08-08-2009, 10:08
Mika,index.php?page=Thread&postID=73736#post73736' schrieb:luca,index.php?page=Thread&postID=73733#post73733' schrieb:Nein, Du stehst ihm im Weg
Also ich bin der Helfer und glaube nicht das ich ihm im Weg stehe :-)
Ich hatte das auch so verstanden, dass Du der Helfer bist. Wenn der Hund etwas von Dir will, dann muss er etwas machen, nicht Du. Die Beschreibung Deiner Versuche gehen alle in die Richtung, dass Du etwas getan hast, um ihn ins Bellen zu bringen. Er muss etwas machen, um Dich zu bewegen. Aktiver Hund, passiver Helfer.
Wenn es ein echter Beutegeier ist, dann wird er in der Beute nicht bellen, sondern ist schon im Kopf dabei, die Beute zu schlagen. Wenn er in dem Alter schon mit Aggression antworten kann, dann wird er Dich beissen wollen, wenn er kann und Du ihn belastest. Auch wieder kein Bellen. Wenn das Selbstbewusstsein der Hunde sehr groß ist, dann bellen die nicht. Wozu auch.
Ich würde vorschlagen, dass der HF den Hund an lager Leine (mindestens 5m) auf den Platz stellt und von da an die Klappe hält. Kein Lob, kein Auffordern, kein "Voran". Du brauchst einen großen Abstand zum Hund - mindestens 10m würde ich sagen. Nimm am besten einen Lappen, weil dort eine großräumige Beutebewegung möglich ist. Stell Dich einfach hin und zeig vielleicht einmal, dass der Lappen durch die Luft von einer auf die andere Seite fliegt. Von da an bewegst Du Dich nicht mehr. Kein Wackeln mit der Beute, kein Fixieren, keine Wehrreize, einfach spannungslos Pause machen.
Von da an kann es viele Minuten dauern, bis etwas passiert. Der Hund wird aber früher oder später eine Ersatzhandlung zeigen. Da musst Du dann flott sein und diese (ein Quietschen oder eine auffordernde Bewegung in Deine Richtung reicht schon) sofort mir der gleichen Beutebewegung bestätigen aber auch sofort Deine Aktion wieder einstellen. Er muss Dich fordern, nicht Du musst es machen. Das meinte ich damit, dass Du ihm Weg stehst
Der Weg sieht zu Anfang sehr blöd aus, weil schlicht nichts passiert. Das wird aber sehr schnell besser, wenn der Hund es begriffen hat. Ich gehe davon aus, dass der Hund anatomisch in der Lage ist zu bellen.
Aus dem Lappen wird dann ein Kissen und er kann Dich dann heranbellen, um die Beuet zu bekommen. Den Rest kennst Du ja.
Wenn das nicht reicht, kannst Du den Hund anbinden und der HF geht weg - er ist vielleicht das Problem. Gleiches Spiel ohne HF.
Wenn das nicht reicht, bindest Du den Hund an (ohne HF in Hundenähe) und machst SD vor seinen Augen in 10 m Abstand mit einem Hund der bellt (Stellen&Verbellen mit AN/AUS, keine großen Aktionen, aber zwischendurch fliegt die Beute quer zum Kandidaten). Sobald der Kandidat belohnenswerte Geräusche von sich gibt, fliegt die Beute in sein Richtung.
Jeder Variante solltest Du aber mindestens 5-10 Einheiten die Chance geben. Es braucht manchmal schlicht Zeit.
Die Art der Bewegung des Helfers ist auch nicht ganz unwichtig. Insgesamt muss da viel aus dem Bauch heraus wie ein Reflex passieren. Mit viel Denken klappt das deutlich schlechter. Wenn man sich die Methode zu eigen macht und den nächsten Schritt schon genau im Kopf und in der Muskulatur hat, dann ist der Hund als Spezialist der Körpersprache ein sehr schneller Lehrling.
Eigentlich ist das ganz easy
Wenn Du (oder der HF) in der Nähe von Oldenburg/Bremen bist, helfe ich Dir gerne. Schöne Grüße,
Andreas


