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Problem Aufbau verbellen
#61
flashover1989,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25285-Problem-Aufbau-verbellen/?postID=172023#post172023 schrieb:Ich weiß nicht mehr weiter. Sie dreht komplett durch und dreht sich im Kreis und schreit aber keine Chance da einen beller raus zu bekommen um sie dafür zu bestätigen.
hallo sabine?? (flashover1989)
ich habe einen ähnlichen typ hund am start, hohe nerventätigkeit, niedrige reizschwelle, trieb bis zum abwinken und jede menge ungünstiger lernverknüpfungen. alles endete in eine from der hyperaktivität, jedes HZ wurde lautstark kommentiert, jede helfer- oder hundeführer annäherung ect pp, ...sie neigte dazu, wie du es beschreibst, komplett durch zu drehen. auch ich stand vor dem problem etwas zu finden was man bestätigen und verstärken kann, bis ich damit angefangen habe mal etwas ganz anderes zu versuchen.

silke hat recht!!
Erko,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25285-Problem-Aufbau-verbellen/?postID=172118#post172118 schrieb:Als Hilfesuchender wird man doch kirre, wenn man versucht sich da durchzulesen.
Bildet denn keiner mehr nach "Gefühl und ausm Bauch heraus" aus?
mein gefühl hat mir gesagt das man erstmal eine grundsätzliche RUHE erarbeiten muss. der hundeführer hat also dem hund ein beuteobjekt (ball) schon am auto gegeben das er dann selber auf den platz getragen hat. durch diese maßnahme ist man erstmal in die situation gekommen, nicht schon unerwünschtes verhalten zu bestärken, bevor es überhaupt los geht, der hund hatte den fang voll und das objekt der begierde schon in besitzt genommen. das erste ausbildungsziel war dann über die hundeführerin RUHE einzufordern, die über die freigabe zum helfer bestärkt wurde. der hund hat gelernt das passivität der schlüssel ist zur aktivität und damit zum erfolg.

aus dieser situation heraus werden erste einfache hörzeichen gegeben die der hund nun aus einer inneren ruhe heraus ausführen durfte und konnte, und auch hier erfolgte die verstärkung durch eine freigabe zum helfer. es gab also weder einen kampf oder eine auseinandersetzung mit dem helfer, noch mit dem beuteobjekt, es wurde nur auf RUHE bestanden die dann in die aktivität geführt hat.

die strategie ist es also nicht gleich am bellen zu arbeiten, sondern an der RUHE (calmness). das sieht natürlich erstmal alles nicht nach schutzdienst aus, es berücksichtigt aber die probleme des hundes und schafft eine möglichkeit positive lernverbindungen zu schaffen. was ich damit zum ausdruck bringen will ist, das es vielleicht auch ein weg ist, erstmal an anderen wichtigen dingen zu arbeiten, anstatt sich auf ein problem zu versteifen und dadurch hund und hundeführer immer mehr in eine frustrierende situation bringt.
ich stelle hier mal ein video ein damit man einen eindruck bekommt.

[media]https://youtu.be/L0l8fvXnvTM[/media]
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#62
meine war und ist nicht so extrem gewesen, aber RUHE einfordern ist das einzigste was auf Dauer tatsächlich hilft. Hier könnte man als Hundeführer manchmal schier verzweifeln. Ich bin vom Temparament her sehr explosiv und "raste" eher aus. Ich muss mich auch zur Ruhe zwingen.

Bei Britti habe ich Kontrollübungen zu Hause geübt in der untersten Trieblage. Auch habe ich genauso den Schudi aufgebaut. Null Reizlage vom Helfer. Der hatte zu warten bis ich den Hund geregelt hatte und wenn das nun mal 5 Min. oder 10 Min. gedauert hat. Wenn ruhig (selbst nur einen Millisekunde), dann habe ich "Voran" gesagt. Das An- und Abstellen habe ich zu Hause OHNE Reizlage geübt, mit Beißkissen. Am Anfang war mir da der Griff egal, Bei Voran sollte einfach ein "Beller" kommen und bei Ruhig oder AUS eben nichts. Außerdem habe ich klare Bilder versucht hinzubekommen. Klare Bilder waren für mich die Trennung beim Versteck mit Bellen, und beim Bannen. Bei einem "gekratzen" Hund würde ich bewusst die Stellphansen, Bannphasen RUHIG machen, damit sich der Hund beim Bellen nicht zuschraubt. Das habe ich so von Anfang an beigebracht.

Ist halt auch schwierig genau zu Schreiben, wie man das macht, weil es viele kleine Einzelschritte waren und wie Erko/Silke schon schrieb, in bestimmten Situationen einfach aus dem Bauch reagiert und bestätigt.

Angelika
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#63
Also wir hatten schon beide Fälle Schreihals oder 'Beutespanner. Bei beiden Typen ist die Distanz (wenn es dann ein Beuteobjekt ist) sehr wichtig.

Wir haben eine sehr gute Bindung zu unseren Hunden, und sie wollen das wir mit Ihnen spielen und bewegen,...sie müssen zum Beispiel durch Bellen zu Bewegung animieren, da hat noch kein Schutzdienst stattgefunden. Durch Augenkontakt können Sie Futter bekommen..und so weiter. Kommandos gibts keine, erst später

Schreihals....achte mal drauf, wie sich eine Katze vor einem Hund bewegt , der im Zwinger ist,.....diese Bewegungen machen Frust und man kann klar bellen,..denn die Distanz stimmt.
Beutespanner, ich als Hundeführer bin bewegungslos, Bellt "es" bewege ich mich oder Gras fliegt oder Schnee wird geworfen, oder Heu, also es ist kein klares Beuteobjekt auszumachen, aber der Hund aktiviert.

Ach ja und dann noch den Abschalteknopf direkt mit konditionieren,..wichtig

tschöö mit öö
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#64
Heinz.S,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25285-Problem-Aufbau-verbellen/?postID=172078#post172078 schrieb:Es bestätigt aber dann auch wieder das, was ich schon seit langem sage, wir bekommen immer mehr dünnhäutige und nervenzappelige Hunde
hallo heinz, ich bin mir gar nicht so sicher ob es diesen typ hund nicht schon immer gab, allerdings fielen die früher schneller vom rost. durch modifizierte ausbildungstechniken ist man heute in der lage mit diesem typ hund besser umzugehen. man kann sogar sehenswerte ergebnisse erzielen, und genau hier liegt dann auch ein risiko, züchterisch gesehen. :whistling:

auf der anderen seite sind genau diese neuen (modernen) ausbildungsmethoden auch ein möglicher grund für eine anerzogene nerventätigkeit, weil die hunde in einem ständigen kampf mit dem hundeführer oder helfer um die belohnung stehen. fast jedes verhalten wird immer in konkurenz zur bestätigung gelernt und später dann auch gezeigt. das macht hunde verückt, und nervig. kaum haben sie eine belohnung erhalten wird sie schon wieder weg genommen, kaum haben sie über verhalten kontrolle (erfolg) erreicht, müssen sie schon das nächste zeigen usw usw. belohnung zum anlernen ist wichtig und gut, aber nur kurz. dann muss der hund lernen im verhalten selbst seine bestätigung zu finden und das die belohnung nicht mehr zielführend ist. dieses konzept kennen wir eigentlich aus früheren zeiten Wink - es war ja nicht alles schlecht :daumenhoch:

die hündin im oben gezeigten video, hier mal ein paar monate später, und um einen babybauch (HF) leichter Smile, beim stellen und verbellen das schon seit langer zeit nicht mehr über eine belohnung (anbiss) bestärkt wurde. die übung ist klar, bellen weils spaß macht, und zwar so lange bis ich gerufen werde. das technische verhalten "hier fuss" (in die grundstellung kommen) ist durch die im ersten video gezeigten übungen verbessert worden. zur erinnerung - die problematik in diesem thema und bei der gezeigten hündin war das unkontrollierte und lautstarke gebärden.

[media]https://www.youtube.com/watch?v=YgGn9UGEf6A[/media]

angieblau,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25285-Problem-Aufbau-verbellen/?postID=172133#post172133 schrieb:Am Anfang war mir da der Griff egal, Bei Voran sollte einfach ein "Beller" kommen und bei Ruhig oder AUS eben nichts.
wenn man mal seinem bauch zuhört, und nach gefühl vorgeht, bedeutet das aber nicht das man dann völlig planlos arbeitet, man alles dem zufall überläßt und eigentlich alles egal ist. der griff z.b. ist immer eine wichtige größe, der sollte nie egal sein. und wenn es nur um einen einfachen beller geht, warum dann der ganze aufwand? besonders am "anfang" wird doch der grundstein für spätere leistungen gelegt, und genau hier ist es wichtig sich nicht mit zuwenig zufrieden zu geben.
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#65
Hi Detlef,würde dir gern antworten,konnte dir aber keine PN schicken.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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#66
hallo Detlef,

ich trenne Übungen. Griffarbeit war eine andere ARBEIT. Das mir die Griffe sehr wohl wichtig sind bzw. waren steht außer Frage. Die Hauptgriffarbeit habe ich aber mit dem Helfer selbst erarbeitet, am Anfang natürlich mit Beisskissen, später mit Ärmel.

Angelika
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#67
Manfred Teuber,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25285-Problem-Aufbau-verbellen/?postID=172087#post172087 schrieb:Hallo,
über welche Linie kommt dein Hund?
Wo wohnst Du?

Gruss Manfred

Hallo Manfred,
Meine Hündin heißt UPS zur Krombach (siehe workingdog)
Ich komme aus Niederbayern, genauer gesagt simbach am Inn.
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#68
Habe es endlich geschafft das Video hoch zu laden bei YouTube, Sorry für die verspätete Antwort aber mein internet ging jetzt die ganze zeit nicht.
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#69
[media]https://youtu.be/Tj1OizELd1c[/media]

Das Video wurde bei uns im Garten bei toter Beute gemacht
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#70
Moin Sabine,

ist st die genauso, wenn die Leine runter ist, also nicht gesperrt?

Was mir auffällt, ich mag mich täuschen, aber dass sie linksseitig den Kopf schief hält und auch das Ohr
hängen läßt, wenn sie gegen den Leinenwiderstand geht. Evtl. hat sie Schmerzen?!

Wenns mein Hund wäre, dann würde ich das mal beim TA checken lassen.

Was mir aber auch auffällt, dass die eigentlich über eine gute Impulskontrolle verfügt, wenn sie abgestellt ist.

Das habe ich mir nach der Beschreibung
etwas anders vorgestellt.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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