29-05-2015, 13:05
Hm...mit etwas stumpferen Hunden ist die UO generell sicher nicht ganz so leicht anzugehen....ich glaube aber, dass man bei solchen Hunden schon früh und sehr bewusst und sachlich Zwänge einbauen sollte, auch wenn es heutzutage schon schwierig ist, darüber zu sprechen und das sicher ein Grund ist, warum es um diverse Ausbildungsthemen ruhig geworden ist.
Ich bin kein Mensch, der meint, es geht grundsätzlich nicht ohne Zwang, gerade bei sehr arbeitsbereiten und kooperativen Hunden kann man in der UO viel erreichen nur durch vorenthalten einer Bestätigung, bei stumpfen Hunden, die gern auf diese Form der Arbeit verzichten können, ist das aber schwierig.
Auch ich würde immer und parallel versuchen, den Hund in seiner Aktivität zu fördern, "richtig spielen mit dem Hund", rausfinden, was ihm Spass macht, jede Aktion bestätigen.
Gleichzeitig würde ich aber eben auch Zwänge einbauen, die nicht bedeuten, dass man auf dem Hund rumkloppt und Dinge verlangt, die er noch nicht leisten kann.
In der Praxis bedeutet das z.B. Grundstellungen mit Konzentration und Aufmerksamkeit zum Hundeführer, das kann auch ein eher wenig motivierter Hund......zunächst lässt man ihn absitzen und wenn er hochschaut, wird er bestätigt, wenn er das begriffen hat, baut man Ablenkungen ein ( eine umherlaufende Person etc.) , schaut er dahin, gibt es eine Einwirkung, in welcher Form muss der HF selber entscheiden, und wenn er dann richtiges Verhalten zeigt...wird er wieder bestätigt, eben mit diesem toben, dass ihm scheinbar Spass bringt.
Wenn man versucht, aus dem Trieb heraus rein positiv zu arbeiten, kann es passieren, dass man ewig darauf angewiesen ist, dass es beim Hund "mehr" wird.....wenn der Trieb dann aber abflacht und er einfach kein Interesse mehr daran hat, weil er entweder was anderes im Kopf hat oder er eben meint, man müsse sich jetzt als HF mal wieder was neues einfallen lassen, um ihn bei Laune zu halten...wird es dann sehr schwer und meiner Meinung nach ist es dann auch unfairer, auf einmal über irgendwelche Zwänge zu kommen....
Dann lieber von "klein" auf in für den Hund sehr klaren und realisierbaren Schritten gezeigt, was schwarz und weiss ist, zumal für den Hund auch die Bestätigungen durchaus eine höhere Wertigkeit bekommen, wenn er dafür auch was tun musste....
Ich weiss nicht, ob das verständlich war, hab jetzt leider auch nicht die Zeit, es weiter auszuführen...und es ist freilich auch nur eine Anregung.
Zuletzt noch, ich möchte auch nur Hunde die gern arbeiten und denen man das auch ansieht, das schliesst aber eben ein sachlicher und bewusster Umgang mit Zwängen nicht aus.
LG-Nadin
Ich bin kein Mensch, der meint, es geht grundsätzlich nicht ohne Zwang, gerade bei sehr arbeitsbereiten und kooperativen Hunden kann man in der UO viel erreichen nur durch vorenthalten einer Bestätigung, bei stumpfen Hunden, die gern auf diese Form der Arbeit verzichten können, ist das aber schwierig.
Auch ich würde immer und parallel versuchen, den Hund in seiner Aktivität zu fördern, "richtig spielen mit dem Hund", rausfinden, was ihm Spass macht, jede Aktion bestätigen.
Gleichzeitig würde ich aber eben auch Zwänge einbauen, die nicht bedeuten, dass man auf dem Hund rumkloppt und Dinge verlangt, die er noch nicht leisten kann.
In der Praxis bedeutet das z.B. Grundstellungen mit Konzentration und Aufmerksamkeit zum Hundeführer, das kann auch ein eher wenig motivierter Hund......zunächst lässt man ihn absitzen und wenn er hochschaut, wird er bestätigt, wenn er das begriffen hat, baut man Ablenkungen ein ( eine umherlaufende Person etc.) , schaut er dahin, gibt es eine Einwirkung, in welcher Form muss der HF selber entscheiden, und wenn er dann richtiges Verhalten zeigt...wird er wieder bestätigt, eben mit diesem toben, dass ihm scheinbar Spass bringt.
Wenn man versucht, aus dem Trieb heraus rein positiv zu arbeiten, kann es passieren, dass man ewig darauf angewiesen ist, dass es beim Hund "mehr" wird.....wenn der Trieb dann aber abflacht und er einfach kein Interesse mehr daran hat, weil er entweder was anderes im Kopf hat oder er eben meint, man müsse sich jetzt als HF mal wieder was neues einfallen lassen, um ihn bei Laune zu halten...wird es dann sehr schwer und meiner Meinung nach ist es dann auch unfairer, auf einmal über irgendwelche Zwänge zu kommen....
Dann lieber von "klein" auf in für den Hund sehr klaren und realisierbaren Schritten gezeigt, was schwarz und weiss ist, zumal für den Hund auch die Bestätigungen durchaus eine höhere Wertigkeit bekommen, wenn er dafür auch was tun musste....
Ich weiss nicht, ob das verständlich war, hab jetzt leider auch nicht die Zeit, es weiter auszuführen...und es ist freilich auch nur eine Anregung.
Zuletzt noch, ich möchte auch nur Hunde die gern arbeiten und denen man das auch ansieht, das schliesst aber eben ein sachlicher und bewusster Umgang mit Zwängen nicht aus.
LG-Nadin


