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AZG - lange Flucht
#1
Hallo,

ich habe da mal eine Frage - ich hoffe ich bin hier damit richtig - ansonsten bitte verschieben.

Gestern auf dem Hupla wurde darüber gesprochen, dass die AZG auf einen anstehendes Gerichtsurteil wartet, dass die lange Flucht verboten werden soll.
Geklagt haben soll ein Richter, mit der Begründung, dass hierbei ein Hund bewusst auf einen Menschen gehetzt wird.

Die AZG soll dieser Sache sehr zugeneigt sein, aus der Sicht heraus, dass die Hunde immer schneller werden und es kaum noch Helfer gibt, die diese Hunde
ohne Probleme abfangen können.

Weiß darüber jemand mehr?????

LG Ursula
Ich verantworte das, was ich schreibe,
nicht das was du liest
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#2
.... in der schweiz kein SOFTSTOCK / stockschläge mehr...
und nun dass??????

der weg zum schutzdienstverbot wird immer mehr geebnet...

wer soll das noch verstehen....

mir fehlen die worte.... wenn das alles so stimmt und umgesetzt wird....na dann gute nacht....

noch mehr kopfschüttelnde grüße
Heike
Punkte vererben sich nicht...
aber HERZ und WILLE...
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#3
Hallo,

das hör ich jetzt das erste mal aber das heißt ja nichts! Bin bei uns im Verband Schutzdiensthelfer habe aber bis jetzt nichts diesbezüglich gehört. Aber halte uns mal auf dem laufendem.

Gruß Jens
Das mir der Hund viel lieber sei sagst du, oh Mensch sei sünde.
Der Hund bleibt mir im Sturme treu der Mensch nicht mal im Winde.
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#4
charli,index.php?page=Thread&postID=54880#post54880' schrieb:der weg zum schutzdienstverbot wird immer mehr geebnet...

Hallo,
ich denke bei einer Argumentation in diese Richtung...

Zitat:Geklagt haben soll ein Richter, mit der Begründung, dass hierbei ein Hund bewusst auf einen Menschen gehetzt wird.

...kann die Intention letztendlich nur auf ein grundsätzliches Verbot hinaus laufen.
"Argumentiert" man, wie der von Ursula genannte Richter, sollte man natürlich nicht vergessen auch beweiskräftig zu recherchieren.
Wie viele der Hunde, die im Sport auch speziell das Einholen trainieren und bei denen diese Übung, neben dem Training auch auf Prüfungen abgefragt wird, stellen denn aufgrund dessen ein Gefährdungspotential für den Menschen dar? Oder anders gefragt welcher unserer Sporthunde fällt Menschen an - insbesondere motiviert durch diese Übung - völliger Schwachsinn? Allein schon aufgrund der Tatsache, dass hier die Fallzahl gegen 0,00% tendiert, zeigt dass es bei solch einer "Argumentation" lediglich um Stimmungsmache von Unwissenden und Nichtfachleuten geht, die nicht wissen wovon sie sprechen. Angetrieben von irgendwelchen Antisympathien bzgl. der SD-Arbeit, werden wenig fundierte Folgerichtigkeiten ("Hunde werden auf Menschen gehetzt...") einfach in den Raum gestellt, um entsprechend reißerisch sein Endziel (Verbot) auf den Weg zu bringen.

Meiner Meinung nach ist es völlig falsch, hier auch nur ansatzweise einer solch fehlgeleiteten Version in der Darstellung unseres Sportes, Gehör zu schenken, geschweige denn nachzugeben - das bedeutet das AUS!

Man kann sicher darüber diskutieren, ob man das Einholen (PO: Angriff auf den Hund aus der Bewegung) in irgendeiner Weise "entschärfen" muss. Die Gründe für eine solche Diskussion (und hier vertraue ich auf die Fachleute, der Verbände innerhalb dieses Gremiums der AZG), können und dürfen immer nur aus sportlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Einer schwachsinnigen "Argumentation" wie im Eingangsbeitrag erwähnt, muss mit allen Mitteln entgegengesteuert werden. Denn aus einer solchen Motivation heraus bildet kein Sportler seinen Gebrauchshund aus - und auch das daraus resultierende Ergebnis ist nachweisbar und definitiv, nie ein "menschenhetzender" Hund.

Die sportlichen Gesichtspunkte, warum auch innerhalb des IPO Sports über entsprechende Maßnahmen nachgedacht wird, sind doch in erster Linie Gedanken, aufgrund der hohen Anbißgeschwindigkeit (in erster Linie beutemotiviert, verstärkt durch entsprechende positive Erfahrungen innerhalb der Ausbildung) und die dadurch latent vorhandene Verletzungsgefahr (auch evtl. Langzeitschäden), insbesondere für den agierenden Hund. Aber auch der SD-Helfer ist natürlich der Gefahr ausgesetzt sich zu verletzen. Aber doch ganz sicher nicht deshalb, weil er bei dieser Übung auf einen Hund trifft, bei dem er Gefahr läuft "zerfleischt" zu werden, weil die Motivation des Hundes darin liegt. Sondern die Gefahr liegt doch einzig und allein darin, dieser hohen Geschwindigkeit mit den entsprechenden Reflexen und Körperbeherrschung so entgegenzutreten, das weder ihm noch dem Hund etwas passiert.

Der LR der diesjährigen BSP - Herr Horst-Dieter Träger - ganz sicher m. E. ein absoluter Fachmann, äußerst sich in einem Interview in "Der Gebrauchshund" in der Form, dass die Einholübung weit weniger Aussagekraft hat, als der Angriff aus dem Rückentransport. Aus seiner Sicht könnte diese Übung abgewandelt werden wie bei der WPO der Diensthunde. Auch ist er der Meinung, dass die Hunde immer schneller werden und es kaum noch Helfer gibt, die diese Hunde unfallfrei aufnehmen können.

Ob man (vorausgesetzt man ist überhaupt der Meinung) unsere Einholübung in der Form der Diensthunde WPO "entschärfen" muss, wage ich zu bezweifeln. Denn auch die Attraktivität in unserem SD darf und muss eine Begründung sein dürfen. Unsere PO steht ohnehin nicht in dem Ruf durch eben diese entsprechende Attraktivität oder auch Kreativität zu glänzen. Kastriert man jetzt eine Übung wie das Einholen völlig, verbessert das diese Faktoren sicherlich nicht unbedingt.

Letztendlich gäbe es aus meiner Sicht nur die Möglichkeit, eben von Seiten der Verbände, wirklich nur noch absolute Spitzenhelfer für diese Übung einzusetzen. Dass es solche Leute gibt, zeigt z. B. aktuell ein Ralf Conzelmann, bei jedem seiner Einsätze in diesem Bereich. Allerdings scheint es ja damit nicht getan. Selbst wenn man eine solche SD-Helferschaft für die überregionale Ebene auf die Reihe bringen könnte, werden ja die Hunde nicht deshalb langsamer, weil sie auf einen weniger talentierten Helfer z. B. auf OG-Ebene treffen. Und auch dort werden diese angesprochenen Hunde ja geführt. Tatsächlich möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie viele Sportverletzungen oder auch Langzeitschäden aus "Unfällen" resultieren, die aufgrund Geschwindigkeit gepaart mit falscher Annahme entstanden sind. Jeder Helfer kennt glaub ich die Situation, in der eine Annahme mal nicht so optimal funktioniert - immer Kacke!

Eine weitere Möglichkeit wäre es doch, die Einholübung derart zu gestalten, dass sie schließlich nicht an Ausstrahlung verliert, jedoch die Verletzungsgefahr gemindert wird. Zum Beispiel durch das Überwinden von Hindernissen oder eines Hindernisses vor dem Anbiss. Auch überlegenswert wäre, dass die Helfer die Hunde (durchaus unter Erhöhung der psychischen Belastung) nicht mehr im Lauf, sondern im Stand annehmen.

Ich denke solche Dinge kann man auch mit gegensätzlichen Ansichten in der Ausführung diskutieren.

Allerdings darf der im Eingangsbeitrag von Ursula geschilderte Ansatz dieses Richters, hundesportlich nie zur Grundlage von Überlegungen werden. Wir hetzen keine Hunde auf Menschen - das können wir belegen und unter sportlichen Gesichtspunkten beweiskräftig untermauern. Und unsere Funktionäre stehen in der Pflicht sich dafür einzusetzen, damit wir unserem tollen Sport weiterhin nachgehen können.

Grüße Thomas
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#5
Hallo Thomas,
Deine Ausführungen und Gedanken sind völlig richtig. Aber: wen interessierts? Nur uns!, die wir in der Materie stecken. Aber doch ganz sicher nicht diejenigen, die diese hirnlosen Prüfungsordnungspunkte erstellen. Sicher, es ist nicht einfach, einen Kompromiss zu finden, der einerseits uns unseren Sport ermöglicht, andererseits die Angst der Bevölkerung vor wilden Bestien berücksichtigt.
Der bisher praktizierte Kompromiss ist doch bereits ein fauler! Da wird -belegt durch die vom SV in Auftrag gegebene Studie- unser Schutzdienst als Beutespielchen deklariert! Dass dabei auch Aggressionsbereiche angesprochen werden müssen, wird tunlichst verschwiegen. Der lange Gang war bis vor wenigen Jahren eine lange Flucht kombiniert mit einem Angriff des Helfers vor dem Anbiss, der nach meinem Dafürhalten noch eher auf die psychischen Eigenschaften des Hundes ansprach als das jetzige "Einholen" (was ja keins mehr ist). Es wurde mit der Begründung geändert, dass man keinen Hund auf einen wegrennenden Menschen "hetzen" darf. Es könnte ja auch ein harmloser Jogger sein! Ein Kompromiss? Ich halte das eher für ein Sterben auf Raten.
Dass der Weg der kleinen Kompromisse in eine Sackgasse führt, haben viele begriffen. Noch längst aber nicht alle!
Die Frage, die sich mir stellt: Wie kommen wir aus dieser Misere wieder raus?
Dass Anspruchsdenken (der Hundesportler) und (legale) Möglichkeit im SD auseinanderdriften, haben wir hier im Forum erst kürzlich erlebt.
Einerseits gibt uns die PO vor, dass wir den Hunden im Training unter allen Umständen untersagen, woanders hin zu greifen, als in den Beißarm (da wir ja nur Beutespielchen machen :pf: ), andererseits wird vom Hund erwartet, dass er "ES" denn tun sollte, wenn er den Arm nicht bekommen kann. Hier wird nicht nur mittlerweile die PO ausgehebelt sondern es entstehen richtige Glaubenskriege, die dazu führen, dass eine LGA nicht mehr dem dient, was sie eigentlich mal war - ein Wettkampf der dazu dient, die besten Hundeführer einer Landesgruppe zu finden und jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben herauszufinden, wo er denn steht. (So etwas geht realistisch nur unter gleichen Bedingungen.) Nein! Es geht nur noch darum, ob Du ganz oben bist oder ganz unten. Eine Mitte gibt es nicht mehr! Mit dieser ideologischen Spaltung der Lager schüren wir selbst denen das Feuer, die von zwei Extremen reden: denen, die erfolgshungrig mit allen Mitteln ihre Sportgeräte tunen und denen, die angeblich den Hund als gleichberechtigten Partner betrachten. Dass dies nicht so ist, wird auch tunlichst übergangen.
Diese Polarisierung eignet sich hervorragend dazu, die vermeintlich "Eisenharten", "ewig Gestrigen" einzubremsen.

Thomas, Dein letzter Satz... ich wünschte, man könnte darauf vertrauen.
MfG
Maik
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#6
Tja Leute,

der Kollege konnte sich leider nicht mehr an den Namen des Richters erinnern, der da vor Gericht klagt, auch nicht welchem Verband er angehört.
Er wußte nur noch, dass dieser Mann maßgeblich mit an der Hundeverordnung von D beteiligt war und bis jetzt alles wass er geändert haben wollt
per Gerichtsbeschluss durchgesetzt hat.

Da der Kollege Kreisvorsitzender seines Rassevereins ist und dies auf einer Sitzung besprochen wurde, hege ich keinerlei Zweifel, dass er uns nur
Müll berichtet hat. Es muss wohl im Gespräch sein.

Die AZG ändert übrigens jetzt die Hürde, die soll nur noch 80 cm fest hoch sein darüber auf 1 m eine Stange und bewertet vom Richter bei der Prüfung
dann dann nur noch werden, wenn die Stange fällt.

LG Ursula
Ich verantworte das, was ich schreibe,
nicht das was du liest
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#7
hallo ursula,

das mit der stange bei der hürde finde ich prima, dann gibt es auch keine diskussionen mehr, ob gestreift oder nicht.
schwierig stelle ich mir nur vor, wenn die stange schon beim hinspring fällt, äh wie wird dann der rücksprung bewertet?

lg doris
[Bild: bannerneuenk.gif]
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#8
Lieber Thomas,

du hast das Grundsätzliche in unserem Sport absolut klar und verständlich zum Ausdruck gebracht, mein Kompliment.

Ergänzen möchte ich nur, dass jede "beschönigende" Veränderung einem Zugeständnis gleichkommt, dass wir bisher etwas falsch gemacht haben. Ich plädiere deshalb dafür, solche Überlegungen grundsätzlich abzulehnen. Wir machen nachweislich nichts falsch. Die minimalen Gefahren in Relation zu anderen alltäglichen Gefahren, die von Hunden ausgehen, haben mit dem Schutzdienst nichts, aber gleich überhaupt nichts zu tun. Sie sind einzig und allein am jeweiligen Hunndehalter festzumachen.

Der Ansatz, am Schutzdienst rumzudoktern, ist deshalb schlichtweg falsch. Hier darf man keinerlei Zugeständenisse machen.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#9
Zitat:Der Ansatz, am Schutzdienst rumzudoktern, ist deshalb schlichtweg falsch. Hier darf man keinerlei Zugeständenisse machen.
-a: -a: -a: -a: -a:

Genauso sehe ich das auch.

Aber bei der Thematik fühle ich mich recht hilflos.

Für mich ist die Angelegenheit leider nicht nur auf der Ebene zu betrachten, dass Laien den Schutzdienst fast immer falsch verstehen und zu diesen Laien gehören nunmal auch Politiker und entsprechende Entscheidungsträger.

Hier wäre relativ leicht Überzeugungsarbeit zu leisten. (Mein Hund - wie doch auch so viele andere - kann sich "sportlich"in SD als unerbittlicher Kämpfer zeigen, um 10 Minuten später ergeben mit dem SD-Helfer zu schmusen). Ich sehe die Gefahr eher von den Kynologen oder als Fachleute bezeichneten ausgehend, die als Experten herangezogen werden und vehemente Gegener des SD sind. (Wie auch Feddersen-Petersen)



Helmut Dillmann


PS Walter, ich freue mich darüber, hier im Forum wieder Beiträge von Dir zu lesen!!!
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#10
Ursula Ros.,index.php?page=Thread&postID=54938#post54938' schrieb:Die AZG ändert übrigens jetzt die Hürde, die soll nur noch 80 cm fest hoch sein darüber auf 1 m eine Stange und bewertet vom Richter bei der Prüfung
dann dann nur noch werden, wenn die Stange fällt.

LG Ursula

ich stelle mir gerade die Frage, ob ein Hund diese "20 cm Luft mit Stangenabschluß" vernünftig wahrnehmen und somit überspringen kann.......
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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