Beiträge: 2.439
Themen: 39
Registriert seit: Sep 2006
Ok,Ascan,deiner Beschreibung zu folge kann ich leider nicht nachvollziehen,warum (deiner Aussage nach) du so gute Sucher hast,aber viele Wege führen bekanntlich nach Rom,ich laß das mal so stehen.
Die Fragestellerin wird von deinen Tipps keinen brauchen können,damit bringst du das Karussell erst recht auf Drehzahl.
Die wollte wissen,wie man einen Hund konzentrierter macht,mit Trieberhöhung geht das bestimmt nicht.
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Beiträge: 532
Themen: 2
Registriert seit: Jan 2008
Hallo Heinz,
ich habe genau die entgegengesetzte Erfahrung gemacht: Einen Hund, der unkonzentriert gesucht hat eben genau durch Triebziel am Ende zum konzentrierten Suchen gebracht. Das war natürlich auch damit verbunden, daß ich dann, wenn er unkonzentriert gesucht habe, ihn nicht weiter hab stürmen oder faseln lassen, sondern einfach stehen geblieben bin, bis er wieder konzentriert auf der Fährte war.
Nach einiger Zeit hat er angefangen sich selber zu korrigieren, da er die Erfahrung gemacht hat, daß er an sein Triebziel am schnellsten kommt, wenn er Schwierigkeiten (Winkel etc.) konzentriert überwindet (denn es dauert wesentlich länger am Winkel weiterzukommen, wenn man über ihn wegstürmt).
Im Endeffekt hat sich der Komfort des Hundes genau darüber gesteigert.
Wie Du schon sagtest: Viele Wege führen nach Rom.
Gruß,
Claudia
Beiträge: 2.439
Themen: 39
Registriert seit: Sep 2006
Hallo Claudia,das klingt schlüssig und nachvollziehbar.Meine Hunde lernen das zu anfangs auch,sie erarbeiten sich die Fährte selbst.
Allerdings ist das Endziel,das meine Hunde Fährtenarbeit als Job ansehen,den sie gut erledigen sollten,dadurch erreichen sie am Ende ihren Spaß.
Ich traue halt keinen Hunden,die nur für Triebziel suchen  aber wie gesagt,ist ne Einstellungssache,jeder so,wie ers mag.
Viel Glück weiterhin :c:
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Beiträge: 421
Themen: 30
Registriert seit: Oct 2006
lusna,index.php?page=Thread&postID=58825#post58825' schrieb:Hallo Heinz,
ich habe genau die entgegengesetzte Erfahrung gemacht: Einen Hund, der unkonzentriert gesucht hat eben genau durch Triebziel am Ende zum konzentrierten Suchen gebracht. Das war natürlich auch damit verbunden, daß ich dann, wenn er unkonzentriert gesucht habe, ihn nicht weiter hab stürmen oder faseln lassen, sondern einfach stehen geblieben bin, bis er wieder konzentriert auf der Fährte war.
Nach einiger Zeit hat er angefangen sich selber zu korrigieren, da er die Erfahrung gemacht hat, daß er an sein Triebziel am schnellsten kommt, wenn er Schwierigkeiten (Winkel etc.) konzentriert überwindet (denn es dauert wesentlich länger am Winkel weiterzukommen, wenn man über ihn wegstürmt).
Im Endeffekt hat sich der Komfort des Hundes genau darüber gesteigert.
Wie Du schon sagtest: Viele Wege führen nach Rom.
Gruß,
Claudia
Hallo Claudia,
das Triebziel ist die Fährte an sich!
Gruß
Ralf
Die Mittelmäßigkeit ist ein furchtbares Schicksal. Wer es trägt, hat nämlich ein merkwürdiges Feingefühl für alles, was ihn überragt, und leidet dabei innerlich. Nach außen neidet und schimpft er .....................
Otto von Leixner, (1847 - 1907) eigentlich Otto von Grünberg
Beiträge: 380
Themen: 9
Registriert seit: Jul 2007
Hallo Ascan,
das würde ich gerne mal erklärt bekommen wie ihr es geschafft habt Hunde von 7 Jahren noch zu guten Suchern (stabil) um-
gedreht zu haben.Über eine schlüssige Antwort würd ich mich freuen.
Gruss Frerü
Beiträge: 532
Themen: 2
Registriert seit: Jan 2008
Hallo Heinz,
ich weiss ehrlich gestanden nicht, als was meine Hunde fährten ansehen.
Wichtig ist mir, daß sie gerne fährten - und auf der Fährte den Eindruck machen, alsob sie das was sie tun gerne tun.
Beobachter haben mir als Kommentar zu meinem älteren Rüden schon gesagt "der zeigt richtig Freude, wenn er eine Schwierigkeit gelöst hat". Ob das wirklich so ist - was er dabei empfindet - weiss ich nicht. Ich weiss nur, daß er gerne hinten ankommt und sich über das was er da vorfindet sehr freut. Und daß er ackert, wenn er von der Fährte abkommt - wenn er auf eine Schwierigkeit trifft.
Ich bin mir aber sicher, daß er sehr schnell aufhören würde zu fährten, wenn er zum Schluß seine Belohnung nicht mehr finden würde. Und das lässt mich eben an dem Satz "das Triebziel ist die Fährte an sich" zweifeln.
Gruß,
Claudia
Beiträge: 871
Themen: 16
Registriert seit: Dec 2006
lusna,index.php?page=Thread&postID=58825#post58825' schrieb:Einen Hund, der unkonzentriert gesucht hat eben genau durch Triebziel am Ende zum konzentrierten Suchen gebracht. Das war natürlich auch damit verbunden, daß ich dann, wenn er unkonzentriert gesucht habe, ihn nicht weiter hab stürmen oder faseln lassen, sondern einfach stehen geblieben bin, bis er wieder konzentriert auf der Fährte war.
Hallo Claudia,
meine Erfahrungen sind genau gegensätzlich. So lange ich geglaubt hatte, mein Hund arbeitet irgendwann eine Fährte ruhig und konzentriert ab, weil er sein Triebziel - wo auch immer - erreichen will, hatte ich auch eine "Wanderbaustelle" !!!
Ein guter Hund wird immer neue Wege suchen, sein Triebziel schnellstens zu erreichen. Wenn dann versucht wird, den Hund an der Suche nach neuen Möglichkeiten sein Triebziel schnellstmöglich zu erreichen, zu verhindern - und sei es nur durch Stehenbleiben - wird automatisch eine Dauerbaustelle eingerichtet...
Die Eigenschaft, über einen längeren Zeitraum ruhig und konzentriert ohne Zwang das Erreichen eines Triebzieles abzuleisten, ist den Hunden genetisch nicht mitgegeben!
Und arbeite ich auf der Fährte mit Triebzielen (Futter, Ball usw.) ist ein guter Hund immer bestrebt, sein Triebziel zu erreichen - und das möglichst schnell und sofort...und nicht Galama...
Claudia, wenn Dein Hund stürmt oder faselt, ist dies ein Verhalten, was Du nicht haben willst. Aber er stürmt und faselt nur, weil er das von Dir gesetzte Triebziel erreichen will.
Du unterbindest dieses Verhalten durch stehenbleiben ( Das Anhalten bedeutet für den Hund nun ein zusätzlicher Konflikt ) Diesen zusätzlichen Konflikt löst der Hund, in dem er die Nase runter nimmt und unsicher und verhalten die Fährte aufnimmt. Du glaubst das wäre ein Lernerfolg - richtig!...aber für den Konflikt "Stehenbleiben" und nicht für das Fehlverhalten "stürmen und faseln"!!! Und deshalb wandernde Dauerbaustelle.
Kurz ganz oberflächlich zu meiner Fährtenarbeit.
Meine Hunde haben außerhalb der Fährte in jungem Alter schon das barsche Hörzeichen "Nein" gelernt. Heißt u.A. angestrebtes Verhalten abbrechen. Das geht mit einem Welpen spielerisch.
Die "Gehhilfe" Futter in den Tritten so bald als möglich abbauen, nach dem das Hörzeichen "Fein" bei jeder Futteraufnahme konditioniert wurde.
Durch unterbinden von unerwünschtem Verhalten mit dem Hörzeichen "Nein" und Hilfestellung durch Zeigen auf das Trittsiegel mit Hörzeichen "Such" und bei Herunternehmen der Nase bestätigen mit dem Hörzeichen "Fein". Wichtig hierbei ist, das jedes Trittsiegel mit dem Hörzeichen "Fein" (an Statt Futter) zu bestätigen. Weiter ist wichtig, dass das barsche Hörzeichen "Nein" auch zum Einsatz kommt, damit das liebliche Hörzeichen "Fein" als positive Motivation zur Geltung kommt. Diese Stimmungslage nennt man " Komfort".
Mit dieser Arbeit erreicht man, dass die Fährte das Triebziel ist und nicht ein imaginäres Triebziel am Ende der Fährte. Das Ausarbeiten der Fährte ist später für den Hund die geile Arbeit und nicht das Erreichen eines Triebzieles. Das nenne ich "Ausbildung"! Alles andere ist für mich Hundeverarschung!
Ich benutze übrigens nach Abbau des Futters, bis auf wenige Ausnahmen, kein Triebziel mehr in der Übungsfährte...
...dies kann in der Kürze nur ein ganz grober Überriss der Fährtenarbeit sein...muß nun zur Arbeit..
freundliche Grüße
Iwan1
__________________________________________________________________________________________________________________________________
... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... ![[Bild: smilie_happy_288.gif]](http://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_288.gif) (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
Beiträge: 2.439
Themen: 39
Registriert seit: Sep 2006
Iwan,das hast du schön erklärt -a: -a: -a: -a:
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Hallo zusammen, also ich weiß schon, wie und was Ascan meint und arbeite genauso. Jetzt lese ich eure Beiträge und stelle nochmals die Frage: wenn ihr kein Futter mehr auf der Fährte nutzt und am Ende weder Futter noch Ball noch sonstwas als Triebziel einfügt - wofür suchen eure Hunde? Um euch zu gefallen? Sind sie damit zufrieden und suchen sie unter allen Umständen auch eine noch so schwere Fährte ab; evtl. auch unter großen Schwierigkeiten? Wofür kämpfen die Hunde auf einer echten schweren Fährte, wenn sie absolut nichts als Bestätigung bekommen? Und wie schafft ihr es, diesen Trieb "die Fährte ist das Ziel" über Jahre zu erhalten? Nur für ein Leckerchen am GG?
Meine Hunde bekommen am Ende ihr Nassfutter, diese aber nur nach ANSTÄNDIG getaner Arbeit. Natürlich will der Hund dann zunächst flott und möglichst kurz und schnell über die Fährte fliegen. Ich für meinen Teil halte dann meine Hunde nicht nur einfach sondern wirke ab einem gewissen Ausbildungsstand dann über die lange Leine deutlich ein. Ich lege Treppen, Bögen und all die Dinge, um dem Hund bis zum Ende höchstmögliche Konzentration abzuverlangen. Und bei Überschießen von Winkeln, GG oder ständigem Faseln und Ziehen wird an der Leine mal ordentlich geruckt, bis das Tempo stimmt. Die meisten Hunde legen sich dann zunächst hin und wollen nicht weiter. Da zeige ich ihnen dann mit sanftem, aber energischen (energisch/Druck im Sinne von geduldig) Druck, dass sie damit nicht durchkommen und dass alles schön ist, wenn sie eine ordentliche Suche machen. Bisher haben alle meine Hunde das verstanden und haben ein gleichmäßiges und konzentriertes Verhalten bis zum Ende gezeigt. Um es kurz auszudrücken: am Ende deiner Fährte steht dein Futterpöttchen und das gibts NUR, wenn du eine solide und gute Arbeit machst!!
Ansonsten gibts eben nix und es wird eine neue Fährte gelegt. In UO und SD erhält der Hund ja auch zwischendurch oder nach der Arbeit Ball/Ärmel usw. Ich glaube, es hat sich ein Mißverständniss eingeschlichen...die Arbeitsweisen sind nicht so unterschiedlich (außer vielleicht, dass manche HF der Meinung sind, in der Fährte darf/kann man keine Zwänge setzen und andere HF nicht), nur das alles für den anderen nachvollziehbar auszudrücken ist manchmal schwer im net.
Beiträge: 532
Themen: 2
Registriert seit: Jan 2008
Hallo Iwan,
Danke für Deine Ausführungen.
Zum Thema faseln und unkonzentriert suchen: Das hat mein Hund getan, als er kein Triebziel am Ende der Fährte hatte.
Jetzt hat er eins (kein imaginäres, wie Du schreibst - sondern ein reales) - und er faselt nicht mehr und arbeitet konzentriert.
Bezüglich Tempo halt ich es so wie Nickel oben geschrieben hat.
Wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe, dann liegt der Komfort des Hundes darin, daß Du ihn nicht verbal strafst, sondern lobst, wenn er es richtig macht.
Und über dieses angenehme Gefühl macht er dann die Arbeit.
Woraus kommt dann der Trieb des Hundes die Arbeit zu wollen?
Woraus kommt der Trieb des Hundes Schwierigkeiten überwinden zu wollen?
Wie wird der Hund auf der Fährte selbständig im arbeiten?
Gruß,
Claudia
|