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Erkennen von Linkslastigkeit
#51
Wie sehr oft, macht Schwanz messen mehr Spass ;-)
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#52
Wenn hier denn überhaupt etwas "gemessen" wurde, dann die irrationale Treue zu einer tonangebenden Vielschreibergruppe.

Wer den kynologischen Wahnsinn für gut hält, daß „bösartige“ Hunde (4) in der Wertmessskala der DDR in „Die meist festzustellende und auch gesunde Mittellage von 3 – 7“ eingeordnet wurden, dem ist mit rationalen Argumenten nicht mehr zu helfen.

Es ist vielmehr ein Hinweis auf die allgemeine Gruppendynamik, daß Forumsuser ihre Meinungen stark an der lautstärksten Gruppe ausrichten, damit sie künftig nicht geschnitten werden und noch mitspielen dürfen. Das System des argumentationslosen Dislikens stützt diese Tendenz, die auf Dauer dazu führt, daß nur noch angepasste Meinungen, die sich gegenseitig bestätigen, geäußert werden. Diese Monotonie endet dann in Grabesstille.
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#53
HI,
Erwin,
hüstel ;-) uns wird ja immer vorgeworfen, das wir alles so verkomplizieren,..hüstel, ..die Frauen ...aber das hier ist mir für die Praxis es zu kompliziert,...

ich meinte, meine Definition im Bezug auf Schutzdienst und das ist das was man immer wieder auf den Hundepätzen hört, " der ist ein Drecksack, der geht dich an, der ist linkslastig" aber ich habe schon einige Hunde gehetzt, die das sein sollenund das vermeintlich waren und einfach nur ängstlich aggresiv um Ihr Leben kämpften,.... arme Schweine waren das, die Hunde wollten nur überleben, und das ist nicht zu kontrolieren.

Steffi:
ja mit den Definitionen ist das so, dehalb sollte man seine Definion kurz erläutern, damit der andere versteht in welchem Themaik man ist.
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#54
bru-no,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172781#post172781 schrieb:Wenn hier denn überhaupt etwas "gemessen" wurde, dann die irrationale Treue zu einer tonangebenden Vielschreibergruppe.

Wer den kynologischen Wahnsinn für gut hält, daß „bösartige“ Hunde (4) in der Wertmessskala der DDR in „Die meist festzustellende und auch gesunde Mittellage von 3 – 7“ eingeordnet wurden, dem ist mit rationalen Argumenten nicht mehr zu helfen.


Zitat: Sie beziehen sich zentral insgesamt überwiegend auf das Verhalten gegenüber Menschen. Und zwar hauptsächlich in einer Konfliktsituation, in der auf den Hund eingewirkt wird. Das ist eine sehr kleine Auswahl aus dem notwendigen Verhaltensrepertoire eines Gebrauchshundes. Also im besten Fall ist das DDR-System eine sehr eingeschränkte, unvollständige, ungenaue, widersprüchliche und unsystematische Stichwortliste, die mit linken und rechten Wesenseigenschaften nichts zu tun hat. Für die Beurteilung der genetischen Wesenseigenschaften eines Hundes erfüllt sie noch nicht mal die Mindestanforderungen.


Wenn ich mir einen Hund kaufe, interessiert mich im Wesentlichen, was ich bei seinem Umgang mit Menschen zu erwarten habe. Was mein Hund über Karnickel oder Katzen denkt, interessiert mich nicht. Ich habe mir noch nie zu diesem Thema Gedanken gemacht.

Will ich einen Hund, der seinen Hundeführer in einer Ernstauseinandersetzung verteidigen kann wirksam verteidigt oder einen Hund für Angriffe auf Menschen im Auftrag z.B. der Polizei, ist sein Verhalten in Konfliktsituationen sehr wichtig.

Will ich einen Hund zum Spüren, muß dieser nicht über die Aggressivität in Punkto kämpfen verfügen, aber auf jeden Fall über eine psychische Rubustheit gegenüber der Umwelt (Härte) und Aggressivität = Durchsetzungsvermögen in Bezug auf das Wollen seines Suchziels. Ein Jagdhund, der es mit einer Sau aufnimmt und die Auseinandersetzung nicht scheut, ist mit Sicherheit kein Weichei.

Die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit Menschen setzt Agressivität / den (Willen zum) Einsatz von Aggression voraus. Die Agressivität (Aggression muß nicht folgen mangels Masse = Härte) speist sich aus Nervosität / Unsicherheit. Eine Aggressivität / Aggression aus Unsicherheit ist die, welche Claudia eins weiter oben beschreibt, der Kampf ums Leben. Da ist nichts mit Impulskontrolle. Das Höchstmaß dieser Form der Aggression (von mir aus gepaart mit der Lernerfahrung, daß man so Sackgänger zügig los wird) ist dann bei "4". Ab "5" mit Kontrollmöglichkeit. Danach, ab "6", nimmt die Aggressivität wieder ab. Statt Nervosität / Angst haben wir Selbstbewußtsein, daß zunemend von Phlegma ersetzt wird.

Für Schutzdienst ist es wichtig, ein Optimum der Veranlagung zu haben. Für Behörden braucht man nicht nur coole Hunde, sondern auch solche mit Gefahrenbewußtsein. Das sind solche, die schon prophylaktisch den Sack zu machen (müssen).

Für privat, als Familienhund ist eine erkennbare Tendenz zu (wohlwollend) Nervosität oder zu phlegmatischem Verhalten nützlich.

Die Beißvorfälle in Familien sind i.d.R. mit ängstlichen / nervösen Hunden, die meinen, sich Probleme vom Leib schaffen zu müssen. Oder, wie hier schon jemand schrieb, mit in sich ruhenden Hunden, die durch den Besitzer "dazu gezwungen" wurden (auch Notwehr). Die ängstlichen dürften die Mehrzahl stellen.

Will man nun den passenden Hund züchten - was geht, man kann Merkmale züchten, auch Verhaltensmerkmale - werden beim Ausmendeln immer aggressionsfähige Tiere entstehen, die aber nicht so beherrscht oder beherrschbar wie gewünscht sind. Andere werden friedlicher. Selbst, wenn nur mit "friedlich" gezüchtet würde, kommen auch nicht sozialkompetente Tiere heraus.

In soweit finde ich die DDR-Bewertung nicht schlecht. Zu vergessen ist nicht, das Mißtrauen und zurückhaltendes Wesen, Zugänglichkeit, Bindung etc. gegenüber Menschen weitere Kombinationen eröffnen.

____________________________________________________________________________________________________________________

Zur Eingangsfrage: Für mich ist ein linkslastiger Hund derjenige, welcher letztlich Probleme damit hat, seine Umwelt zu ertragen. Von seinen Fähigkeiten ist er dazu in der Lage, statt sofort zusammenzubrechen, diesen Problemen mit Aggressivität / Aggression zu begegnen. Mit gleichzeitig zunehmender Fähigkeit zur (gezielten) Aggression und zunehmender innererer Sicherheit (für mich hängt beides zusammen) wird dieser Typ berechenbarer und führbarer. Bei Überlastung seiner psychischen Leistungsfähigkeit kommt Meideverhalten. Gekoppelt mit einer guten Ausbildung, die den Hund umweltsicher(er) macht und ihm den Erfolg zuspielt, erhalte ich schon einen robusten Hund, der auf Grund seiner Defizite prophylaktisch beißt (guter Diensthund) und zwar souverän. Das alle bedeutet aber nicht, daß der Hund als Familienhund, vor allem in seinem gewohnten Umfeld, nicht zu gebrauchen ist. Nur: Furcht führt immer zu Einschränkungen, die dem Besitzer zur Last werden können, bei denen er sich nicht wohl fühlt.

Ein rechts liegender Hund ist für mich ein nervlich robuster Hund, den so schnell nichts erschüttert. Auch unter Streß und Druck ist er ansprechbar, kann reagieren oder er sieht keinen Grund zur Reaktion. Für Familien sicher gute, die besseren Hunde.

Im Schutzdienst hatte ich mal einen Staffi, der ging bei Belastung durch den Helfer nur einen Schritt zur Seite. Damit war für ihn das Problem gelöst. Die Kinder hauten ihm im Sandkasten schon mal vor freude mit der Schippe auf den Kopf. Ihn hats gefreut. Er und andere solche Hunde sind trotzdem zu immenser Aggression fähig. Sei es, daß sie in einen Stahlsafe beißen, um das Präperat zu bekommen, Wildschweine angreifen und dabei Spaß haben, oder die Familie wirksam schützen. Das letzte ist gekoppelt mit Ausbildung.

Je nach Typ kann man den Schutzdienst zum Sportlichen Wettstreit machen oder den Hund dazu bringen, zu sagen: "Mäuschen, jetzt reichts mir mit Dir!".

Bei Diensthunden wird man wohl wieder etwas mehr "Nervosität" / Unruhe wollen, eben ein Gefahrenbewußtsein, welches auch prophylaktisch handeln läßt.


Kann man das so sagen?
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#55
Claudia Ph.,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172782#post172782 schrieb:ich meinte, meine Definition im Bezug auf Schutzdienst und das ist das was man immer wieder auf den Hundepätzen hört, " der ist ein Drecksack, der geht dich an, der ist linkslastig" aber ich habe schon einige Hunde gehetzt, die das sein sollenund das vermeintlich waren und einfach nur ängstlich aggresiv um Ihr Leben kämpften,.... arme Schweine waren das, die Hunde wollten nur überleben, und das ist nicht zu kontrolieren.


moin claudia
ja das ist eben das probl.wenn es darum geht eine gemeinsamme sprache zu sprechen.

mfg erin
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#56
Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172783#post172783 schrieb:Selbst, wenn nur mit "friedlich" gezüchtet würde, kommen auch nicht sozialkompetente Tiere heraus.

In soweit finde ich die DDR-Bewertung nicht schlecht.

„Bösartig“ ist nicht das Gegenteil von „friedlich“.

siehe Duden:
„bös­ar­tig
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
auf hinterhältige Weise böse; heimtückisch
Beispiele
ein bösartiger Hund“

Auf die Idee „bösartig“ als mental „gesunde Mittellage“ zu bezeichnen, konnte man wohl nur in der DDR kommen,...dachte ich.
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#57
Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172783#post172783 schrieb:Für mich ist ein linkslastiger Hund derjenige, welcher letztlich Probleme damit hat, seine Umwelt zu ertragen.

ich würde das anders formuliere
für mich ist ein linkslastiger einer der seine umwelt wahr nimmt und als wacher hund durchs leben läuft.erstmal nicht zwingend etwas negatives
mfg erwin
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#58
Nach deiner Definition wäre ein rechtslastiger Hund einer, der seine Umwelt nicht/kaum wahrnimmt und müde/schlafend durchs Leben läuft. Das darf doch alles nicht wahr sein!
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#59
bru-no,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172785#post172785 schrieb:
Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172783#post172783 schrieb:Selbst, wenn nur mit "friedlich" gezüchtet würde, kommen auch nicht sozialkompetente Tiere heraus.

In soweit finde ich die DDR-Bewertung nicht schlecht.

„Bösartig“ ist nicht das Gegenteil von „friedlich“.

siehe Duden:
„bös­ar­tig
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
auf hinterhältige Weise böse; heimtückisch
Beispiele
ein bösartiger Hund“

Auf die Idee „bösartig“ als mental „gesunde Mittellage“ zu bezeichnen, konnte man wohl nur in der DDR kommen,...dachte ich.

Ich nehme die Diskussion war, um mich im Argumentieren zu üben. Es macht mir aber keine Freude, überlegen zu müssen, ob Du mich nun absichtlich oder gedankenlos kränken willst. Du solltest Dir mehr Mühe geben!

Den etymologischen Fehdehandschuh nehme ich mal auf. Das Gegenteil von böse ist lieb. Lieb und friedlich passen schon recht gut. Wenn jemand einen anderen ohne Grund haut, messert, ist das falsch und damit böse. Frage Deinen Duden.

Bösartig MUß neben der gesunden Mitte stehen! Es gibt 2 Aggressionsmaxima. Einmal mit und einmal ohne Kontrolle.


erwin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172786#post172786 schrieb:
Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172783#post172783 schrieb:Für mich ist ein linkslastiger Hund derjenige, welcher letztlich Probleme damit hat, seine Umwelt zu ertragen.

ich würde das anders formuliere
für mich ist ein linkslastiger einer der seine umwelt wahr nimmt und als wacher hund durchs leben läuft.erstmal nicht zwingend etwas negatives
mfg erwin

Ja, aber wacher ist er, weil er einiges für beachtenswerter hält als seine Kollegen. Aber es ist erstmal nur wertfrei gemeint.

bru-no,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172787#post172787 schrieb:Nach deiner Definition wäre ein rechtslastiger Hund einer, der seine Umwelt nicht/kaum wahrnimmt und müde/schlafend durchs Leben läuft. Das darf doch alles nicht wahr sein!

Zum Teil ist es ja auch so.
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#60
bru-no,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172781#post172781 schrieb:Es ist vielmehr ein Hinweis auf die allgemeine Gruppendynamik, daß Forumsuser ihre Meinungen stark an der lautstärksten Gruppe ausrichten, damit sie künftig nicht geschnitten werden und noch mitspielen dürfen. Das System des argumentationslosen Dislikens stützt diese Tendenz, die auf Dauer dazu führt, daß nur noch angepasste Meinungen, die sich gegenseitig bestätigen, geäußert werden. Diese Monotonie endet dann in Grabesstille.

ach Bru-no, das ist doch zu einfach. Nur weil hier nicht alle User Deine Meinung teilen, haben diese doch nicht automatisch angepasste Meinungen. Unter diesen sind ja ebenfalls unterschiedliche Ansätze.
Du schreibst wie immer; anmaßend, belehrend und/oder subtil verunglimpfend. Du bist doch nicht so dumm, das kannst Du sicher besser.

Vielleicht solltest Du einmal in der Diskussion verstehen, dass Dein Verständnis von "Bösartigkeit" in der ehem. DDR so gar nicht gemeint war? Evtl. war damit ja nur der Hund gemeint, der auf Reize in einer gewünschten Art und Weise reagierte? Damit bekommt dann alles ein anderen Kontext.
Dazu wäre ja auch noch der Zeitpunkt von Bedeutung. Unser heutiges Wissen über Verhalten ist doch ein anderes als es damals war. Dies kann doch nicht eins zu eins übertragen werden.
Ich weiß nun inhaltlich nichts genaues zu den Wertmessziffern. Allerdings kann ich mich noch gut an alte Ostler erinnern, die damit sehr gut hantieren konnten und auch die Hunde danach einschätzen konnten, ohne diese gesehen zu haben.
Ergo...alles eine Frage der Sichtweise und immer locker durch die Hose atmen.
Bye Uwe
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