Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wie weit weg sind wir noch vom Unterschied, Arbeiten oder Kunststückchen machen lassen?
#31
wir brauchen auch noch in 20-30 Jahren einen richtig guten Gebrauchshund/Schäferhund. Allerdings ist mir der "gute" Hund zu sehr bie Dir fixiert auf *Dominanzgehabe* oder "Alpha" . Für mich gehört ein Hund den ich persönlich "führen" möchte in die Kategorie dazwischen. Ich möchte einen klugen, arbeitsfreudigen Hund haben ohne *triebliches* überdreht sein, der sich auch konzentrieren kann auf seine Aufgabe usw. aber auf der anderen Seite durchaus "kernig" ist. Der mir meine Grenzen zeigt und der mit mir zusammen "wächst". Ich hatte eine Hündin die Alpha war/ist, aber auf dem Hupla überhaupt nicht zu gebrauchen :-( . Sie gab mir JEDES Holz OHNE Probleme ab, trotzdem war/ist sie Alphahündin.

Für mich ist nicht der Hupla entscheidend (denn MEINE Hunde unterscheiden zwischen Hundeplatz und Zuhause und Verhalten sich dementsprechend). Mein Rüde weiß jetzt ist Hupla-Zeit etc. pp. Deshalb zeigt sich auf dem Hupla durchaus Qualität (sonst könnte man ja nicht führen) aber nicht zu vergessen, das dies nur ein Teil ist der für mich persönlich Zuchtrelevant sein sollte.

Angelika
Zitieren to top
#32
Claudia Ph.,'index.php?page=Thread&postID=130965#post130965' schrieb:Wenn man die Hunde in anderen Sitationen beoachtet, kann man sehr wohl noch den Typ Hund erkennen.
Unser Sport dient nicht mehr als Maker zur Zuchtselektion, da wünsche ich mir wirklich andere Auswahlkretieren

da hast du sicher Recht....

Gruß Peter
Zitieren to top
#33
antje Absolut Richtig !! Ich weiß viele gute Vererber sind nicht unbedingt hoch geführt worden.. Aber der Züchter kannte diesen Hund bzw der hat sich wirklich "herumgesprochen und natürlich habe Leute mit Namen in der Regel auch wirlich gute Hunde !!! Wünschte mir nur das Hunde die sehr hoch drehen in der Zucht bleiben, weil diese früher auch viel mehr eingesetzt wurden(Joschy,Pike). Das Internet kann natürlich sehr hilfreich sein blendet aber auch die Realität !Aber gut ist halt meine Meinung, das wir uns von guten Hunden Laangsaam entfernen.. Ich hoffe es aber nicht !!!!!
Zitieren to top
#34
Ich weiß nicht wie oft ich gehört habe, dass früher der Sport härter war, die Hunde besser, und die Qualifikation zu höheren Sportarten schwieriger. Ich glaube es nicht, wenn ich dieses Video eines bekannten Vererbers sehe mit dem Wissen, dass es dafür 92/90 gab.

BSP 1987

Mal davon abgesehen, dass er heute für eine solche Unterordnung kein SG mehr bekäme, im Schutzdienst wäre es eine glatte Disqualifikation (Hund angefasst und leicht gemaßregelt). Ob der Hund wirklich in der Ausbildung mehr "mitmachen musste" als die heutigen "dressierten Paradepferdchen"? Ich bezweifle es, denn die damalige PO und Richtweise waren nicht so anspruchsvoll.

Ich weiß ja nicht wie ihr ausbildet und früher ausgebildet habt, aber heute wird schon am Welpen "dressiert", früher durften die jungen Hunde wachsen und stark werden, wurden dann mit Hetzen noch stärker gemacht und kurz vor der Prüfung kam die Brechstange für den Gehorsam. Methoden wie Zwangsbeißen lass ich jetzt mal außen vor, das gibt es ja wohl heute noch. Durch die Brechstangenmethode blieben viele Hunde, die eigentlich nicht schlecht waren, auf der Strecke, andere haben sich ins Beißen gerettet. Das waren dann wohl die Guten...

Heutzutage werden im höheren Sport immer noch nicht die Wattebäusche geworfen, es wird nicht weniger trainiert (eher im Gegenteil), also schließe ich mich Kristina an, dass ein Hund der über mehrere Jahre gleichbleibend auf Landes- oder Bundesebene vorgeführt wird/wurde, über eine überdurchschnittliche Qualität verfügt. Was vererbt wird, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Siehe das Video, vererbt hat Gildo wohl ganz gut.

Und zum Thema "Ernsthaftigkeit, Dominanz, Alpha"... Ein Hund der im Alltag nicht geregelt und auf dem Platz noch stärker gemacht wird, kommt dominanter rüber (ist es vielleicht auch) als einer, der aus Haltungsgründen von vornherein untergeordnet wird und auf dem Platz in der Unterordnung geschult wird, BEVOR er seine ersten Anbisse bekommt. Wenn von letzterem noch genau so viel Wucht und Drang gegen den Helfer kommen wie von dem, dessen HF nix zu melden hat, DAS ist für mich Gebrauchsqualität. Nervenstärke ist für mich ebenfalls Gebrauchsqualität.

Bin zwar nur ein kleiner Wachdienstfuzzi, aber ich denke die diensthundehaltenden Behörden können genauso wenig einen Hund gebrauchen, der sich aus Frustration gegen den HF richtet, wie ein Wachdienstfuzzi oder ein Hundesportler. Denn wir alle müssen am nächsten Tag aufstehen und für unser Geld arbeiten, mit oder ohne Hund. Übrigens auch der Helfer.
Gruß, Taarna
Zitieren to top
#35
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=130962#post130962' schrieb:hallo heinz, ich denke das ist eigentlich in allen drei abteilungen so lange nicht wirklich möglich weil die leistungen oder übungsteile in einer po vorgeschrieben sind. so viele hunde funktionieren nur in diesen abläufen.
Ok,wenn ich in der Fährte selektieren will,warum nehme ich dann blanken Acker und zieh mich an schrägem Verweisen oder öffnen des Fangs hoch?


Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=130962#post130962' schrieb:die idee hinter einer po ist es ja gleiche bedingungen für alle zu schaffen, führt aber auch dazu die ausbildung mehr in eine sportliche richtung zu praktizieren, und ebend nicht in eine richtung die dann tatsächlich einen gebrauchshund selektiert.
Richtig,und das genau meine ich auch,warum setzt man nicht andere Kriterien fest,die den LR als Richtschnur dienen?
Die Möglichkeiten sind eh begrenzt.Letztlich ist es ja der Helfer,der es ausführt.Schau in den französischen Ring,die könnens doch auch....ohne unbedingt draufzuhauen.

Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=130962#post130962' schrieb:ch denke das man also die wirklich für einen gebrauchshund wichtigen anlagen nur über und durch das training definieren kann, und nicht auf einer leistungsveranstaltung nach bestimmten regeln.
Ich denke mal,das da genau der Hase begraben liegt,die genetischen Voraussetzungen sollten schon da sein,über training sollte man die nur in bestimmte Richtungen kanalisieren.
Sicher hast du Recht,das jeder Hund über Training sicherer und belastbarer,einfach erfahrener wird,also kein Grund,trainieren als schlecht zu bezeichnen,es darf aber eben nicht dazu dienen,Choreographien einzustudieren,die dann den anderen etwas vorgaukeln.
Mein Problem ist ja nicht die UO,die ich selbst gerne mit einem freudigen und offenen Hund vorzeigen möchte,sondern der SD.
Wenn ein DSH als Belohnung dafür,das er den Helfer beißt anschließend sein Bällchen bekommt,dreht sich mir der Magen um,genau so wie beim berühmten Wurfarm.
LG Heinz

Antje,'index.php?page=Thread&postID=130961#post130961' schrieb:Wobei ein "Gemachter" erst einmal die Qualitäten besitzen muß um "gemacht werden" zu können. D.h. er muß mind. guter Durchschnitt sein, und manchmal sind es gerade die Durchschnittshunde, die züchterisch wertvoll sind, während manche phänotypisch "starken" Hunde genetisch gar nicht so viel bringen.
Meine klare Meinung ist,das ein gesunder DSH,der genügend Trieb besitzt,eine vernünftige SchH 3 vernünftig besteht,immer für die Zucht wertvoll ist.Egal,wie er gelagert ist.
Dazu gehört allerdings,das es ein stabiles Potential aus allen Richtungen gibt,und genau das wird gerade abgeschafft,das ist meine Aussage.

Antje,'index.php?page=Thread&postID=130961#post130961' schrieb:Mit dem Wunsch nach härterer Auslese durch den Hundesport wäre ich sehr vorsichtig. Denn ruckzuck könnte uns unser Sport gar nicht mehr zur Verfügung stehen!
Zeigt doch nur die Unfähigkeit der Vereine und Verbände,unseren Sport zu erklären.
Wer kommt auf die Idee,unsere Kontaktsportarten wie fußball,Handball,Basketball zu verbieten,obwohl sich da kräftig auf die knochen gekloppt wird.
Vom Boxen ganz zu schweigen.
Wenn selbst in unserem Leistungsforum ständig drauf hingewiesen wird,das man keine Abgedrehten Idioten als Hund haben will,so wundere ich mich,das ich in über 30 Jahren noch keinen wirklich ernsthaften Zwischenfall mit den ausgebildeten Hunden auf dem Platz und Zuhause erlebt habe.
Und das,obwohl Generationen Kinder dazwischen aufgewachsen sind.
Also,warum setzen einige,immer die gleichen Kollegen,Szenarien in die Welt,als würde ein "kerniger Hund" automatisch gefährlich sein.
Er ist es nur dann,wenn ich ihn nicht vernünftig erziehe.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Zitieren to top
#36
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=130978#post130978' schrieb:
Antje,'index.php?page=Thread&postID=130961#post130961' schrieb:Mit dem Wunsch nach härterer Auslese durch den Hundesport wäre ich sehr vorsichtig. Denn ruckzuck könnte uns unser Sport gar nicht mehr zur Verfügung stehen!

Zeigt doch nur die Unfähigkeit der Vereine und Verbände, unseren Sport zu erklären.

Lieber Heinz, auch Du bist "der Verein" bzw. "der Verband"! Wie viele Leute hast Du in den vergangenen Jahren neu zum VPG-Sport gebracht? Ihnen die Lust an unserem Sport von Null bis zur Prüfungsreife vermittelt, mit dem Hund, mit dem sie zum ersten mal auf den Hundeplatz gekommen sind?

Du kannst niemanden zu diesem Sport zwingen, und die Zahl derer, die aufhören, ist seit Jahren größer als die, die anfangen. Ich denke nicht daß sich das verbessern würde, wenn man die Anforderungen an das Hunde"material" noch weiter raufschrauben würde. Es würden nur noch mehr Leute frustriert das Handtuch werfen.

Es ist Aufgabe der Zuchtverbände, über die IPO-Prüfung hinaus entsprechende Selektionskriterien für die Zucht zu schaffen, wenn das notwendig erscheint.

@Taarna: Danke für das Video. Das verdeutlicht sehr gut daß man die Qualitäten der Hunde "früher" mit "heute" aufgrund veränderter Ausbildungsanforderungen nicht 1:1 vergleichen kann. Hinter so einer Vorführung kann sich ein guter Hund verstecken, aber auch einer, der vielleicht gar nicht mehr beißen würde wenn er gezwungen wäre korrekt zu arbeiten und man ihm die vielen Kleinigkeiten, die er sich erlaubt, nehmen würde.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
Zitieren to top
#37
:cheers:
Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=130978#post130978' schrieb:Also,warum setzen einige,immer die gleichen Kollegen,Szenarien in die Welt,als würde ein "kerniger Hund" automatisch gefährlich sein.




erwin
Zitieren to top
#38
Antje,'index.php?page=Thread&postID=130980#post130980' schrieb:Lieber Heinz, auch Du bist "der Verein" bzw. "der Verband"! Wie viele Leute hast Du in den vergangenen Jahren neu zum VPG-Sport gebracht? Ihnen die Lust an unserem Sport von Null bis zur Prüfungsreife vermittelt, mit dem Hund, mit dem sie zum ersten mal auf den Hundeplatz gekommen sind?
Einige in den letzten 5-6 Jahren und die sind alle voll motiviert dabei.
Ebenfalls nehme ich mir immer die Zeit,interessierten "Laien" unseren Sport zu erklären und die Dinge aus meiner Sicht zu schildern,die für diese Leute schwer verständlich sind.
Ebenfalls kämpfe ich seit Zeiten schon gegen eine Erschwerung der Einstiege in den Hundesport( SchH 1)genauso,wie ich mich opponiere,das die Anforderungen an den "3" immer weniger werden.
Ich find es Schade,das man mich mit Gewalt verkehrt verstehen will.
Ich habe bisher noch kein Wort über die "Früheren Hunde" verloren,meine Fragen gingen gezielt alle in die Zukunft der Gebrauchshunde.
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Zitieren to top
#39
Einmal abgesehen davon, dass wahrscheinlich viele gar nicht mehr wissen, was einst mit einem "echten" Hund im Unterschied zum "gemachten" gemeint war, sind das für mich auch nicht die richtigen Begriffe, um das Potential des Hundes darzustellen.

Die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen seit "damals" wurden bereits angesprochen; sie haben auch den "Gebrauchshund" verändert. Richtig ist nämlich zweifelsohne, dass es damals Hunde gab, die nicht mit jedem Freund waren, ja gelegentlich sogar nicht einmal mit dem eigenen Mensch, und das obwohl sie nicht mehr "gequält" wurden als so mancher Hund heute.

Ob das immer an der Genetik lag, glaube ich eher nicht, denn schon die Aufzucht- und Halterbedingungen unterschieden sich zu heute häufig gewaltig, hatten diese Hunde, wie ebenfalls schon erwähnt, oftmals auch ganz andere Aufgaben zu bewältigen.

Aber Kunststückchen konnte man auch mit diesen Hunden schon machen. Tja und wer das am besten konnte, der hatte meist auch die besten Unterordnungen vorzuweisen. 1 zu 1 auf den Schutzdienst war das mit den Kunststücken jedoch eben nicht zu übertragen, sei es aufgrund der vollkommen anders gearteten SD-Ausbildung oder eben auch, weil diese Hunde charakterlich etwas ander gelagert waren.

Für mich sind diese Veränderungen nicht tragisch, denn ich führe einen Sport- und keinen Diensthund; und so lange es Züchter gibt, die den Wert ihrer Zuchthunde nicht nur an Ausbildungskriterien festmachen, so lange wird es auch Hunde geben, die für Diensthindeführer geeignet sind.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
Zitieren to top
#40
moin walter

der rassestandart des DSH im bezug auf die arbeitsanlagen und gebrauchsfähigkeit hat sich wann geändert??????????????????





erwin
Zitieren to top


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 3 Gast/Gäste