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Übung dem Hund ankündigen
#71
Ich versuche es einfach nochmal.

Junger Hund im Aufbau.
Gestik, Körperhilfe darauf reagiert der Hund wesentlich stärker als auf verbale Kommandos, genau deshalb werden sie gegeben, sonst bräuchte man sie nicht.
Körperhilfen sind schwer ab zu bauen, sowohl beim Hund also auch beim HF. Ich, Körperhilfe beim Platz stimmt nicht, kann gar nicht sein!
Daher versuche! ich keine Körperhilfen zu geben, ist gar nicht so einfach. Daher verwende ich verbale Hilfen, ich denke ein junger Hund im Aufbau braucht Hilfen.
Kommando ankündigen, ich kündige auch die Kehrtwendung an, weil der Zwerg Kehrt und linke Winkel zur Zeit verwechselt.

Später Kommandotausch. Statt Kehrt irgendwas nettes dezentes.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#72
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24649-Übung-dem-Hund-ankündigen/?postID=165443#post165443 schrieb:maliman, es ist doch eine einfache klassische konditionierung von einem bekannten mit einem unbekannten signal... hier jedoch mit einem zeitfenster dazwischen.

ich bringe dem hund bei, über das kommando - rum - mich zu umrunden, und zwar im uhrzeigersinn. das erst im stand, bis ich mich auch gegen ihn drehen kann. wie das jeder macht, das ist abhängig des ausbildungsansatzes. dann switche ich auf ein nonverbales signal um, welches der hund aufnehmen kann, aber nicht der richter.
das schalte ich dem -rum- vor. das unbekannte signal kündigt also ein bekanntes signal an. es entsteht eine klassische konditionierung, in der dann das unbekannte nonverbale signal die funktion des bekannten übernimmt.

hier möchte ich doch etwas anmerken. Das klassische Konditionieren nach Pawlow bezieht sich im wesentlichen auf die Auslösung von unbedingten Reflexen, d.h. auf Dinge, die der Hund nicht wesentlich beeinflussen kann. Das ist in dem Fall halt der Speichelfluss nach dem Zeigen von Futter. Die klassische Konditionierung ist weiter im emotionalen oder Gefühlsbereich zu finden. Wer schon einmal einen Stromschlag an einer Steckdose erhalten hat, der kann das nachvollziehen. Hier bildet der Reiz der Steckdose sofort ein Gefühl im Kopf dem sich der Mensch kaum verschließen kann.
Beim Training zum Umrunden des Menschen würde ich eher eine instrumentelle Konditionierung vermuten. In der Regel liegt dem ja auch der Belohnungsreiz nach dem Verhalten, das der Hund bewusst ausführt, zu Grunde. Nur mit dem Switchen von Begriffen zur Ausführung einer Übung wird m.E. noch keine kK begründet auch wenn, wie geschrieben, der neue Begiff den bisherigen ersetzt.

Vielleicht können ja da Verhaltensbiologen etwas Klarheit verschaffen.
Bye Uwe
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#73
Hi Uwe,ich denke,du hast Recht.Die KK verläuft über Innere und äussere Reize,die inneren Reize fehlen hier,denn der Hund reagiert nicht,wie du angemerkt hast,durch emotionale Handlung etc.
Ich glaube aber,das beides in der vorgegebenen Situation funktioniert,denn es sind 2 Reize,die beim Hund eine Erwartungshaltung wecken können,allerdings nur,wenn nach dem ersten Reiz,HZ....Rum....eine Bestätigung der Ausführung passiert.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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#74
bei der kK liegt der Reiz VOR dem Verhalten, bei der IK liegt der Reiz HINTER dem Verhalten.
Also als Frage ausgedrückt: Was macht Verhalten im Hund oder warum zeigt der Hund Verhalten?

Dazu nochmals das Beispiel:
kK Signal --> Klingel (konditionierter Reiz) löst Speichel (Reflex) aus. Der Hund kann es nicht verhindern. Das macht ja gerade das Clickern als sekundären Verstärker so stark.
iK Hund zeigt das Verhalten auf Grund der Erwartung der Belohnung (z.B. Ball). Das Signal, das vorher zur Ausführung kommt ist in diesem Fall unrelevant. Der Hund kann sein Verhalten ausführen oder auch nicht, also selber steuern.
Es findet jedoch auch gleichzeitig eine Konditionierung auf der Ebene der kK statt, da auch die Emotions- und Gefühlswelt der Hundes angesprochen wird.

Das soweit nach meinem Verständnis zu diesen Lerntheorien, die jedoch keinen Anspruch auf absolute Korrektheit oder Vollständigkeit haben. Verhaltensbiologen können das sicher besser ausführen.
Bye Uwe
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#75
hallo uwe,

da hast du natürlich recht! ich habe mich da etwas mißverständilch ausgedrückt!

natürlich ist kk nach pawlow reiz - gefühlsreaktion, dagegen kann der hund sich nicht wehren...

ich wollte eher dahingehend argumentieren, dass im rahmen von vollendet gelernten verhalten, also ik, es durchaus möglich ist, dem hund, wenn er, wie du oben geschrieben hast, in guter positiver erwartungshaltung für das technische verhalten ist, du dieses gefühl eben auch über ritualisierung vorverlagern kannst.

dann kommt eben das zum tragen, was du schreibst...

Es findet jedoch auch gleichzeitig eine Konditionierung auf der Ebene der kK statt, da auch die Emotions- und Gefühlswelt der Hundes angesprochen wird.

und so war es gemeint.
danke, dass du da nochmal eingehakt hast.

und das z.b. schafft auch erklärung, warum manche hunde das technische verhalten nicht oder nur langsam ausführen...

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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