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Wie weit weg sind wir noch vom Unterschied, Arbeiten oder Kunststückchen machen lassen?
#11
kunststück und arbeit sind kein gegensatz. es ist ein kunststück mit dem hund so zu arbeiten das er leistungsfähig seine aufgaben erfüllen kann, egal welche das auch sind.
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#12
Irgendwie klingt das immer so, als ob die Qualität eines Hundes von der Art der Ausbildung abhängt. Wenn ich meinen Hund also auf Basis von Lerngesetzen ausbilde, dann ist es schon mal grundsätzlich ausgeschlossen, dass es ein guter Hund ist, oder wie soll ich das jetzt verstehen?

Misst sich die Qualität eines Hundes daran, wieviel Unwissen des Menschen er ertragen kann???? Unter dem Motto, wenn er das nicht aushält, dann ist es kein Guter?
Oder muss ich das jetzt so verstehen, dass der Hund, der "dumm wie Brot" gemacht wurde, oder nichts anderes kennt als sich zu wehren in der Zucht besser untergebracht ist, als ein Hund, der einfach korrekt ausgebildet wurde und die Chance hatte, schwarz und weiß kennen zu lernen, ohne dabei durch die Hölle gegangen zu sein.

Mich würde jetzt mal interessieren, was ist denn eigentlich ein "echter"??? Eine klare Definition?
Woran macht ihr einen guten Hund fest?
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#13
Rein zur persönlichen Orientierungshilfe : Kann mir jemand sagen welche Hunde (namentlich) z.B zu den "Echten" zählen, und welche zu der Kategorie "Kunststückchen Hund"??

Danke schon mal im voraus. Ossi
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#14
Kunststücke mit einem Hund einzuüben, bedeutet doch seine Lernfähigkeit zu nutzen und zu verbessern. Ich würde das mal mit einem Philosophie-Studium beim Menschen vergleichen. Ich lege damit den Grundstein die kognitiven Fähigkeiten optimal zu nutzen.
Ich würde das Level, das ein HUnd erreichen kann, auch für die Zucht wichtig finden. Bloß haben sich die Zuchtauswahl-Kriterien seit langer Zeit nicht an die veränderten Ausbildungsmethoden angepasst (schlecht ausgedrückt, die passen sich natürlich nicht von selbst an). Das einzige Wort, was mir hierzu einfällt, ist Führigkeit. Das beschreibt aber das hier gemeinte nur sehr unvollkommen. Intelligenz, Sozialverhalten, Lernfähigkeit, Konfliktfähigkeit es gibt bestimmt tausend Begriffe, die hier greifen könnten.
Ein Hund, der die Ausbildung bis zu einer Prüfung (und das vielleicht noch überregional) absolviert hat und dann eine überzeugende Leistung abliefert, ist sicher ein guter Hund. Wie viele Ausbildungsfehler er bis dahin absorbiert hat, weiß leider niemand, es kann dem zu Folge nicht in die Beurteilung des Hundes einfließen. Einem Abiturzeugnis sieht man die Zahl der Nachhilfestunden auch nicht an. Einem LR obliegt es die TSB-Anlagen eines Hundes unabhängig von der Ausbildungsqualität zu erkennen.
Soweit meine Meinung dazu.
Gruß
Welli

Kleiner Nachtrag: Der Themenstarter hatte nicht nach dem "Echten" gefragt. Es gibt Hunde, die den Helfer, oder aber den HF dominieren wollen. Diese Hunde gehören in erfahrene Hände und sind dann wertvoll für die Zucht. In der Hand eines Anfängers sind sie wie ein Formel 1 Bolide in der Hand eines Führerschein-Neulings.
Die Welt ist ein Scheißspiel - aber die Grafik ist geil!
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#15
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es zu jeder Zeit geschicktere und ungeschicktere Ausbilder gab.
Somit gab es die Problematik, dass eine Hundequalität von einem talentierten Hundeführer möglicherweise besser präsentiert wurde, als dieses Individuum genetisch eigentlich war, auch schon immer.

Dass die Ausbildung in der Breite tiergerechter geworden ist und wir glücklicherweise mittlerweile kaum noch Hunde auf Prüfungen sehen, die deutliche Anzeichen von Meideverhalten zeigen, ist sicherlich zu begrüßen.

Um trotzdem eine leistungsgerechte (auch bezüglich der erkennbaren genetischen Qualität) Beurteilung zu gewährleisten, muss der Beurteilende (Leistungsrichter/Körmeister) hohen Ansprüchen gerecht werden.
Hierzu ist es unerlässlich, dass er über eine möglichst umfangreiche Erfahrung, sowohl als Hundeführer, als auch als Schutzdiensthelfer, verfügt und zudem ständig weiter aktiv "mitten im Geschehen steht", Hundeplätze also nicht mehr nur von Prüfungen her kennt.
Außerdem dürfen wir nicht, wie Gerald bereits ansprach, der Versuchung erliegen, Technik zunehmend höher zu bewerten als Triebveranlagung und müssen unbedingt darauf achten, dass im Schutzdienst grundsätzlich entsprechende Belastungen gesetzt und eine selektive Helferarbeit zugelassen wird.
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#16
moin,

habe ne fast 6-jährige hündin die macht am WE zum 6. mal die 3. wenn ich da nur immer die prüfungsordnung ablaufe verblödet mir mein hund und ist unterfordert. sie will permanent neues lernen. also mache ich auch viel andere dinge, die fh 2 hat sie auch, agility wäre sie führbar sie kann alles, nur ist das nicht so meine welt. teile vom obi kann sie und viele andere dinge. kartons öffnen, pfote geben, ach mir fällt das alles jetzt nicht so ein. da ich nicht die nerven für die lga habe beschäftige ich meinen hund eben anders.
und? ist sie jetzt keine echte....komisches thema

lg doris
[Bild: bannerneuenk.gif]
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#17
Kann mir Jemand mal den echten Unterschied zwischen einemn Kunststückchen und Ausbildungslementen aufzeigen - außer daß das eine in der PO steht und das andere nicht?

Wo ist der Unterschied zwischen der Sitzübung und einem "Peng - Du bist tot"?
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#18
Hinter einem perfekt ausgeführten Kunststück steckt ne Menge Arbeit mit viel Konsequenz und auch Absicherung! Bei einem Kunststück kommt noch hinzu, dass der Hund es auf jeden Fall freudig zeigen soll, und zwar überall vor lautem Publikum in nächster Nähe - also ist es sogar schwieriger als eine "normale" UO-Übung.



VG

Cristine
Wer blind ist für die eigenen Fehler - ist auch taub für gute Ratschläge, ( Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger )
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#19
@graffiti, Cristine & Bettina Balters
Ich glaube Andreas Bolz wollte auf etwas Anderes hinaus, als Ihr es wohl aufgefasst habt...
(Oder ich habe ihn falsch verstanden...)
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#20
Hallo,

ich denke auch das das Thema hier ein anderes ist. Meiner Meinung nach hat ein Hund der konsequent und korrekt durchgearbeitet ist und über Jahre hinweg auf grossen Pruefungen erfolgreich gefuehrt wird mit Sicherheit Qualitäten. Er muss über Jahre hinweg Bedingungen wie bei 30Grad in der Sonne faehrten oder Unterordnung auf dem Sportplatz machen und auf jeder Veranstaltung neue Helfer Situationen meistern mehr Substanz mitbringen als einer der sein Lebenlang machen kann was er will und durch falsche Einwirkungen im Trieb mehr hochgepuscht wird als korrigiert wird. Ich denke jeder der eine Hund mal ueber mehrer Jahre auf ner Siegerpruefung gefuehrt hat weiss was dieser Hund geleistet hat und wieviel Substanz so ein Hund haben muss. Sicher ist nicht jeder Hund der auf einer Siegerprüfung war nicht DER Hund aber gewisse Qualitäten muss der Hund schon mitbringen da der Weg dort hin doch sehr arbeitsintensiv und anstrengend fuer Hund und Hundefuehrer ist. Was die Zucht angeht so hat jeder Hund ja auch eine Ahnentafel die auch Auskünfte über Leistungsveranlagung gibt und ebenfalls eine grosse Rolle spielt. Es ja auch nicht immer das ein guter Hund gut vererbt und ein schlechter schlecht! Es ist ein zusammenspiel vieler Generationen.



Gruss Kristina
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