von Flöhen und anderen Parasiten.
Ein Zangengebiss steht eindeutig im Dienste dieser Funktion und ist überaus zweckmäßig. Man sollte seinen Hund mal genau beobachten, dann wird man sehr leicht erkennen, dass ein Zangengebiss wesentlich angebrachter wäre, vor allen Dingen wenn man dann noch bedenkt, das der Hund seinen Unterkiefer nicht wie der Mensch vorschieben kann. Er kann ihn nur auf und ab bewegen.
Mit einem Scherengebiss einen Floh zu knacken ist nahezu unmöglich.
Natürlich werden nun so manche Leute sagen, dass es schließlich genügend Mittel gegen Ungeziefer gibt, aber darum geht es ja gar nicht, sondern darum, dass das Scherengebiss eine Degenerationserscheinung ist, eine Kieferverkürzung...
Es ist im Grunde der Gipfel von Ignoranz, ein gesundes Zangengebiss als Gebissfehler zu deklarieren. Oder will man in der Rassehundezucht wirklich alles Gesunde und Normale beseitigen???
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein