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Wie lange dauert es bis sich ein Hund auf ein Futter eingestellt hat? --->Platinum
#41
Nun, die "Urfrage" war ja, wie lange dauert es bis sich ein Hund..........

Antwort: "Es dauert weniger Zeit als der Besitzer braucht sich um zu stellen".

Jo,
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#42
Hallo Jo,

erklär mal genauer was Du mit dieser Aussage meinst.

Die Besiedelung der Darmflora ist abhängig davon was einem Hund (oder Menschen) an Nahrung zugeführt wird. Es bauen sich die Mikroorganismen auf, die zur Verwertung der Nahrung notwendig sind, andere, die für diese Nahrung nicht benötigt werden, sind nur minimal oder auch gar nicht mehr vorhanden. Wir aber Nahrung zugeführt, für deren Abbau die entsprechende Darmflora nicht bzw. nicht ausreichend vorhanden ist, sind Probleme durch Gärung etc. und dadurch verbundenen Verdauungsstörungen unvermeidbar.

Ein vielseitig gefütterter Hund besitzt eine breite Palette von Mikroorganismen in der Darmflora. Ggf. nicht in der ausreichenden Anzahl, aber wenn sie vorhanden sind bauen sie sich relativ schnell auf. Ein einseitig gefütterter Hund besitzt eine sehr spezifische Darmflora. Es kann lange dauern, bis sich die die notwendigen Mirkoorganismen in seiner Darmflora so weit vermehrt haben dass dieser Hund mit dem neuen Nahrungsangebot klar kommt. Wenn wichtige Mirkoorganismen bereits ganz fehlen wird er es u.U. nie, wenn die fehlenden nicht von aussen zugeführt werden.

Iss mal 10 Jahre lang kein Fleisch und hau Dir dann ein Steak rein! Dann wirst Du wissen was in Deinen Eingeweiden passiert... Big Grin Bei Menschen, die sich bisher viel von Weißmehlprdukten, Pommes und Hamburgern etc. ernährt haben, kann eine Nahrungsumstellung auf Vollkornprodukte und mehr Gemüse/Salat erfahrungsgemäss gut ein Jahr und länger dauern.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#43
Moin Antje,

ohne mich am "Glaubenskrieg der Hundeernährung" beteiligen zu wollen (die Katzenhalter sind da auch sehr kampflustig), fällt doch, jah, schon annähernd regelmäßig auf, das sich Besitzer eigenartig schwer tun. Ich bin immer wieder überrascht mit welcher "Gläubigkeit" einzelne Trockenfutter "verteidigt" werden.

Natürlich immer vorausgesetzt ein Hund ist gesund, braucht er sich nicht mehr als max. 2 Wochen um sich auf barfen, Rohfutter und Essensreste um zu stellen. Im Vergleich dazu brauchen Hundebesitzer meißt sehr viel länger um gleiches zu erreichen.
Was die Darmflorea betrifft, kann man ja mit Blauschimmelkäse von "Oldi" sehr gut unterstützen. Und (Augenzwinker) hoffte ich ins Geheim das jemand so einfach erklährend darauf ein geht wie du.

Schönen Sonntag,

Jo,
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#44
joachim schrey,index.php?page=Thread&postID=85314#post85314' schrieb:Ich bin immer wieder überrascht mit welcher "Gläubigkeit" einzelne Trockenfutter "verteidigt" werden

Hallo Jo,

da Fertigfutter immer nur ein Kompromiss sein kann wirst Du nicht erleben dass ich in Bezug auf die Qualität eines einzelnen Fertigfutters einen Glaubenskrieg führen werde. Letztendlich sind sie alle nicht optimal, da man nicht jeden lebensnotwendigen Stoff trocknen, kochen oder anderweitig konservieren kann.

joachim schrey,index.php?page=Thread&postID=85314#post85314' schrieb:Natürlich immer vorausgesetzt ein Hund ist gesund, braucht er sich nicht mehr als max. 2 Wochen um sich auf barfen, Rohfutter und Essensreste um zu stellen.


Die Praxis zeigt aber dass es sehr oft anders ist. Und daran ist nicht die mentale Einstellung des jeweiligen Hundehalters schuld. Wenn ein Hund eine breitgefächerte Darmflora besitzt, hast Du ihn in wenigen Tagen umgestellt, das ist richtig. Für mich übrigens ein Grund nicht nur ein einziges Fertigfutter zu verfüttern, und das vielleicht noch über mehrere Jahre, sondern beim Fertigfutter abzuwechseln (die besitzen ja teilweise sehr unterschiedliche Zusammensetzungen). Wenn Du bei einem Hund aber über Jahre ein einziges hochverdauliches Fertigfutter verfüttert hast, dann tut sich dieser Hund u.U. sehr schwer damit seine Darmflora umzustrukturieren. Ausgesprochen auffällig war das als lt. EU-Verordnung viele amerikanische Futtersorten, die Pro- und Prebiotika enthalten, nicht mehr in die EU eingeführt werden durften weil Pro- und Prebiotika in der EU nicht (mehr) auf der Zusatzstoffliste für Futtermittel standen. Viele Hunde, deren Darmflora an die tägliche Zufuhr dieser Mikroorganismen gewöhnt waren, hatten über lange Zeit erhebliche Umstellungsprobleme.

Blauschimmelkäse bringt Dir übrigens nicht in jedem Fall die Organismen, die der Hund zur Verdauung der einzelnen Nahrungsbestandteile benötigt. Sofern sie die Magenpassage überhaupt überleben. Hier würde ich doch lieber auf die einzelnen medizinischen Produkte zurück greifen, die derart aufbereitet sind dass sie dann auch lebend im Darm ankommen.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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