17-08-2007, 12:08
Zitat:Original von Welfen
Ich bin allerdings der Meinung, dass der genetisch bedingte Anteil für HD höher ist als von basco angegeben. Auch mich würde ein Link zu dieser Langzeitstudie interessieren.
Der Genetiker unterscheidet bei der Einteilung der Erblichkeit bzw. Nichterblichkeit eines Merkmals die Faktoren, welche dieses Merkmal direkt genetisch beeinflussen, und die Faktoren, die zu den "Umwelteinflüssen" zählen.
Zu den "Umwelteinflüssen" zählen allerdings auch erbliche Faktoren. Halt die, die das jeweilige Merkmal, in diesem Fall HD, nicht direkt, sondern indirekt beeinflussen. Z.B. die Größe und das Gewicht zählen zu diesen "Umweltfaktoren", die den Ausprägungsgrad einer HD u.a. beeinflussen. Für sich alleine betrachtet sind sie aber kein genetischer Faktor, welcher sich auf die Ausprägung des Hüftgelenkes direkt auswirkt. Aber sehr wohl genetisch bedingt.
Dr. Beuing gibt für den Anteil der direkten erblichen Faktoren, die zu HD führen können, rasseabhängig die Zahlen 20% bis 80% an. Wobei er den DSH an die eine Seite der Skala setzt (ca. 20%) und die Molosser an die andere Seite (ca. 80%)
Daraus würde ich aber jetzt nicht ableiten, daß bei einem DSH, der HD hat, der Ausprägungsgrad zu 20% von den Genen und zu 80% von der Umwelt abhängt. Ebenso kann man nicht sagen, daß 20% der HD-kranken Hunde auf genetische Ursachen zurückzuführen sind und 80% der Hunde rein aufgrund von Umwelteinflüssen HD haben. So sauber kann man das nicht trennen. Unter den ca. 20% genetischen Ursachen für HD können einige so schwerwiegende sein, daß selbst optimale Umweltbedingungen eine HD dieses Hundes nicht verhindern können.
Grüße
Antje
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Mark Twain
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