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Probleme mit der UO - Druckversion

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Probleme mit der UO - Erko - 26-05-2015

Hallöchen,
Ich habe einen 12 Monatigen Rüden.
In der Fährte arbeitet er super gut über Futter.
Im Schutzdienst ist er auch klasse und sucht den Kampf mit dem Helfer. Gehorsam im Schudi ist altersentsprechend gut.
Nur in der Unterordung habe ich seinen Weg noch nicht gefunden.
Er spielt nur mässig. Und über Futter findet er, trotz teilweise hungern lassen, auch nicht wirklich toll.
Ich muss dazu sagen, das er ein ziemlicher Spätentwickler ist.
Und ich nicht die gesundeste, so das mir ein tägliches Arbeiten zur Zeit nicht möglich. 2-3x pro Woche bekomme ich aber hin.
Soll ich ihn einfach noch was "liegen" lassen?
Achso.....der normale Grundgehorsam daheim klappt ganz gut. Also er kommt sofort, wenn ich ihn rufe. Macht Sitz und Platz.
Würde mich über Tipps freuen
LG Silke


- Bienchen2012 - 26-05-2015

Ich kann dir nur schreiben wie ich es gemacht habe - meine Hündin hat lange nichts gemacht. Die ersten 1 1/2 Jahre habe ich zu Hause ein wenig sitz, platz, steh gemacht. (Futter)
Dann ein wenig die Fußposition zu Hause "erklärt".
Unregelmäßig SD. Ansonsten habe ich den Fokus auf den Alltag gelegt. Auf den Spaziergängen ein wenig Spieli gespielt. In der Halle mal ein wenig mit der Reizangel den Hund "jagen" lassen. Ansonsten Schleppleinentraining. Sie mit ins Lokal genommen. Sie mit auf den Flugplatz genommen. Solche Sachen.
Ich fand, es gibt so viel was Hund im Alltag lernen muss/sollte. Das war mir eben wichtiger.

Danach war sie dann auch vom Kopf soweit, dass ich sie vermehrt im Sport gearbeitet habe. (aber ich bin auch nun mal nicht der Hundesportler - ich mache es mit meinem Hund gerne und wir haben Spaß aber aufs Treppchen muss ich nicht).


- Erko - 26-05-2015

Der normale Alltag klappt super mit dem Buben. Ich kann ihn überall mit hinnehmen. Er verträgt sich mit jedem Hund. Und fast jede Alltagssituation kennt er. Er ist ein total gelassener Hund der mir vertraut. Ist ihm etwas suspekt, lässt er sich von mir sofort heranführen, um ihm zu zeigen, das alles gut ist. Soweit alles super.
Habe UO über Futtertreiben angefangen. Er arbeitet nur mässig mit. Ist extrem schnell abzulenken und gelangweilt. Habs über spielen versucht......es interessiert ihn nicht.
In der Fährte dagegen lässt er sich durch nichts ablenken. Er fährtet irre gerne. Überläuft auch kein einzigen Futterbrocken.....
Habe halt irgendwie den Knopf bei ihm für UO noch nicht gefunden.......
leider sind die Leute bei uns auf dem Platz keinerlei Hilfe. Die meinen "Stachel drauf und klären". Fürs Schwanzwedeln gäbs schließlich keine Punkte!
Habe kein Problem mit Stachel oder Zwang. Ohne geht nunmal nicht. Aber damit motiviere ich nen rohen Hund nicht gerade. Ich möchte eine Hund mit positiver Ausstrahlung. Und keinen der unter der Grasnarbe läuft


- Bienchen2012 - 26-05-2015

Das finde ich super.
Vielleicht baust du dann einfach noch das Fährten ein wenig aus und versuchst zu Hause mal ein paar kleine Übungen. Ich weiß nicht ob du mit Marker/Clicker arbeitest. Wenn ja, kannst du es über die Schiene probieren.
Denn damit kündigst du ihm ja, wenn er es mal verstanden hat und es gut konditioniert hast, etwas tolles an. Muss ja kein Futter sein wenn er das nicht will. Vielleicht Spielzeug oder eine andere Belohnung. Externe Belohnungen kannst du auch nehmen. Vielleicht buddeln wenn er dies gerne macht, naschi suchen in einer Wiese oder so. (nur ein Beispiel - du weißt ja selber am besten was deinen Hund motiviert).
Meine lässt sich über Futter auch nur mäßig motivieren - dafür ist ihr ihr Spieli heilig. Also arbeite ich bei neuen Sachen die sie lernen soll mit Futter. Als Jackpot gibt es den Ball.

Du hast doch alle Zeit der Welt - Zwang kannst du nachher immer noch drauf machen. Wenn es sein muss.


- Feuerteufel - 27-05-2015

Bei solchen Hunden versuche ich immer den Hund erstmal aktiv zu machen, ich bring ihnen bei mich anzubellen um den Ball oder die Beißrolle zu
bekommen, der Hund lernt dadurch etwas zu fordern. Normal steigern die sich dann mit der Zeit und setzen sich besser mit dem HF auseinander.
Des weiteren förder ich den Beutetrieb durch "kurze Fluchten" ,Hund macht Platz man geht rückwärts weg, macht Spannung aufs Spielzeug und läßt
den Hund dann reinspringen, kurzes Zerrspiel und wieder Bellen packen lassen usw. Nur drei vier Minuten arbeiten und dann wieder runter vom Platz,
kein Rumdameln , drauf, Action und runter, das ist am Anfang wichtig bei so einem "Träumer"...


- Erko - 27-05-2015

So ähnlich habe ich am Samstag angefangen.
Super. Werde es dann so machen. Habe ein kleines Beisskissen, wo er drauf abfährt.
Danke für den Tipp.
LG Silke


- Erko - 27-05-2015

Ansonsten ist er nämlich ein Traum von einem Hund.


- kimmy - 27-05-2015

Hallo Silke,
meiner Meinung nach ist ein DSH mit zwölf Monaten noch 'grün hinter den Ohren'. Ja, ich weiß, 'normalerweise'....das wurde mir auch bei Gino gesagt. Doch ich habe ihm seine Zeit gegeben und beginne nun ganz langsam mit dem Training. Auch er kann verträumt in die Luft sehen, seine Aufmerksamkeit lässt (noch) schnell nach und der junge Mann ist recht schnell gelangweilt.
Ich kann Dir nur beipflichten, dass Zwang nicht der richtige Weg sein kann, da das Begreifen noch nicht voll ausgereift ist.
Das er gerne fährtet ist doch großartig. Gino liebt es, so wie er Suchspiele liebt. Also werden sie in die UO eingebaut. Ich werfe z.B seinen Ball in das Gras, Er muss 'bei Fuß' mit mir weitergehen, damach folgt eine Kehrtwendung. Sitz. Dann wird er losgeschickt, um den Ball zu holen. Er muss sich vor mich hinsetzen, den Ball abgeben.
Am Anfang wird jede Winzigkeit 'gefeiert', doch die Schraube wird immer fester angezogen. Wird dann nicht gehorcht, wird das Spiel abgebrochen. Kein Ball, keine 'Feier', dafür kurzes bei Fuß gehen und Wiederholung.
Oder aber ich lege am Wegrand eine Minifährte. (Statt Stab gibt es dann ein zusammengerolltes Papiertaschentuch. ) Das Knäblein hat 'schön zu warten), zuerst mit, später ohne Leine. (Sitz/Platz bleib). Danach 'das Übliche' langsam zum 'Fährtenanfang', ansonsten gibt es eine Extrarunde. Natürlich findet er mit Leichtigkeit dem Ball. Nun wird die Übung abgeändert. Entweder er soll den Ball sofort bringen, im liegen verharren und dann den Ball bringen. Hunde sind wirklich klug und begreifen, dass diese 'Fährte' NIchts mit 'der Richtigen' zu tun hat. Für sie ist es Spiel, für mich Erziehung.
Oder aber Du legst einen Ball auf den Boden /Du kannst ihn auch langsam wegrollen lassen. Hund bleibt im Sitz/Platz/Steh. Im Fuß kommt 'Umrunden'. Erst wenn er den Ball /Futter mit Dir gemeinsam umrundet hat, erhält er es. Das geht rechts/links....Gino liebt diese Art von Spielen. Und er hat sehr schnell begriffen, dass es nicht nur Spiel ist, sonderb Voraussetzung für das, was er gerne hat, sei es Ball, über die Wiesen laufen (geht momentan nicht, da das Gras zu hoch steht) über gefällte Bäume klettern.....was auch immer.
Gehorsam muss dem Hund Spaß machen. Denn es ist schon ein Unterschied, ob der Hund freudig neben seinem Besitzer/seiner Besitzerin geht oder mit gekrümmtem Rücken neben ihm/ihr herschleicht. Da gebe ich Dir vollkommen Recht.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy


- Feuerteufel - 28-05-2015

Kimmy, ne Austrahlungsstarke UO kriegst Du so auf keinen Hund der die Grundeinstellung nicht sowieso von selbst mitbringt...


- Trine - 28-05-2015

Moin kimmy,
ich amüsiere mich gerade etwas : Du, der augenscheinlich ein Beginner in der Ausbildung bist und hier schon oft entsprechende Fragen gestellt hast, gibst hier Tipps.....